Alkoholkrankheit

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Welche Hilfe für Alkoholiker gibt es? Kann man einen Alkoholiker helfen?


Hilfsangebote für Alkoholiker gibt es sehr viele. Sie reichen von den Hausärzten, Suchtberatungsstellen, Krankenhäuser, Psychologen bis hin zu Selbsthilfeeinrichtungen, wie Wohngemeinschaften, Anlaufstellen, Freizeitangeboten, Gesprächsgruppen der Selbsthilfe und auch ambulante und stationäre Therapieangebote und Therapieeinrichtungen.

Das Hilfsangebot für Alkoholiker ist breit gefächert. Welche Hilfe für einen Alkoholiker das Richtige ist, lässt sich nicht pauschal sagen. Jeder abhängige Mensch ist ein Individuum und brauch eine spezielle auf ihn zugeschnittene Behandlungsform. Das hängt auch von seinen bisherigen Lebensumständen ab. Nicht jeder Alkoholkranke ist sozial isoliert und kann einfach so ein neues Leben beginnen. Die Nüchternheit sollte zwar immer an erster Stelle stehen, dennoch spielen die vorhandenen Lebensumstände eine Rolle. Sind die Familienangehörigen bereit, dem Alkoholiker zu helfen, dann sollten sie zum Beispiel von der Therapieeinrichtung mit einbezogen werden, denn ein trockener Alkoholiker verändert nicht nur seine Lebensumstände, sondern auch oft seine ganzen Verhaltensweisen, was sich wiederum auf sein soziales Umfeld, wie auch auf die Familie bis hin zu seinem Arbeitsplatz auswirken kann. Deshalb sollten auch Familienangehörige bereit sein und sich im klaren darüber sein, das auch auf sie einige Lebensveränderungen zukommen, wenn sie dem Alkoholiker helfen möchten. Hilfe für Alkoholiker ist eine Aufgabe, die das gesamte Umfeld des Betroffenen betrifft, denn nur nicht trinken und das alte Leben weiterführen, reicht nicht aus, um dauerhaft nüchtern zu bleiben.

Allerdings ist auch anzumerken, dass ein Alkoholiker selbst selten weiß, welche Hilfe für ihm die Richtige ist. Meist möchte er so wenig Veränderungen, wie möglich und strebt eine ambulante Entgiftung, Therapie oder den Besuch einer Selbsthilfegruppe an. Wenn ein Alkoholiker Hilfe möchte, heißt es ja, wenn er es ehrlich meint, dass er oder sie selbst nicht mehr weiter weiß und Hilfe möchte. Das heißt aber auch, das seine bisherigen Wege, sollte er oder sie schon selbst öfter versucht haben mit dem trinken aufzuhören, nicht die richtigen Wege gewesen sein konnten. Deshalb sollte bei der Hilfe für Alkoholiker darauf geachtet werden, dass andere Wege gegangen werden. Da ein Alkoholiker oft sein neues Leben noch nicht überblicken kann, die Angehörigen auch nicht so genau wissen, wie sie dem Alkoholiker helfen können, wäre es ratsam, andere trockene Alkoholiker zu fragen, wie sie nüchtern geworden und geblieben sind.

Die Angst des Alkoholikers, sich seiner Alkoholkrankheit zu stellen, diese Erfahrung haben viele alkoholkranke Menschen gemacht, aber erkannt hat, dass er oder sie alkoholkrank ist, wird neue Wege gehen und jede Hilfe annehmen. Deshalb ist handeln wichtig und nicht nur das Reden. Ist der Alkoholiker nicht zum handeln, wie zum Beispiel die Entgiftung unter ärztlicher Kontrolle und eine eventuelle Therapie, bereit, kann das bedeuten, das die Einsicht noch nicht wirklich vorhanden ist. Dies resultiert aus der noch nicht wirklich gereiften Erkenntnis, dass er wirklich alkoholabhängig ist und noch nicht unbedingt zu wirklichen Lebensveränderungen bereit, die aber eine dauerhafte Nüchternheit voraussetzen.