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Partnerschaft oder Beziehung mit einem Alkoholsüchtigen und Alkoholiker

Kann ich eine Partnerschaft mit einem Alkoholsüchtigen und Alkoholiker eingehen?

Die Beziehung oder Partnerschaft mit einem Alkoholsüchtigen ist für beide Partner sehr anstrengend. Bei einem nassen, also noch trinkenden Alkoholiker, wird man sein Leben damit verbringen, den Alkoholsüchtigen helfen zu wollen, obwohl er vielleicht gar keine Hilfe möchte. Viele Alkoholiker flüchten sich in eine Beziehung, damit die ein Zu Hause haben, jemanden der sich um sie kümmert, sie versorgt und Gesellschaft leistet, wenn sie in Krisen des Selbstmitleids verfallen.

Sie suchen sich oft Partner aus, die gerne helfen, vielleicht schon ein Helfersyndrom entwickelt haben, die sich für die eigene Unfähigkeit schuldig fühlen. Diese bewußte Manipulation hilft dem Alkoholsüchtigen, sich hinter seiner Alkoholsucht zu verstecken, sein eigenes Fehlverhalten zu rechtfertigen und auch den Schein nach außen hin aufrecht zu erhalten.

Wenn man in der Partnerschaft mit einem Alkoholsüchtigen nicht Konsequent ist, wird man sehr schnell zum Spielball und gibt unter Umständen sein eigenes Leben komplett auf. Leider gibt es viele Partner, die den Lügen eines Alkoholikers Glauben schenken, sich teilweise die eigene Selbstbestätigung darin suchen, dem Alkoholsüchtigen zu helfen und glauben, wenn sie sich auf ihr eigenes Leben konzentrieren, Schuld daran zu sein, wenn der Alkoholiker dann vollends abstürzt.



Die Partnerschaft mit einem trockenen Alkoholiker ist ebenfalls für beide Partner ein Leben, was nicht einfach ist. Nach der Alkoholentgiftung wird sich der Betroffene verändern. Er wird andere Gedanken haben, andere Lebensziele entwickeln, sich neue Hobby suchen, seine neuen Bedürfnisse verwirklichen und vieles andere mehr. Kurz gesagt, er wird ein anderer Mensch, als den den man mal kennen gelernt hat. Oft stellt sich dann für ihm die Frage, ob der Partner noch in sein neues Leben passt.

Auch für den Nichtsüchtigen werden viele Veränderungen im Leben eintreten. Wenn man den Alkoholiker unterstützen möchte, heißt das, dass die Wohnung alkoholfrei ist, man selbst nicht vor dem Partner trinkt, am Besten selbst keinen Alkohol mehr trinken, eventuelle Freunde aufgeben und wechseln, die Freizeitgestaltungen verändern. Viele Partner sagen am Anfang, klar kein Problem. Ich liebe meine zweite Hälfte und dafür tue ich alles.

Über längere Sicht kann es als Verlust angesehen werden, dass man seine eigenen Bedürfnisse der Trockenheit des Partners unterordnet, genau wie früher dem nassen Alkoholiker. Oft gehen solche Partnerschaften dann auseinander, weil die früheren Gemeinsamkeiten fehlen, die beiden Menschen sich so verändert haben, als wenn sie sich nie gekannt haben.