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Ist ein Selbstentzug bei Alkohol gefährlich oder kann ich einen kalten Entzug zu Hause machen?

Einen kalten Entzug zu Hause von Alkohol durchzuführen, kann lebensgefährlich sein. Wenn man regelmäßig Alkohol getrunken hat und das über einen längeren Zeitraum, treten sehr starke Entzugserscheinungen auf, weil dem Körper das Gift, eben der Alkohol entzogen wird und er mit Abwehrhaltung darauf reagiert. Der Körper ist die regelmäßige Zufuhr von Alkohol gewöhnt und muß sich bei einem Alkoholentzug erst wieder daran gewöhnen und einstellen, dass er ohne Alkohol funktionieren muß.

Diese Entzugserscheinungen sind bei jedem Menschen anders ausgeprägt und auch nicht vorhersehbar. Sie beginnen mit Unruhe und sehr starkem Schwitzen, Herzkreislaufproblemen und allgemeiner Übelkeit und Muskelbeschwerden. Dabei kommt es zu unkontrollierten Körperreaktionen, Bewegungslosigkeit und unrealistischen Wahrnehmungen.

In vielen Fällen kommt es bei einem kalten Entzug zu einem Krampfanfall, wobei der Betroffene das Bewusstsein verliert und die Krämpfe sich über den ganzen Körper ausbreiten. Dabei kommt es häufig zum erbrechen und der Betroffene kann daran ersticken, wenn ihm nicht unverzüglich von anderen Menschen geholfen wird und ein Arzt anwesend ist.

Weiterhin kann es zu einem Delirium ( auch Delir genant) kommen. Dabei hat der Alkoholiker Wahrnehmungen, die er selbst für real hält. Das wird umgangssprachlich oft als weiße Mäuse sehen bezeichnet. Begleitet von extremen Angstzuständen erlebt der Alkoholiker eine Wahnvorstellung, wo ihm alles zuzutrauen ist. Die dabei auftretenden Ängste können ihm zu Handlungen zwingen, die für ihn und auch anderen Menschen lebensgefährlich sind. Nicht selten springen diese Menschen zum Beispiel aus dem Fenster, weil sie sich verfolgt fühlen, irgendwelche Kreaturen sehen, die sie umbringen wollen oder sie leben in ihrer Vorstellung in einer anderen Welt, die sie jede Grenzen der Vernunft vergessen lassen. Ein Delirium ist nur mit Hilfe von Ärzten und Medikamenten behandelbar. Auch ein erneutes Konsumieren von Alkohol kann kaum helfen, diese Wahrnehmungen zu unterbinden.

Leider glauben viele Menschen, die regelmäßig Alkohol trinken, dass sie nicht von der Alkoholsucht betroffen sind und unterschätzen die Gefahren, wenn sie dann einen Entzug machen wollen.

Auch hier im Forum schreiben viele Menschen, dass sie lieber zu Hause einen Alkoholentzug ohne ärztliche Begleitung machen wollen. Das hat aber nichts mit Stärke und hart sein zu tun, sondern einfach nur mit Feigheit und Leichtsinn, weil man sich nicht zu seiner Krankheit bekennen will. Der erste Schritt zur Nüchternheit ist das Eingeständnis sich selbst gegenüber und auch seiner Umwelt, dass man mit Alkohol nicht umgehen kann.

Die Nüchternheit kann nur über uneingeschränkte Offenheit und Ehrlichkeit gewonnen werden.