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Hilflosigkeit der Suchthilfe

in den letzten Jahren geht der Trend bei der Bewältigung einer möglichen oder schon bestehenden Alkoholsucht, immer mehr in die Richtung des kontrollierten Trinken´s.

Viele Hilfsorganisationen haben sich dem Thema angenommen und es wird viel darüber berichtet, dass kontrolliertes Trinken oft der bessere Weg sei, als ein völlig alkoholfreies Leben.

Meiner Meinung nach ist das eine Art Hilfslosigkeit der Suchthilfe, weil sie es nicht schafft, die notwendige Abstinenz bei den betroffenen Menschen richtig zu erklären.

Den Jugendlichen wird empfohlen, ihren Alkoholkonsum einzuschränken bzw. zu beurteilen, nicht so viel zu trinken, eben nur das verträgliche Limit.

Die Angebote der Suchthilfe sind sehr breit gefächert und manchmal hat man das Gefühl, den suchtkranken Menschen wird es zu leicht gemacht, diese verschiedenen Hilfen anzunehmen. Ihnen werden Hilfen sprichwörtlich hinterher geworfen, so das sie glauben, sich die für sich selbst geeignetste Hilfe aussuchen zu können.

Nur können suchtkranke Menschen wissen, welche Hilfe für sie die beste Hilfe ist?

Oft versuchen betroffene Menschen mehrmals selbst ihre Alkoholsucht in den Griff zu bekommen. Sie trauen sich noch nicht zum Arzt oder andere Hilfen in Anspruch zu nehmen. Sie glauben, es schon richtig zu machen und so wieder normal trinken zu können.

Durch die Berichterstattungen und Angebote des kontrollierten Trinken´s sehen sie sich auch bestätigt, denn solche Berichte werden auch von vielen Wissenschaftlern oder anerkannten Organisationen verfasst, was dem Thema eine gewissen Glaubhaftigkeit gibt.

Gleich am Anfang oder als Fußnote wird zwar dann darauf hingewiesen, dass kontrolliertes Trinken bei einer schon bestehenden Alkoholabhängigkeit nicht funktioniert, aber da sich suchtkranke Menschen oft den scheinbar leichten Weg suchen, bleiben die Thesen der Möglichkeit, den Alkoholkonsum wieder kontrollieren zu können, in den Gedanken.

Warum wird die Droge Alkohol so verharmlost?

Die Suchthilfe scheint sich nach dem Motto zu bewegen, wenn wir alkoholabhängigen oder alkoholgefährdete Menschen nicht zu einem alkoholfreien Leben bewegen können, dann sollen sie wenigstens versuchen weniger zu trinken.

Dadurch wird aber sehr oft der Leidensweg der suchtkranken Menschen verlängert. Es vergehen Jahre, weil sie nicht die richtige Hilfe in Anspruch nehmen, um dann Jahre später vielleicht zu erkennen, dass ein alkoholfreies Leben doch das richtige Ziel ist.

Selbst schon trocken lebende Alkoholiker-innen kommen durch solche Berichte in die Versuchung, doch noch mal zu versuchen, Alkohol zu trinken, um zu lernen ihn kontrollieren zu können.

Von Politikern kann man ja keine wirkliche Hilfe erwarten und auch viele Medien verherrlichen den Alkohol eher, als ihn als Droge zu benennen.

Findet sich die Suchthilfe damit ab, ihr Ziel nicht erreichen zu können?