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Meine Ex die Spiegeltrinkerin (?)

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit

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Xlausi
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Re: Meine Ex die Spiegeltrinkerin (?)

Beitrag von Xlausi » 26.11.2020, 21:34

Hey Cadda :)

Gleichgültigkeit, weil so gar nichts kommt. Ich bin vielleicht Oldschool eingestellt, aber wenn ich mal groben Unfug gemacht habe, war ich erwachsen genug zu sagen, joar war ich, hab ich etc. Aber sie ist 40, und hat dennoch Familienwünsche. Sie muss ja nur unseren Chat lesen. Erst schreibt sie, ich bin von allen Männer der schlimmste Hund, der ekligste etc, und 4 Nachrichten später, vermisst sie mich soooo dolle und schrecklich, ob ich vorbeikommen will. Sie muss den Verlauf ja nur morgens lesen, wenn der Pegel am niedrigsten ist. Hmpf. Mein armer Kopf versteht das nicht so, wie er sollte, scheinbar

Was passieren würde? Vermutlich alles wie immer. Man genießt wieder Zeit X, warm und liebevoll, und kaum ein Tropfen zu viel, Eskalation. Und rückblickend betrachtet wurde die Spirale immer tiefer. Von Vorwürfen, ich liebe sie nicht, bis hin das ich sie betrüge, zum Urlaub, wo ich mich f.... sollte, häusliche Gewalt, und als das gescheitert ist, dann die blinde Zerstörungswut. Was kommt als nächstes? Vermutlich muss ich mich wirklich ehrlich fragen, ob sie nicht vielleicht impulsiv beim nächsten mal ein Messer in der Hand halten könnte....?

Sunshine_33
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Re: Meine Ex die Spiegeltrinkerin (?)

Beitrag von Sunshine_33 » 26.11.2020, 23:16

Hallo Xlausi,

ich habe dieses Drama mit Deiner Säuferin hier mitgelesen.
Es ist leider keine Ausnahme, das sich Alkoholiker/innen derart unlogisch, unfair, verletzend, brüskierend, eifersüchtig, beschimpfend und dann wieder heulend und um Mitleid winselnd, aufführen.
Einiges davon habe ich selbst praktiziert, das meisste kam von der Sauferei, die hat mein Wesen sehr zum Nachteil verändert.
Heute kann ich einiges davon nicht mehr nachvollziehen.
Ich war beispielsweise sehr eifersüchtig, als ich noch gesoffen habe, worunter mein Partner leiden musste.
Es kam daher, weil ich mich selbst so schrecklich fand mit meiner Sauferei, so unliebenswert, und auch so übergewichtig, was auch saufbedingt war.
Ich fand mich häßlich und furchtbar...und dachte, wer will denn so eine Frau haben?
Mein Mann hat nie etwas getan, was mich hätte eifersüchtig machen können, aber ich habe ihm trotzdem Untreue unterstellt.
Das nur mal als kleines Beispiel von vielen anderen Fehlverhaltens meinerseits.

Solche Sachen muss aber niemand mitmachen!
Du kannst jederzeit gehen. Also was gibt DIR die ganze Sache, das Du noch da bist, noch erreichbar für sie bist??
Denn in solchen Abhängigkeitsbeziehungen haben fast immer BEIDE was davon!
Da ist nicht einer nur "Täter" und der andere nur "Opfer".
Lebst Du ein Helfersyndrom aus? Möchtest vielleicht der rettende Prinz sein, der die Trinkerin aus ihren Saäuferelend befreit und fortan glücklich auf seinem Schloß mit ihr wohnt?
Wie kann diese Krankheit bloß so gleichgültig machen, als wäre ich eine flüchtige Bekanntschaft gewesen, mit der man nichts mehr zutun haben will. :/

Tja, diese Krankheit ist ebenso. Völlig unlogisch, nicht nachvollziehbar für einen Außenstehenden.
Nur die Pulle ist noch wichtig, wenn man so tief drin hängt. Der Partner nicht mehr, der kommt erst laaaange danach, wenn man sich mal wieder an ihn erinnert.
Es gab Zeiten, da war mir der Alk wichtiger als alles andere, natürlich auch wichtiger als der Partner.
Habe ich aber alles mir so hingedreht, wie es am besten passte... der andere war schuld, das ich trinken musste, das ja sowieso :roll:
Und wenn ich ihm so nicht passe, dann soll er doch gehen.
Das meinte ich wirklich ernst. Man man man...

Ich möchte Dir nun hier auch nicht lange die Alkoholkrankheit erklären, aber Deine Säuferin benimmt sich typisch und ich sehe auch keinerlei Einsicht, also wird sie noch lange weiter saufen. Vielleicht sich sogar unter die Erde saufen...
Möchtest Du dabei zuschauen, dabei sein, Dir das ganze Elend anschauen und Dich derweil weiter beleidigen und erniedrigen lassen?
Und dabei selbst krank werden? Nicht selten bekommen CO-Abhängige psychosomatische Beschwerden, die zu schwerwiegenden Krankheiten führen können.
Wenn das alles für Dich okay ist, wenn Du meinst, Dich für jemanden aufopfern zu müssen und dabei mit Füßen getreten zu werden, denn bleib und mach weiter so.
Dann heul weiter rum, wie böse diese schreckliche Frau ist...und wie schön es doch mal war... eure große Liebe und so... und pipapo...
Aber das ist lange Vergangenheit und das bekommst Du auch nie wieder... nicht mal, wenn sie trocken werden sollte...
Davon kann allerdings wohl keine Rede sein.
Und ich hab gedacht ich habe ihr mehr bedeutet, und unsere Situation würde bewirken, ihr Leben und die Sucht zu überdenken. Da hab ich wohl ( als sonniger Empath ) zu naiv gedacht.
Wenn man trinken will, wird einem NICHTS UND NIEMAND zu einem "überdenken der Situation" bringen, das ist einfach so.
Wie gesagt, Menschen sind dann nicht mehr wichtig, nur noch die Pulle... so läufts nun mal, egal ob Du das bedauerst, es Dich traurig macht, oder auch wütend... die Alkoholkrankheit hat ihre eigenen Regeln und dabei ist es egal, ob Dir oder einem anderen das missfällt.
Zu naiv gedacht?
Och, das würde ich so nicht sagen, ich würde mal sagen, Du wusstest ja erst nicht genau, auf was Du Dich da einlässt. Bist da eher reingerutscht, und da bist Du sicher nicht der Erste und auch nicht der Letzte, dem das passiert ist.
Eine gewisse Affinität wird aber sicher vorhanden sein, sonst wäre Dir das nicht passiert.
Nun wird es Zeit, da auch wieder "rauszurutschen", denn alles andere bedeutet auch immer wieder neues Leid, das wird nicht einfach so besser.

Was ist denn ein sonniger Empath? Was meinst Du damit genau?

Ich bin auch sehr empathisch, ich empfinde das einerseits als Gabe, weil ich so oft schon vorher weiß, wie bestimmte Menschen reagieren werden, was sie als nächstes tun werden... etc.
Und ich kann mich in andere Menschen gut hineinfühlen.
Andererseits emfinde ich meine Empathie aber auch als Belastung, weil sich auf mich leicht Stimmungen übertragen, ergo auch schlechte Stimmungen und Schwingungen.
Da muss ich mich dann von abgrenzen, damit es mir nicht selbst auch schlecht geht.
Kann man aber lernen. Indem man immer früher erkennt, wenn einen was mit runter zieht und so die Situationen dann auch eher verlässt.
Am besten ist es natürlich, das es erst gar nicht so weit kommt. Aber das ist schwer für so empfindsame Menschen, glaube ich, mir gelingt das nicht immer. Aber oftmals doch :)

Dir, lieber Xlausi, kann ich nur raten, lauf was das Zeug hält und vermeide jeden weiteren Kontakt zu Deiner alkoholkranken Bekannten.
Sperr sie auf WA, ändere evtl. Deine Telefonnummer, damit Du nicht mehr erreichbar bist, schmeiss die alte Sim-karte weg, sperr sie für e-mails, wenn ihr das auch genutzt habt, geh nicht ans Telefon, wenn sie anruft, macht Dich selbst unerreichbar.
Meide den gemeinsamen Freundeskreis, am besten erstmal alle gemeinsamen Kontakte abbrechen, um auch nichts mehr über andere über sie erfahren zu können.
Zu Deinem eigenen Schutz, halt um nicht rückfällig zu werden.

Es ist erst sehr schwer, so etwas zu beenden, weil man als CO selbst auf Entzug kommt, denn es handelt sich letztendlich bei einer Trinkerin und einem CO um eine Abhängigkeitbeziehung, auch wenn es einem wie eine Liebesbeziehung vorkommt.
Also wird auch der CO Entzugserscheinungen bekommen, wenn man ihm "sein" Suchtmittel "wegnimmt", also die Trinkerin.
Oder sie Dich in den Allerwertesten tritt...wie ja schon mehrmals geschehen!
Du bist gerade mittem im Entzug, wie ich deutlich herauslese.
Wenn Dir Dein Leben lieb ist, dann halte das besser durch...lass los... das darf man auch in Liebe tun !
Es wird mit der Zeit leichter...

Viel Kraft für die folgende Zeit
wünscht Dir
Sunshine (trockene Alkoholikerin)

Xlausi
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Re: Meine Ex die Spiegeltrinkerin (?)

Beitrag von Xlausi » 28.11.2020, 11:55

Hallo Sunshine,

danke für die Rückmeldung <3 Ich hatte dies die Tage schon gelesen, wollte mir aber die Zeit zum Antworten nehmen.
Ich hoffe das zitieren klappt, wie ich mir das vorstelle.
Sunshine_33 hat geschrieben:
26.11.2020, 23:16
Hallo Xlausi,

ich habe dieses Drama mit Deiner Säuferin hier mitgelesen.
Es ist leider keine Ausnahme, das sich Alkoholiker/innen derart unlogisch, unfair, verletzend, brüskierend, eifersüchtig, beschimpfend und dann wieder heulend und um Mitleid winselnd, aufführen.
Einiges davon habe ich selbst praktiziert, das meisste kam von der Sauferei, die hat mein Wesen sehr zum Nachteil verändert.
Heute kann ich einiges davon nicht mehr nachvollziehen.
Ich war beispielsweise sehr eifersüchtig, als ich noch gesoffen habe, worunter mein Partner leiden musste.
Es kam daher, weil ich mich selbst so schrecklich fand mit meiner Sauferei, so unliebenswert, und auch so übergewichtig, was auch saufbedingt war.
Ich fand mich häßlich und furchtbar...und dachte, wer will denn so eine Frau haben?
Mein Mann hat nie etwas getan, was mich hätte eifersüchtig machen können, aber ich habe ihm trotzdem Untreue unterstellt.
Das nur mal als kleines Beispiel von vielen anderen Fehlverhaltens meinerseits.

Solche Sachen muss aber niemand mitmachen!
Du kannst jederzeit gehen. Also was gibt DIR die ganze Sache, das Du noch da bist, noch erreichbar für sie bist??
Denn in solchen Abhängigkeitsbeziehungen haben fast immer BEIDE was davon!
Da ist nicht einer nur "Täter" und der andere nur "Opfer".
Lebst Du ein Helfersyndrom aus? Möchtest vielleicht der rettende Prinz sein, der die Trinkerin aus ihren Saäuferelend befreit und fortan glücklich auf seinem Schloß mit ihr wohnt?
Ja ich denke ich bin ein wenig vorbelastet, was das helfen betrifft. Das innere Kind will aktiv eingreifen und die Welt retten. Manchmal / meistens ein Fluch. Ich finde es total schrecklich tatenlos zuzusehen, wie sie sich unter die Erde trinken will / muss. Das Herz leidet am meisten darunter. Und dann hat man die Gewissheit, das alles einfach nichts hilft, und man sich schlussendlich nur selber retten kann. Und das schmerzt :(
Du und Dein Mann, seid ihr noch zusammen? Wie habt ihr das dann durchgestanden? Was war dein persönlicher Klickmoment, wenn ich hier fragen darf.
Sunshine_33 hat geschrieben:
26.11.2020, 23:16
Nicht selten bekommen CO-Abhängige psychosomatische Beschwerden, die zu schwerwiegenden Krankheiten führen können.
Wenn das alles für Dich okay ist, wenn Du meinst, Dich für jemanden aufopfern zu müssen und dabei mit Füßen getreten zu werden, denn bleib und mach weiter so.
Dann heul weiter rum, wie böse diese schreckliche Frau ist...und wie schön es doch mal war... eure große Liebe und so... und pipapo...
Aber das ist lange Vergangenheit und das bekommst Du auch nie wieder... nicht mal, wenn sie trocken werden sollte...
Davon kann allerdings wohl keine Rede sein.
Desto mehr Zeit verstreicht, desto mehr sehe ich den Kampf gegen die Windmühlen. Ich weiß, wie oben schon angedeutet, dass das ein eigener Kampf bzgl. der inneren Kinder ist. Und ich merke jetzt schon, wie das an die Substanz ist, das meiste dreht sich um sie. Gedanken, Emotionen und co. Der eigene Antrieb leidet aktuell sehr darunter. Ich hoffe dass das bald nachlässt, und ich wieder meinem Leben nachgehen kann. Aber Emotionen verarbeiten braucht halt leider Zeit. Manchmal wünsche ich mir einen Schalter.
Sunshine_33 hat geschrieben:
26.11.2020, 23:16
Was ist denn ein sonniger Empath? Was meinst Du damit genau?

Ich bin auch sehr empathisch, ich empfinde das einerseits als Gabe, weil ich so oft schon vorher weiß, wie bestimmte Menschen reagieren werden, was sie als nächstes tun werden... etc.
Und ich kann mich in andere Menschen gut hineinfühlen.
Andererseits emfinde ich meine Empathie aber auch als Belastung, weil sich auf mich leicht Stimmungen übertragen, ergo auch schlechte Stimmungen und Schwingungen.
Da muss ich mich dann von abgrenzen, damit es mir nicht selbst auch schlecht geht.
Kann man aber lernen. Indem man immer früher erkennt, wenn einen was mit runter zieht und so die Situationen dann auch eher verlässt.
Am besten ist es natürlich, das es erst gar nicht so weit kommt. Aber das ist schwer für so empfindsame Menschen, glaube ich, mir gelingt das nicht immer. Aber oftmals doch :)
Genau das trifft auch auf mich zu. Das meinte ich mit sonnigem Empath. Alles und jeden retten, Sorgen abnehmen, und Liebe in der Welt verbreiten. Aber ich versuche mich immer mehr von negativen Menschen fernzuhalten, was wie bei Dir, auch nicht immer klappt. Ein sensibles Thema sind halt die eigenen Grenzen. Die sind noch sehr weit gesteckt. Ich denke hier bin ich noch am Anfang meiner Reise, weil ich relativ spät die Stahl-Lektüre gelesen habe, und bis dato einfach immer gelebt habe, ohne Gedanken zu machen.
Sunshine_33 hat geschrieben:
26.11.2020, 23:16
Dir, lieber Xlausi, kann ich nur raten, lauf was das Zeug hält und vermeide jeden weiteren Kontakt zu Deiner alkoholkranken Bekannten.
Sperr sie auf WA, ändere evtl. Deine Telefonnummer, damit Du nicht mehr erreichbar bist, schmeiss die alte Sim-karte weg, sperr sie für e-mails, wenn ihr das auch genutzt habt, geh nicht ans Telefon, wenn sie anruft, macht Dich selbst unerreichbar.
Meide den gemeinsamen Freundeskreis, am besten erstmal alle gemeinsamen Kontakte abbrechen, um auch nichts mehr über andere über sie erfahren zu können.
Zu Deinem eigenen Schutz, halt um nicht rückfällig zu werden.
Langsam kommt die Erkenntnis, das alles eine Illusion war, leider. Das Herz erinnert sich an die überwiegend tolle, warme und liebevolle Zeit. Unsere Ideen, Ziele und Wünsche haben sehr harmoniert. Das ist das, was mich noch an sie "bindet", eine utopische Vision. Es waren ja "nur" alle paar Wochen mal vereinzelt Eskapaden. Da konnte man ahnungslos, wie ich war, drüberstehen. Mann muss halt nicht immer alles zu persönlich nehmen. Bergab ging es erst mit der offiziellen Diagnose vom Arzt, als es wirklich schlimm wurde. Aber mir erschleicht sich der Gedanke, das die ganzen Monate nur super diszipliniert geschauspielert wurde. Das sie (un)bewusst wusste, welche Knöpfe sie bei mir betätigen muss.

Ich : du bist eine peinliche Alkoholikerin
....
Sie : Wusstest du nichts?

Wie gesagt, ich wusste es nicht. Aber scheinbar sie selbst. Und als der Arzt dann mir die Augen öffnete, musste sie sich nicht mehr verstecken, sondern konnte ungehemmt ( saufen und ) alles, im wahrsten Sinne, im Suff zerstören / kaputt schlagen. Oh Mann ... Wie konnte ich nur so naiv, blind und blöde sein? Es gibt absolut kein pro mehr, egal welchen Punkt man nimmt, der für mich sprechen sollte. Nur noch Contra contra contra...
:(

Ich muss dringend mehr an mir und meiner Wahrnehmung arbeiten.

Gruß Xlausi

Xlausi
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Re: Meine Ex die Spiegeltrinkerin (?)

Beitrag von Xlausi » 29.11.2020, 21:38

N´Abend ihr Lieben, hoffe Ihr habt alle den 1. Advent gut verbracht.
Ich hab eben Sport gemacht, und lese jetzt eifrig hier weiter die Geschichten.

Es ist so erschreckend wie viele leidvollen Geschichten gleich / ähnlich klingen :(

Ich muss dich mal aus einem anderen Thread zitieren @sunshine_33
Sunshine_33 hat geschrieben:
06.11.2017, 12:34
Das Problem an der ganzen Geschichte ist, dass für ihn nicht der Alkohol Schuld ist an der ganzen Misere, sondern mein Verhalten.
Typisches Säufergelaber.
Ich hätte mich in den letzten Jahren so verändert zum negativen, dass er diese Beziehung nicht weiter mit mir führen kann.
Er trinkt nur soviel, weil ich ihn vor Jahren schon emotional verlassen hätte.
Ebenso typisches Säufergelaber.
Mache den CO so schlecht, das der denkt, er/sie findet nie wieder n neuen Partner :roll:
So wird er schon bleiben und sich auch weiterhin wie Dreck behandeln lassen.
Dein XY weiß sicher ganz genau, wie er Dich "kriegen" kann, das kannste mir glauben.
Dieses Runtermachen von anderen Menschen halte ich für die böseste und verletzendste Manipulation überhaupt.
Und steter Tropfen höhlt bekanntlich den Stein.
Also wird man mit der Zeit selbst anfangen zu glauben, das man für immer allein bleiben wird, wenn man den Säufer verlässt.
Davor haben ja viele CO`s auch große Angst.
100% sie. Ich musste grade an die 1000e Vorwürfe denken. Ich sei der schlimmste und ekligste Mann von allen, der letzte Hund, und sie ist die gute und aufrichtige, der wahre "Freund". Ich werde mich umschauen wenn sie weg ist. Keine andere Frau würde sich mit einem Versager wie mir abgeben. Ich könnte ja froh sein, das sie so ein großes Herz hat, und sich mit MIR abgeben will. Mich nicht im Stich lässt, weil ich ja sonst alleine bleibe.... :-| Ich würde grade am liebsten im Strahl.... Naja lassen wir das mal lieber.

Wollte ich nur mal am Rande hier anmerken und von der Seele schreiben... :(

Lieben Gruß
Xlausi

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Re: Meine Ex die Spiegeltrinkerin (?)

Beitrag von Cadda » 29.11.2020, 23:13

Tja Xlausi, und das Verrückte ist, dass es in Wahrheit genau umgekehrt ist. Denn wer oft schon gern mit Jemandem zusammen, der trinkt?? Als Säufer(in) findest Du immer wieder neue Partnerschaften. Wenn der neue Partner aber nicht zufällig auch säuft oder co.-abhängig ist, wird der ganz schnell wieder Land gewinnen und rennen, so schnell er kann. Dauert zwar oft eine gewisse Zeit, aber es passiert.

Glaub mir, ich hätte MICH zu Saufzeiten damals nicht als Freundin haben wollen. Ich will nicht eingebildet klingen, aber ich hätte sicherlich immer schnell jemanden abbekommen, weil ich auch zu Saufzeiten nicht unbedingt runtergekommen aussah und auch schon immer freundlich und lustig in meinem Auftreten war. Aber spätestens nach einer Hand voll „Suff-Auftritte“ hätte ein normaler Mann am Ende meiner schlimmen Zeit wohl zugesehen, dass er mich wieder los wird :-D
Den Anderen dann klein machen, damit man seine „Liebe“ (oder Abhängigkeit) nicht verliert, ist da schon eine ganz gute Taktik. Erst einmal jedenfalls... bis sie durchschaut wird :-)

Cadda
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Re: Meine Ex die Spiegeltrinkerin (?)

Beitrag von Cadda » 03.12.2020, 20:54

Hallo Xlausi, wie geht’s Dir denn so?

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Re: Meine Ex die Spiegeltrinkerin (?)

Beitrag von Xlausi » 03.12.2020, 21:21

Hallo Cadda,

danke, mir geht es soweit gut. <3 Und Dir ?

Tag 2 Quarantäne gleich geschafft :mrgreen: Aber keine Sorge, ich bin nur Kontaktperson 1 :roll:

Ansonsten, emotional... Schon etwas gefasster, aber natürlich noch traurig über das unrühmliche Ende. Ich versuche mir immer und immer wieder die Contras vor Augen zu führen. Und das sind eben Dinge, die komplett im Wege stehen / standen. Contra 1 ist, das wir beide gerne ein Kind wollen in naher Zukunft. Aber wer zeugt ein Kind mit einer nassen und uneinsichtigen Alkoholikerin ? Alleine das ist in meinen Augen schon grob fahrlässig. Eine Schwangerschaft birgt immer Risiken, aber will man das so fördern ? Ich denke nicht. Ausbeuter-Job nicht wechseln, weil sie da offen trinken kann, und kein deutsch lernen will, kommen noch hinzu etc. Und trotzdem will das kleine CO im inneren des Herzens noch, bzw. hat die Hoffnung, das sie endlich die Kurve bekommt. Aber das wird niemals passieren. Und das muss ich zeitnah irgendwie verinnerlichen. In Liebe gehen / los lassen.

Gruß
Xlausi :)

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Re: Meine Ex die Spiegeltrinkerin (?)

Beitrag von Cadda » 04.12.2020, 21:27

Hallo Xlausi,

es geht ja letztendlich nicht nur um sie, eine eventuelle zukünftige Schwangerschaft. Ich habe in meinen Schwangerschaften nicht getrunken, war damals auch noch nicht so tief drin, wie ein paar Jährchen später. Von daher alles ok, was die Schwangerschaften angeht. Aber was ist mit dem Kind / den Kindern? Als Partner leidet man doch schon unter den Besäufnissen. Was meinst Du, wie hilflos und verzweifelt dann erst die Kinder sind, wenn sie ihre Mama mit der betrunkenen Art erleben? Und glaub nicht, dass sie sich dann zusammenreißen könnte, weil es ja schließlich das eigene Kind betrifft. Das kannst Du vergessen! Das macht ja gerade die Sucht aus. Du denkst, „ab nächstem Mal passe ich auf, trinke weniger, kein Kontrollverlust, die Kinder merken nichts, dafür sorge ich“. Es bleibt bei dem Vorhaben, aber es klappt nicht. So sehr man es sich auch vornimmt oder wünscht. Es KANN nicht funktionieren. Wenn man das steuern könnte, wäre man nicht süchtig.

Versuche, bei der Trennung zu bleiben. Deinen Wunsch nach Familie verstehe ich. Aber Du wirst eine Frau finden, die nicht alkoholabhängig ist und das wird Die viel Kummer ersparen.

LG Cadda

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