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Ganz am Anfang und doch mittendrin

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit

Moderator: Moderatoren

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Gotti
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Ganz am Anfang und doch mittendrin

Beitrag von Gotti » 12.02.2008, 22:48

Hallo, ich ( Co - Abhängige, seit 24 Jahren verheiratete und Mutter zweier erwachsener Kinder) suche den Rat und Erlebnisse von Gleichgesinnten.
Mein Mann ist seit 15 Wochen trocken, geht nur einmal wöchentlich zur SHG.
Wir sind seitdem wie ein frisches Paar. Alles ist anders. Nur die Sorgen oder Probleme unserer Ehe sind gleich. Oder doch nicht? An manchen Tagen merke ich, dass wir schon sehr , sehr weit auseinandergelebt lebten. Gefühle waren abgestorben.
Jetzt ist alles anders. Aber gefühlsmäßig geht noch nicht sehr viel.
Und dann immer die Gereiztheit . Wegen jeder Kleinigkeit kriegen wir uns in die Haare. (Sicher normal für die Entzugszeit??) Dabei möchte ich jetzt doch endlich wieder glücklich sein.
Habe ich zuwenig Geduld?
Bestimmt bin ich nicht die Einzige mit diesen Sorgen.
Ich freue mich auf euere Antworten,
Gotti.

klaro
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Beitrag von klaro » 13.02.2008, 16:59

Hallo gotti!

Sei doch froh darüber, das dein mann schon 15 wochen ein alkoholfreies leben führt und regelmässig in eine selbsthilfegruppe geht.
Erwarte doch nicht gleich wunderdinge, denn er muss sich doch erst mal orden wo er steht.
Die 24jahre ehe bleiben so, wie sie waren denn daran ist nichts mehr zu änders, da es vergangenheit ist.
Ist es ihm jetzt ernst, so wird es eine neue beziehung die ihr eingehen werdet und es wird nie mehr so sein wie früher, weil jetzt das suchtmittel nicht mehr da ist was ihn so werden lies wie er war.
Es muss doch neues vertrauen aufgebaut werden und das geht nicht von heut auf morgen.
Ich sage mir immer, ich habe ja auch über jahre hin gesoffen, also braucht es zeit um eine gesunde zufriedene abstinenz zu haben.
Dein mann muss erst mal belastbar für die neue situation werden und sein selbstwertgefühl stärken, das gleich zählt auch für dich.
Als ich damals nach meiner thera nach hause kam, besuchte ich gleich eine SHG fragte aber meine frau, ob sie auch mitgehen wolle.
Sie ging mit und redete dort mit anderen CO abh. Sie lernte viel, vor allen dingen, das sie für sich verantwortung hat und sich nicht nur nach den bedürfnissen des abhängigen richten solle.
Ich höre des öfteren von co`s, ach wäre er doch wieder so wie früher als er noch nicht so viel trank.
Von diesem satz sollte man sich schnell verabschieden, denn wäre es so, so kommt das gleiche wieder.
Wie früher kann es nie mehr werden aber anders. Für dich wäre es wichtig auch was zu machen, denn bleibst du nicht auf augenhöhe mit deinem mann, so bleibt einer auf der strecke.
Es geht nämlich nicht, das wenn er nichts mehr trinkt sich alles von selbst erledigt. Es treten neue situationen auf, wo der partner anders reagiert wie früher und damit muss man lernen umzugehen.
Der trockene alk übernimmt wieder verantwortung für dinge die er während seiner saufzeit nicht konnte und da gilt es lösungen zu finden die beide zufrieden stellen.
Nimm dir zeit und geht mit kleinen schritten aufeinander zu, den vertrauen muss beiderseitig erst wieder aufgebaut werden.

Ich wünsche dir und deinem mann alles gute auf den weg zu einem zufriedenen miteinander und das ihr sorgsam und respektvoll mit euch umgeht.

Herzlichst heinrich

Gotti
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Beitrag von Gotti » 13.02.2008, 20:39

Guten Abend Heinrich,
vielen Dank für deine Antwort. Sie baut mich sehr auf und gibt zum Nachdenken. Keine Angst aber, denn ich bin selbst auch in der Angehörigengruppe in unserem Ort. Dort reden wir über alles mögliche, natürlich auch über meine/unsere Probleme. Es gibt auch eine ältere Frau, die mir schon viel geholfen hat. Sie redet auch aus eigener Erfahrung, was alles anschaulich macht.
Wahrscheinlich bin ich ganz schön ungeduldig. Das ist leider sehr oft meine Art. Aber ich bemühe mich schon, diese Ungeduld meinem Mann gegenüber zu bremsen. Ich denke, dass da schon noch viel Liebe auf beiden Seiten übrig ist.
Danke, für deine Worte.
Dir und deiner Frau wünsche ich auch eine gute Zeit,
Gotti.

Gotti
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Beitrag von Gotti » 23.02.2008, 17:53

Hallo,
jetzt habe ich schon sooooooo viel in allen möglichen Threads gelesen, mich oft eingemischt (hoffentlich nicht zuviel Mist verzapft), da ist es mal an der Zeit, mich hier noch mal zu melden.
In den letzten Wochen habe ich auch sehr, sehr viel nachgedacht, über das Gelesene. Ich glaube, ich bin schon als Kind Co - abhängig geworden. Abhängig von meiner dominanten Mutter. Die hat zwar keinen Alk getrunken, aber ansonsten alles bestimmt. Dumm wie ich war (und immer noch bin !?) habe ich das nicht gemerkt, bis heute. Meine ältere Schwester hats eher gerappelt, und ist schnell ausgezogen.
Dann habe ich einen dominant-erzogenen und dominant gewordenen Mann geheiratet, den ich (bin ja Erzieherin mit Fachabitur!) umerziehen wollte. Am Anfang hat es ja auch so ausgesehen, alles lieb, charmant, fürsorglich,... Bis ich gemerkt habe, dass er doch öfter trinkt. Heimlich.
Zwischendurch - die Kinder. Sehr viel Erziehung blieb an mir hängen. Vor allem die Besuche in den Schulen. Aber meistens war ich froh, alleine gehen zu können, denn in seinen "Zuständen" wollte ich ihn gar nicht mitnehmen.
Die Zustände haben sich im Lauf der Jahre ( wie allseits üblich) gehäuft. Geburtstage etc. liefen immer auf Fiasken heraus. Ich habe mich so oft für ihn geschämt und wurde selbst nur heruntergeputzt, weil mein Mann ja alles so viel besser weiss und kann. -- Erbe väterlicherseits ----
Mein Selbstwertgefühl ? habe ich eines?
MEine Arbeit liebe ich. Ich liebe Kinder, auch wenn sie oft nerven, denn ich bin nicht nachtragend. Aber , die "lieben " Kolleginnen! (Bekanntes Problem in allen Kitas). Ich rede hier nicht von "Mobbing". Es ist einfach: Nicht gönnen. Nicht gönnen, dass man ein Lächeln auf den Lippen zustande bringt. Dass Eltern auch mal zufrieden sind. .... Da wird krampfhaft nach Fehlern gesucht und natürlich gefunden, denn bei ständiger Kontrolle, ohne Selbstwertgefühl kann sich jeder vorstellen, was passiert.
Und mein Mann hat für sowas "keinen Nerv". Das wollte er noch nie hören.
Alleine war ich trotzdem nicht. Ich bin eigentlich sehr "umgängig". Sportlich und ehrenamtlich habe ich viele Bekannte. Meine damalige gute Freundin hat sich schnell scheiden lassen, nachdem sie merkte, dass ihr Mann trinkt. Aber : "BEI UNS WAR ES DOCH NICHT SO SCHLIMM!" Ich war echt sehr naiv.
Bis die Kinder älter wurden, die Exzesse häufiger und ich nicht mehr konnte. Ich stellte ein Ultimatum. Das wurde natürlich nicht eingehalten. Dann hat es noch ein paar Wochen gedauert, in denen ich begreifen musste: Hast du noch ein kleines bisschen Rückgrat? Willst du deinen Kindern nicht doch ein Vorbild sein? Und da schaffte ich es. Entweder sofort zum Arzt od. ä. oder ich zum Anwalt.
Mein Mann brauchte an diesem Abend 10 Minuten, um sich zu entscheiden. 10 Minuten später begleitete ich ihn zu einer SHG. Seitdem ist er Trocken.
Seitdem arbeite ich an mir. Durch euch alle hier. Durch meine SHG. Und natürlich meine Höhere Macht.
In der letzten Woche habe ich mit meinem Schwager tapeziert. Das Wohnzimmer meiner Eltern. Sie sind ja sehr , sehr dankbar, aber wieder und wieder spürte ich "Dominanz" meiner Mutter. Jetzt, wo ich auf mehr
"höre". Naja, die körperlliche Anstrengung, dann Druck auf der Arbeit, mein Mann keinen Nerv für mich , ------- Da kommt man schon ins Grübeln.
Heute der krönende Abschluss: mein Mann "muss" 10 Min. im Auto auf mich warten. Kommt ins Geschäft, brummt was von: wie lange dauerts noch, das dauert ja ewig! Verschwindet wütend und versteht nicht, dass ich die Verkäuferin gebeten habe, ein Mittel für seinen Schuppen zu suchen. Er sitzt wie "der Blödel" im Auto - so seine Meinung. Wie ich dann bei der Verkäuferin ausgesehen habe, will er nicht kapieren. --- Seitdem ist bei uns Funkstille.
So. Nun habe ich mich ausgelassen. Vielleicht liest ja einer mein verkorkstes Leben. Dabei bin ich eigentlich ein fröhlicher Mensch.
Euere Gotti.

Nicole

Beitrag von Nicole » 23.02.2008, 20:59

Hallo Gotti,
Ich glaube, ich bin schon als Kind Co - abhängig geworden. Abhängig von meiner dominanten Mutter. Die hat zwar keinen Alk getrunken, aber ansonsten alles bestimmt. Dumm wie ich war (und immer noch bin !?) habe ich das nicht gemerkt, bis heute. Meine ältere Schwester hats eher gerappelt, und ist schnell ausgezogen.
Dann habe ich einen dominant-erzogenen und dominant gewordenen Mann geheiratet, den ich (bin ja Erzieherin mit Fachabitur!) umerziehen wollte. Am Anfang hat es ja auch so ausgesehen, alles lieb, charmant, fürsorglich,... Bis ich gemerkt habe, dass er doch öfter trinkt. Heimlich.
Zwischendurch - die Kinder. Sehr viel Erziehung blieb an mir hängen. Vor allem die Besuche in den Schulen. Aber meistens war ich froh, alleine gehen zu können, denn in seinen "Zuständen" wollte ich ihn gar nicht mitnehmen.



Die Zustände haben sich im Lauf der Jahre ( wie allseits üblich) gehäuft. Geburtstage etc. liefen immer auf Fiasken heraus. Ich habe mich so oft für ihn geschämt und wurde selbst nur heruntergeputzt, weil mein Mann ja alles so viel besser weiss und kann. -- Erbe väterlicherseits ----
Mein Selbstwertgefühl ? habe ich eines?
MEine Arbeit liebe ich. Ich liebe Kinder, auch wenn sie oft nerven, denn ich bin nicht nachtragend. Aber , die "lieben " Kolleginnen! (Bekanntes Problem in allen Kitas). Ich rede hier nicht von "Mobbing". Es ist einfach: Nicht gönnen. Nicht gönnen, dass man ein Lächeln auf den Lippen zustande bringt. Dass Eltern auch mal zufrieden sind. .... Da wird krampfhaft nach Fehlern gesucht und natürlich gefunden, denn bei ständiger Kontrolle, ohne Selbstwertgefühl kann sich jeder vorstellen, was passiert.
Und mein Mann hat für sowas "keinen Nerv". Das wollte er noch nie hören.
Alleine war ich trotzdem nicht. Ich bin eigentlich sehr "umgängig". Sportlich und ehrenamtlich habe ich viele Bekannte. Meine damalige gute Freundin hat sich schnell scheiden lassen, nachdem sie merkte, dass ihr Mann trinkt. Aber : "BEI UNS WAR ES DOCH NICHT SO SCHLIMM!" Ich war echt sehr naiv.
es ist immer wieder sehr interessant und erschreckend wie oft ich hier meine Geschichte lese.

Mein Nochmann hat es immer noch nicht geschafft, ich lebe aber seit 5 Monaten endlich wieder und das ist das was für mich zählt.

Liebe Grüsse
Elocin

Gotti
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Beitrag von Gotti » 23.02.2008, 21:42

Hallo Malou, hallo Elocin,
schön, dass ihr mich versteht :!:
Zu deiner Frage Malou:
Mein "lieber " Mann hat vorhin mit mir Abendbrot gegessen, mit mir ganz normal geredet, als ob nichts vorgefallen wäre. Auf meine Frage, warum er den ganzen Nachmittag nichts mehr gesagt hat, kam die Antwort: Du hast doch auch nichts mehr gesagt.
Und damit ist wieder alles o.k.
Was soll ich machen? Jetzt weiter beleidigt zu sein hilft doch nicht weiter. Oder?
Stillheimlich hat er es ganz bestimmt gemerkt, dass er einen Fehler gemacht hat, aber er kann ihn halt nicht zugeben. Ich hoffe, dass er das noch irgendwann in seiner SHG lernt. Ansätze von Entschuldigungen hat er gleich nach den ersten Stunden gezeigt. Also, die Hoffnung stirbt zuletzt. Oder???
Ach ja, wir wohnen natürlich noch immer zusammen, teilen auch noch immer unser Ehebett. Mit dem kleinen Unterschied: jetzt bin ich meistens die erste, die schnarcht :)
Tschau, Gotti.

Gotti
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Beitrag von Gotti » 23.02.2008, 22:09

Hallo, schnell nochmal,
es hat mir gutgetan, heute hier soviel zu schreiben. Auch wenn das meinem Mann ein wenig suspekt ist. Er macht sich jetzt - nüchtern - wahrscheinlich schon so seine Gedanken über sein Verhalten. Schade, dass wir uns nicht besser aussprechen können. Vielleicht kommts ja noch, irgendwann?
Malou, wie geht es deinem Freund? Seid ihr wieder zusammen?
Und dir Elocin, wünsche ich dass dein Mann auch die Kurve kriegt. Ist zwar im Moment noch nicht ganz das Wahre mit uns, aber schon 1000000 mal besser als Vorher. Aber :!: LEBE WEITER !
LG Gotti.

klaro
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Beitrag von klaro » 24.02.2008, 08:54

,

hallo gotti!

Du kopierst doch voll deine mutter in deiner schon 24 jährigen ehe.
Du hast damals deinen mann, so zurechtgerückt, wie du ihn haben wolltest und er hat es mit sich machen lassen.
Ich glaube nicht, das er jemals dominant war, sondern nur andere ansichten hatte, die nicht in dein chema passten.
Als dir ihm seine sauferei zuviel wurde, hast du ihm die pistole auf die brust gesetzt, um was von ihm zu fordern, wie du es schon immer machtest, weil du nichts anderes gelernt hast.
Bist du überhaupt bereit, was an dir zu ändern?
Dann frage dich mal, was dich hindert, deinen mann anzusprechen um sich mit ihm über eure beziehung auszusprechen.
Hast du angst vor verletzungen, die ihr euch gegenseitig zufügen könntet.
Ich glaube, dein mann möchte gleichberechtigter partner sein, aber dieses durfte er von anfang an nicht in eurer ehe.
Du hast dir die hosen angezogen und obwohl er am anfang dagegen ankämpfte, hatte er nach einiger zeit den kampf augegeben und um das alles ertragen zu können zu flasche gegriffen. Mit den jahren kam dabei das raus wie es jetzt bei euch ist.
Braucht so nicht sein aber in ein paar dinge war es bei mir ähnlich.
Am anfang unserer ehe war ich die bestimmente person, die sagte wo der weg lang ging.
Es gab auch keinerlei streit, denn meine frau war damit zufrieden, weil ich mich auch in anderen dingen gut behaupten konnte.
Ändern tat sich erst etwas, als unsere tochter mit 5 jahren an allergie asthma erkrankte.
Da drehte sich alles um die krankheit meiner tochter, womit ich die ersten jahre noch gut zurecht kam.
Mit der zeit stand bei meiner frau nur noch die krankheit meiner tochter im fordergrund und unsere ehe rückte immer mehr in den hintergrund. Sagte ich mal was, so hatte ich meine frau am halse und sie stellte mich so dahin, als wäre mir unsere tochter nicht wichtig.
Sie machte damit meine tochter kränker als sie war und die wäre doch blöd was daran zu ändern.
So fing mein absturz in die sucht an, weil, um das ertragen zu können ich vermehrt zur flasche griff.
Ich habe mir mal gedanken darüber gemacht, woher das alles kommen könnte.

Ich hatte ein schöne kindheit und konnte machen was ich wollte, wurde aber nie dafür zur verantwortung gezogen.
Meine mutter hüllte mich im mantel der geborgenheit ein, stellte ich streiche an die nicht richtig waren so schützte sie mich.
Da mein vater den ganzen tag an der arbeit war, bekam er davon nichts mit, denn erziehung war damals sache der frau.
Mir wurde nach meiner saufzeit bewusst was ich in meiner kindheit nie gelernt hatte und unbewusst mein späteres leben bestimmte.
Mir wurden in meiner kindheit keine grenzen gesetzt und wie konnte ich später selbst grenzen setzen wenn ich es nicht gelernt hatte.

Dein mann soll dich zufrieden stellen, wofür du selbst zuständig bist.
Du setzt deinen mann schwer unter druck, wofür er noch nicht belastbar genug ist, genauso wie du.
Ihr habt beide angst, dinge anzusprechen, die euch nicht passen, weil ihr euch dabei verletzt fühlen könntet.
Weißt du überhaupt, ob dein mann zufrieden ist, das er nicht mehr trinkt oder er sich nur krampfhaft trocken hält, weil du es so möchtest.
Ich habe dir schon mal geschrieben das alles nur in kleinen schritten geht, aber dazu gehört, die leichen (probleme) in sich zu entsorgen und nicht, es bei den partner zu machen, denn dafür ist der verantwortlich.

Ich bin ein alter spritkopf, der auch weiss was co-abhängigkeit heisst, da ich dieses bei meiner tochter bin.
Ich konnte meine tochter nicht mit gewalt von der suaferei wegbringen, genauso weinig, wie es meine frau bei mir konnte.
Ich konnt aber eins, ihr hilfe anbieten. Da sie diese nicht wollte musste ich mir grenzen ihr gegenüber setzen und zeigen wie weit sie bei mir gehen kann.
Das ist mir bestimmt nicht leicht gefallen und ich habe dabei gelitten wie ein hund.
Bei allem musste ich nicht meine tochter oder meine frau die es nicht wahr haben wollte aushalten, sondern mich selber musste ich aushalten.
Das dadurch spannungen zwischen uns entstanden ist normal und um diese abzubauen brauchte ich einen mülleimer wo ich sie lassen konnte.
Ich wusste, wo ich darüber reden konnte und die verständnis für meine situation hatten.
Ich kann deshalb verstehen wie es bei euch ist, weil ihr beide noch nicht belastbar genug für manche dinge seit und angst, hilflosigkeit, wut, enttäuschung sehr gross ist.
Abstinenz zu leben will gelernt sein und ihr steht noch am anfang des weges.
Euer gefühlsleben hemmt euch noch dabei, weil die angst da ist seine gefühle auszusprechen.
Meine frau und ich haben fast 3jahre dazu gebraucht um eine gewisse zufriedenheit zu haben.
Es werden noch viele steine im wege liegen, die ihr beiseide räumen werdet, aber es lohnt sich, so schwer es einem manchmal auch fällt dieses auszuhaltenn

Es grüsst recht herzlich heinrich

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