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Ganz am Anfang und doch mittendrin

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit

Moderator: Moderatoren

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Danja
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Beitrag von Danja » 19.02.2018, 17:52

Hallo Gotti, ich habe Dein Tagebuch überflogen und bin beeindruckt, von der Entwicklung, die Du genommen hast! Ich kenne so viele Frauen Deines Semesters, die sich nie und nimmer trauen würden, die Sicherheit einer langjährigen Ehe und eines gemeinsamen Hauses aufzugeben 'nur'.weil der GöGa zu viel trinkt. Glückwunsch, dass Dein Leben nun Deines ist!

Sunshine_33
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Beitrag von Sunshine_33 » 19.02.2018, 18:40

Ich finds auch klasse, wie Du am Ende doch noch die Kuve bekommen hast, liebe Gotti!
Und loslassen konntest und Dir so Dein eigenes Leben ermöglicht hast.
Es ist NIE zu spät für einen neuen Anfang !
Weder mit 50 noch mit 60 noch mit 70 Jahren !

Wollte ich auch gern nochmal so erwähnt haben ! :wink:
LG Sunshine

Gotti
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Beitrag von Gotti » 20.02.2018, 08:03

Dankeschön, Dania und Sunshine! :oops:
Ein Lob tut immer wieder gut, auch wenn ich mich schon lange für mein blödses Verhalten geschämt habe. Wie ich gerade bei Paul geschrieben habe, habe ich natürlich viele Fehler gemacht, aber eben "die Kurve gekriegt"!
Es wird zwar immer wieder Momente geben, in denen ich "rückfällig" werden möchte, aber ich hoffe und bete, dass sie mit der Zeit immer weniger werden. Es macht mich auch bisschen wütend, wenn andere mir ein schlechtes Gewissen einreden wollen, oder mich auf "sein Verhalten, Aussehen" hinweisen. Aber darüber komme ich auch inzwischen gut und leicht weg. Es ist jetzt sein eigenes Leben und ich habe meines. Wir sind getrennt!
Ich wünsche ihm aber immer noch, dass er die Kurve bekommt - für sich! Denn irgendwann haben wir uns natürlich auch einmal sehr geliebt, und er hätte es verdient. So wie ich jetzt alle schönen Stunden und Tage verdient habe.
:D

la vie
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Beitrag von la vie » 05.03.2018, 13:45

Hallo Gotti,
da du mir so sehr mit deinen Worten in meinen Gedanken weiterhilfst, wurde ich auf deinen Weg neugierig. Ich lese dich und bin erstaunt über deine Kraft und deinen Willen, mit der du deiner Familie, besonders deinen Kindern ein Zuhauses in Geborgenheit und Schutz ermöglicht hast, im Rahmen der Krankheit deines damaligen Ehemannes. Deinen Eltern hast du dazu all deine Liebe mit deinem Handeln geschenkt. Der Vater deiner Kinder ist auf den Punkt, wie mein Partner, ohne böse Absicht aus Unwissenheit und warum auch immer unterschätzen sie diese Krankgeit und halten sich nicht an den Weg, den Menschen wie Heinrich, Martin etc. hier in genialer Weise zeigen, um ein Leben als trockener Alkoholiker zu schaffen. Diese Krankheit ist grauenvoll tückisch, auch wegen der gesellschaftlichen „Huldigung“ des Alkohols als „Funmaker“. „Die Sonne scheint-Champagner!!! , so der Lebensruf in vielen Familien und noch in der Werbing. Es ist wie es ist. Aus meiner Sicht hättest du nie einen andern Weg gehen können. Er liest sich so gut, und hilft sehr. Vielleicht hättest du dir heut nie verziehen, wenn du nicht diesen beeindruckenden Weg mit seiner Vielfalt gegangen wärst. Das hast du bis zur Erschöpfung getan. Chapeau!! Ich lerne sehr von deinem Weg, es ist meine ganz persönliche Sichtweise und ich wünsche dir eine wundervolle Zeit mit deiner Familie. La vie es belle !!!

Gotti
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Beitrag von Gotti » 05.03.2018, 15:58

Da hast du recht: Das Leben ist schön !
Auch wenn ich jetzt in meiner Wohnung oft alleine bin, ist das auch sehr schön! Habe neue Nachbarn kennengelernt, die mir mit Rat und Tat zur Seite stehen - überhaupt "Hilfe angenommen". Das war und ist noch ein Handycap von mir, denn ich habe immer alles versucht alleine zu schaffen. Waren auch nicht so viel "Helfer" übriggeblieben, denn das Verhalten meines Mannes hat ja alle vergrault. Und ich habe mich so oft geschämt, jemanden zu holen, denn ich hatte doch einen Mann!
Bis jetzt bin ich aber doch der Meinung, dass ich diesen Weg nicht sooo lange hätte gehen sollen! Der Kinder wegen! Sie haben es nicht verdient - kein Kind hat es verdient - einen Alkoholiker ertragen zu müssen.

Gotti
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Beitrag von Gotti » 05.04.2018, 22:44

Habe heute Nachmittag eine Situation gesehen, bei der eine mir bekannte Alkoholikerin total zu , fast nicht von ihrem Mann "heimgeschleppt" werden könnte. Es hat mich erschüttert. Ich kenne die Kinder und denke nur, wie sie mit ihr zusammen leben können. Sie tun mir so unendlich leid.

Aurora
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Beitrag von Aurora » 25.04.2018, 11:32

Huhu Gotti,

wo steckst du denn?

Liebe Grüße
Aurora

la vie
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Beitrag von la vie » 26.04.2018, 06:03

Hallo Gotti,
das ging bestimmt durch und durch. Wenn ich heut unterwegs bin sehe ich Gesichter, Blicke, die mir einen Schauer bereiten. Welch ein Grauen für Kinder.
Du hast es geschaff, für dich und deine Kinder. Diesen harten Weg hast du geschafft. Du kannst mit stolz zeigen, dass es geht und machst anderen so viel Mut, es anzugehen. Ich danke dir dafür.
Liebe Grüße, la vie.

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