Startseite - PortalHilfsangebote der SuchthilfeSelbsthilfeforumInformationen zur Suchthilfe

Vater mit Kindern

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit

Moderator: Moderatoren

Antworten
summerdream
sehr aktiver Teilnehmer
Beiträge: 5773
Registriert: 05.02.2007, 17:10

Beitrag von summerdream » 04.08.2008, 23:37

hallo papamuc

ich habs dir schon mal gesagt, selbst wenn deine kinder wissen das du alles mögliche probiert hast - das hilft ihnen auch nicht weiter!

aber egal, in der situation in der du momentan steckst - die wünsche ich keinem, möchte ich nicht erleben :? du tust es leider und das läßt sich etz im moment leider nicht ändern.

das die handlung deiner frau nicht rechtens is, is dir klar - hast du dann auch die zuständigen stellen informiert? oder wartest du in aller ruhe den gerichtstermin ab? :shock:
Es ist doch echt krass, was meine Frau veranstaltet, um bloß keine Therapie zu machen.
ja das isses, aber nicht ungewöhnlich. deine frau will nur eins, in ruhe weitertrinken. wenn gerichtlich bestimmt wird das die kinder bei dir wohnen sollen, weil anerkannt wird das deine frau sich nicht mehr ansatzweise um sie kümmern kann wie sie sollte - da is dann auch deiner frau klar, das an ihrem alkoholkonsum was nicht stimmt. sie fliegt auf und das wird sie um jeden preis verhindern wollen!

ich will damit nicht sagen, das es ihr nur um ihre sucht geht, sondern auch ganz bestimmt um ihre kinder. auch wenn sie trinkt d.h. nicht das sie diese nicht liebt! nur das ihr trinken auch folgen für eure kinder haben kann, das will und kann sie nicht anerkennen. wie denn auch???
meine mutter hat vor ner weile erst zu mir gesagt, das meine geschwister und ich uns nicht beschweren brauchen, sie wäre immer für uns da gewesen :roll: hm... was soll ich dazu noch sagen??? wenn sie nüchtern is, mag es schon stimmen, aber definitiv nicht wenn sie betrunken is und das is nun mal immer häufiger der fall :(

schade finde ich übrigens das du dich nicht schon vorher hier gemeldet hast. hättest bestimmt über die tage schon einiges an virtueller unterstützung bekommen, warum diese nicht auch in anspruch nehmen und dich hier austauschen?

liebe grüße -Summer-

PapaMUC
neuer Teilnehmer
Beiträge: 25
Registriert: 13.05.2008, 18:19
Geschlecht: Männlich

Beitrag von PapaMUC » 17.08.2008, 21:03

Hallo,

Ich will mal wieder einen kurzen Update geben, was weiter passiert ist.

Meine Frau verbietet den Kindern in den ersten Tagen jeglichen direkten Kontakt mit mir, nur telefonisch. Die ersten Kontakte der Kinder zu mir finden heimlich statt. Erst auf Druck der Kinder selbst, darf ich sie sehen. Aber nur im Beisein Dritter !!! Damit ich sie nicht entführe !!!
Damit ich also nicht das tue, was sie getan hat. Meine Anwältin meinte zwar, ich hätte das recht, die Kinder mit Polizei aus der Wohnung herauszuholen, das will ich aber den Kindern wirklich nicht zumuten, Ich will auch die Kinder gar nicht weiter verstören, sie einfach nur sehen.

Letzen Montag war dann die Anhörung vor dem Familiengericht. Auf Anraten meiner Anwältin an die Richterin war auch gleich jemand vom Jugendamt dabei. Beim Familiengericht wurde dann gelogen, dass es nicht mehr schön ist.

Meine Frau hatte nur 2 Rückfälle in diesem Jahr (1 x nur 2 Bier, 1 x nur 2 Gläser Wein), ist voll einsichtig und ist auch wegen depressiver Verstimmungen zu einer Therapeutin gegangen. Diese meinte in einem Attest, dass die Rückfälle durch die Trennungssituation entstanden sind, dass meine Frau aber jetzt stabil sein wird und dass die Kinder bei ihr keineswegs gefährdet sind.

Meine Darstellungen über deutlich mehr Rückfälle und deutlich heftigere Rückfälle, werden wie befürchtet von meiner Frau und ihrer Anwältin als haltlose Behauptungen ohne Beweise hingestellt. Es gab ja nie Klagen beim Jugendamt, keine Beanstandungen aus der Schule etc.

Ich werde hingestellt als wütender Ehemann, der aus verletztem Stolz die Krankheit seiner einsichtigen Frau ausnutzt, um ihr die Kinder wegzunehmen. Wobei ich immer sagte, wenn meine Frau eine Therapie macht und stabil ist, dass die Kinder sehr wohl bei ihr sein können, denn ich glaube, ein trockener Alkoholiker ist mehr bei seinen Gefühlen als ein Normalo.

Bezüglich des Aufenthalts der Kinder wird keine Entscheidung getroffen. Es finden Termine mit dem Jugendamt statt, die Richterin wird die Kinder selbst nächste Woche anhören und bis nächstes Wochenende bleiben die Kinder bei meiner Frau und wechseln dann für die 2.Hälfte der Sommerferien zu mir. Sie dürfen in der Zeit jeweils eine Übernachtung zum anderen Elternteil (waren gestern und heute bei mir, war super super super für alle…) und ich darf mit ihnen auch in Urlaub fahren (die Freude ist riesig)!!! Eine Entscheidung wird bis zum Ende der Sommerferien angestrebt.

Am nächsten Tag fanden Termine mit der Frau vom Jugendamt sowohl bei mir als auch bei meiner Frau statt, wobei ich nicht weiß, welche Kriterien dort angesehen werden. Mein Gespräch mit der Dame habe ich als gut empfunden, sie meinte noch, dass ich wohl aus meinem Elternhaus sehr viele „Ressourcen“ mitbekommen habe und ich denke, der Eindruck das Hauses war auch gut. Ich habe dann meinen Sohn noch von einem Fußballcamp abgeholt und zum Termin bei meiner Frau gebracht. Das war so abgesprochen, damit die Frau mich auch im Umgang mit den Kindern kurz sieht. War natürlich super, dass meine 2 Mädels sofort auf mich zugestürzt sind, um mich zu umarmen und damit schon mal die Aussage meiner Frau, „Mann hat keine enge Bindung zu den Kindern“ widerlegt wurde.

Wir hatten dann noch einen gemeinsamen Termin bei der Erziehungsberatungsstelle empfohlen bekommen, wo wir auch waren. Auch hier wurde gelogen, dass es kracht. Fazit war, dass ich gesagt habe, dass ich mir vorstellen kann, dass die Kinder bei meiner Frau sind, wenn ich die Sicherheit habe, dass es ihnen dort gut geht, sprich, meine Frau eine Therapie + Nachsorge macht und trocken bleibt. Na ja. Diese Woche haben wir noch einen Termin, mal sehen, ob meine Frau hier einen Vorschlag bzgl. der Sicherheit hat. Ich bin aber sehr skeptisch, da viel Unwahres gesagt wird und Wahres abgestritten wird.

Und genau das ist eigentlich auch meine Sorge, meine Frau kann zu dem Thema Alkohol skrupellos lügen, streitet Fakten ab und behauptet, ganz im Gegenteil, ich habe ein Alkoholproblem, würde betrunken Autofahren etc. es ist verrückt, aber ich fühle mich so hilflos, da ich nichts wirklich beweisen kann uns sie stellt einfach Behauptungen auf. Bezüglich der Anhörung der Kinder nächste Woche beim Familiengericht bin auch skeptisch. Die Kinder sind dann fast 3 Wochen von meiner Frau geimpft worden, bei mir waren sie gestern und heute und ich will das Spiel mit den Kindern nicht machen, wer der Bessere ist, wo es schöner ist etc. ich habe ihnen nur gesagt, dass es immer am Besten ist, die Wahrheit zu sagen, das ist eigentlich nie verkehrt. Nun ja, ihr merkt schon, ich habe kein gutes Gefühl, dass das hier gut ausgeht.

Das Problem ist dann, dass ich dann genau weiß, dass es nach einer Entscheidung für meine Frau ja nicht zu einer Spontangesundung meiner Frau kommen wird, das heimliche Trinken geht weiter, ich falle als Zeuge aus und kann dann nur warten, bis ein neuer Tiefpunkt kommt oder die Kinder nicht mehr mitmachen. Aber was müssen wie bis dahin noch mitmachen ???

Ihr seht, ich bin den Weg gegangen, den ich für richtig halte. Ob es hilft, weiß ich noch nicht.

Ich lasse euch wissen, wie es weitergeht.

Viele Grüße,
PapaMUC

fertig_mit_kind
neuer Teilnehmer
Beiträge: 124
Registriert: 09.08.2008, 15:06

Beitrag von fertig_mit_kind » 17.08.2008, 23:38

Lieber Muc;
Danke für Deinen Zuspruch, und viel Kraft, für dass, was vor Dir liegt. Auch wenn Du dem Karussell entstiegen bist und meinst das System aushebeln zu können, so denke ich dass die Erkenntnis bei Dir, wie bei mir auch, sein wird, dass sich nur allzu schnell neue Mitfahrer finden. In meinem Fall lief meine "Aufklärungsaktion" im Bekanntenkreis bisher ins Leere; mit viel Glück habe ich aber noch ihre Familie, die die gleiche Schxxxx schon einmal mit ihrer Mutter mitgemacht hat und vielleicht noch etwas Einfluß auf sie haben; allerdings wird sie es wohl eher auf Klage anlegen; warum auch nicht, bisher hat sie bei mir ja ihren Willen immer durchgesetzt, da muss die ganze Welt ihr ja recht geben. Ich möchte jetzt schon manchmal den Kopf in den Sand stecken und einfach nur raus, aber weder sehe ich ein, dass unsere/ ihre Probleme auf ihm ausgetragen werden noch, vor ihrem Wahn zu fliehen. Dann wäre ich selbst nicht geeignet, Verantwortung zu übernehmen. Erschreckend zu sehen, was Alkoholiker sich rausnehmen, um nicht zu Selbsterkenntnis zu kommen; in Bezug auf Kinder jedenfalls schrecken wohl gerade Frauen vor nichts zurück.
Ich denke, dass sollte auch einem Richter und Mitarbeitern im Jugendamt klar sein und denke daran: sie versucht Dich möglichst schlecht dastehen zu lassen, weil sie eben wenig bis gar nichts positives vorzuweisen hat. Nur Mut, und denke daran: keiner hier steht mit Dir vor Gericht, doch sitzen manche im selben Boot und Du hast den Beistand eines ganzen Forums.
f_m_k

lichtwind
neuer Teilnehmer
Beiträge: 55
Registriert: 20.06.2008, 22:54

Beitrag von lichtwind » 18.08.2008, 09:08

Hallo PapaMuc,
Ich will mal wieder einen kurzen Update geben, was weiter passiert ist.
irgendwie meldest du dich erst, nachdem alles schon gelaufen ist...
Meine Frau verbietet den Kindern in den ersten Tagen jeglichen direkten Kontakt mit mir, nur telefonisch. Die ersten Kontakte der Kinder zu mir finden heimlich statt.
Warum läßt du dir das gefallen????
Meine Anwältin meinte zwar, ich hätte das recht, die Kinder mit Polizei aus der Wohnung herauszuholen, das will ich aber den Kindern wirklich nicht zumuten, Ich will auch die Kinder gar nicht weiter verstören, sie einfach nur sehen.
Dieses Verstörtsein hätte ihnen ein langes Leiden ersparen können.
Du möchtest sie "einfach nur sehen".
Es geht aber in diesem Fall nicht um dich.
Es gab ja nie Klagen beim Jugendamt, keine Beanstandungen aus der Schule etc.
Warum gab es das nicht??

Ich denke, du warst beim Jugendamt und hast dir Beistand geholt, so wie Spedi es dir angeraten hat?
Wobei ich immer sagte, wenn meine Frau eine Therapie macht und stabil ist, dass die Kinder sehr wohl bei ihr sein können
Ich habe den Eindruck, dass du deiner Verantwortung aus dem Weg gehst und dir etwas schön redest, dich als Opfer sehen willst.
denn ich glaube, ein trockener Alkoholiker ist mehr bei seinen Gefühlen als ein Normalo.
Mach dich doch nicht klein!
Sie ist nicht trocken und nichts deutet darauf hin, dass sie diesen Zustand ändern will.
Nun ja, ihr merkt schon, ich habe kein gutes Gefühl, dass das hier gut ausgeht.
Das befürchte ich für deine Kinder auch.

Es geht hier aber nicht um deine Gefühle, sondern um deine Verantwortung für deine Kinder!
Das Problem ist dann, dass ich dann genau weiß, dass es nach einer Entscheidung für meine Frau ja nicht zu einer Spontangesundung meiner Frau kommen wird, das heimliche Trinken geht weiter,
Und im Grunde weisst du das sehr genau, Mensch PapaMuc, dann hör doch auf, diesen Schmusekurs zu fahren!!

es grüßt dich
Lichtwind

PapaMUC
neuer Teilnehmer
Beiträge: 25
Registriert: 13.05.2008, 18:19
Geschlecht: Männlich

Beitrag von PapaMUC » 19.08.2008, 08:02

Hallo Lichtwind,

Du sagst, ich fahre einen Schmusekurs mit meiner Frau. Da solltest Du mal hören, was meine Frau dazu sagt.

Und Ja, ich bin den Weg gegangen, obwohl ich nicht die wirklich guten "Beweise" und Zeugen habe. Es läuft dann in jedem gemeinsamen Termin (Familiengericht, Erziehungsberatungsstelle) darauf hinaus, daß meine Frau oder ihre Anwältin mir vorwerfen, haltlose Behauptungen und unsubstantiierte Aussagen zu tätigen. Ich möchte nicht wissen, was gesagt und behauptet wird, wenn ich nicht dabei bin.

Die Rektorin der Schule unserer Kinder sagte mir, daß mich meine Frau beschreibt als durch die Trennung im Stolz verletzter Mann, der wie ein Tiger im Käfig völlig durchgeknallt ist und irrationale Dinge sagt und tut.
Daher würde ich nun die Kinder als Druckmittel verwenden und ich würde versuchen, einer liebenden und fürsorglichen Mutter die Kinder wegzunehmen.

Das ist so krass und macht mich so wütend. Es gibt soviel Geschehenes und Gesagtes, daß abgestritten wird und soviel Falsches und Unwahres wird gesagt. Ich kann und will aber nicht mit solchen Mitteln arbeiten.

Ich habe gestern in einem Buch einen guten Satz gelesen: Die Lüge ist die Schwester der Sucht. Was mich nun aber wirklich interessieren würde, ist die Frage: Weiß meine Frau, daß sie Unwahres sagt und macht das ganz bewußt, weiß aber ganz genau, was sie sagt und tut. Oder nimmt sie die Realität einfach so wahr, wie sie sagt und lügt daher nicht bewußt, eher so wie jemand, der im Schlaf redet und am nächsten Morgen nichts davon weiß.

Ich habe noch eine Frage. Da meine Frau im Bekanntenkreis unserer Kinder viel über "durchgeknallter Vater, fürsorgliche Mutter" erzählt, habe ich dann das Recht, den Bekannten von der Krankheit meiner Frau zu erzählen und damit zu erklären, warum ich entgegen der landläufigen Meinung "Kinder gehören zur Mutter" darum kämpfe, daß die Kinder bei mir leben sollen . Oder muß ich befürchten, daß sich dann unsere Kinder isolieren ?

Viele Grüße,
PapaMUC

fertig_mit_kind
neuer Teilnehmer
Beiträge: 124
Registriert: 09.08.2008, 15:06

Beitrag von fertig_mit_kind » 19.08.2008, 10:51

Hallo,
Du musst vor allem damit rechnen, dass Du selbst isoliert werden könntest. Ich habe im Bekanntenkreis (in dem sie mir ja zuerst soviel negatives vorgeworfen hat) auch versucht Aufklärungsarbeit zu leisten, was eigentlich nicht hätte schwer fallen müssen, da trinken für sie so normal ist, dass sie es nicht versteckt. Ich habe nur darum gebeten, dass sich die Leute mal 'nen Kopf machen, ob ihr Gewohnheitskonsum, wenngleich nicht mit Vollrausch verbunden, denoch für uns belastend, etwas ist, worauf eben jene Bekannten sie ansprechen könnten. Bisher keine positiven Erfahrungen, da die Frau gleich die üblichen Sprüche vom "brutalen, kranken Mann" erzählt...ich bin die Märr schon so leid, dass ich mich hüte, noch mal jemanden hinzu zuziehen, der nicht entsprechend geschult ist.
Das ist mein Stand der Dinge, ob Du bereit bist, Dich der Gefahr auszusetzen als Buhmann dazustehen bleibt Dir überlassen; wenn aber bisher noch keiner auf Dich zukam, ob da nicht noch etwas anderes stimmt, dann glaube ich, Du hast keine Lobby...traurig aber wahr.
Leute glauben auch heute noch an das, was an Gesellschaftsbild längst überholt wurde, da sie alles andere nicht sehen können. Wenn ich dass richtig verstanden habe. "versteckt" sich Deine Frau ja ebenfalls im Bekanntenkreis, wäre alleine wahrscheinlich gar nicht in der Lage, wenigstens ansatzweise auf die Bedürfnisse der Kinder einzugehen (ist bei dreien bestimmt schwieriger, aber bei uns mit einem schon nicht machbar). Dass "Mutti dann am Sa/So morgen oftmals nicht vor 12 Uhr fertig wird oder auch um zehn noch im Bett liegt, begreift ein Kind nicht, sehen Deine Bekannten nicht. Das auszubaden bleibt dann am "Partner" hängen, wird aber gerne noch bagatellisiert; ich habe gemerkt, dass ich jetzt, da ich akzeptiert habe nichts an unserer Situation ändern zu können, ihre Geschichten gelassener hinnehme; die Nachbarn (ihr "Trinkerhafen", aber auch "Seelentröster") bekommen schon mit, dass unser Kind abends ein riesigen Terz macht, wenn nicht ich ihn Bettfertig mache....da kann sie so viele Geschichten erfinden, wie sie will, dem Kind einreden was sie will; er hat schon seine Meinung, und darauf baue ich. Hoffe, dass es funktioniert, und wünsche Dir das selbe.

lichtwind
neuer Teilnehmer
Beiträge: 55
Registriert: 20.06.2008, 22:54

Beitrag von lichtwind » 19.08.2008, 11:07

Hallo PapaMuc,
Da meine Frau im Bekanntenkreis unserer Kinder viel über "durchgeknallter Vater, fürsorgliche Mutter" erzählt, habe ich dann das Recht, den Bekannten von der Krankheit meiner Frau zu erzählen und damit zu erklären, warum ich entgegen der landläufigen Meinung "Kinder gehören zur Mutter" darum kämpfe, daß die Kinder bei mir leben sollen . Oder muß ich befürchten, daß sich dann unsere Kinder isolieren ?
Ich kann verstehen, dass es dich kränkt, wenn deine Frau dich im Bekanntenkreis schlecht macht.

Natürlich könntest du dich rechtfertigen und dich erklären, aber wozu?

Diese Bekannten entscheiden letztendlich nicht, ob die Kinder deiner Frau zugesprochen werden.

Spar dir deine Kraft für die Aktivitäten, die wirklich wichtig sind.

Schau dir noch mal an was Spedi dir hierzu schrieb:
Gerade wenn Du annimmst, dass Deine Frau "Schwierigkeiten" macht ist es unerlässlich, neutrale "Verbündete" zu haben. Das wäre z.B. das Jugendamt, eine Suchtberatung, ein Kinderpsychologe, etc pp.

Stelle Dir doch bitte mal einen Familienrichter vor. Der hat seine Entscheidung in der Masse der Fälle nicht durch eigenen Sachverstand zu treffen, sondern auf Grundlage der zur Entscheidungsfindung herangezogenen "begleitenden" Informationen und Einschätzungen. Und die kommen von wem? Eben: Jugendamt, Suchtberatung, Kinderpsychologe etc pp
Hast du das umsetzen können?

Versuche ruhig und besonnen zu bleiben und gehe diese Schritte konsequent. Lass dich nicht durch ihre Anklagen verunsichern.

PapaMuc, ich weiss aus eigener Erfahrung, wie hart das werden kann und wie sehr man dabei in den Schmutz gezogen wird.
Für die Kinder ist das Ganze entsetzlich, denn sie haben so feine Antennen und spüren euren Schmerz, fühlen sich dem hilflos ausgeliefert.
Und das sind sie auch.
Sie brauchen Hilfe von erfahrenen Kinderpsychologen, mit denen sie offen über ihre Ängste sprechen können, ohne zu befürchten, dass Mama und Papa sie deshalb nicht mehr lieben, denn sie beziehen doch alles auf sich, fühlen sich schuldig...

Doch glaub mir, es ist fast nichts schlimmer für ein Kind, als einem Alkoholiker auf Gedeih und Verderb ausgeliefert zu sein.

lieber Gruß
lichtwind

summerdream
sehr aktiver Teilnehmer
Beiträge: 5773
Registriert: 05.02.2007, 17:10

Beitrag von summerdream » 19.08.2008, 11:35

moin papamuc

wieso solltest du nicht das recht haben, offen zu sagen das deine frau alkoholkrank is? stillschweigen hat noch keinem genutzt bzw. in dem fall nur deiner frau. damit meine ich aber nicht das ganze mit dem hintergrund deine frau schlecht zu machen, sondern ich meine einfach nur ein offenes umgehen mit der thematik.
was das für folgen für deine kinder hat, ich weiß es nicht. ich hatte etwa mit 13 erfahren das meine mutter trinkt, konnte auch damals schon mit meinen freundinnen drüber reden, hatte also jemand wo ich flüchten konnte wenn mir die situation mit meiner mutter zuhause zu viel war. aber kinder können grausam sein, bei meinem kleinen bruder (14 jahre) isses z.b. unterschiedlich. es gibt einzelne (zwei jungs), wo ihn deswegen derb verarschen. das tut ihm schon auch weh, auch wenn es nicht seine freunde sind - von seinen freunden muss er sich keine blöden sprüche anhören.
aber so empfinde ich es als einfacher für deine kids wenn die sache bekannt is... wenn ich grad überleg was ich alles für lügen erfunden hab, um zu erklären warum meine mutter nicht hier oder dort hin kann, warum ich nicht will das ne bekannte mich besucht, warum ich meinen geburtstag nicht feiern wollt etc.

sag mal, hast du eigentlich selbst jemanden mit dem du über alles reden kannst? also ein freund, verwandter, damit mein ich etz keine amtliche person oder so - eben jemand der dir zuhört und dich ernst nimmt... is ja auch nicht das wahre wenn du alles in dich hineinfrisst.
Die Lüge ist die Schwester der Sucht
bingo, fand ich auch ganz toll den satz, er hat mir geholfen das ich mich nicht mehr so sehr über die dauernden lügen meiner mutter geärgert habe, sie nicht mehr persönlich genommen habe. ich glaube es ist eine vermischung aus beiden, bei manchen lügt meine mutter bewußt und ich glaub bei vielen glaubt sie schon selber dran, auch wenn ihre gedankengänge für mich nicht nachvollziehbar sind :roll: is aber nur meine vermutung, aus eigener erfahrung kann ich da ja nicht sprechen :wink:

liebe grüße -Summer-

Antworten