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Vater mit Kindern

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit
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summerdream
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Beitrag von summerdream » 26.09.2008, 03:06

hi papa muc

ich hab dich gesehn 8)

aber hören lassen haste nix von dir :(

wie gehts dir?

liebe grüße -Dani-

PapaMUC
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Beitrag von PapaMUC » 08.10.2008, 21:46

Hallo,

und heute wieder eine kurzer Update.

Ich habe mich nach vielen Gesprächen mit Freunden, Familie und Fachleuten zur Berufung entschlossen.

Das kostet wieder viel Geld, Erfolg ungewiß. Und es wird weiter mit Schmutz auf mich geworfen. Aber ich will das, weil ich mir nie den Vorwurf machen möchte, nicht alles versucht zu haben. Die Kinder sind es wert.

Termin beim Oberlandesgericht haben wir noch keinen, ich hoffe der kommt bald. Dann muß ich mich zwar wieder die übelsten Verleumdungen anhören, aber ich stehe zu meiner Entscheidung.

Ich will immer nur das Gleiche, daß meine Frau eine Therapie macht, stabil wird und dann können die Kinder auch bei ihr sein, mit häufigem und geregeltem Umgang. Wenn keine Therapie, dann nicht. Ich finde es wirklich krass, was sie alles anstellt, um nur ja keine Therapie machen zu müssen.Nun ja, ich werde definitiv nicht zu den gleichen Mitteln greifen, wie sie, sondern mir selbst treu bleiben. Ich möchte irgendwann mal, wenn die Kinder älter sind, ihnen den ganzen Schriftverkehr, die Anwaltsschreiben, die emails etc. zeigen können, ohne eine schlechtes Gewissen haben zu müssen.

Nun Ja, ich bleib dran, drückt mir und besonders meinen Kindern die Daumen, daß sich das alles zum Guten wendet. Irgendwie auch meiner Frau, denn ich denke, sie ist tief drinnen kein schlechter Mensch, die ganze Krankheit macht aber ein Monster aus ihr...

Ach Ja, mir geht selbst geht es eigentlich ganz gut. Ich bin raus aus der Hölle, kümmere mich viel um mich, habe großen Rückhalt bei meiner Familie und bei meinen Freunden. Viele eher lockere Bekanntschaften über die Kinder haben sich vertieft, ich lerne neue Menschen kennen, bin sehr viel selbstbestimmter jetzt, das tut gut. Wenn ich das nu auch für meine Kinder sagen könnte, dann würde es mir richtig gut gehen.

OKay, euch noch einen schönen Abend und bis bald.

Viele Grüße aus München,
PapaMUC

Papi
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Beitrag von Papi » 09.10.2008, 09:22

Hallo PapaMUC,

schön dass Du wieder da bist. Dass ich Deine Geschichte verfolge, kannste Dir ja vorstellen.

Berufung? Unbedingt!!

Haste Beweise für die Alkoholsucht?

Hat sie jemand schon betrunken erlebt?
Eventuell sogar als die Kinder dabei waren?
Habt Ihr Einblick in die Auswertung der Befragung der Kinder?
Psychologisches Gutachten?
Wenn Du mitkriegst, dass sie trinkt, schick das JA oder die Polizei hin!

Ich denke Beweise sind das A und O.

Ich hoffe von ganzem Herzen, Du bekommst Dein Recht bzw. die Kinder das ihre. Ich wünsch Dir alle Kraft dieser Welt.

Papi

Tihaso
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Beitrag von Tihaso » 09.10.2008, 09:53

Hallo Papa Muc..
Toll. dass du für deine Kiddies kämpfst... Ich hab es da wohl noh leichter zur Zeit... mein Noch meldet sich nur alle paar Wochen telefonisch...im Falle einer Scheidung wird dies auch für das alleinige Soergerecht sprechen.. Wir hatten ja den begleiteten Umgang er umfasst 120 termine..wurde aufgrund seines alkoholisiertem erscheinens um weitere 5 termine verlängert.. Nun müßte er agieren.. Ich wollte eine Verlängerung im Kischubu..aber dies müsse geprüft werden... dazu hätte er aber aktiv werden müssen... tut er bisher (GsD) nicht..
Ich weiß, er ist der Vater, aber er handelt nicht.. und dieses auf und ab..(ich hab 21 Jahre mit ihm gelebt..die letztes 15 waren durch Alkdiskussionen geprägt) will ich meinen Kindern eigentlich ersparen...
Ich kann nur sagen, die Kinder sind es wert!!!

KLasse....oftmals werden die Kinder ohne Überlegung für die möglichen Folgen, weiterhin ungefiltert dem trinkenden Partner überlassen oder dorthin geschickt...nur damit man mal selber fei hat... halte ich für sehr bedenklich, vor allen Dingen, wenn ich schaue, was aus mir wurde.. wie tief die Co-Abhängigkeit sitzt.. darf gar nicht daran denken, was aus diesen Kindern werden kann...meine machen zusätzlich noch Therapie und das ist auch gut so..

Ich kann dich nur bekräftigend unterstützen..

weiter so
LG und viel Kraft und Ausdauer.. Tihaso

Tihaso
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Beitrag von Tihaso » 09.10.2008, 09:54

editieren muss ich mal.. natürlich umfasst der begleitete Umgang NICHT 120 sondern 10!!!!! Termine.. bin da wohl abgerutscht.....

Sorry!!!

PapaMUC
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Beitrag von PapaMUC » 09.10.2008, 21:26

Hallo Papi,

Ja, die Alkoholkrankheit meiner Frau muß ich nicht beweisen, das gibt sie ja selbst zu. Sie war ja nicht umsonst vor 14 Jahren 6 Monate in einer stationären Therapie und vor 7 Jahren nochmal 8 Wochen ambulant in einer Tagesklinik.

Aber bereits 6 Monate nach der ambulanten Therapie ging es wieder mit Rückfällen los, ca. 3-5 jedes Jahr.

Derzeit geht es nur darum, daß sie sagt, in diesem Jahr 2 kleine Ausrutscher gehabt zu haben und die waren trennungsbedingt und ich sage, daß es mindestens 4 Rückfälle bis Juli waren, die ich mitbekommen habe. Aus meiner Sicht nimmt das Tempo der Rückfälle eben wieder zu. Da kommt dann sicher noch der ein oder andere dazu, den ich nicht mitbekommen habe.

Meine Frau ist der Typ heimlicher Trinker, seit 5 Jahren haben wir getrennte Schlafzimmer und ich muß immer wieder mal auf Geschäftsreise, da bekomme ich nicht alles mit. Meine Frau geht bei einem Rückfall auch nicht außer Haus, daher gibt es auch keine Zeugen oder Beweise. Sie schläft dann einfach irgendwann ein....

Die 2 älteren Kinder bekommen schon was mit. Mein 10 jähriger Sohn meinte vor Gericht, die Mama trinkt nur, wenn sie traurig ist. Meine jetzt 9 jährige Tochter meinte, die Mama trinkt nicht viel Alkohol, höchstens 10 Bier im Jahr. Die Kleine (6) bekommt noch nichts mit. Aber bei einem alkolholkranken Menschen ist eben jedes Bier zuviel, besonders wenn die Einsicht fehlt. Ganz im Gegenteil, sie bezeichnet mich als Alkoholiker, da ich ja regelmäßig Alkohol trinke.

In der Berufung wollen wir eben auch ein Gutachten erwirken. Was aktuell seit ihrem Auszug mit den Kindern bezüglich Alkohol passiert, weiß ich nicht, da bekomme ich nicht mehr viel mit. Ich will die Kinder darüber nicht ausfragen, ich will sie auch nicht aufhetzen, sondern ihnen bei mir einfach eine gute Zeit bieten. Ich möchte ja nur, daß meine Frau für sich was tut, aus eigener Einsicht, mehr nicht... Wenn aber freiwillig nichts kommt, dann will ich eben meine juristischen Mittel ausschöpfen, aber da hat man es als Vater wirklich sehr sehr schwer. Umgekehrt wäre alles sehr sehr einfach.....

Nun Ja, ich gehe jetzt meinen Weg, irgendwann werden die Kinder auch größer und sehen selbst, was sache ist oder meine Frau kommt doch noch mal zu der Einsicht, daß nicht ich oder die Welt ihr Problem sind, sondern daß sie die Ursache bei sich suchen muß.

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber mir geht es derzeit gut. Es ist aber absolut wichtig, starken Rückhalt bei Familie und Freunden zu haben, sonst kommt man immer wieder ins Zweifeln, ob das alles richtig ist. Zum Glück habe ich viele Menschen, die mich gut kennen, mit denen ich ganz offen sprechen kann und die mir immer wieder Rückhalt und Motivation für meinen Weg geben. Wenn ich das nicht hätte, hätte ich wahrscheinlich schon aufgegeben.

Noch einen schönen Abend aus München,

PapaMUC

Papi
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Beitrag von Papi » 10.10.2008, 10:12

Hallo PapaMUC,

dann ist die Beweislage bei Dir wirklich schwierig.

Ich gebe Dir auch in jedem Falle Recht: Nicht über die Kinder! Diese Auszufragen setzt sie unter Druck und bringt auch nichts, da es Kinder - wie Du ja auch schon schreibst - anders sehen.

Ich sehe es auch so, dass die Rückfälle immer heftiger werden und die Abstände kürzer. Die Möglichkeit eines Beweises wird sich bieten. Sag Deinem Großen nur Bescheid, dass er Dich sofort anrufen soll, wenn was ist. Damit die Kinder wissen, dass sie nicht allein gelassen werden. Ich denke das ist ein ganz wichtiges Signal.

Übrigens, wenn ihr beide das Sorgerecht habt, warum sind dann die Kinder nicht abwechselnd bei Dir und bei ihr?

Ich wünsch Dir alles erdenklich Gute

Papi

Feuervogel

Beitrag von Feuervogel » 19.12.2008, 23:42

Hallo Papa Muc,
lange nichts mehr von dir gelesen, wie geht es dir denn so?
Hast du dein/euer Leben zu deinem Wohle und dem deiner Kinder regeln können?
Melde dich doch mal, wenn du magst - interessiert uns sehr!
Liebe Grüße
Feuervogel

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