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Das Puplikum schaut zu.......doch der Applaus bleibt aus

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit

Moderator: Moderatoren

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Kernkraft
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Beitrag von Kernkraft » 27.10.2010, 05:10

.....natürlich allgemein. Und vielen Dank für das schöne Licht.

dagmar007
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Beitrag von dagmar007 » 27.10.2010, 12:11

Ich habe gerade den Kaminofen an und jedes Flämmchen - und da gibt es viele - ist für einen von Euch :-)

Vor rund einer Woche erinnerte mich bzw. fragte Nici bei mir nach, ob ich noch meine Duftlichter ect. stehen habe. Am selben Abend der Frage habe ich in dem Bewußtsein und Nicis Frage eine für sie angesteckt :-)

Ich glaube aber zu wissen, worauf Kernkraft hinaus will. All die schönen Ratgeber, die sich so toll lesen, ja, die manches sogar einfacher erscheinen lassen. Die aber bei mir nur dann eine Hilfe waren, wenn ich "raus" als dem Problem war, zumindest selber schon viele Schritte gegangen war.

Ich sehe das Problem darin, dass ich ein Buch über den Kopf sehr wohl verstehen kann - wenn aber meine Handlungen erfolgen, dann kommt das aus meinem Unterbewußtsein.

Mit Büchern kann/könnte ich das schulen (das Unterbewußtsein) aber der Kick und die richtige Reaktion kommt erst dann wenn ich in meinem Köpfchen verinnerlicht habe.

Lieben Gruß vom feurigen Kaminofen und Dagmar

Kernkraft
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Beitrag von Kernkraft » 27.10.2010, 21:57

Ich lese sehr gern. Bücher können hilfreich sein. Sie können Wege öffnen, Gedanken unterstützen, ....ich habe schon sehr viel gelesen in meinem Leben. Aber man liest immer nur das, was einem Spass macht, was einen interessiert , womit man sich weiter entwickeln kann, u.s.w.

Feuer im Kamin find ich herrlich schön.......... ich kann es vor mir sehen und es knistert wundervoll. Flammen züngeln gierig am Holz entlang um es langsam zu verzehren. Ganz im Bann der Flamme gibt der Scheit sich hin um zu vergehen. Es bleibt nur Asche. Verbrennt Euch nicht! *zwinker L.G.

n i c i
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Beitrag von n i c i » 28.10.2010, 06:41

Flammen züngeln gierig am Holz entlang um es langsam zu verzehren. Ganz im Bann der Flamme gibt der Scheit sich hin um zu vergehen. Es bleibt nur Asche
Hallo Kernkraft,

na Hautsache Du machst deinem Nickname nicht alle Ehren.
Ansonsten gilt, Feuer anschauen ok, aber aus gesunder Distanz :idea:
ein verbranntes Kind scheut das Feuer, oder zumindest die Nähe.
Also nicht zuviel zündeln, gell.

Gruß,
nici :wink:

Kernkraft
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Beitrag von Kernkraft » 03.05.2011, 16:20

Und jetzt bin ich draußen .....erst mal.

Es scheint das einzutreffen, was ich mir immer wünschte. Er arbeitet an sich. Trinkt wesentlich weniger, soll heißen, seit November 2010 nur ein kleiner Ausrutscher, mit dem "Rumreißen" vor dem totalen Absturz.
Er führt Gespräche, für sich, ohne mich, gegen die Sucht. Es kommt die Erkenntnis, daß er nun dran ist. nach dem langen Warten auf Besserung, trifft dies fast wie ein Schlag ins Gesicht ......weil er immer sagte, ich solle an mich denken, ich wäre jetzt dran.

Wenn ein Mensch an sich arbeitet verändert er sich. Was von dem übrig bleibt, was man einmal liebte weiss man nicht. So hoffe ich weiter und liebe die Veränderung. "Egotrip" kann gut gehen. Einfach ist es nicht. Doch ist Leben nicht auch ständige Veränderung, Wachstum und Vergehen. Vegehen soll hier Nichts außer .....smile, die nassen Jahre.

Vielleicht bin ich naiv, zu glauben es kann gut gehen. Ich glaube, Glaube kann Berge versetzen.

So long, Kernkraft

Kernkraft
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Beitrag von Kernkraft » 04.04.2012, 11:46

Geht das Leben an der Seite eines Alkoholikers überhaupt irgendwie gut? Von Vorahnungen verzweifelt fällt man in Depression, kommt wieder heraus und sagt man weiß nicht warum.
Mein ganzes Leben habe ich geübt für das was jetzt kommt, oder habe ich einfach einen Hang zum Übel.

Kann man auf Distanz zusammenleben. Was heißt, in trockenen Phasen Gemeinsamkeit, in nassen Phasen die Flucht in eine Einzimmerwohnung, die man für diesen Fall angemietet hat?

Ist sowas möglich? Hat es jemand hier praktiziert?

Diandra
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Beitrag von Diandra » 04.04.2012, 12:38

Hallo Kernkraft,

nun haste Du wieder viele Monate lang ausgehalten und Dein Nervenkostüm strapaziert.

Du stellst die falsche Frage !

Die Fragen sollten eher lauten, wie viele Monate, Jahre oder Jahrzehnte möchte ich das noch ertragen ? Wie stelle ich mir ein zufriedenes, glückliches Leben vor ? Geht das mit ihm ?

Ehrlich beantworten und bewusst handeln - das hilft Dir weiter.

Nein, man kann nicht mit einem nassen Alkoholiker auf Dauer leben - auch nicht teilweise getrennt. Denn Dein Denken kreist dann weiterhin um ihn, wenn er wieder seine Phase hat. Du unterstützt damit auch weiterhin seine Sucht. Und Du klammerst Dich weiterhin an Dein Suchtmittel.

Er ist Alkoholiker - Du bist Co. Zwei Süchtige, die sich eben keinen Halt geben können, sondern gemeinsam irgendwann untergehen.

Aufwachen Kraftwerk - Getriebe ölen - und dann laufen ..... rund und nicht holprig.


Grüßle
Diandra

Speranza
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Beitrag von Speranza » 04.04.2012, 13:23

Hallo Kernkraft!
Kann man auf Distanz zusammenleben. Was heißt, in trockenen Phasen Gemeinsamkeit, in nassen Phasen die Flucht in eine Einzimmerwohnung, die man für diesen Fall angemietet hat?
Man kann vieles aber kann man es auch ohne selber Schaden zu nehmen?

Kann ich bzw. will ich so leben?
Will ich sein Spielball sein und hin- und hergekickt werden?
Will ich in meiner Einzimmerwohnung warten bis er seine Trinkpause einlegt?
Will ich all mein Tun nur vom kranken Partner abhängig machen?
Habe ich mir das vom Leben erwartet, bin ich mir so wenig wert?
Will ich von morgens bis abends nur an ihn denken ob und wieviel er wieder trinkt?
Kann ich einen Partner haben auf den ich mich nicht verlassen kann?

Also ich kann es nicht ich kann mir etwas Schöneres vorstellen und habe mir das auch verdient.

Liebe Grüsse
Speranza

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