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Zweifel, ob er die Wahrheit sagt

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit
Starfish
neuer Teilnehmer
Beiträge: 69
Registriert: 28.02.2009, 02:31

Beitrag von Starfish » 11.04.2009, 02:03

Hallo Cynthia,

ich hatte schon Deine Vorstellung im Vorstellungsbereich gelesen.

Ich bin Alkoholikerin, also nicht Co, aber wollte Dir trotzdem ein paar Zeilen schreiben.

Wie schon erwähnt, solltest Du unbedingt auf Deine innere Stimme hören. Du merkst, etwas stimmt nicht, auch wenn Dein Verlobter für alles eine guter Erklärung hat.

Meine Frage, warum setzt er seine Antideppressiva ab? Ist es unter ärztlicher Aufsicht oder vom Arzt so verordnet. Die meisten Medikamente solcher Art, darf man nicht so einfach absetzen ohne - oft schwerwiegende - Nebenwirkungen zu bekommen. Das wird aber oft gemacht, aus Unkenntnis und wegen Nebenwirkungen wie Libidobeinträchtigung und sowas.

Was sagt der Arzt dazu, dass er nach Absetzen des Medikaments zum Alkohol greifen muss, um Depressionen zu vermeiden?

Wenn er das Medikament nimmt, trinkt er dann noch? Sowas ist nämlich auch gefährlich, weil der Alkohol oft die Wirkung verstärkt.

Ich weiß nicht, wie er seine Diabetes kontrolliert (Insulin, gespritzt oder in Tablettenform, nur durch Ernährung), aber Diabetes und Alkohol geht auch gar nicht zusammen. Mal ein Glas, aber das muss ganz genau abgestimmt werden.

Von Hypoglykämie (also wenn man unterzuckert ist) könnte auch das nächtliche Schwitzen kommen, aber auch von den Antidepressiva oder eben auch Entzugserscheinungen.

Natürlich könntest Du Dir den Namen des Medikaments merken und die Nebenerscheinung im www nachgucken, sowie die Unverträglichkeiten. Aber im Endeffekt ist es Dein Verlobter und wenn Ihr wirklich ein Leben zusammen gestalten wollt, dann sollte es keine Heimlichkeiten geben und Du solltest ihm vertrauen können.

Ich finde sein Verhalten auch sehr bedenklich, aus mehreren Gründen und verstehe, dass Du beunruhigt bist. Höre gar kein Drama - lass Dir das nicht einreden.

Alles Gute

Starfish

Spanijoggel
sehr aktiver Teilnehmer
Beiträge: 9065
Registriert: 13.02.2008, 09:58

Beitrag von Spanijoggel » 11.04.2009, 06:01

Guten Morgen Synthia!

Ich habe jetzt Deinen neuen Thread durchgelesen.
Es wurde mir ganz mulmig dabei.

Ich bin Alkoholikerin.Mein Vater war Alkoholiker,mein Ex-Mann ist Alkoholiker und trinkt nach wie vor.

Ich kenne die Materie aus eigener,innerer Erfahrung ,dreifach.

Du bist jung.Du hast Dein Leben vor Dir.
Hör auf Dein Bauchgefühl!
Nur weil Du manchmal auf Händen getragen wirst ist noch lange nicht alles gut!Das hast Du ja gemerkt.

Meine Erfahrung dazu:Diese Hände werden Dich bald nicht mehr tragen,sondern das Glas/die Flasche Alkohol fest umfangen.
Du wirst nie mehr nr.one sein,der Alkohol kommt vor Dir.
Alkohol kann Leben zerstören.Das des Alkoholikers und das des Partners.

Ich habe mich verabschiedet von meinem Mann.Dabei realisiere ich erst jetzt wie viel ich damit gewonnen habe,wie sehr ich wieder auflebe.
Iich könnte ellenlang weiter erzählen.

Mein Wunsch für Dich:Schau genau hin. Vergiss nicht,dass Du Dein Leben selber gestalten kannst.

Ganz herzliche Grüsse
Yvonne

Gotti
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Beiträge: 3503
Registriert: 04.02.2008, 20:01

Beitrag von Gotti » 11.04.2009, 06:45

Guten Morgen Cynthia!

Leider konnte mein Mann mich auch so schön als "Kranke" hinstellen, mit kranken Gedanken. Er hatte doch nie!!!!!!!!! getrunken!
Das habe ich!!!! mir nur eingebildet!!!
Manchmal habe ich mich wirklich darauf eingelassen, hatte es doch fast geglaubt.
Dabei bin ich wirklich "krank" geworden. An der Seele und am Körper.
Wie lange schleppe ich nun schon meine Rückenschmerzen mit mir herum!
Nicht alles ist arbeitstechnischer Ursprung. Ganz viel leider auch seelischer.
Das jetzt aufzuarbeiten kostet Zeit und Geduld. Ich bin seit über einem Jahr dabei. Aber noch nicht ganz fertig. (Forum, SHG und Therapie)
Wird wohl auch noch ein bisschen brauchen.
Aber ich fühle mich jetzt schon so viel besser, dass die Geduld jeden Tag wächst.

Dir wünsche ich, dass du auch bald solche Sätze schreiben kannst! Dass es dir bald besser geht! Dass du Mut und Kraft hast, für dich den richtigen Weg zu finden!
Liebe Grüße, Gotti.

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