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Hallo ich bins

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit

Moderator: Moderatoren

Aurora
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Beitrag von Aurora » 06.01.2015, 09:34

Huhu Julchen,

schöne Grüße auch an dich! Und ich drück die Daumen, dass es diesmal klappt mit der Fortbildung. Du weißt ja, Forumsdaumen wirken oft Wunder :wink: .

Ich hab mich über dein "Piep" sehr gefreut.

Liebe Grüße
Aurora

Julchen148
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Beitrag von Julchen148 » 06.03.2015, 20:06

Hallo ich bins

danke Aurora, Forumsdaumen sind wirklich unschlagbar :D

Ich hab heute mein Seminar beendet und bin jetzt Betreuungsassistentin. :D Ach, die sechs Wochen Seminar waren soooo schön. Ich kann noch was lernen, auch wenn ich heuer schon 50 werd. :D Da hatte ich echt Angst davor, dass da nichts mehr in Kopf rein geht. Es war oft sehr anstrengend und der Kopf hat oft geraucht, aber es hat auch wahninnig Spaß gemacht. Das Praktikum war auch ganz toll und ich hab viel Anerkennung bekommen. Das saug ich immer noch auf wie ein Schwamm, hab mir ja so lang nichts zugetraut.

Ich war heute sehr traurig, dass das jetzt schon wieder vorbei ist. Aber ich hatte so oft Angst vor der Zukunft, hab so oft gedacht, jetzt ist alles aus. Aber es ging weiter und meistens wurde es danach sogar besser.

Ob ich bei meiner Arbeit weiter machen will, weiß ich noch nicht. Die Chefin ist oft nicht so einfach. Aber ich kann mich ja umschauen und mich verändern, wenn es nicht mehr geht. Heute kann ich das :D

Ich wünsch euch eine schöne Zeit

julchen

Aurora
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Beitrag von Aurora » 07.03.2015, 17:16

Hallo Julchen,

jaaaaaaa :D !

Aurora

Julchen148
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Beitrag von Julchen148 » 07.12.2015, 22:38

Hallo ich bins

hier mal wieder bisschen was von mir, leider nicht allzu viel Erfreuliches. :(

Meine Arbeit in der Seniorenpflege/Betreuung macht mir weiterhin sehr viel Spass, allerdings das ganze "aussenrum" machte mir zunehmend zu schaffen. Immer länger und immer mehr arbeiten, teilweise 12 Tage am Stück, 40 bis 50 Überstunden monatlich ist normal, das ist schon sehr anstrengend. Ich habe es lange mitgemacht, hat mich auch von der Krankheit meiner Schwester abgelenkt, aber irgendwann hab ich das dann nicht mehr geschafft. Wenn du dann aber was sagst, dann heißt es nur, wenn du das so nicht willst, dann musst du halt gehen. Seit letzter Woche bin ich jetzt krank geschrieben, mal schauen, wie das weiter geht.
Es ist natürlich auch ein gutes Gefühl zu wissen, ich bekomme im Notfall Arbeitslosengeld oder Krankengeld und hab relativ gute Aussichten, was anderes zu finden. Das hatte ich ja lange Zeit nicht.

Tja, momentan geht es mir nicht sehr gut. Ich hab seit letzter Woche einen totalen Durchhänger, kann mich zu nichts mehr aufraffen. Ich weiß nicht, ob das wieder eine Depression ist, hoffentlich nicht. Die Ruhe und das "nichts tun" tut mir gut, ich kann jetzt erst so richtig um meine Schwester trauern, ich weine sehr viel, was aber befreiend ist.
Was mir sehr zu schaffen macht ist das Gefühl des allein seins. Meine Schwester war meine engste Vertraute, mit ihr konnte ich über alles reden und da hab ich jetzt niemanden mehr. Ich hab natürlich meine Kinder und sie sind auch für mich da, aber ich bin ja Mutter :oops: und versuch sie halt zu schonen und nicht mit meiner Trauer zu belasten. Derzeit bereue ich es, keinen Partner zu haben, wäre schon schön, wenn jemand für mich da wäre.

Aber so schwer das alles im Moment auch ist, ich glaube daran, dass es auch wieder anders, besser wird. Früher, als ich noch mit dem Ex zusammen war, da war oft Verzweiflung, da konnte ich nichts mehr Gutes am Leben finden. Durch die Arbeit an mir nach der Trennung, auch so viel mit Hilfe des Forums, hab ich doch gelernt, daß ich mein Leben wieder schön machen kann. Ich kann die schlechte Zeit und die Trauer akzeptieren, ich weiß, daß meine Schwester mir immer fehlen wird und daß es lange Zeit weh tun wird, aber daneben ist auch Platz für Schönes.

Schöne Grüße

julchen

Aurora
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Beitrag von Aurora » 08.12.2015, 09:50

Liebe Julchen,

jetzt freu ich mich ja, mal wieder etwas von dir zu hören :D .

Das tut mir leid mit der Arbeit. Und erschreckt mich auch immer wieder, wenn ich so was höre. Bzw. hier lese ich das ja :wink: . Es ging mir ja ähnlich, nur dass ich ja im Einzelhandel gearbeitet habe. Für wenig Geld wird da ein Einsatz verlangt, der quasi gar nicht möglich ist. Die Arbeit an sich kann Spaß machen, aber durch das Drumherum wird es eher zur Belastung. Immer weniger Leute sollen immer mehr machen... Wenn ich denke, ich habe mit 20 Stunden die Woche angefangen in diesem Bioladen 2013. Und hatte nach 2 oder 3 Monaten über 80 Überstunden :shock: . Das ist doch irgendwie nicht normal... Ich habe dann meine Arbeitszeit auf 24 Stunden schon mal erhöht, also 3 Mal in der Woche 8 Stunden. Die Überstunden wurden dadurch aber kaum weniger. Und 8 Stunden waren sehr oft 9 oder 10. Pause? Ach was...

Das ist so schade, denn die, die ich in meinem Arbeitsumfeld kannte, hatten irgendwann ihre Motivation und Lust verloren... Sie schafften halt nur noch. Ich ja auch...

Ich finde es gut, dass du dich nun hast aus dem Verkehr ziehen lassen. Ganz ehrlich, der Tod einer so nahen Angehörigen, deiner Schwester, geht ja nicht so einfach an dir vorbei. Trauer kostet auch Energie. Und braucht auch Zeit. Ich weiß leider nur zu gut, wovon ich da schreibe :( .

Aber du hast auch Recht! Würdest du noch in der Co-Abhängigkeit drinnen hängen hättest du noch viel mehr an Schmerz und so. Es ist gut, dass du auch das Schöne sehen kannst!

Deine Schwester wird dir immer fehlen. Solche Lücken lassen sich nicht schließen. Aber es kommt ja auch die Zeit des Erinnerns an die vielen schönen Momente. An die Dankbarkeit, gemeinsame Lebenszeit gehabt zu haben. Meine Trauer ist auch inzwischen ein fester Bestandteil meines Lebens geworden. Die schönen Erinnerungen machen mich lächeln oder lachen. Kommt der Schmerz, kann ich weinen. All das zulassen und trotzdem Freude am Leben zu haben ist nicht immer einfach. Aber es ist das Beste, was wir aus diesem Schicksal machen können. Das Beste für uns! Denn wir sind ja noch da.

Eine liebe Umarmung
Aurora

Julchen148
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Beitrag von Julchen148 » 31.12.2015, 20:00

Hallo ich bins

mal wieder kurzes Hallo von mir.

Mit der Stellensuche hat geklappt, ab 1. Februar hab ich wieder Arbeit, sogar die Stelle, die ich gerne wollte. Na ja, da sollte man sich doch eigentlich freuen, tu ich auch so bisschen. Aber die Angst vor dem Neuen, nicht genug zu können, wieder einen Fehlgriff gemacht zu haben, all sowas nimmt mir die Freude. Richtig doof ist das.

Es geht mir eh nicht gut derzeit, ich fühl mich so allein, wertlos, denk jeder will mir was Böses. Die Freude am Leben, meine Zufriedenheit, alles was ich ich in meinem "neuen" Leben nach der Trennung mir erarbeitet hatte, so viel davon wieder weg.
Ich weiß auch oft nicht, was ich sagen soll wenn mich jemand fragt, wie es mir geht. Es geht mir gut, kann ich nicht sagen, das ist nicht so. Wenn ich aber sag, es geht mir nicht gut, dann stehen die meisten Leute ziemlich betreten da und wissen nicht mehr, was sie darauf sagen sollen, dann krieg ich ein schlechtes Gewissen.

Mit meinen alten Arbeitskollegen hab ich immer noch guten Kontakt, mit einem werd ich auch bei der neuen Arbeit wieder zusammen arbeiten, das find ich schön.
Aber auch da hab ich wieder das alte Problem, ich freu mich jedes Mal, wenn jemand mich anruft oder so. Heute hat sich der Kollege, mit dem ich wieder zusammen arbeiten werde sehr darüber gefreut, daß ich da anfang. Und ich hab mich so darüber gewundert, wieso er sich freut. :oops:

Und jetzt hoff ich mal, daß dieses blöde Sylvester bald vorbei ist. Obwohl ich eigentlich gar nicht will, dass das neue Jahr kommt. Weil 2015 war noch was gemeinsames mit meiner Schwester und 2016 wird das nicht mehr so sein, und das tut mir grad verdammt weh. :cry:

Es tut mir leid, daß ich mich jetzt hier nur ausgejammert hab, aber es hat mir gut getan einfach alles ungefiltert aufzuschreiben. Und ich werd es auch wieder schaffen, vorwärts zu schauen, mich wieder zu freuen, zuversichtlich zu sein. Aber nicht heute, vielleicht morgen :?

Ich wünsch euch einen guten Rutsch

julchen

Aurora
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Beitrag von Aurora » 01.01.2016, 11:33

Liebe Julchen,

herzlichen Glückwunsch zur neuen Arbeitsstelle!
Dass du da Angst vor hast auch finde ich normal. Es kommt ja doch was Neues auf dich zu und Neues macht auch schon mal Angst. Wichtig ist doch, dass du es trotzdem wagst, es anzugehen. Dafür wünsche ich dir ganz viel Glück.

Nun ist ja diese ganze Zeit jetzt eine sehr, sehr emotionsgeladene Zeit. Und Trauer und Schmerz spürst du um ein Vielfaches mehr als sonst. Das geht mir nicht anders. Nach dem Tod meiner Tochter und meines Enkels bin ich in ähnlicher Lage gelandet wie du jetzt. Ich war wieder voll in allen alten Mustern. Alles, was ich neu erworben hatte für mich und meine Persönlichkeit schien weg zu sein.

Aber das ist es nicht! Julchen, ganz ehrlich, das, was du hattest, das, was du für dich erreichen konntest, das nimmt dir keiner mehr weg. Es ist bloß gerade nicht sichtbar. Es ist begraben unter alten Mustern und Gefühlen, die es in solchen Phasen der Trauer und Lebensveränderung sehr leicht haben, die Oberhand zu gewinnen.

Deine Seele muss viel verarbeiten gerade, es ist einfacher, wenn sie auf Sparflamme läuft und sich der alten und gewohnten Muster bedient. Das Andere wäre einfach zu viel. Darum lass den Kopf bitte nicht hängen. Nimm die alten Gefühle von Wertlosigkeit, Mutlosigkeit und Angst und denke dir, es sind eben alte Bekannte. Die nach einer Weile sich langweilen und wieder verschwinden. Du musst sie nicht behalten.
Mit der Stellensuche hat geklappt, ab 1. Februar hab ich wieder Arbeit, sogar die Stelle, die ich gerne wollte. Na ja, da sollte man sich doch eigentlich freuen, tu ich auch so bisschen.
Hey, du freust dich ein bisschen? Sowas, freu dich mal ein bisschen mehr! Diese Stelle hast du nicht, weil du wertlos bist. Diese Stelle hast du, weil du wertvoll bist, in den Betrieb passt, weil du Erfahrung hast und weil du die Richtige bist dafür.

Sollte sich das als Flopp heraus stellen, denn niemand ist vor Irrtümern sicher, kannst du immer noch überlegen, wie es weitergehen soll. Aber erst mal ist es toll!

Ich drück dich und wünsche ein gutes 2016, deine Schwester nimmst du einfach mit in's neue Jahr. In deinem Herzen. Da kann ihr nichts passieren.

Liebe Grüße
Aurora

Julchen148
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Beitrag von Julchen148 » 20.03.2016, 21:12

Hallo ich bins,

mal wieder kurz melden.
Bei der neuen Arbeit bin ich jetzt ja fast schon wieder zwei Monate und kann Gott sei DAnk sagen, daß es da schön ist. Die ersten zwei Wochen waren schlimm, ich wollte echt das Handtuch schmeissen, aber danach wurde es leichter.
Wie gesagt, es macht Spaß und es ist auch gut, daß ich was zu tun habe und abgelenkt bin. Nicht so viel Zeit zum Nachdenken habe. Aber ich finde die Arbeit auch sehr anstrengend, wird mir oft alles zu viel. Ich hab grad bei Aurora gelesen und finde mich in vielem wieder. Ich bin nicht mehr so belastbar, komme oft an meine Grenzen.
Nach der Trennung vom Ex hab ich viel an mir gearbeitet und habe mir eine "innere Gelassenheit" erarbeitet, mit der ich mich sehr wohl gefühlt habe. Dinge annehmen, die ich nicht ändern kann, mich an Kleinigkeiten freuen, stolz auf mich sein. Da möchte ich gern wieder hin, wird aber wieder ein längerer Weg bis dahin sein. Im Moment ist noch sehr viel Trauer da, auch sehr viel Angst vor der Zukunft. Vor noch mehr Krankheit und Schicksalsschlägen. Meine Mutter baut sehr schnell ab, da muss ich mich viel kümmern und mach mir Sorgen. Der Ex hat letzte Woche angerufen, hatte auch keine guten Nachrichten, die ich seinen Kindern mitteilen sollte.

Ich wünsche euch einen schönen Wochenanfang

julchen

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