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Weg aus dem Jammertal

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit

Moderator: Moderatoren

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Aiko
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Beitrag von Aiko » 11.04.2014, 20:50

Hallo Ihr,

hier kommt ein Pieps von mir. Ich habe lange nicht geschrieben und mich jettt auch vorübergehend aus der Geschlossenen ausgeklingt weil ich eine Entzündung am Auge habe / hatte und es deshalb möglichst meide auf Bildschirme zu gucken ...

Dennoch ein kurzer Statusbericht von mir.

Mein XY geht weiterhin regelmäßig in die SHG, – zwischendurch konnte er drei Wochen hintereinander nicht hin und hatte prompt einen Rückfall.
Mich hat es längst nicht so stark aufgewühlt wie ich dachte, ich konnte mich ganz gut ausklinken und habe das auch nicht kommentiert. Er ist dann direkt wieder in die SHG und hat eine Therapie bei der Suchthilfe begonnen, da kann er fünf Stunden machen bis die eigentlich Therapie anfängt, da hat er auch schon einen Termin. Lange Rede, kurzer Sinn: Er meint es scheinbar ernst. Ich bin skeptisch, merke aber, dass er gerade wirklich dran ist.

Unsere Auseinanderzieh-Pläne liegen derzeit aus verschiedenen Gründen auf Eis. Aber das ist ok miteinander geklärt. Er wird stattdessen erstmal in die Tagesklinik gehen wenn es möglich ist.

Mir geht es ganz gut. Gesundheitlich leider nicht so, aber ich lerne jeden Tag mehr gut zu mir zu sein und mir Gutes zu tun.

Liebe Grüße, Aiko

else1234
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Beitrag von else1234 » 02.08.2014, 09:39

hey aiko
nun habe ich mir deinen thread auch mal durchgelesen und muss sagen so wie du denkst u fühlst war bzw ist es bei mir auch .
wie gesagt früher habe ich genauso gedacht,auch heute noch teilweise,ermahne mich aber dann selber.dieses Forum hat mir so nach u nach die augen geöffnet.der ganze austtausch hat sooo viel geholfen.

genau deswegen bin ich ja auch wieder hier.

so wie du deine Situation schilderst war es damals bei meinem ex freund. ich hatte mir damals auch nen Job gesucht ,abgemacht er passt so lange auf und zack er kam morgens grundsätzlich besoffen nach hause .da hatte ich Gott sei dank meine schwester.

als die Beziehung zu ende war war ich auch sehr erleichtert,habe danach zu mir gefunden .

naja dann habe ich ja meinen jetzigen Partner kennen gelernt.seelenverwandt :) so wie bei dir.

hatte damals auch gehofft u gebetet dass er es packt,mir ging es teilweise sehr schlecht .Gott sei dank hat er irgendwann seinen Tiefpunkt gehabt und hat eine Entgiftung gemacht.es ging alles gut.bis vor ein paar Wochen ,wie gesagt.
nun habe ich aber klipp u klar mit Konsequenzen gedroht .naja gedroht ist das falsche wort.ihm nur gesagt was ich in meinem leben will.und es liegt an ihm ob er da mit kommt (ohne alk).

du schreibst Trennung kannst du noch nicht dran denken.das kann ich sooo gut verstehen.solange die Hoffnung noch da ist ,kann man einfach keinen Schlussstrich ziehen .

ich habe auch immer gehofft u geglaubt u irgendwann kam ja die wende .

ich hoffe dass dein xy es ernst meint und den richtigen weg geht..

lieben gruss else

Aiko
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Beitrag von Aiko » 02.08.2014, 10:43

Hallo Else,

vielen Dank für Deinen Beitrag hier. Lustig, dass Du minen Thread gerade jetzt hochholst. Ich wollte ohnehin hier mal wieder schreiben, bin ja sonst mehr im geschlossenen Bereich unterwegs. Mag einfach nicht, dass die ganze Welt mitlesen kann und weiß dann imemr nicht wieviel ich schreiben kann und wie wenig damit es dennoch verständlich bleibt.

Irgendwie tut es doch total gut, hier auf Menschen zu treffen, die ähnliche Probleme haben, – ich fühle mich dadurch weniger allein, verstanden. Verständnis, dass ich erst gerade lerne mir selbst entgegen zu bringen ...

Mein letzter Eintrag ist ja nun schon über drei Monate her. Die letzte Zeit war sehr schwierig, er hatte extreme Stimmungsschwankungen. So sehr, dass ich einmal sogar dachte es wäre mir lieber, er würde wieder trinken. Nun gipfelte es in einem erneuten Rückfall, kein Absturz aber dafür gleich ein paar mal mäßig getrunken wohl mit der Illusion es doch kontrollieren zu können. Lange Rede, kurzer Sinn: das letzte Wochenende / die Woche war dramatisch. Ich stecke mitten drin im Prozess, die räumliche Trennung wird stattfinden. Eine Wohnung hat er schon, das steht also fest.

Was mir gerade hilft ist, hier viel zu lesen und auch Bücher über Co-Abhängigkeit zu lesen. Das stärkt mich, hilft mir, meine Wahrnehmung ernst zu nehmen. Therapie mache ich ja auch.

Soweit erstmal. Ich werde mal Deinen Thread suchen.

Alles Liebe, Aiko

girasole
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Beitrag von girasole » 05.08.2014, 22:07

Liebe aiko

vielen Dank für deine lieben Worte bei mir!
Bei dir ist ja auch einiges los :shock: ich hoffe sehr, dass es dir gut geht!?!

Ein super buch finde ich "die vaterfalle". Nicht direkt über co-Abhängigkeit, aber niemand prägt das beziehungsleben einer frau mehr als der vater.
es lohnt sich wirklich sehr dort hinzuschauen.

alles gute und gute nacht
girasole

Aiko
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Beitrag von Aiko » 06.08.2014, 11:29

Liebe Girasole,

danke für den Buchtipp, schaue ich mir mal in Ruhe an. Mein Vater ist für mich momentan nicht so ein Thema – obwohl seine Abwesenheit sicherlich auch großen Einfluss auf mich hat(te), bin ich ich momentan doch eher an der verdrehten und manipulativen "Erziehung" durch meine Mutter dran.

Mir geht es ganz gut, verhältnismäßig. XY zieht in ein paar Wochen aus und ehrlich gesagt freue ich mich da momentan drauf. Endlich Bewegung, endlich Luft! Trotzdem macht es mich auch traurig, ich denke in den letzten Tagen oft an unser Kennenlernen und betrauere außerdem den Zerfall unserer kleinen Familie.

Die Hoffnung habe ich noch nicht ganz aufgegeben, aber es ist mir wichtig ihn loszulassen, da wirke ich gerade.

Liebe Grüße, Aiko

girasole
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Beitrag von girasole » 06.08.2014, 12:18

Hallo aiko

bei mir war es ganz genau so!
Erstmal habe ich die verquere Erziehung durch meine Mutter bearbeitet.
Mich von ihr gelöst und gelernt, ihr Grenzen zu setzen
Nicht unanstrengend!

Dann fiel mir dieses buch in die Hände und mir gingen ganze Kronleuchter auf!
Auch mein vater war hauptsächlich abwesend.
aber was schon das kleine Mädchen dadurch "lernt" ist verheerend für die Zukunft und kann direkt in die co- Abhängigkeit führen.

Es lohnt sich wirklich. Kannst es ja auf die liste setzen für wenn das Thema Mutter fertig ist :)
Oder zwischendurch mal reinschieben man braucht ja auch mal pause

viel kraft für dich weiterhin.
Toll, wie du deinen Weg gehst!

LG girasole

girasole
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Beitrag von girasole » 06.08.2014, 12:22

Ps:
Zugegeben, es ist teilweise recht feministisch.
aber darüber hab ich hinweggelesen.
Denn es ändert nichts am grundtenor, der aussage.
die für mich einfach nur hilfreich und logisch war!

Aiko
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Beitrag von Aiko » 06.08.2014, 22:18

Liebe Girasol,

hab schon geguckt, das gibt es gebraucht ja sehr günstig. Meinst Du die alte Auflage ist noch aktuell? Oder hat sich in einer neuen auflage wohl viel verändert?

Gegen Feminismus habe ich überhaupt nichts. Eigentlich müsste jede intelligente Frau Feministin und jeder intelligente Mann Feminist sein. ;) Leider wird dieses F-Wort ja oft eher als Schimpfwort gesehen ohne zu hinterfragen was es wirklich bedeutet.

Liebe Grüße, Aiko (Feministin)

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