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Ich weiß nicht mehr weiter, meine Frau trinkt

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit

Moderator: Moderatoren

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RenateO
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Beitrag von RenateO » 24.03.2014, 11:20

Warum ist es nur so schwer (bis unmöglich) für euch ,den Alkoholkranken loszulassen?
Wovor habt ihr wirklich Angst?
Auf euch selbst zu schauen?
Angst das er (sie) euch trocken nichtmehr will?
Die Leute?
Geld und Gut?
Die angeblich heile Familie zu verlieren ?
Was macht es so schwer die Realität zu akzeptieren und damit dem anderen die Möglichkeit zu geben ,sich um sich selbst und sein Alkoholproblem zu kümmern?
Ihr könnt sie nicht retten ,genaugenommen schadet ihr euren Partnern,setzt sie unter Druck was zu nochmehr trinken führt,zu noch mehr Lügen ,zu Versprechen die sie nass nicht einhalten können!!!
Eine Quälerei für beide Seiten.
Erst wenn mindestens einer etwas ändert hat auch der andere die Möglichkeit dazu.
Ich meine damit, an sich ändert und nicht am anderen rumzerrt.
Sucht euch euren Weg und lasst den anderen,dann wird man sehen wohin sich was verändert ,solange ihr festhaltet kann sich Nichts ändern und alle leiden.
LG R..

weinenderEngel
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Beitrag von weinenderEngel » 04.04.2014, 13:09

Hallo Karl

Wie geht es Dir inzwischen?

Liebe Grüsse
Engel

RenateO
sehr aktiver Teilnehmer
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Beitrag von RenateO » 09.04.2014, 11:04

Hallo Karl
Wie geht es dir jetzt?
Liest du noch hier mit?
Gibt es Veränderungen in deinem Leben?
Ich wünsche dir einen schönen Tag.
LG R..

Karl65
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Beitrag von Karl65 » 11.05.2014, 22:30

... es ist nun schon wieder 8 Wochen her, seit dem ich das letzte Mal geschrieben habe.

Wir hatten noch ein paar echt harte Tage. Ich habe die Kinder genommen und habe ein paar Nächte bei meinen Eltern übernachtet.

Darauf hin entschied sie sich, eine "Auszeit" zu nehmen. Sie ging für 10 Tage in eine Fastenklinik. Mehr Einsicht ist leider nicht möglich.

Sie kam "aufgeräumt" nach Hause. Gleich zu Beginn erklärte sie, dass sie ein Probelm mit Depressionen habe, die mit ihrer Kindheit und Problemen mit ihren Eltern zu tun haben. Sie hat definitiv kein Problem mit Alkohol. Das habe ihr auch die Psychologin in der Fastenklinik bestätigt. Sie habe außerdem ein Problem damit, Dinge heimlich tun zu müssen...
Ich soll akzeptieren, dass sie einen anderen Umgang mit Alkohol pflegen will. So wie der eine Mensch Bewegung braucht und der andere lieber faul zu Hause sitzt, ist sie eben jemand der sich immer mal abschießen möchte und ich eben nicht...

Kurz: Sie weigert sich, ihr Problem zu sehen.

Seither ist wieder Alkohol im Haus. Sie schafft es, über längere Zeit keinen Alk zu trinken. Seit ein paar Tagen steigt der Konsum wieder. Sie trinkt Abends, verschwindet in der Küche oder Speisekammer und kippt schnell eine Flasche Sekt. Geht dann wieder los, trinkt weiter und verschwindet anschließend im Bett.

Nach 6 guten Wochen, geht es wohl nun wieder bergab.

LG Karl

Lindi
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Beitrag von Lindi » 11.05.2014, 22:41

Hallo Karl,
So. Ja......... "Wasserstandspegel der Elbe am 11.05.2014": leicht über Normal-Null. Tendenz steigend.
Das sind die Fakten.

Wie fühlt sich der Lotse auf dem Äppelkahn?
Wird er am Ufer antauen und abwarten, bis die Flutwelle heranschwappt?
Wird er einen Seiten-kanal ansteuern, der zumindest etwas abseits liegt und nicht direkt in der Strömung?
Wird er seinen Kahn versenken und ein Leben als Bauer in Erwägung ziehen?

Oder wird er ab-und-an im Lotsen-Forum berichten, wie Sch .... es ist, wenn die Elbe mal wieder völlig unerwartet Hochwasser führt?


Fragen über Fragen.
Grüsse, Lindi

Co2013
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Beitrag von Co2013 » 12.05.2014, 01:57

Hall Karl65,

ich kenne das nur zu gut. Meine Partnerin konnte auch ganz gut einige Wochen (später eigentlich nur noch Tage) auf Alkohol verzichten, aber dann mit irgendeiner Begründung wieder richtig zuschlagen. Ich habe immer wieder gehofft, das es doch jetzt besser wird. Wurde es aber nicht.

Das Deine Partnerin nicht mit der Ärztin über Alkohol gesprochen hat, dürfte Dir ja klar sein. Was nü?

Die einzige Frage und Ratschlag den ich dir geben kann ist folgender: Möchtest Du so leben? Und bitte bedenke, es wird schlimmer, viel schlimmer.

Gruß

Co2013
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Beitrag von Co2013 » 12.05.2014, 04:46

Hallo Karl65,

Vielleicht hast Du es schon vergessen, aber so hast Du Dich hier vorgestellt:
Ich liebe meine Frau und halte seit 5 Jahren an dem Gedanken fest, dass sie eines Tages zur Besinnung kommt, denn seit mehr als 5 Jahren trinkt sie regelmäßig und tut so, als ob ihr Verhalten ein ganz normales Verhalten sei. Sie verharmlost ihre Trinkerei und behauptet, sie habe alles im Griff. Dabei betrinkt sie sich regelmäßig bis zur Besinnungslosigkeit. Wenn Sie betrunken ist, steckt sie voller Haß und Agressionen. Sie beschimpft und beleidigt mich in einer unglaublichen Weise und findet immer einen Grund, mich zu beleidigen, notfalls erfindet sie einen Grund. Gestern war meine Wut, Trauer und Hilflosigkeit so groß, und sie beleidigte mich so lange, bis ich sie verprügelt habe.
Wirklich erst 5 Jahre? Kann es sein, das Deine Frau schon viele länger trinkt, das es nur jetzt für Dich einfach nicht mehr zu ertragen ist?
Glaubst Du daran das Deine Frau zur Besinnung kommt?
Glaubst du daran das sie akzeptieren wird, das sie Alkoholikerin ist und dringend medizinische und therapeutische Hilfe benötigt?
Glaubst Du daran, das sie jemals akzeptieren wird, das sie nie mehr ein Glas Alkohol trinken darf?
Glaubst Du, das Du in der selben Situation Deine Frau nie mehr schlagen wirst?

Antworten, nicht nachdenken! Einfach aus dem Bauch antworten!

Die Fragen 2, 3 und 4 habe ich jahrelang in unser Beziehung mit "Ja" beantwortet. Auch noch in der Trennungsphase war ich guter Hoffnung auf eine Besserung und glaubte weiter an eine Veränderung bei ihr. Heute weiß ich, das ich mich selber belogen habe. Die Antworten waren immer "Nein".

Karl65, wenn Du das Thema "gemeinsames erschaffenes Unternehmen" und morgens wieder "zusammen auf der Arbeit sich in die Augen sehen können" ansprichst, dann weiß ich aus persönlicher Erfahrung wovon Du sprichst.

Gruß

viola
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Registriert: 04.01.2010, 11:16

Beitrag von viola » 12.05.2014, 06:24

Hallo Karl,

schön, mal wieder von dir zu hören!

Mir fällt allerdings auf, dass du gar nicht von dir schreibst, sondern "nur" von ihr.
Du schreibst, nun geht es also wohl wieder bergab, und dass ALK im Hause sei. Wie geht es dir denn damit? Was macht das mit dir?
Wie willst du im Alltag damit klar kommen, und willst du das überhaupt? Wo siehtst du für dich und für die Kinder dort eine Perspektive, und wie sieht dir aus?

Ich wünsche dir einen guten Start in die neue Woche,
LG viola

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