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Bin ratlos

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit

Moderator: Moderatoren

Lindi
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Beitrag von Lindi » 03.03.2014, 22:56

Hallo Georg,

das klingt nicht gut, was Du zu berichten hast ..... fuer Dich sicher eine innere Zerreissprobe!

Kannst Du Dir irgendwie erklaeren, wie es zu dieser absoluten Handlungsunfaehigkeit (Du musstest sie duschen ??????) von ihr kam?
Ist das oft so, bei ihr?

Ohjeh ......

Geht es denn jetzt etwas besser? Kommst Du auch dazu, etwas abzuspannen?
Denk dran, auch Du hattst eine schwere Krankheit und bist noch in der Regenerations-Phase! Uebernimm Dich nicht! Deine Kraefte sind auch nur begrenzt!
Frau hin, Frau her.

Gruesse, Lindi

RenateO
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Beitrag von RenateO » 03.03.2014, 23:14

Hallo Georg
Das klingt nicht ungefährlich,wenn du nicht mal weißt was sie zu sich genommen hat.
Zuvel Alkohol oder gar Medikamente dazu ,sowas kann zu Vergiftungen führen und die darfst du nicht unteschätzen /aussitzen,sonst haben deine ,,Nachbarn,, erstrecht Gesprächstoff.
Jedes Krankenhaus muß einen Notdienst haben ansonsten 112 oder Notarztzentrale anrufen,Fall schildern, diese Leute wissen dann was zu tun ist.
LG R..

Kaleu
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Beitrag von Kaleu » 04.03.2014, 08:02

Ich sag's mal unverblümt.

Glücklich sein geht auch allein mit Hartz 4.

Wenn man will.

Morgenrot
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Registriert: 29.02.2008, 11:36

Beitrag von Morgenrot » 04.03.2014, 09:46

Hallo Georg,

Du bist wichtig, und nicht die Meinung deiner Nachbarn. Die reden sowieso, ob du nun deine Frau mit der Polizei einweisen oder nicht.
Ich weiß wie schwer es ist, sich von der Meinung anderer frei zu machen, aber esw ist wirklich wichtig, sich selbst mehr in den Mittelpunkt de Handelns zu stellen.

lg Morgenrot

Georg1304
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Beitrag von Georg1304 » 05.03.2014, 11:48

Es war so schlimm, hab sie gestern in die Psy gebracht, Gott sei Dank mit Hilfe meiner Tochter.
Sie wollten sie zuerst nicht nehmen, Ratschlag bis zum festen Termin schauen wie sie durchkommt (durch die Blume, was zum trinken geben).

Sie war nicht mehr in der Lage sich Allein fort zu bewegen. Zittern, beben am ganz Körper, ein Arzt war dann so einsichtig sie sofort in die Entzugsabteilung zu geben.

Bei der Aufnahme stellte sich heraus, dass sie wohl über einen Liter Schnaps zu sich genommen hatte, mit einem am Vortag 0,3 ltr Flachmann war kein Erfolg, hatte trotzdem Entzug,. sie ist bei den Therapeuten immer ehrlich, zu Hause nie.

Wir waren entsetzt, von diesen Mengen zu hören, obwohl wir keinen Tropfen Alkohol mehr im Haus haben.
Ich sehe dies eher als einen heimlichen Selbstmordversuch an, was so fürchterlich ist, das ich meine Seelenlage niemanden beschreiben kann
und einfach total überfordert bin.
Eine Therapie lehnt sie nach wie vor ab, will nur in die Entgiftung, aber was dann......?

Zudem Beitrag, mit Harz 4 kann man auch glücklich sein, bitte noch eine Bemerkung.
Ich habe das ganze Leben hart gearbeitet, meine Frau hat vorher auch viel mitgeholfen.

Habe ein wunderschönes Haus,keine Schulden, eine gute Stelle. Da hängt man dran, da kann man nicht einfach lapidar sagen, " Ist egal ", das sind existenzbedrohende Umstände und man fällt in ein tiefes Loch.

Lebe in einem kleinen Dorf.
Natürlich wissen bald Alle was mit meiner Frau los ist, aber es tut halt weh, mitleidige Blicke zu sehen, oder aber Getuschel hinter dem Rücken zu ertragen.

UweB
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Beiträge: 10
Registriert: 01.03.2014, 20:21

Beitrag von UweB » 05.03.2014, 12:53

Zitat= ff

Zudem Beitrag, mit Harz 4 kann man auch glücklich sein, bitte noch eine Bemerkung.
Ich habe das ganze Leben hart gearbeitet, meine Frau hat vorher auch viel mitgeholfen.

Habe ein wunderschönes Haus,keine Schulden, eine gute Stelle. Da hängt man dran, da kann man nicht einfach lapidar sagen, " Ist egal ", das sind existenzbedrohende Umstände und man fällt in ein tiefes Loch.

Lebe in einem kleinen Dorf.
Natürlich wissen bald Alle was mit meiner Frau los ist, aber es tut halt weh, mitleidige Blicke zu sehen, oder aber Getuschel hinter dem Rücken zu ertragen.[/quote]

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Hallo Georg,

ich kann Dich sehr gut verstehen.

Du hast das mit der Einweisung vollkommen richtig gemacht.

Mir gings genau so dreckig, wie Deiner Frau.

Auch ich strebte mich anfangs gegen eine Einweisung in eine lange Therapie.

Letzendlich wird ihr nichts anderes übrig bleiben.
Spätestens wenn es körperlich einfach nicht mehr geht!

Kann natürlich passieren, wie bei mir auch, daß es noch einiger "Runden" bedarf.

Wenn sie es gar nicht packen kann, könnte sie noch in ein betreutes Wohnen oder gar in ein Heim.

Wenn Du Deine Frau noch liebst, solltest Du Ihr helfen.

Ich würde an Deiner Stelle auch nicht ausziehen.
Warum auch?

Was die Nachbarn sagen, wäre mir egal.

Rede mir ihr, sie soll am besten direkt vom Krankenhaus zur Therapie.
Hat den Vorteil, den ganzen Papierkram, so wars bei mir, kann das Kh. einstielen.

Wenn Ihr Glück habt, kann sie sofort, ohne nochmal nach Hause zu kommen, zur Entwöhnung.

So, und diejenigen, die meinen, Hartz4 wäre ein glückliches Leben,
muß ich aus meiner bisherigen Erfahrung klar widersprechen.

Staatliche Unterstützung deckt lediglich das aller Notwendigste.

Bei Euch, Ihr habt Eigentum, je nachdem wie groß, ob bezahlt, usw. bekämt Ihr sowieso wahrscheinlich erstmal nichts.

Viel Kraft!

Uwe

UweB
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Beiträge: 10
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Beitrag von UweB » 05.03.2014, 13:11

Georg, sehe gerade noch folgendes bei Dir:

""Wir hatten einen finanziellenTiefschlag bekommen, sie hat dies als Grund ihres Ausfalles dann angegeben. ""

Was war das für ein finanzieller Tiefschlag?

Doch Schulden?

RenateO
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Beitrag von RenateO » 05.03.2014, 13:32

Hallo Georg.
ich kann das was du erlebt hast gut nachfühlen,auch das du festhalten möchtes war du in deinem Leben geschafft hast (Geld/Werte etc)
Du siehst nun etwas klarer besonders was die wirkliche Trinkmenge angeht,erschreckend ist sowas ,habs genauso mit meinem ex erlebt,der gab auch erst in der Therapie zu wieviel er wirklich konsumiert hat(ich war schockiert damals)
Man glaubt nicht wie Trinker trixen,verheimlichen ,lügen wenns ums saufen geht.
In der Klinik ist sie erstmal gut aufgehoben und du kanns Druck ausüben damit sie in Therapie geht.Sag ihr das du sie sooo nichtmehr mit nach hause nimmst ,denk an das Risiko das du dort sonst noch öfter als Notfall mit ihr hinmußt,das kann sie dir nicht zunmuten,das kann keiner von dir verlangen.
Nun nutze die Zeit wo sie dort ist um etwas für dich zu tun.
Komm zur Ruhe und mach dir einen Plan was Du nun weiter möchtest.
Sollte sie Selbsmordgefährdet sein sprech mit den Ärzten ,so können sie deine Frau nicht entlassen,notfalls muß sie dann in der Psy.Klinik bleiben.
Was deine Nachbarn denken oder Tuscheln sollte dir am Allerwertesten vorbei gehen,schau dir mal die Statistiken an ,dem zufolge gibt es sicher andere ,,Fälle,, von Alkoholismus in deiner direkten Nachbarschaft,die möglicherweise nur noch gut gedeckelt ist.Gerade auf dem Dorf ist der Druck hoch nichts an die Öffendlichkeit kommen zu lassen.eher leiden ganze Familien jahrzehnte als einen Fall von Alkoholismus in der Familie einzugestehen.
Gibt es für dich fachliche Unterstützung,hier bot z.B. die Klinik auch was an für Angehörige,informiere dich doch mal ,dort gibt man dir auch an die Hand wie du nun weiter mit ihr umgehen kannst.
Nutze diese Zeit jetzt für Dich,sie muß dieses ich /du deutlich spüren können.sonst läufst du noch viele Runden.

Ich wünsche dir Kraft und tu dir gutes.
LG R..

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