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ich bin es wieder

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit

Moderator: Moderatoren

Mausepaul
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ich bin es wieder

Beitrag von Mausepaul » 24.02.2014, 16:16

Vor ein paar Monaten hatte ich mich bereits hier gemeldet, aber ich finde meine anderen Beiträge nicht wieder, darum neues Thema.

Weihnachten wollte ich mit meinen Kindern zu Hause feiern und tat das auch sehr konsequent, seitdem wollte mein Partner die Trennung, ich verstand erst nicht warum. Später sah ich das mein Partner Alkohol entzieht, er hat sich im Schlafzimmer eingesperrt. Der jeztige Status ist, das er das reduzieren durchhält, für mich der Zustand aber hier zu Hause immernoch unerträglich ist.

Er reagiert mir gegenüber sehr Aggressiv und ablehnend, der Familie und allem geschehen hier zu Hause, gleichzeitig fehlt mir das Schlafzimmer, ich schlafe immernoch bei meinem Sohn im Zimmer, der eigentlich sein eigenes Zimmer bräuchte. Alle Bemühungen vernünftig mit dem Partner zu reden scheiterten an Aggressiven, desinteressierten Verhalten. Gleichzeitig vermisse ich meinen partner sehr, weil er bevor das alles geschah alles für mich gemacht hatte. Ich bitte ihm für sich eine Wohnung zu suchen, da der Zustand so schwer hier ist´und der Sohn auch leidet. Immerwieder gerate ich in Wut über sein Verhalten und empfinde diese starke Belastung als Druck. Diese Wut bekommt er auch manchmal ab und dann habe ich auch noch Schuldgefühle.

Ich habe Kinder in die Ehe gebracht und er beschimpt sie sehr um mich zu verletzen.

Ich habe nun ein paar Fragen an Euch alle nachfolgend aufgezählt:

Wie lange dauert ein Körperlicher Entzug?
Wie lange dauert der Seelische?
Wenn ich ihn auf den Entzug anspreche leugnet er ihn, ich hätte das mit Weihnachten nicht machen sollen und die Kinder, welche nicht von ihm sind haben schuld. Es ist nicht der Entzug, weshalb es ihm schlecht ginge und er seit Monaten da im Schlafzimmer eingesperrt ist.

Versteckt er sein Alkoholproblem hinter den Kindern und der Trennung?

Er sagt mir er trennt sich und gleichzeitig entzieht er und zeigt eigentlich sein Interesse an der Partnerschaft, aber mit Worten kann er sich mir gegenüber nur so aggressiv äussern. Ich weiss einfach nicht mehr wie ich das alles deuten soll und wie versteht Ihr das?

Damit er sich auf Wohnungssuche begibt muss ich ihn sehr unter Druck setzen, dann geht er aber auch mal los.

Ich fühle mich sehr verunsichert, da ich keinen klaren Gedanken fassen kann. Ich nehme aber den Trennungswunsch von ihm ernst, aber um einen Auszug ist er nicht gerade bemüht, es sei denn ich mache ihm Druck.

Diese Trennung von ihm macht mir einerseits zu schaffen, da es mir nicht leicht fällt, nun auf seine komplette Hilfe zu verzichten, während er nur im Schlafzimmer im Bett rumliegt. Ich bin um konsequentes Verhalten ihm gegenüber sehr bemüht, denn ich will auch das er den Entzug vom Alkohol ganz schafft. Aber er bekommt eben auch mit, das ich sehr traurig über all das bin und ihn sehr vermisse und seine Hilfe benötigen würde.

Gleichzeitig ist da in mir sehr viel Angst, weil ich nicht weiss wo es endet und wann.

dorothea
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Beitrag von dorothea » 24.02.2014, 23:19

hallo mausepaul

alles ganz schön konfus. was soll man dir raten? weißt du denn eigentlich selbst was du willst? irgendwie willst du alles und dann wieder doch nicht. deinem partner kannst du nicht helfen, das ist mal klar. nur was willst du für dich und deine kinder? die situation aussitzen? euch weiterhin kaputt machen? das kanns ja auch nicht sein. du willst das dein partner was entscheidet, tut er aber nicht, und nu? der einzige der an eurer situation was ändern kann bist du. das muß dir einfach klar werden. überlege dir was du willst und dann fang an was zu verändern.

doro

RenateO
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Beitrag von RenateO » 24.02.2014, 23:49

Hallo Mausepaul
das klingt alles so durcheinander.
Er wohnt im Schlafzimmer auf seinen Wunsch? Wieso ist er dann dort eingesperrt?
Er ist agressiv und desinteresessiert,dann wieder:

Zitat:Er sagt mir er trennt sich und gleichzeitig entzieht er und zeigt eigentlich sein Interesse an der Partnerschaft, aber mit Worten kann er sich mir gegenüber nur so aggressiv äussern. Ich weiss einfach nicht mehr wie ich das alles deuten soll und wie versteht Ihr das?
Da passt ja garnichts mehr zusammen.

Also dEr sagt mir er trennt sich und gleichzeitig entzieht er und zeigt eigentlich sein Interesse an der Partnerschaft, aber mit Worten kann er sich mir gegenüber nur so aggressiv äussern. Ich weiss einfach nicht mehr wie ich das alles deuten soll und wie versteht Ihr das?
n Alkohol nur Er sagt mir er trennt sich und gleichzeitig entzieht er und zeigt eigentlich sein Interesse an der Partnerschaft, aber mit Worten kann er sich mir gegenüber nur so aggressiv äussern. Ich weiss einfach nicht mehr wie ich das alles deuten soll und wie versteht Ihr das?

das ist ja alles durcheinander.
Also den Alkohol reduzieren bringt offenbar nichts außer schlechter Laune und Agressionen bei ihm?
Welche Hoffung/Erwartung hast du denn ?Denkst du wenn er es wirklichlich schaffen sollte so vom Alkohol lassen zu können,damit wäre es getan und er wieder der Mann,der für DICH dasein kann,
vergiß es.Dir an dieser Stelle Hoffnung zu machen wäre fahrlässig und unrealistisch.
Schau was du brauchst damit es dir wieder gut geht.Am besten wäre aktuell wohl das er auszieht oder notfalls du so kommt da keiner zur Ruhe.
LG R..

RenateO
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Beitrag von RenateO » 25.02.2014, 00:10

ich habe deinen alten Faden wiedergefunden und du hattest euch doch eine Frist bis ende Januar gegeben,jetzt ist ende Febuar und nichts ist anders /besser geworden.
Vorn einer schlechten Ehe hast du geschrieben und daran willst du jetzt festhalten nur weil die schon 20 Jahre besteht??
Ich würde dir raten erstmal Ordnung in deine Gedanken zu bekommen,mach doch mal eine Liste was wirklich gut war und wo es nur Wuschdenken von dir ist.
Jedenfalls lebst du gerade in keinem guten Zustand.
LG R...

Mausepaul
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Beitrag von Mausepaul » 25.02.2014, 02:41

Hallo,

ersteinmal danke für Euer Interesse, also den heiligen Abend verbrachte ich mit den Kindern. Mein Sohn und ich vermuten, das er sich selbst im Schlafzimmer eingeschlossen hat, weil er seinen Willen nicht bekam und er rumbockt wie mein Sohn das nennt.

Mein Partner sagte dann das er sich trennen wolle. Ich vermute, weil er mit meinen Kindern, die nicht aus der Ehe sind, nicht klar kommt. Gleichzeitig entzieht er Alkohol und da ist der Wiederspruch den ich nicht verstehe. Einerseits arbeitet er an sich, damit es klappen könnte, anderseits will er die Trennung.

Mir kommt das so vor, als würde er sein Alkoholproblem hinter den Kindern und der Trennung verstecken.

Ich habe gesagt, wenn er sich wegen der Kinder von mir trennt, dann soll er auch ausziehen, das ich niemanden in der Wohnung benötige, der das Schlafzimmer derartig nur für sich beansprucht. Ich würde gerne zur Ruhe kommen, was hier so nicht machbar ist. Er geht aber auch nirgendwo anders hin und das meine ich er sperrt sich selbst dort ein. Reagiert seitdem eben auch sehr aggressiv und liegt fast nur im Bett herum.

Darum war ja meine Frage auch, schämt er sich so sehr ein Alkoholiker zu sein, das er all das macht weil er dieses Problem a: sich selbst nicht eingestehen kann und b: sich vor anderen so schämt. Ich kenne mich mit Alkoholikern nicht aus und war noch nie einer. Ich habe nur ein ganz bischen gelesen, das sie alles tun um Ihre Sucht zu vertuschen oder zu verbergen. Ich habe ihm Adressen gegeben und ihn gebeten sich Hilfe zu suchen, doch er reagierte nur wütend und zeriss diese Adressen.

Der Zustand ist hier schwer auszuhalten, ich war auf dem Arbeitsamt und trennte das HARTZ IV, wir sind also auch offiziell schon getrennt. Sie sagten ihm auch, das er zu erst ausziehen müsse, doch er bemüht sich ja kaum eine Wohung zu finden. Ich drohte ihm, das ich mit meinem Problem zum Jobcenter gehen würde, das Problem schildere damit ich zu erst hier ausziehen kann. Nun war er heute mal los zur Wohnungssuche.

Ja, was wäre gut für mich in erster Linie hier Ruhe zu haben. Ich lenkte mich am Anfang viel ab und war oft unterwegs. Im Augenblick habe ich eher einen Durchhänger. Bin traurig, weil ich das alles so kaum verstehen kann, sein ganzes Verhalten nicht verstehe. Ich versuche Antworten für seinen Trennungsgrund zu finden, frage ihn auch oft, frage warum entziehst du wenn du dich gleichzeitig trennen willst. Er sagt dann er würde nicht entziehen und leugnet es so sehr. Er will einfach nicht zugeben, das er ein Alkoholproblem hat und ich frage mich ob das Verhalten für Alkohokranke Menschen normal ist.

Ich selbst liebe ihn und weiss seine positiven Eigenschaften auch zu schätzen. Aber da gibt es auch diese negative Seite an ihm, die plötzlich seit Weihnachten da ist und so plötzlich auch aufgetreten ist, das ich damit kaum umgehen kann.

Ich habe gelesen, das man einen Alkoholiker durch konsequente Taten zum Entzug bringen kann. Seit Weihanchten bin ich auch sehr konsequent und er entzieht ja auch und ich bestehe auch weiterhin auf die Trennung. Obwohl ich Verlustängste und Zukunftsängste und Liebeskummer und all das habe. Ihm Gegenüber bin ich weiterhin konsequent und halte Kontaktsperre. Ich kann auch nicht hin, denn er reagiert eh nur Aggressiv. Ist sehr kühl mir gegenüber und läuft hier sehr desinteressiert durch die Gegend. Und dieses Desinteresse auch mir gegenüber macht mich sehr wütend.

Ich hoffe das alles nun besser zu verstehen ist und meine Fragen klarer sind.

Mausepaul
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Beitrag von Mausepaul » 25.02.2014, 03:16

Liebe Doro,

Deine Antwort hat mich sehr zum Nachdenken angeregt, ja was will ich. Eigentlich würde ich ihm gerne die Zeit geben an sich zu arbeiten. Doch müssten sich hier zu Hause die Umstände ändern. Mein Sohn benötigt sein Zimmer wieder und ich einen Kleiderschrank. Doch die Möbel hat mein Partner schon getrennt. Es steht schon fest was er mitnehmen will in seine Wohnung und was nicht. Doch er bemüht sich nur wenig um eine Wohnung. Als ich mich bemühte ihm deutlich zu machen, das ich den Kleiderschrank im Schlafzimmer benötige, sagte er mir, wenn ich mich benehmen würde und nicht wütend werde auf ihn und nicht rumschreie, dann könne ich meine Sachen in den Kleiderschrank zurück hängen. Doch ich weiss, das er im Moment ja sehr aggressiv reagiert udn über meine Grenzen hinaus handelt. Da nicht wütend zu werden ist auch schwer für miich. Gleichzeitig ist das Erpressung für mich und so wollte ich dann lieber nicht den Schrank haben. Das sagte ich ihm auch so.


Da er ja die Trennung will und er derjenige ist der sie beenden müsste, habe ich so grossen Entscheidungsfreiheit nicht. Jedenfalls empfinde ich das so. Ich muss doch seinen Trennungswunsch akzeptieren oder?

Da sind meine Gedanken ständig kreisend und sie stehen mir im Augenblick auch im Wege. Mein Sohn und meine Kinder wünschen sich von Herzen, das er seine Trennung zurück nimmt und endlich auch sagt, das er mich mit den Kindern aus der ersten Ehe zusammen nimmt. Doch er sagt nur er will mich nicht mit den Kindern, der ersten Ehe. Ich selbst würde mir das auch sehr wünschen und das ist eigentlich auch mein Ziel, das er das endlich mal sagt und hinter uns allen steht. Doch, er ist auf die Kinder wütend und beschimpft sie um mich zu verlezten. Diese Kinder sind längst erwachsen und aus dem Hause, doch diese Wut von ihm ist immernoch da und er entzieht plötzlich Alkohol. Das war nie wirklich mein Problem, sein Alkohol. Mein Problem war, das er die Kinder so beschimpft und ich das nicht mehr zulassen will und kann, weil ich mir das seit 20. Jahren schon anhören muss. Seine Wut auf meine Kinder. Ja und ich übe immer mehr Druck auf ihn aus weil ich will das er mich mit den beiden Kindern aus erster Ehe nimmt, und er entzieht immer mehr Alkohol. Inzwischen trinkt er garnix mehr. Darum war ja die Frage ob er sein Alkoholproblem so sehr verstecken muss und ein Alkoholiker so reagiert.

Erstmal will ich das ganze Verstehen können. Wissen wie Alkoholiker sich fühlen und wie sie den Entzug empfinden. Ich kenne meinen Partner nur als Trinker und weiss garnicht wie er ist, wenn er nicht mehr trinkt. Er wird mir immer fremder.

Aurora
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Beitrag von Aurora » 25.02.2014, 10:38

Hallo Mausepaul,

du bist mit diesem Mann seit 20 Jahren zusammen. In diesen 20 Jahren hat er deine Kinder nie akzeptiert. So verstehe ich das. Davon mal abgesehen, wie das für die Kinder gewesen sein muss und ist, wie kommst du auf die Idee, er würde nun auf einmal seine Meinung ändern und die Kinder lieben? Sowas kannst du doch auch nicht erzwingen.

Und er hat gesagt, er will die Trennung. Das ist doch klar. Was gibt es da noch zu eiern? Warum suchst du dir nicht eine Wohnung, wenn er das nicht macht?

Du meinst, er entzieht Alkohol? Davon mal abgesehen, dass du das anscheinend nicht genau weißt, wäre es lebensgefährlich, wenn er das macht. Ohne Arzt. Wieso musst du wissen, wie Alkoholiker sich fühlen? Das ist doch sicher auch verschieden. Und völlig wurscht für dich.

Wichtig ist doch, wie du dich fühlst. Was willst du eigentlich ganz genau? Kannst du ganz klar sagen, was du willst? Einfach so. Wenn du das mal versuchst, dir darüber klar zu werden, dann wär das echt gut.

Viele Grüße
Aurora

oldie
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Beitrag von oldie » 25.02.2014, 12:13

hallo Mausepad,

Deinen alten Thread kannst du finden indem du auf deinen Nick klickst.

Ja, auch ich kann nicht erkennen, was du für dich zukünftig erreichen möchtest. Es scheint mir, dass du alles am Trinken oder Nichttrinken deines Mannes aufhängst.

Ich habe einen Vorschlag:

Mach dir doch eine dreiteilige Liste.
In die erste Spalte schreibst du alles untereinander, was du dir für DEIN zukünftiges Leben erhoffst.....in kurzen Sätzen.... Z.B. ich möchte nächste Weihnachten gemütlich mit meinen Kindern feiern können.

In die zweite Spalte schreibst du. wie wahrscheinlich dein Wunsch, deine Vorstellungen, deine Träume in Erfüllung gehen werden.

In die dritte Spalte schreibst du, von wem und von welchen Bedingungen die Erfüllung abhängig ist.

Ich denke, dass du dann in der dritten Spalte fast ausschließlich der Name deines Mannes finden wirst.
Nun, wie wahrscheinlich ist es, dass er nach 20 Jahren Trinken (was dich nach deiner Aussage ja nicht so störte) und langer, heftiger Ablehnung deiner Person und deiner Kinder ein anderer Mensch wird?
.....ohne professioniellen Entzug, ohne anschließende Therapie, einfach so ins Schlafzimmer zurückgezogen.... wobei ich vermute, dass er keineswegs mit dem Trinken aufgehört hat, sondern einfach nun die Ruhe hat, ungestört zu saufen.

Was bist du dir wert, Mausepaul?

Du, und nur du allein, kannst dein zukünftiges Leben nach deinen Wünschen gestalten. Ist nicht ganz einfach, da wird es Abstriche geben, aber sehr sehr befriedigender als dich die Psyche eines Alkoholikers verstehen zu wollen, die nach übereinstimmenden Aussagen von trockenen Alkoholikern von einem Nichttrinker kaum verstanden werden kann.

Lg oldie

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