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Bin ich oder nicht, ein Co?

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit

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MmeB
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Bin ich oder nicht, ein Co?

Beitrag von MmeB » 23.05.2015, 10:37

Schwierig irgendwo anzufangen, weil mir nicht klar ist, was man für eine Einschätzung braucht.

Fange ich am Anfang an und arbeite mich zum Ende durch, falls es unterkühlt klingen mag, ich versuche Abstand zu wahren, damit es mich nicht zerfrisst.

Wir haben uns hier kennengelernt, als er zum Studium in Deutschland war und wir leben bis heute auch in Deutschland. Er war mittendrin in seinem BA und ich habe bis heute einen guten Job. Ich würde sagen, es war Liebe auf den ersten Blick. Wir konnten stundenlang reden, schweigen, lachen und das Leben lag vor uns.
Wir haben dann geheiratet (ich zum zweiten Mal) und das Leben wurde härter. Nicht zwischen uns, sondern finanziell. Er hat tagsüber studiert und abends gearbeitet. Wir hatten wenig Zeit miteinander, die wir intensiv nutzten. Und irgendwann war es geschafft, der BA stand und ich erhielt in der Abschlussrede bei der Feier eine Ansprache, wie toll ich sei (kann ich mit was von kaufen).
In dieser Zeit hat er versucht in allen Belangen zu Hause sich zu beteiligen, war für mich da, hat mir den Rücken gestärkt und wir haben die meisten Entscheidungen zu zweit getroffen. Er hat ab und zu mal mit einem Kumpels etwas getrunken, dummes Zeug geredet und dann war auch gut - ich sah keine unnormales Trinkverhalten.

Und dann kam vor 4 Jahren die Wendung, plötzlich musste sein Bruder unbedingt nach Deutschland zum studieren und er begann sich zu verändern. War dauernd gestress, schlecht gelaunt usw.. Da ging ich noch davon aus, ok, das ist eine Phase, geht vorbei, der Druck ist zu hoch. (ihm wird kulturell bedingt die Verantwortung für sowas aufgedrückt, er ist der älteste Sohn und 'erbt' irgendwann die Familie).

Der Bruder kam und sollte erst einmal drei Monate bei uns wohnen, aus den drei Monaten wurde knapp ein Jahr, welches nur beendet wurde, weil ich sagt, er zieht aus oder ich. Und in dieser Zeit begann es langsam schwierig zu werden, er drückte sich davor nach Hause zu kommen, trank mit seinen neuen Kumpels, vernachlässigte Familie, Heim und Studium, ließ seinen finaziellen Beitrag immer kleiner werden, kam Nachts schon mal nicht nach Hause, und versuchte nebenbei seinen Master zu machen. Ich war nur noch Beiwerk.
Da dies nicht mein Ding ist, so zu leben, gab es viele Streiteren, Diskussionen und Ärger, was darin mündetet, dass ich ihn rauswarf, weil das hier kein Hotel ist.

Wir waren drei Wochen getrennt, dann kam er wieder an und wir redeten, und redeten und redeten. Sprachen Probleme an, suchten Lösungen und wollten es noch einmal miteinander versuchen (ich blöde Kuh).
Er zog also wieder hier ein, machte seinen Master fertig und es lief einigermaßen, da waren auf beiden Seiten Wunden, welche erst einmal heilen mussten. Der Alkohol war meistens anwesend, aber mehr so als Zaungast. Aus meiner Sicht wurde es auf Dauer langsam besser und zwar bis zu dem Moment, wo er den Master hatte und sich auf Jobsuche begab.

Er fand keinen adäquaten Job und suchte sein Heil bei den Kumpels. Bis er irgendwann Samstag Nacht bei mir anrief und mir sagte, das Auto (2 Jahre alt) brennt. Ich habe mit bei der Nachbarin ein Auto geliehen, bin hin um festzustellen, dass er bei der Polizei war, betrunken - knapp 1,7 Promille und keinen großen Ausfall in Sprache, Gang oder ähnlichem hatte. Wenn ich klug gewesen wäre, hätte ich an diesem Punkt laufen müssen. Dank Vollkasko hielt sich der finanzielle Schaden in Grenzen, lediglich die Leitplanken musste er bezahlen - Führerschein weg für 8 Monate (hat er bis heute nicht wieder).

Ich habe nicht gedeckt oder beschönigt, ich habe ihm mitgeteilt, er hat ein Alkoholproblem und solle es lösen. Auch die Folgen dieses Unfalls, die MPU habe ich ihm direkt mit auf den Weg gegeben. Er solle anfangen sich Hilfe zu holen. Er drosselte sein Trinkverhalten und es sah so aus, als würde er die Kurve kriegen (hier mache ich mir wahrscheinlich schon was vor). Er bekam einen Job, der allerdings nicht seiner Ausbildung entsprach und in frustete. Aber er trank er einmal weniger, die Ehe lief einigermaßen und er beteiligte sich wieder an den Lebenskosten.

Nach ca. 1 Jahr mit diesem Job wendete sich das Blatt wieder, er trank Abends weil der Job so doof war und der Stress im Job, die Familie zu Hause, das Wetter, alles bot einen Grund. Leider muss ich hier sagen, ich habe es nicht richtig bemerkt, da wir uns in der Woche nur Abends für 30 Minuten sahen. Unsere Job liefen zweitlich komplett auf Kontra. Was bedeutete, dass 95% des Haushaltes an mir hängen blieb. Ich fang immer wieder leere Flaschen von allem was man trinken kann.

Dann verlor er diesen Job (vor 3 Monaten) und versuchte es vor mir zu verheimlichen, und er trank jeden Tag. Ich habe es erst verdränt, weil ich ja glücklich sein wollte, allerdings veränderte er sich immer mehr. Jegliche Emphatie war weg, wenn wir redeten dann schien da was anzukommen, aber nichts auszulösen, außer Scham welche direkt wieder in Alkohol konserviert wurde.
Seit drei Monaten sitze ich mehr oder weniger ständig allein da, er trinkt mit immer seltsameren Freunden, auch Dinge die er vorher nicht mit der Zange angefasst hätte.
Ausgewacht bin ich vor ca. 3 Wochen, wir waren draußen, er traf einen Kumpel und sie wollten kurz was trinken. 3 Stunden später und im Vollrausch, habe ich ihn nach Hause gebracht. Das was er da in den drei Stunden komsumiert hat, konnte dafür allerdings nicht der Grund gewesen sein. Selbst am nächsten Tag, war er mehr oder weniger nicht voll da. Hier sind alle meine ALarmglocken angegangen. Er entschuldigte sich und dabie sagte er etwas, was mich zum Grübeln bracht: Du bist so eine tolle Frau, alles was Du mitgemacht hast, das hätten nicht viele Frauen getan. (Autsch)
Ich habe die Sache beobachtet, er trank direkt nach dem Aufstehen bis zu dem Punkt, als er Abends ins Bett viel. Es gabe auch Tage an denen er, meiner Meinung nach, nicht trank, wenn irgendwas für ihn wichtiges anlag, was er erledigen musste. Allerdings reagierte er dann den gesamten Tag, wie ich morgend vor dem ersten Kaffee. Mürrisch, apathisch, in der Ecke sitzen ohne eine Wort.

Ich habe ihn nun vor die Wahl gestellt, ändere Dein Leben, such Dir hilfe oder geh und leg die Schlüssel auf den Tisch.

Und warum bin ich nun hier, ich traue mir nicht mehr. Es gab zuviele Warnsignale die ich nicht sehen konnte/wollte. Ich liebe ihn, aber will so nicht weitermachen, kann ich auch gar nicht.
Meine ganze Energie ist weg, ich fühle mich ausgelaugt, verraten und verkauft.
Ich habe Stimmungsschwankungen, mich seit einiger Zeit komplett aus dem Leben zurück gezogen. Mehr oder weniger gehe ich nur aus dem Haus, wenn ich arbeiten muss oder etwas zu erledigen ist (einkaufen). Ansonsten grabe ich mich hier ein.
Ich mache mir selber Angst, weil ich meinem Urteilsvermögen nicht mehr traue. Trink er wirklich zuviel oder bin ich nur zu empfindlich, weil ich nichts trinke (ich vertrage es nicht, bekomme davon Atemnot).

Schießt einfach los, ich brauche Zuspruch, Ratschläge und Rückmeldung - hört sich schon nach Co an.

MmeB
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und nachdem ich es selber gelesen habe

Beitrag von MmeB » 23.05.2015, 10:46

Ich bin seit mehr als einem Jahr im Dauerstress, neue Stelle - mehr Verantwortung, mehr Geld.

Meine Ehe macht mich unzufrieden, traurig, ich fühle mich ständig gedemütigt, ausgenutzt, mißbraucht (wieder einmal), unverstanden. Da sind noch tausend andere Gefühle, allerdings auch jede Menge Wut, auf ihn, auf mich, auf den Alkohol.

Ich versinke im Gefühlschaos, habe keine Konzentration mehr, keinen Spaß. Ich lese gerne, allerdings kann ich das nicht mehr, mit fehlt die Muße - ich lese die Seiten und weiß hinterher nicht, was stand da eigentlich.

Tief in mir weiß ich, dass ich so ziemlich am Ende bin und sich gerade der pure Überlebenswille bei mir einstellt, ich will aber mehr als Überleben, ich will Leben.

Morgenrot
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Beitrag von Morgenrot » 23.05.2015, 16:15

Hallo MmeB,

herzlich Willkommen bei uns im Forum.

ich kann mich in so vielem wiederfinden was du schreibst, auch darn, wie kaputt du bist.
Ich war lebensmüde und wollte Tabletten nehmen, um das alles nicht mehr ertragen zu müssen.
Ich versinke im Gefühlschaos,
ja, es ist eine Achterbahn der Gefühle in der auch ich saß. Wichtig ist, dass du für dich einen Punkt findest, an dem du aussteigen kannst.
Das ist schwer, weil ich damals meinen Wahrnehmunge überhaupt nicht vertrauen konnte. Ich war so verstrickt, das ich auch kaum noch aus dem Haus gegangen bin, zu uns kam aber auch niemand.

Was kannst du tun? Ich habe hier viel geschrieben, ich bin zu einer Suchtberatung gegangen, die helfen auch Angehörigen. Dort war ich relativ lange, das war schon fast wie Therapie.
Könntest du dir vorstellen, zu deinem Hausarzt zu gehen, mit ihm über deine Situation zu reden und erst einmal eine Kur zu machen?
Mir hat es damal auch sehr geholfen, dass ich plötzlich nichts mehr vertuschen mußte, nichts mehr aufrecht halten mußte, was sowieso nicht mehr da war.
Es geht um dich, und darum etwas zu finden, womit es dir besser geht.
Hast du noch irgendeine Vorstellung, was das sein könnte?
Was würde dir richtig Freude machen.


lg Morgenrot

MmeB
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Beitrag von MmeB » 23.05.2015, 20:00

Danke für die nette Begrüßung.
Morgenrot hat geschrieben: Ich war lebensmüde und wollte Tabletten nehmen, um das alles nicht mehr ertragen zu müssen.
Den Gedanken habe ich nicht, aber ab und an mal den dringendem Wunsch ihm welche einzuflößen. Ich bin so unglaublich wütend, dass ich manchmal an mich halten muss, damit ich nicht ausraste. Und er forciert das noch, indem er mich auflaufen lässt und anschweigt. In dem Punkt muss ich besonders an mir arbeiten. Nicht auf diese Art provozieren lassen. Im Moment gehe ich dann einfach aus dem Zimmer, egal ob ich sauer bin oder nicht. Meine Worte kann ich mir sowieso sparen, ist verschwendete Energie.
Morgenrot hat geschrieben: Was kannst du tun? Ich habe hier viel geschrieben, ich bin zu einer Suchtberatung gegangen, die helfen auch Angehörigen. Dort war ich relativ lange, das war schon fast wie Therapie.
Schreiben ist sicher meins, damit komme ich weiter. Texte aus den Fingern ziehen ohne nachdenken und beim Lesen am nächsten Tag, finde ich öfters die eine oder andere Antwort zwischen den Zeilen, vor allem aber bringt es Struktur in die Gedanken.
In eine Suchtberatung ............... da zweifle ich, da es mir schwer fällt mich Fremden gegenüber zu öffenen. Nicht das ich ein Miesepeter bin, ich kann schon Gespräche führen, allerdings wird es schwierig, wenn es ans Eingemachte geht.

Au ja, besser gehen ........ die Uhr um fünf Jahre zurückdrehen. Ok das wird nicht funktionieren, da muss ich ja die Realität anerkennen.

Ich hätte gerne wieder meine innere Ruhe, meine Mutter sagte immer: Du hast eine Himmerarschruhe, die bringt nichts aus dem Trab. Kommt halt immer nur auf das nichts an, wie man sieht.

Mir persönlich geht es tagsüber eigentlich meist recht gut, der Kopf findet Dunkelheit wäre die angemessene Zeit um sich selbst zu zermatern. Fragen nach dem warum, was falsch gelaufen ist. All die unnützen Dinge, die mich kein Stück weiter bringen.

Ich merke immer wieder, dass mein Kopf sehr gut weiß, was nötig und richtig ist, das doofe Herz allerdings nicht hören will. Meinem Verstand ist klar, dass ich eine Erinnerung liebe, der Mensch dem mein Herz gehört, hat sich in Alkohol konserviert in ein verschlossenes Glas begeben. Das was da in der Wohnung rumschleicht, ist nicht mal ein Schatten von dem Menschen, er sieht nicht einmal so aus - ist ihm nur ähnlich.

Mein Leben lang glaube ich tief in mir, dass man mit Liebe alles üebrwinden kann. Meine Erkenntnis, fordere das Leben nicht heraus, er findet immer einen Weg dich eines besseren zu belehren.

Im Augenblick versuche ich ihn irgendwie hier raus zu bekommen, die klare Ansage, er solle gehen und die Schlüssel da lassen, haben nicht zum Erfolg geführt. (Hat nur beim ersten mal geklappt). Gleichzeitig versuche ich mich abzulenken, damit ich nicht denke (denken muss), kleine Reparaturen in der Wohnung, was man so alles als nicht korrekt befinden kann, wenn nur lange genug sucht, ist wirklich unglaublich.
Ich lese hier viel, weil es mich davon abhält, Dinge wieder interpretieren zu wollen - er trinkt, weil er will - keine Ausreden oder Entschuldigungen mehr für ihn.

Die blanke Theorie sagt mir, kauf ein neues Schloß, pack seine Sachen und der Rest ist sein Problem. Kann er bei seinen seltsamen Kumpels leben, wo er immer wieder hängen bleibt. Muss er auch nicht so weit fahren, damit sie saufen können und sich gegenseitig die Taschen voll lügen. Mein Gewissen oder ist es eher die Hoffnung, sagt eher, dass kannst Du nicht machen, er ist ein Mensch, den kann man nicht einfach so auf die Straße werfen.

Aurora
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Beitrag von Aurora » 23.05.2015, 21:04

Hallo MmeB,
Meine Ehe macht mich unzufrieden, traurig, ich fühle mich ständig gedemütigt, ausgenutzt, mißbraucht (wieder einmal), unverstanden.
Das sind ja alles gute Gründe für eine Trennung. Und das sind ja auch gute Gründe, ihn an die Luft zu setzen...

Nun schreib ich das hier so frei als wäre es das Einfachste von der Welt :? . Ich habe es damals auch versucht, meinen Exmann aus der Wohnung zu bekommen. Da es aber eine gemeinsame Eigentumswohnung war ging das nicht. Also bin ich gegangen, er hat sich schlicht und einfach nicht bewegt. Es ausgesessen. Trotzdem hatte ich auch diese Gefühle von Hoffnung und Schuld. Der Kopf hat es gewusst, der Bauch aber rebelliert.

Das dauert seine Zeit bis die beiden, also Kopf und Bauch, sich da einig sind. So lange musst du diese Ambivalenzen einfach aushalten. Dir immer wieder vor Augen führen, warum du es so machst. Und vor allem, trau deinen Gefühlen. Also deinen Überlebensgefühlen die dir sagen, dass du leben willst! Die dir sagen, es geht dir schlecht in der Beziehung weil er ein ziemliches Suchtproblem hat. Weil eben:
Meine Ehe macht mich unzufrieden, traurig, ich fühle mich ständig gedemütigt, ausgenutzt, mißbraucht (wieder einmal), unverstanden.
Das Schreiben hier kann dir wirklich gut helfen, deine Gedanken zu sortieren. Das kann ich auch aus eigener Erfahrung sagen.

Viele Grüße
Aurora

Morgenrot
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Beitrag von Morgenrot » 24.05.2015, 10:59

Hallo MmeB,
Ich merke immer wieder, dass mein Kopf sehr gut weiß, was nötig und richtig ist, das doofe Herz allerdings nicht hören will.
bis Verstand und Herz zusammenkommen kann es dauern, da kommt soviel zusammen.
Zu erkennen, dass da eine Lücke klafft, ist aber der erste Schritt. Es braucht aber all die Zwischenschritte bis die beiden zusammenkommen.
Es ist wichtig, das du überzeuigt hinter dem stehen kannst, was dir dein Kopf heute schon sagt.


lg Morgenrot

MmeB
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Beitrag von MmeB » 24.05.2015, 12:09

Hallo Aurora,

hier liegen die Verhätnisse zum Glück anders. Ich bin ja in Bezug Trennung bereits ein gebranntes Kind und vor allem öfters verdammt realistisch.
Die Wohnung habe ich angemietet, er und mein Kind (17) stehen nur als Mitbewohner im Mitvertrag und sind hier gemeldet. Aufgrund der jahrelangen finaziellen Ungleichgewichts, ist auch die Einrichtung der Wohnung durch mich finanziert.

Ich bin so erzogen, dass Frau sich nicht in unnötige Abhängigkeiten begeben soll - den Teil habe ich zumindest begriffen. Es gib keine gemeinsamen Konten, Kreditverträge oder ähnliches Zeug, welches sich bei einer Trennung zum Bummerrang entwickeln könnte, lediglich eventuelle Unterhaltszahlungen und Rentenpunkte.

Und wenn ich mich gerade selber lese, dann könnte ich mich mal wieder ohrfeigen, weil der einzige Grund all die schlauen Dinge durchzuziehen, mein innerer Widerstand ist. Dieser blöde innere Widerstand der immernoch irgendwo einen Tropfen Hoffnung findet, er bekommt die Kurve, das wird schon wieder.
Gleichzeitig weiß ich sehr genau, in dem Moment wo er hier raus ist, wird sein Leben über ihm zusammen brechen, sowohl finanziell als auch menthal. Auch wenn ich aus rein logischen Überlegungen heraus sage, wollte er ja so. Ich bin die Co, aber er hat sich in eine solche Abhängigkeit zu mir begeben, dass ich es kaum fassen kann.

Wahrscheinlich fehlt noch der Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt.

Ich möchte Euch danken, dass ihr hier meinen Seelenmüll lest und versucht Inpout zu geben. Es hilft mir, hier zu lesen und auch zu schreiben. In den letzten Wochen des stillen Mitlesens, habe ich viel für mich hier raus gezogen und erkannt.
Ich lasse mich nicht mehr manipulieren, keine Diskussionen mehr. Vertuscht habe ich sowieso noch nie, weil mir das Gen fehlt, dass es mir wichtig wäre, was andere über mich denken (dafür bin ich unglaublich dankbar).

Immerhin werde ich mit jedem Tag klarer, auch wenn die Nächte besser sein könnten/sollten.

MmeB
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Beitrag von MmeB » 24.05.2015, 12:14

Morgenrot hat geschrieben:Es braucht aber all die Zwischenschritte bis die beiden zusammenkommen.
Es ist wichtig, das du überzeuigt hinter dem stehen kannst, was dir dein Kopf heute schon sagt.


lg Morgenrot
Hallo Morgenrot,

kann ich die Diskussion zwischen den beiden irgendwie abkürzen? Mir ist klar, selbst wenn wir getrennt sind, werde ich erst einmal an Herzschmerz leiden.
Nach meiner ersten Scheidung, habe ich an dem Tag geweint, obwohl ich es wollte und eingeleitet habe. Meine Erkenntnis dazu war, es ist nicht die Trauer über den Verlust der Ehe, sondern über den eigenen Traum den ich begraben habe. Die bittere Erkenntnis gescheitert zu sein, bei diesen Lebentraum von 'in guten, wie in schlechten Tagen'.

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