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Bin ich oder nicht, ein Co?

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit

Moderator: Moderatoren

Morgenrot
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Beitrag von Morgenrot » 24.05.2015, 12:26

Hallo MmeB
kann ich die Diskussion zwischen den beiden irgendwie abkürzen?
ob du das kannst weiß ich nicht, ich kann nur von mir sagen, das es bei mir immer holprig wurde, wenn ich etwas beschleunigen wollte oder will.
Damit bin ich fast immer auf die Schnauze gefallen. Bin scheinbar eher der langsame Typ, was mich selbst oft nervt.



lg Morgenrot

MmeB
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Beitrag von MmeB » 25.05.2015, 18:59

Hallo,

lesen bildet.

Im Normalfall setze ich meine Erkenntnisse um, und lebe dann mit den Konsequenzen.

Ok, ich habe ihn also indirekt unterstützt, und lasse nicht los, weil ich Angst habe, dass er dann total am Ende ist.

Also muss ich das alles lassen, weil es mich nichts angeht. Er kann saufen und seinen leben den Bach runter schicken, ich muss nicht zusehen und meines als Rettungsring hinterherwerfen. Das ist also abgekommen.

Werde also versuchen das jetzt auch umzusetzen, selbst wenn das Herzchen wohl dem Teufelchen auf meiner Schulter andere Dinge einflüstert. Ich kann seinen Sturz weder aufhalten noch bremsen, und vor allem, das ist nicht meine Aufgabe, er ist ja schließlich groß genug.

Da er sich das gesamte WE verzogen hat, weil ich ja so unverschämte Feststellungen getroffen habe. 'Das wir keine Beziehung habe, weil er sich ja schon länger daraus verabschiedet hat.'(Mit meiner tatkräftigen Unterstützung konnte.)
Wie konnte ich auch nur Ansprüche stellen. Allerdings ist mir aufgefallen, dass es für mich gut ist, meine Wünsche und Forderungen auch klar in Worte zu fassen, selbst wenn der andere sie nicht erfüllt.

Die Streitereien gehen ja schon länger, und dabei wurde immer deutlicher:

-alles finanzieren ist eh schon mein Part
-ich bin so oder so ständig alleine oder unternehme alleine etwas
-moralischen Zuspruch gibt es nur ganz selten (jetzt erkenne ich sein Belohnungssystem dahinter)

Wir sind uns schon lange keine Stützen mehr, das ist durch. Er ist auf der Flucht (vor was auch immer) und ich jage dem nach, was er nicht mehr geben will/kann. Ich will keine Jägerin sein, es liegt mir nicht so sehr einen Menschen zu erlegen und ihm meinen Willen aufzuzwingen, da bin ich schon lieber Sammlerin. Schaue was ich so finde, was ich mitnehmen will und was nicht.

Von gut gehen und selbstzufrieden bin ich auch heute noch weit entfernt, allerdings spüre ich trotz allem einere gelassenere Haltung.

Ich habe mich gestern Abend hübsch gemacht und war draußen unter Menschen, habe andere angelächelt, Blicke genossen und später in aller Seelenruhe geschlafen.

Clärchen
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Beitrag von Clärchen » 26.05.2015, 07:34

Guten Morgen!

Du bist schon auf einem guten Weg. Dein Blick ist klar und du siehst die Dinge wie sie (leider) sind.
Du musst nu "nur " noch handeln.
Ich wünsche Dir Kraft. Gut dass du hier bist, schreibe dir alles von der Seele, hier wissen wir sehr genau wovon du schreibst. Vieles was du beschreibst habe ich auch so erlebt.

Alles Liebe Clärchen

MmeB
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Zwischenstand

Beitrag von MmeB » 29.05.2015, 20:40

Er ist ja erst einmal abgehauen, weil ich freche Forderungen hatte. Zwischenzeitlich ist er wieder aufgetaucht und der große Katzenjammer beginnt.
Alles wird sich ändern, es war nur so schlimm weil:
arbeitslos, finazielle Probleme, Langeweile und ohne MPU keinen Führerschein.

und ich könnte kot....., sind das Gründe zu saufen und mich schlecht zu behandeln? ....nicht in meiner Welt.

Egal, ich habe klar gesagt, lass Dir helfen oder ich bin weg.

Mal sehen was jetzt kommt.

Wichtig für mich, ich muss bei mir selber bleiben und bei meinen Forderungen. In mir ist etwas kaputt gegangen bei dem ganzen Theater, so genau kann ich noch nicht bestimmen, ob es mit ihm zusammenhängt oder allgemein. In den letzten Tagen ist mir immer klarer geworden, dass ich nicht einmal Stütze sein will, auch wenn er den Weg aus dem Alkohol findet. Ich will weder hoffen und bangen, noch sonst irgendwas bei einem Entzug. Mir fehlt dafür einfach die Energie und der Wille.

Kitze
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Beitrag von Kitze » 07.06.2015, 19:45

Hallo MmeB
Ich finde du klingst schon recht reflektiert und rational, Abstand ist ja schon da. Hast du ihm einen Zeitrahmen für eine Entscheidung gesetzt? Mir kommt es so sehr bekannt vor dem anderen die Entscheidung zu überlassen, man schiebt damit, meiner Erfahrung nach, die Sache in die Länge, zögert alles hinaus.
Du erwähntest dein Kind das bei dir lebt, wie geht es denn ihm/ihr damit, habt ihr darüber mal gesprochen?
Lg Kitze

MmeB
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Beitrag von MmeB » 14.06.2015, 20:27

Hallo Kitze,

im Moment ziehe ich mich in mich selber zurück und sammle Kraft. Das geht mehr schlecht als Recht und mein Magen ist sehr überempfindlich. Aber ich muss soviel Energie wie möglich zusammenraffen, weil ich sie brauchen werden, wenn er hier rausfliegt. Gehen wird er nicht allein und auch nicht auf Aufforderung.
Mein Leben ist seit einem halben Jahr sehr stressig, der Job fordert viel Energie, die mir natürlich privat fehlt.

Das Kind ist 17 und ich habe schon mit ihm gesprochen, er würde meine Entscheidung nie anzweifeln und steht hinter mir. Er sagt ja selber, xy hat sich verändert, früher konnte er mit ihm reden, in Kino usw. - heute hat xy jegliches Interesse verloren, und "hängt nur noch rum".

Wichtig ist für mich, ich habe Menschen die zu mir stehen und denen ich auch die Wahrheit erzählen kann ohne verurteilt zu werden. Zu wissen dass es Menschen gibt zu denen ich jederzeit kommen kann, gibt mir Mut.

LG
MmeB

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