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Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit

Moderator: Moderatoren

Ko 68
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Beitrag von Ko 68 » 28.09.2015, 22:39

Hallo Elli,

nein, er weiß nicht, dass ich ausziehe.
Auf der einen Seite finde ich es selber ziemlich feige -
auf der anderen Seite habe ich weder Lust noch Kraft für das, was kommen wird, wenn er es weiß.
Ich gehe stark davon aus, dass er dann noch mehr trinken wird, einschließlich der Vorhaltungen, die dann kommen:"Ich nutze ihn nur aus, ich bereichere mich an seinem Geld,...."

Ich kann Lyn nur zustimmen, denn gesund ist mein Verhalten ihm gegenüber schon lange nicht mehr, sonst hätte ich das alles gar nicht so lange mitgemacht.

Hier im Forum habe ich gelernt, mich besser abzugrenzen. Seine Worte tun mir nicht mehr ganz so weh. Tief im Inneren, verletzen sie aber doch noch viel zu oft.

Pass gut auf Dich auf.
LG
Ko

Kiwi19
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Beiträge: 166
Registriert: 18.02.2015, 13:05

Beitrag von Kiwi19 » 29.09.2015, 08:06

Hallo Elli 84
Elli84 hat geschrieben: Ob ich da jetzt richtig oder falsch reagiert habe weiß ich nicht, eigentlich habe ich ja gar nicht reagiert...
gibt es ein "Richtig" oder "Falsch"? Ich denke, jeder reagiert, wie es zu ihm in dieser Situation passt. Bei manchen kommt sofort der Schuß: Alles klar, dann wars das jetzt und Tschüss, andere sind erst mal geschockt und sprachlos oder so abgebrüht nach dem jaja-LmaA-Prinzip. Wieder andere lassen alles erst mal sacken und reagieren dann erst.
Fakt ist, hier gibt es ein krank und gesund-Schema und hier brauchen wir uns nichts vormachen. Das verharren in dieser Situation ist nicht gesund. Weil sich niemand für so geríng einschätzen darf, um das zu akzeptieren, um sich das gefallen zu lassen.
Wir dürfen nicht vergessen. Nicht nur der Alkoholiker ist erkrankt an seiner Sucht, auch wir sind süchtig, nach der Aufgabe Alkoholiker. Nach der Anerkennung. Wir haben uns eine süchtige Verhaltensweise angeeignet. Und wie schwer es ist, aus einer Sucht zurück ins gesunde Leben zu finden, merken wir doch an der erstarrten Haltung, die wir einnehmen und uns eben nicht gesunderweise von unserem Suchtmittel trennen.
Hier geht es nicht ums rumjammern, sondern um das Wiedererlangen von Selbstbewußtsein. Jeder hat das Recht, sich von Dingen zu trennen, die einem nicht gut tun. Auch aus Beziehungen ist das erlaubt. Das geht aber nur, wenn jeder wieder für sich selbst die Verantwortung übernimmt.

Elli84
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Beitrag von Elli84 » 01.10.2015, 21:13

Guten Abend zusammen,
zuerst mal vielen Dank für eure Beiträge, es tut wirklich immer wieder gut von euch zu lesen! :)

Stimmt Kiwi, ein richtig oder falsch gibt es eigentlich nicht! Bei mir ist es mittlerweile das LMAA Prinzip, was ja schon eigentlich schlimm genug ist...
Bis heute habe ich ihn nicht drauf angesprochen.
Sicher lich ist das verharren in dieser Situation ungesund, merke es mittlerweile körperlich, und auch im Alltag bin ich oft echt neben der Spur :shock:
Das mit dem gering einschätzen habe ich noch gar nicht so gesehen, aber auch da hast du natürlich Recht wenn ich so drüber nachdenke! :shock:
Ich befasse mich zur Zeit da mit, mich wenigstens mal nach Wohnungen intensiver umzuhören, das ist schonmal wenigstens ein Anfang...

Ganz liebe Grüße Elli

Kiwi19
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Beiträge: 166
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Beitrag von Kiwi19 » 02.10.2015, 08:21

Mir hat man immer geraten, nicht ungeduldig zu werden und sich auch über kleinste Schritte zu freuen.
Ich befasse mich zur Zeit da mit, mich wenigstens mal nach Wohnungen intensiver umzuhören, das ist schonmal wenigstens ein Anfang...
Das ist doch schon mal ein kleiner Schritt; auch wenn er Dir wie ein Megaberg vorkommt. Den hast Du schon erklommen. Gratulation!
Der Größere ist das Erkennen: hoppla, hier läuft was nicht richtig, hier mach ich mich durch etwas krank oder zu etwas, das nicht zu mir passt. Auch hier bist du dran. Weiter so!
Der nächste große Schritt ist, zu lernen, zu üben, zu vertrauen. Worauf? Darauf, dass es kein nächstes Mal gibt und man seinen Wahrnehmungen, die man hat, erkennt und auch glaubt. Es tut extrem weh, so tief in sich zu forschen, ist aber enorm bereichernd.

Ich habe viel über mich in Büchern erlesen und war erschrocken. Da steht ja mein Leben aufgeschrieben. Aber warum? Es sind Verhaltensmuster, die es zu knacken gibt. Das kann man lernen, aber nicht von jetzt auf gleich. Es hat ja auch eine ganze Weile gedauert sie einzustudieren. :wink: Ich habe erkannt, dass es nicht ohne professionelle Hilfe bei mir geht, hab ja auch ein paar Jahre länger praktiziert als Du. Auch das ist ein Schritt, sich Hilfe suchen. Hier in diesem Forum hast Du das 24/7 Prinzip, aber bei einem gebrochenen Fuß gehst du ja auch zum Arzt persönlich und schienst Dich nicht übers Net.

JUF2015
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Beitrag von JUF2015 » 02.10.2015, 10:27

Hallo Elli,

ich habe auch so angefangen. Mal unverbindlich nach Wohnungen geschaut.
Und dann überlegt was ich gerne hätte und gerechnet was geht.
Und dann beschäftigt man sich immer mehr damit und überlegt schon wie man das dann einrichtet....
Und dann merkt man irgendwann, dass man anfängt sich darauf zu freuen.
Das gehört irgendwie auch zur Abnabelung dazu :) .

Also bist du ja schon auf dem Weg :lol:
Genieß es, es macht Spaß sich das eigene Leben wieder zurück zu holen!

Elli84
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Erleichterugn und Trauer

Beitrag von Elli84 » 23.12.2015, 21:40

Hallo ihr Lieben,
lange habe ich nichts mehr geschrieben hier.
Das liegt daran das es mir in den letzten Monaten einfach sehr schlecht ging und ich eine Entscheidung für mich treffen musste.
Konnte darüber einfach nicht mehr reden oder schreiben.
Habe mich halt immer öfter gefragt was ich möchte, und was ich nicht möchte.
Was ich halt nicht möchte, ist mein Leben mit einem uneinsichtigen Alkoholiker zu verbringen, und eine Beziehung zu führen, die von Lügen und Manipulationen geprägt ist.
Ende November bin ich dann ausgezogen...
Er hatte mir zwar öfter gedroht das wir uns trennen würden, aber das ich es dann letztendlich auch tue, damit hat er wohl nicht gerechnet...
Es war ein sehr tränenreicher und dramatischer Abschied.

Elli84
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Beitrag von Elli84 » 23.12.2015, 21:46

Muss ab und zu mal wegschicken, da der Laptop schon zwei mal meinen kompletten Text gelöscht hat :-(

Jedenfalls haben wir seitdem keinen Kontakt mehr. Ich weiß von seiner Schwester das er mit der Trennung überhaupt nicht klar kommt, und das es ihm richtig schlecht geht.

Bei mir ist es einerseits so, das ich mich erleichtert und befreit fühle, aber andererseits überwiegt das Gefühl von Mitleid und schlechtem Gewissen...
Manchnmal wünsche ich mir einfach ihn in den Arm zu nehmen, oder mit ihm zu sprechen, gerade jetzt vor Wihnachten...:-(
Denke das noch ein großes Stück Co- Aängigkeit mit imSpiel
ist...
Mich würde mal interessieren wie ihr mit euren Gefühlen nach einer Trennung umgegangen seid, habt ihr euch professionelle Hilfe geholt, oder wird es irgendwann von alleine besser..?

Elli84
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Beitrag von Elli84 » 23.12.2015, 21:47

Muss ab und zu mal wegschicken, da der Laptop schon zwei mal meinen kompletten Text gelöscht hat :-(

Jedenfalls haben wir seitdem keinen Kontakt mehr. Ich weiß von seiner Schwester das er mit der Trennung überhaupt nicht klar kommt, und das es ihm richtig schlecht geht.

Bei mir ist es einerseits so, das ich mich erleichtert und befreit fühle, aber andererseits überwiegt das Gefühl von Mitleid und schlechtem Gewissen...
Manchnmal wünsche ich mir einfach ihn in den Arm zu nehmen, oder mit ihm zu sprechen, gerade jetzt vor Wihnachten...:-(
Denke das noch ein großes Stück Co- Aängigkeit mit imSpiel
ist...
Mich würde mal interessieren wie ihr mit euren Gefühlen nach einer Trennung umgegangen seid, habt ihr euch professionelle Hilfe geholt, oder wird es irgendwann von alleine besser..?

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