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Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit

Moderator: Moderatoren

Elli84
neuer Teilnehmer
Beiträge: 18
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Beitrag von Elli84 » 23.12.2015, 21:49

Wünsche euch allen schonmal schöne Weihnachtstage und würde mich freuen von euch zu lesen.

Ganz liebe Grüße Elli :-)

JUF2015
neuer Teilnehmer
Beiträge: 105
Registriert: 30.06.2015, 14:23

Beitrag von JUF2015 » 07.01.2016, 15:35

Hallo Elli,

es ist ganz normal, dass man sich nicht sofort abnabeln kann.
Und es kommt auch bei mir immer mal wieder vor, dass ich ihn vermisse.
Aber dann vermisse ich den Menschen, den ich kennen gelernt hatte - damals ohne Alkohol.
Und wenn ich mich dann zurück erinnere an den Menschen der er war, als ich gegangen bin, dann weiß ich gleich wieder, dass ich das gar nicht vermisse.

Ich bin seit Dezember ausgezogen und genieße das sehr.
Ich habe meine neue Wohnung schön eingerichtet und kann wieder mein Leben führen.
Klar, ich bin alleine und auch manchmal einsam, und in diesen Momenten trauere ich um das was hätte sein können.
Aber "hätte" und nicht "war". Das war ja nicht Realität.
Realität war ein uneinsichtiger Alkoholiker.

Wenn ich dann bei diesem Gedanken angelangt bin, dann geht es mir immer wieder besser :).

Ich denke, dass es wichtig ist, dass du dir Hilfe holst, wenn DU das Gefühl hast, dass du sie brauchst.
Ich habe das getan als ich einfach nicht mehr konnte und mir hat es sehr viel gebracht.
Aber da ist jeder anders und deshalb geht auch jeder anders damit um.

Ich finde es wichtig, dass du dir immer wieder vor Augen hältst, dass jeder seinen Weg wählt.
Du hast gewählt, dass du nicht mehr mit einem Alkoholiker leben willst.
Du musst wegen dieser Wahl kein schlechtes Gewissen haben.

Er hat gewählt, dass er weiterhin trinken und keine Hilfe annehmen will.
Dafür muss man ihn nicht bemitleiden, denn er will das ja so.
Es ist sein gutes Recht das so für sich zu entscheiden.

Und es ist dein gutes Recht zu entscheiden wie du dein Leben leben willst.
Es ist schließlich deins :D

Es so sehen zu können ohne zu Zweifeln ist viel Arbeit.
Mir gelingt das mittlerweile in den meisten Situationen gut.
Aber das war und ist schwer.
Und ich komme mir oft sehr egoistisch vor.
Aber ich glaube das ist eine gute Entwicklung.
Denn endlich denke ich mal zuerst an mich und dann erst an andere.

Geh einfach einen Schritt nach dem anderen, aber denke daran, dass du das Recht hast dein eigenes Leben so zu führen wie du es willst und wie es sich für dich gut anfühlt.
Du bist nur für dein Leben verantwortlich :) .

Liebe Grüße und Durchhaltevermögen!
JUF

Ko 68
neuer Teilnehmer
Beiträge: 230
Registriert: 22.09.2014, 15:26

Beitrag von Ko 68 » 07.01.2016, 20:48

Hallo Elli,

ich bin ja nur kurz vor dir ausgezogen. Ich genieße es mein Leben wieder so zu leben, wie ich es möchte. Natürlich sind da auch die Momente, in denen ich mich frage wie es ihm geht oder in denen ich ganz traurig bin, über das was alles war bzw. das wir nicht als Familie bestehen konnten, ich alleine bin,..

In solchen Momenten versuche ich mir in Erinnerung zu rufen, wie unser Zusammenleben wirklich aussah,..
Das hilft mir ungemein, ich versuche mich dann darauf zu konzentrieren, wie gut es mir doch jetzt geht.

Wenn ich nicht an ihn denke, geht es mir wirklich sehr gut und ich genieße mein neues Leben.
Noch einfacher wäre es für mich, wenn ich gar keinen Kontakt mehr zu ihm hätte. Das geht aber nicht, da wir ja 2 gemeinsame Kinder haben.
Zu seiner Familie habe ich den Kontakt momentan auch ganz abgebrochen. Mir würde es bestimmt viel schwerer fallen, wenn sie mir erzählen würden, das es ihm schlecht geht.

Ich habe meine Entscheidung getroffen und er auch.
Ich darf das, denn es ist mein Leben. Ihm muß ich dann auch zugestehen, dass er sich entscheiden darf (Und ich glaube auch für den Alkohol)
Auch ich überlege, ob ich das mir Hilfe einer Therapie mal angehe, bestimmt würde es mir helfen. Andererseits merke ich, dass es mir mit etwas Abstand zu ihm immer besser geht.

Ich habe mir vorgenommen auch jetzt immer einen Schritt nach dem anderen zu gehen, auch wenn ich meine Entscheidungen nur sehr langsam treffe, hat es mir gezeigt, dass dieser Weg für mich der Richtige ist.

LG
KO

Chuck81
neuer Teilnehmer
Beiträge: 90
Registriert: 23.03.2016, 21:00

Beitrag von Chuck81 » 26.03.2016, 11:38

Elli84 hat geschrieben:Ach ja, habe noch was vergessen...
Er meint sobald wir ein Kind haben würden, würde er sich komplett ändern, weil er ja dann eine ganz andere Verantwortung hätte...( aber bereit für ein Kind komplett auf den Alkohol zu verzichten ist er nicht ).
Was haltet ihr von so einer Aussage??

Liebe Grüße Elli
Hallo!! Bitte glaub das nicht!!! Ich spreche aus Erfahrung!!! Meiner hat nach der Geburt des Kindes wieder begonnen. Ein Kind ist eine enorme Belastung für eine Beziehung!!!! Oder besser eine Bewährungsprobe!! LG

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