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Ein herzliches HALLO an alle!

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit

Moderator: Moderatoren

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Chuck81
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Beitrag von Chuck81 » 24.01.2017, 22:48

Dankeschön B.Nyborg!

eklisee
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Beitrag von eklisee » 25.01.2017, 06:55

Hallo Chuck,

hier kommt noch ein Daumendrück.
Ich hoffe es hat gut geklappt mit dem Nichteinlullenlassen am Wochenende und wünsche dir, dass du gut voran kommst mit deinem Vorhaben und dass es mit der Wohnung klappt.

LG Eklisee

Chuck81
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Beitrag von Chuck81 » 27.01.2017, 21:07

Danke auch dir! Es ging (fast) alles schief. Banktermin war super. Bekam die Bestätigung, dass ich genug verdiene, um auch alleine einen Kredit zu bekommen. Meine Bonität wäre sehr gut. Dann bekam ich während der Arbeit einen Anruf, dass ich eine Stelle als Lehrerin bekommen könnte. Vorstellungstermin heute. (Habe die Stelle angenommen) Jetzt noch besseres Gehalt, bessere Arbeitszeiten, doch da war ja noch die Wohnungsbesichtigung der Wohnung, die ich unbedingt wollte. Nach der Arbeit fahre ich mit meinem Kind los. (Wird mir von meinen Eltern gebracht) Kurz vor der Wohnung beginnt er nur noch zu ko... im Auto. Ich muss anrufen und die Besichtigung verschieben. Ich wollte ihn schnell nach Hause bringen und dann die Wohnung ansehen. Rufe also die Vermieter an und bitte um eine halbe Stunde Aufschub. Zu Hause angekommen ist niemand da. Irgendwann nach ca. einer Stunde kommt XY betrunken nach Hause. Wohnungsbesichtigung nicht mehr möglich. Sie würden sich melden, falls es mit den anderen Bewerbern/innen nix wird. Tja, das war es wohl mit dieser Wohnung. Wieder weiter ausharren.

eklisee
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Beitrag von eklisee » 11.02.2017, 08:43

Hallo Chuck,

wie geht es dir inzwischen ?
Man könnte ja erstmal sagen, dumm gelaufen an dem Tag, aber doch auch wieder nicht, wenn du eine tolle Stelle als Lehrerin gefunden hast mit besseren Bedingungen. Das bahnt dir den Weg für neue Möglichkeiten.
Wie ging es weiter bei dir?

LG Eklisee

Chuck81
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Beitrag von Chuck81 » 17.03.2017, 23:09

Hi! Sorry, dass ich so lange nichts von mir hören hab lassen, aber ich konnte auf einmal nichts mehr im Forum kommentieren. Nun habe ich dem Moderator geschrieben und er hat sich um das Problem gekümmert. Jetzt funktioniert es wieder. Bin voll happy in meiner neuen Arbeit, aber die Wohnungssuche steht auf Stillstand, weil ich momentan kein Gehalt bekomme... Das dauert bei den Lehrer/innen leider oft sehr lange... Ich habe wieder viele Hoch und Tiefs mitgemacht. Hab mich auch wieder einlullen lassen. Habe wieder vertraut und bin jedesmal enttäuscht worden (hasse mich selbst deswegen) Fast genau ein Jahr ist es her, dass ich mich hier registriert habe, noch länger lese ich hier schon mit und ich stehe genau an denselben Punkt, an welchen ich mich letztes Jahr befunden habe. Einzig und allein meine arbeits- bzw. finanzielle Situation hat sich geändert (wenn ich denn endlich mal Gehalt bekomme) Heute war ein Tiefpunkt. Mein XY war nicht zu Hause, ich wusste er kommt betrunken heim (wir sprechen fast nichts mehr miteinander) doch anstatt mich einfach in Ruhe zu lassen, pöbelte er wieder bis zum Umfallen. Letztendlich sagte er zu unserem Sohn: "Die Mama ist eine Schl..., das musst du dir merken!" Obwohl ich mir fest vorgenommen habe zu ignorieren, zu schweigen usw. hab ich wieder geschrien und geheult. Ich habe allerdings geschrien, er solle mich in Ruhe lassen. Einfach gehen... Das tut er aber nicht. Ich möchte, dass das Wochenende so schnell wie möglich vorbei geht. Esist der Horror... DANKE FÜRS ZUHÖREN

giggi
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Beitrag von giggi » 19.03.2017, 17:03

Wie war dein Wochenende?
Könntest du nicht bei deinen Eltern wohnen, bis du eine eigene Wohnung findest?
Kopf hoch, du hast schon viel gewonnen mit deinem Job und mit der Zusage der Bank!

Chuck81
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Beitrag von Chuck81 » 24.03.2017, 20:36

Hi Giggi! Nein! Geht nicht. Meine Eltern wohnen zu weit weg. Letztes Jahr bin ich zu meinen Eltern gegangen, da ging der Kleine noch nicht in den Kindergarten und ich war arbeitsmäßig noch nirgends gebunden.
LG

Chuck81
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Beitrag von Chuck81 » 01.04.2017, 22:48

Hi! Also ich muss echt sagen, ich bin stolz auf mich. Seit einigen Wochen (nachdem ich das letzte Mal "eingelullt" wurde) habe ich es geschafft stark zu bleiben und habe in dieser Zeit sehr stark meine Co-Abhängigkeit gespürt. Ich kann euch gar nicht sagen wie mir diese Forum hilft (durch viel lesen - leider liegt ja mein Thema ziemlich still) doch z.B letztes Wochenende habe ich mir immer wieder im Geiste gesagt: Ich bin keine funktionierende Co, ich bin keine funktionierende Co... Klingt jetzt absurd, aber es hat mich davor bewahrt wieder in mein -ichwünschemirsosehr,dassallesgutwird- Verhalten- hineinzurutschen. Einfach dieser Bewusstseinsprozess warum ich so handle wie ich handle. Nämlich meine "Krankheit". Diese Woche war meine persönlich schlimmste Woche. Ich erzähle keine Details, es wäre zu langatmig und persönlich, aber XY hat ein Geheimnis an meine Eltern weitergegeben, welches sie nie erfahren hätten dürfen. Es zerstört das Verhältnis zu meinen Eltern. Dies ist passiert, da ich seinen Eltern geschrieben hatte, dass er angesoffen mit dem Firmenauto unterwegs war. (entsprach der Wahrheit) Die ganze Woche ärgster Psychokrieg und tiefste Depressionen meinerseits. Trotz dieser schlimmen Woche ertappte ich mein CO-Ich, welches schrie, geh zu ihm und flehe ihn an eine Therapie zu machen. Geh zu ihm und entlocke ihm eine Entschuldigung. Doch ich habe mein Co-Ich (in diesen Augenblicken) besiegt. Heute war es wieder sehr heftig. Weinend habe ich die Flucht ins Schlafzimmer ergriffen, DOCH, ich habe in gewisser Weise die Kurve gekratzt. Bin doch wieder mit dem Kleinen hinaus in den Garten gegangen. Später saß ich mit meinem Sohn auf der Brücke vor dem Bach unseres Hauses und auf einmal merkte ich HEY! ES GEHT MIR GUT! Ich war bei mir selbst, es war ein wunderschöner Moment, zu erkennen (nach vielen Wochen) ES GEHT MIR GERADE GUT, WEIL ICH BEI MIR BIN. Es klingt vielleicht etwas wirr, was ich gerade geschrieben habe, aber ich freue mich einfach so. Ich habe nicht kontrolliert, ich habe nicht versucht etwas zu reparieren, was man nicht mehr reparieren kann. Ich habe in diesem Moment nicht an ihn gedacht. Ich habe einfach nur festgestellt, dass es mir gut geht, wenn ich bei mir bin und die Natur genieße und wenn ich einfach mal nicht im Gedanken bei ihm bin. Ein kleiner Schritt von außen betrachtet, aber für mich war dieser sehr wichtig.

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