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Ein herzliches HALLO an alle!

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit

Moderator: Moderatoren

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Chuck81
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Beitrag von Chuck81 » 22.08.2017, 21:13

Hi jetzt brauche ich mal in anderer Sache Meinungen, Ratschläge oder vielleicht auch nur Zuhörer. Habe unerwartet im Sommer einen Mann kennengelernt, der sehr interessant ist, der sich auch für mich und mein Kind interessiert.
Da ich eine eigene Wohnung habe und sicher nichts überstürzen würde, könnte ich eigentlich sehr unbefangen mit dieser neuen Situation umgehen. Doch ich habe meinem EX-XY gegenüber ein schlechtes Gewissen...
Oder Mitleid. Angst? GEFÜHLSWIRRWARR!!!!!!!!
Warum kann ich nicht abschließen- ggrrrrrrr Bin mir aber 100 prozentig sicher, dass ich ihn nicht mehr liebe

Martin

Beitrag von Martin » 22.08.2017, 21:39

Hallo Chuck,

ich bin zwar Alkoholiker aber lese ab und zu auch bei euch.
Doch ich habe meinem EX-XY gegenüber ein schlechtes Gewissen...
Eine Seitte vorher habe ich das von dir gefunden:
Was immer noch bleibt ist die Wehmut so viele Jahre diesen ganzen Terror ertragen zu haben. Ich verstehe nicht, warum ich so lange gehofft habe bzw warum ich so lange geglaubt habe, ich könnte etwas ändern.
Das macht mich leider immer noch irrsinnig traurig.
Doch- Kopf hoch- Ich habe so viel geschafft dieses Jahr. Ich bin stolz auf mich und froh, dass ich aus diesem Kreislauf ausgebrochen bin.
Nehme es einfach als einen Wink mit dem Zaunpfahl :wink:

LG Martin

Chuck81
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Beitrag von Chuck81 » 25.08.2017, 21:31

Lieber Martin! Danke! Du hast mir weiter geholfen... Genau den richtigen Punkt erkannt. GLG

Martin

Beitrag von Martin » 25.08.2017, 21:37

Hallo Chuck,

gern geschehen :D

Schön wenn ich dir helfen konnte.

LG Martin

Chuck81
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Beitrag von Chuck81 » 17.02.2018, 21:37

Hey an alle!
Habe schon länger nichts mehr in meinen Thread geschrieben, aber in den letzten Wochen habe ich leider erkennen müssen, dass ich noch tief in der CO Falle sitze. Ich liebe meine Wohnung und mein neues Leben- EIGENTLICH.... Bin in den letzten Wochen, ja vielleicht sogar Monaten aber sehr depressiv. Habe mich auf Treffen mit meinem CO eingelassen (wir haben ja ein gemeinsames Kind) und mich auch dabei erwischt, wieder Gedanken an eine gemeinsame Zukunft zu haben. (obwohl er noch immer trinkt- er sagt natürlich, er macht es nicht mehr, aber ihr wisst schon...) Ich stehe mir gerade selber im Weg. Bin nicht bereit irgenwelche Menschen in mein Leben zu lassen. Wobei ich nie daran zweifle, dass die Enscheidung eine eigene Wohnung zu nehmen, die beste Entscheidung meines Lebens war. Daran liegt es nicht. Doch ich merke, dass ich einfach nicht loslassen kann. Total krank. Jetzt ist es bald ein Jahr her, dass ich ausgezogen bin. Ich hatte einen wundervollen Sommer.
Warum schreibe ich das alles? Es wird mir immer klarer, dass diese Krankheit mich noch ewig verfolgt. Dass mich diese kranke Beziehung noch immer verfolgt... Schlimm!!!

lütte69
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Beitrag von lütte69 » 18.02.2018, 09:46

Hallo Chuck,
Ich glaube, es braucht alles seine Zeit. Vielleicht bist Du aber auch mit dir noch nicht im Reinen. Dass irgendwas in dir noch bearbeitet werden will bevor du wirklich in Liebe los lassen kannst. Bei mir hat das über ein Jahr gedauert. Hab Geduld mit dir und hör nicht auf, dir wichtig zu sein.
Sonnige Grüße
Lütte

Chuck81
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Beitrag von Chuck81 » 23.02.2018, 19:34

Hey Lütte!

Danke für deine Worte! Ja, da hast du sicher recht!
Liebe Grüße

CoA12307
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Beitrag von CoA12307 » 25.03.2018, 09:18

Hallo Chuck81,
Ich kannte im Laufe meines Lebens eigentlich nichts anderes als Schmerzen und Alkoholiker. Ich bin oder war lange Co-Abhängig. Ich habe mich an die Schmerzen gewöhnt und war auch nach ihnen Süchtig. Der Körper produziert betäubungs-Hormone bei schmerzen, die lösen glücksgefühle aus. Deswegen bin ich so oft immer wieder kurz davor mir schädliche Beziehungen zu suchen.
Ich versuche mich einfach daran zu gewöhnen, diese Probleme nicht mehr zu haben. Langsam, nach Jahren, vielleicht Jahrzehnten, lerne ich, das Leben auch ohne all diese Probleme zu geniessen. Die Depression war bei mir auch da. Es hat 3 Jahre oder mehr gedauert, bis ich einen ganz normalen Tag geniessen konnte. Mich über ein schönes Frühstück und die Sonne und die RUhe freuen.

Was mir dabei half, zusätzlich zu diesem Forum, waren Selbsthilfe gruppen: Die Anonymen Alkoholiker oder die Alkoholiker-Angehörigen-Organisation und vorallem die Bücher von Al-Anon.

Ich bin in genau der gleichen Falle: EIn ALkoholiker, der will mir nur wehtun, jeden Tag kämpfe ich mit meiner Selbstbeherrschung, nicht wieder auf ihn reinzufallen.

Also ChUck: Sei stark. Lass die Finger von ihm. Lass dir Zeit. Jahre, Jahrzehnte. Bis du endlich ein normales gesundes Leben ohne Schmerzen geniessen kannst.

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