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Fragen an einen Alkoholiker

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit

Moderator: Moderatoren

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Elly
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Re: Fragen an einen Alkoholiker

Beitrag von Elly » 31.12.2018, 12:17

Hallo Mcfly,

es fällt es schwer eine Diät einzuhalten, auch wenn man weiss, dass es einem
besser gehen würde.

Daran scheitern auch schon viele...

Mit dem Alkohol ist es noch eine Stufe verschärfter... Da ist die Gier und die Sucht,
die sich kaum besiegen lässt. Sie lässt sich nur in der Abstinenz zum Stillstand bringen.

Und so weit muss der Alkoholkranke erstmal kommen, die Einsicht zu gewinnen, dass
es ohne Alkohol besser geht, und dass er unfähig ist mit Alkohol umzugehen!

LG Elly

coup
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Re: Fragen an einen Alkoholiker

Beitrag von coup » 31.12.2018, 13:25

Carl Friedrich hat geschrieben:
31.12.2018, 10:48
coup hat geschrieben:
30.12.2018, 20:26


Zur Wohnungsfrage: Wer hat denn den Vertrag unterschrieben? Falls beide, wird's schwer, den Trinker raus zu bekommen. Daher verfährt der nicht trinkende Teil besser nach der Devise, "der Klügere gibt nach", um sich selbst zu schützen.

Gruß
Carl Friedrich
Hallo,
es ist ja nicht so, dass ich das nicht wüsste.

das mit der Wohnungsfrage ist kompliziert, daher etwas genauer: wir haben ein Haus gemietet, beide haben den Mietvertrag unterschrieben. Ich habe in diesem Haus außerdem mein Nebengewerbe, das ich nicht so einfach umziehen kann, dazu müsste ich also 2 geeignete Wohnungen finden oder das Nebengewerbe aufgeben.
Rechtlich gesehen muss der Vermieter auch nicht zustimmen, nur einen aus dem Mietvertrag zu lassen, er kann darauf bestehen, dass beide kündigen oder keiner. Ich kann zwar ausziehen, aber zahlen dann trotzdem weiter, wenn mein Lebensgefährte die Miete nicht alleine stemmen kann. Ich könnte sie aber auch alleine stemmen und möchte daher bleiben.
Das nächste ist, dass ich bei der Wohnungssuche schlechteste Voraussetzungen habe: allein stehende Frau ohne festen Anstellungsvertrag (Freiberufler) mit Hund. Auf dem aktuellen Wohnungsmarkt praktisch aussichtslos, ich hatte letztes Jahr schon nach Wohnungen gesucht. Ich bringe es außerdem nicht übers Herz, den alten Hund, der nun seit 12 Jahren bei uns ist, zurückzulassen, ganz abgesehen davon, dass mein Lebensgefährte im Vollsuff der Verantwortung gar nicht nachkommen kann. Und wenn ich mein Nebengewerbe behalte, muss ich auch wenigstens 3 x pro Woche in dieses Haus.

Ich bin froh, dass ich hier schreiben kann, das hilft mir, meine Gedanken zu sortieren.

coup
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Re: Fragen an einen Alkoholiker

Beitrag von coup » 31.12.2018, 13:27

Mcfly hat geschrieben:
31.12.2018, 11:32
... Ich stelle mir das wie bei Diabetes vor. Ich esse zu viele Kohlenhydrate,bin zu dick,etwas unsportlich und mein Blutzucker ist erhöht. Gut also,der Arzt sagt nehmen Sie Insulin,damit bleiben Sie ein Leben lang Zuckerkrank oder essen sie weniger süßes,machen Sie Sport und nehmen Sie ab,dann werden sie wieder ganz gesund. Wenn ich mich für Option A entscheide, bin ich doch selber Schuld an meiner Krankheit. Für mich wird es dann echt schwierig die Eigenverantwort dieses Menschen so ganz in den Hintergrund zu schieben und ihn wegen seiner schlimmen Krankheit ,in diesem Fall Diabetes zu bedauern und alles zu verstehen was diese Krankheit im weiteren für Folgen haben wird. Ist das bei Alkohol anders oder verstehe ich etwas nicht ganz richtig?... Liebe Grüße Mcfly
Hi Mcfly,
auch solche Diabetiker kenne, leider. Da ist das genau so, die essen weiterhin ihre Süßigkeiten.

Sunshine_33
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Re: Fragen an einen Alkoholiker

Beitrag von Sunshine_33 » 31.12.2018, 15:58

Ich würde auch gerne mal wissen, ob ihr auch mal den Wunsch hattet, beim Saufen zu sterben, damit das endlich vorbei ist?
BEIM Saufen vielleicht nicht unbedingt...eher danach.
Mich hat diese Alkoholbeschaffung und Entsorgung auch sehr gequält und besonders auch die Scham vor mir selbst.
Ich wünschte mir auch manchmal, das alles einfach vorbei wäre... wie traurig ich das heute finde :(
Aber es ist vorbei... und mein Leben lebt sich fortan vorwärts und nicht rückwärts...

LG Sunshine

coup
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Re: Fragen an einen Alkoholiker

Beitrag von coup » 01.01.2019, 12:52

Hallo und erst mal ein schönes neues Jahr, danke für Eure Antworten.

Ich hätte da noch eine Frage, (falls es dazu schon Beiträge gibt, bitte ich um Nachsicht, weil ich noch nicht alles lesen konnte) an die, die sich mit dem Phasentrinken auskennen:

Gibt es so etwas ähnliches wie eine „Aura“, die schon Tage oder Wochen vorher auftritt. Ich meine nicht den Hintergedanken, irgendwann mal wieder ganz normal was trinken zu können. Der vielleicht täglich da ist oder ganz oft. Versteht Ihr, wie ich das meine?

Ich habe nämlich manchmal schon etwa 2 Wochen vorher ziemlich sicher gewusst, wann es wieder einen Komplettabsturz geben wird. Irgendwie auch an der Unruhe, der Gereiztheit, der ganzen Körperhaltung. Und ein paar mal, wenn auch nur ein oder 2 Bier getrunken wurden, habe ich die schon vor der Haustür „gerochen“, was eigentlich gar nicht möglich ist. :oops: Aber das wäre jetzt wohl eine Frage an die Angehörigen, ob die das auch kennen.

Biene1967
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Re: Fragen an einen Alkoholiker

Beitrag von Biene1967 » 20.01.2019, 09:50

Ich glaube, das Launische ist "normal". Während der nassen Zeiten konnte der Alkoholiker sich ja mit Alkohol beruhigen. Oft ist der Alkohol ja das selbstgewählte Medikament gegen Stimmungstiefs.
Deine Frage "Wie verhält man sich richtig" ist viel zu sehr bei ihm. Der Glaube "Wenn ich mich richtig verhalte wird er nett sein" ist irreführend. Sei nett zu Dir, verhalte Dich so, wie es sich für Dich richtig anfühlt. Wenn er keine Interesse hat, dann wirst Du das mit Wohlverhalten nicht ändern.

Naii
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Re: Fragen an einen Alkoholiker

Beitrag von Naii » 02.02.2019, 22:37

Hallo :D

Ich habe mich mal durch den Thread hier gelesen, da ich es sehr interessant und finde. Als Angehöriger interessiert es mich natürlich sehr, auch mal zu wissen wie sich die Abhängigen fühlen und was typische Gedanken eines Alkoholikers sind.

Auch ich habe eine Frage. Ich habe oft von dem Thema Schuld gelesen. Ich selbst denke auch nicht, dass es unbedingt Schuld ist, dennoch gibt es keine Entschuldigung für das Verhalten, dafür wie mit uns Angehörigen umgegangen wird. Ich möchte aber auch niemanden hier Anmachen dafür, da es ja eben eine Sucht ist, das Handeln und die Gedankengänge eines Menschen verändert.

Ich selber würde mich dafür interessieren was ihr fühlt und denkt, wenn euer Sohn oder eine andere geliebte Person vor euch steht und euch sagt, wie sehr man sich eine gesunde Beziehung zueinander wünscht. Wie sehr man seinen Vater, Partner oder was auch immer liebt, ihn bittet auch mal auf uns zu achten.
Und merkt man als Alkoholiker überhaupt das Zugrundegehen der Angehörigen? Wenn man genau weiß wie die Familie leidet und trotzdem lieber den Alkohol wählt ,wie schwer muss der Weg hinaus sein? Das ist für mich, der nie ein Alkoholproblem hatte unbegreiflich. Auch als damals Co-Abhängiges Kind und Teenager. Da man sein Leben aufgeopfert hat, damit es der Person besser geht. Wieso möchten, oder könnnen Alkoholkranke es oft nicht wahrnehmen?
Ich urteile wie gesagt nicht, ich möchte einfach endlich verstehen.

Wiesenmeer
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Re: Fragen an einen Alkoholiker

Beitrag von Wiesenmeer » 17.03.2019, 23:01

Hallo,
ich habe eine Frage. bemerkt man im Rausch, dass man seine Nächsten/ Liebsten arg demütigt und unglaublich beschimpft wenn sie nicht gefügig sind ?
Und wie gehen sie anschließend damit um wenn man mal wieder nüchtern wäre?
Ich befinde mich aktuell in einer absoluten Kontaktsperre und ich wurde übel beschimpft.
Bin zu spät gegangen...meine Schuld...komme aber aktuell mit diesen Demütigungen nicht klar und diese nicht aus dem Kopf....

Möchte nur wissen, ob die Betroffenen schon wissen was sie ihrem Co alles sagen..
danke
LG

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