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Fragen an einen Alkoholiker

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit

Moderator: Moderatoren

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Biene1967
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Re: Fragen an einen Alkoholiker

Beitrag von Biene1967 » 20.01.2019, 09:50

Ich glaube, das Launische ist "normal". Während der nassen Zeiten konnte der Alkoholiker sich ja mit Alkohol beruhigen. Oft ist der Alkohol ja das selbstgewählte Medikament gegen Stimmungstiefs.
Deine Frage "Wie verhält man sich richtig" ist viel zu sehr bei ihm. Der Glaube "Wenn ich mich richtig verhalte wird er nett sein" ist irreführend. Sei nett zu Dir, verhalte Dich so, wie es sich für Dich richtig anfühlt. Wenn er keine Interesse hat, dann wirst Du das mit Wohlverhalten nicht ändern.

Netti14
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Re: Fragen an einen Alkoholiker

Beitrag von Netti14 » 26.01.2019, 20:54

Danke Biene 1967,
Ich habe mich bereits von ihm getrennt. So viel Desinteresse an meinem/unseren Leben und immer diese Ruhephasen/Ralaxen von der Arbeit, haben mich zu dem Entschluss geführt. Er soll sich mal um sich kümmern und ich mich um mich.

Naii
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Re: Fragen an einen Alkoholiker

Beitrag von Naii » 02.02.2019, 22:37

Hallo :D

Ich habe mich mal durch den Thread hier gelesen, da ich es sehr interessant und finde. Als Angehöriger interessiert es mich natürlich sehr, auch mal zu wissen wie sich die Abhängigen fühlen und was typische Gedanken eines Alkoholikers sind.

Auch ich habe eine Frage. Ich habe oft von dem Thema Schuld gelesen. Ich selbst denke auch nicht, dass es unbedingt Schuld ist, dennoch gibt es keine Entschuldigung für das Verhalten, dafür wie mit uns Angehörigen umgegangen wird. Ich möchte aber auch niemanden hier Anmachen dafür, da es ja eben eine Sucht ist, das Handeln und die Gedankengänge eines Menschen verändert.

Ich selber würde mich dafür interessieren was ihr fühlt und denkt, wenn euer Sohn oder eine andere geliebte Person vor euch steht und euch sagt, wie sehr man sich eine gesunde Beziehung zueinander wünscht. Wie sehr man seinen Vater, Partner oder was auch immer liebt, ihn bittet auch mal auf uns zu achten.
Und merkt man als Alkoholiker überhaupt das Zugrundegehen der Angehörigen? Wenn man genau weiß wie die Familie leidet und trotzdem lieber den Alkohol wählt ,wie schwer muss der Weg hinaus sein? Das ist für mich, der nie ein Alkoholproblem hatte unbegreiflich. Auch als damals Co-Abhängiges Kind und Teenager. Da man sein Leben aufgeopfert hat, damit es der Person besser geht. Wieso möchten, oder könnnen Alkoholkranke es oft nicht wahrnehmen?
Ich urteile wie gesagt nicht, ich möchte einfach endlich verstehen.

Wiesenmeer
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Re: Fragen an einen Alkoholiker

Beitrag von Wiesenmeer » 17.03.2019, 23:01

Hallo,
ich habe eine Frage. bemerkt man im Rausch, dass man seine Nächsten/ Liebsten arg demütigt und unglaublich beschimpft wenn sie nicht gefügig sind ?
Und wie gehen sie anschließend damit um wenn man mal wieder nüchtern wäre?
Ich befinde mich aktuell in einer absoluten Kontaktsperre und ich wurde übel beschimpft.
Bin zu spät gegangen...meine Schuld...komme aber aktuell mit diesen Demütigungen nicht klar und diese nicht aus dem Kopf....

Möchte nur wissen, ob die Betroffenen schon wissen was sie ihrem Co alles sagen..
danke
LG

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