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Trennung ist der letzte Ausweg

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit

Moderator: Moderatoren

Speranza
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Beitrag von Speranza » 02.05.2018, 10:46

Hallo Julia!

Danke für deine Ehrlichkeit es gibt nichts worüber du dich schämen müsstest. Es ist bei uns Co-Abhängigen einfach so dass es oft sehr lange dauert bis man den Absprung geschafft hat. Ich hätte mir einige Jahre Leid ersparen können wenn ich konsequenter gewesen wäre.

Du merkst ja selber dass es durch das Zurückgehen eher noch schlimmer geworden ist. Das wird sich immer wieder wiederholen solange dein Freund von sich aus nichts unternimmt. Für SEIN Saufen bist du nicht zuständig warum auch?

Also liebe Julia, aufstehen, Krönchen richten und in die richtige Richtung weitergehen :!:

LG Speranza

cielo72
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Beitrag von cielo72 » 02.05.2018, 11:42

Hallo Julia,

ich schreibe Dir in deinem "Fädchen"..ok?

Lg Cielo

JuliaTara
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Beitrag von JuliaTara » 06.05.2018, 10:29

Hallo zusammen!

Ich bin heute ausgezogen. Habe meinem XY einen langen Brief geschrieben, in dem ich ihm alles, was ich fühle und wie es mir geht, niedergeschrieben habe. Er kommt erst heute Abend von seiner Dienstreise zurück.

Dieses Mal fühlt sich das Gehen viel fester und endgültig an. Keine Zweifel wie beim ersten Mal. Ich bin bloß unendlich traurig, weil ich so lange dazu gebraucht habe. Weil ich mich so lange wie das Allerletzte von ihm habe behandeln lassen. Aber ich freue mich unglaublich auf meinen eigenen Raum, ohne Ängste und Sorgen. Ohne tausende Gedanken, wo er ist und ob er trinkt.

Danke für die unterstützenden und aufbauenden Worte hier im Forum!

Alles Gute und viel Kraft
Julia

Barthell
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Beitrag von Barthell » 06.05.2018, 22:49

Hallo Julia,

das klingt doch grade gut!

ich wünsche dir Alles, Alles gute und nochmal ganz viel Kraft!

Grüße

Barthell

cielo72
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Beitrag von cielo72 » 07.05.2018, 09:39

Hallo Julia,

toll, dass Du es nochmals so schnell geschafft hast.

Ich wünsche Dir einen guten Neuanfang, viel Kraft und Mut, bleibe stark.

Liebe Grüße
cielo

JuliaTara
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Re: Trennung ist der letzte Ausweg

Beitrag von JuliaTara » 14.05.2018, 11:46

Hallo zusammen!

Erstmal danke für die aufbauenden Worte. Ich bin stolz auf mich, dass ich ausgezogen bin. Auch war ich sehr stolz auf mich, meinem XY einen Brief geschrieben zu haben, in dem ich alle meine Gefühle und wie es mir wegen seines Verhaltens geht, aufs Papier gebracht habe. Nun fährt er andere Geschütze auf. Er hängt sich an einem einzigen Punkt aus dem Brief auf. Nämlich dem, wo ich geschrieben habe, dass ich das Gefühl habe, er braucht mich nur zu seinem Vergnügen, wenn er sich entscheidet nach Hause zu kommen. So bin ich mir vorgekommen und so habe ich mich gefühlt. Jetzt wirft er mir vor, ich würde ihm zu unrecht unterstellen, dass er mich nur für den S** benutzt hat und wie ich auf so eine absurde Idee komme. Ich habe ihn gefragt, ob er sich treffen und darüber reden will, darin sieht er keinen Sinn. Auf meine Frage hin, ob er mich sehen will, sagt er nur "gute Frage" und alles hätte sich durch den Brief verändert. Was genau präzisiert er aber nicht.

Er macht mir ein schlechtes Gewissen und stellt mich als die Böse hin, die ihm etwas Furchtbares unterstellt hat. Er ist verletzt und lässt sch jetzt bitten. Ich muss jetzt dafür bestraft werden, dass ich zum ersten Mal klar ausgesprochen bzw. aufgeschrieben habe, was ich denke und wie ich die Beziehung sehe. Ich hatte so ein wunderschönes Wochenende mit meiner Freundin, unbeschwert, entspannt, frei. Dann kam die Nachricht von ihm gestern Abend und jetzt fühle ich mich einfach nur mies. Ich frage mich, was habe ich denn getan? Ich sehe nicht ein, dass ich mich für etwas entschuldigen müsste.

Bitte um Hilfe.

Danke und liebe Grüße
Julia

CoA12307
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Re: Trennung ist der letzte Ausweg

Beitrag von CoA12307 » 14.05.2018, 12:41

Hallo Julia,

Habe gelesen dass der Verkehr mit Alkoholikern oftmals so ist, dass man sich benutzt und erniedrigt fühlt. Bin froh dass ich nicht mehr mit meinem Ex zusammen wohne, irgentwie war das immer anspannung. Mit dem neuen habe ich deswegen auch schluss machen müssen, weil er hat begonnen, sich irgentwie aufzuspielen und wollte seine Machtgelüste ausleben. Das kann ich mir leider nicht gefallen lassen. Es ist zwar schade, dass er weg ist, aber wenigstens habe ich meine Selbstachtung noch und fühle mich nicht benutzt. Eigentlich sollte man sich danach verwöhnt und auf Händen getragen fühlen. Aber viele Alkoholiker verlieren den Respekt und haben keine Geduld. Man kann sie nicht ändern. Sie sind überfordert. So sind sie nunmal. Natürlich nicht alle, aber einige. Das tückische ist, das der Alkoholiker dich süchtig macht. Du möchtest seine Aufmerksamkeit, Zuwendung. Sogar die Schmerzen die er dir bereitet, machen dich süchtig. Es ist wirklich schwer und dauert lange, sich daran zu gewöhnen, dass der Alkoholiker weg ist. Du bist kein Fußabtreter. Du hast ihm mitgeteilt wie du dich fühlst. Seine Reaktion: Er macht dich einfach nieder. Das ist eine Kränkung und so sollte man keine Frau behandeln. Aber du entscheidest selbst, ob du dich so behandeln lassen willst oder einfach allein deiner eigenen Wege gehst. Bist du stark und selbstbewusst genug dafür? Bist du alleine in deiner Wohnung? Wie wärs mit einem Hund, Katze oder Papagei? Das würde dich beschäftigen und ablenken. Du wirst sehen, Tiere tun einem nicht grundlos weh. Als mein Ex weg war, habe ich mir schlangen geholt. Ich hab sie immer noch und sie sehr gerne. Man kann sich liebevoll um sie kümmern und sie sind auch dankbar. Genau wie Hunde.

CoA12307
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Re: Trennung ist der letzte Ausweg

Beitrag von CoA12307 » 14.05.2018, 12:43

wenn du ihm vorwürfe machst, ist klar, dass er auch mit Vorwürfen reagiert. Damals hatte ich das gefühl: ich kann tun und lassen was ich will, irgentwie wars für ihn immer verkehrt und endete gleich.

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