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Erfahrungen nach Therapie?

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit

Moderator: Moderatoren

Verzweifelt15
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Re: Erfahrungen nach Therapie?

Beitrag von Verzweifelt15 » 17.06.2018, 19:16

...danke Biene für deine Antwort!
Ich frage mich immer, ist es nicht normal abhängig von seinem Lebenspartner zu sein! Schmerz bei einer Trennung zu fühlen...zu bleiben und auch in schlimmen zeiten zu einader zu stehen...Wo beginnt es krank zu werden, wenn man sich selbst vergisst? Ich habe mich in der Beziehung vergessen, bis hin zu wirklicher Vernachlässigung- was essen angeht!
Gut das ich doch nochmal ein Thema eröffnet habe, wenn es nicht besser wird- werde ich eine Therapie machen! Es ist halt keine normale Beziehung gewesen, wahrscheinlich schnürt es mir deshalb die Kehle zu, wenn ich an das völlige aufgeben denke!
Wichtig ist das ich keine Angst mehr habe schwach zu werden! Noch besser hinter dem Entschluss zu stehen...und endlich keine Hoffnung mehr zu spüren!
Ich danke diesem Forum, dass es meinst schafft über mich selbst nachzudenken!

Verzweifelt15
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Re: Erfahrungen nach Therapie?

Beitrag von Verzweifelt15 » 17.06.2018, 19:23

Hallo sunshine,
Ich kann dir deine Frage leider noch nicht beantworten.
Ich weiss nur, dass egal was ich mache die Hoffnung nicht weggeht! Es ist schwierig sich immer wieder zu sagen...du weißt doch, dass ihr keine gesunde Beziehung hattet.
Der Verstand weiss es...aber die "Sucht" nach ihm nicht! Da die Trennung schon ein bisschen her ist und ich aber kein Gefühl der Besserung sondern nur des Vergessens spüre...glaube ich bald das ich nicht drum Rum komme! Und wenn ich das sage, muss ich sofort weinen...das sagt schon alles wie tief ich noch gefangen bin...denn eigentlich scheint es als will ich von meinen Gedanken nicht weg! Wahrscheinlich ist es von Beziehung zu Beziehung unterschiedlich...dir einen schaffen es ohne die anderen leider nicht..

Biene1967
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Re: Erfahrungen nach Therapie?

Beitrag von Biene1967 » 17.06.2018, 20:08

Verzweifelt15 hat geschrieben:
17.06.2018, 19:16
Ich frage mich immer, ist es nicht normal abhängig von seinem Lebenspartner zu sein!
...Wo beginnt es krank zu werden, wenn man sich selbst vergisst?
Ich glaube, es ist spätestens dann eine ungesunde Abhängigkeit, wenn es mehr Leid als Freude ist. Also einseitig.
Wahrscheinlich ist jeder Mensch ein wenig "abhängig" von seinen Mitmenschen. Jeder macht Kompromisse, nimmt manchmal Unangenehmes in Kauf, den anderen zuliebe.

Doch auch hier macht die Dosis das Gift.
Und da passt der Vergleich zur Droge bzw. dem Alkohol.
Der Süchtige braucht den Stoff, alles dreht sich darum und alles Andere rückt in die zweite Reihe. Auch das eigene Wohlbefinden.
Die ungesunde Abhängigkeit ist also ein ständiger Mangelzustand, den man unter allen Umständen beenden möchte.

Vielleicht hier ein Versuch der Definition:
- Gesundes auf einander Beziehen beinhaltet Vertrauen und Sicherheit, es droht kein Verlust. Man kann trotzdem Grenzen setzen, ohne Angst vor Ablehnung zu haben.
- Abhängigkeit ist mit einem Mangel verbunden, es ist Angst vor Verlust. Man setzt keine Grenzen und nimmt das Wenige, das man bekommt, gierig auf. Man versucht durch "Wohlverhalten" mehr zu bekommen.

Biene1967
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Re: Erfahrungen nach Therapie?

Beitrag von Biene1967 » 17.06.2018, 20:14

Sunshine_33 hat geschrieben:
17.06.2018, 19:08
Darum meine Frage:
Ist Eurer Meinung nach bei CO-Abhängigkeit immer eine Therapie vonnöten?
Zumindest hilfreich. Es geht ja darum, die Ursachen zu entdecken und diese anders zu lösen als durch eine Co-Abhängigkeit.
Ich finde es in der Trauerphase um eine Beziehung ungeheuer schwer, sich allein um seine offenbar fehlgesteuerte Bedürftigkeit zu kümmern.

Taxi
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Re: Erfahrungen nach Therapie?

Beitrag von Taxi » 17.06.2018, 21:31

Hallo V15,
was du mit meiner Antwort tun sollst? Keine Ahnung.
Ich dachte nur, ganz pragmatisch die Begriffe auszutauschen, macht ja was sichtbar. Wenn das offene Fass Alkohol vor der Tür steht, dann gilt doch für mich, es nicht anzufassen oder ins Haus zu holen.
Andererseits könnte ich mich in das Fass auch hineinsetzen und schwupp, weg bin ich wieder.
" Ist es denn nicht normal, von Alkohol abhängig zu sein "... egal ob es normal ist, für mich war es jedenfalls nicht gut.
Dein Ansatz war ja ,Angst vor seinem Wiederauftauchen" zu haben.

Die Folgebeiträge fand ich aber auch sehr interessant.

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