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Angst vor Rückfall

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit

Moderator: Moderatoren

Sandstrand2
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Re: Angst vor Rückfall

Beitrag von Sandstrand2 » 04.07.2018, 15:20

Oh, das mit der Tagesklinik hört sich wirklich sehr gut an!!! Ja, vielleicht wäre das mal ein Anfang!!

Sandstrand2
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Re: Angst vor Rückfall

Beitrag von Sandstrand2 » 04.07.2018, 15:22

Liebe Sunshine,
und ja, das mit der Tagesklinik hört sich wirklich sehr gut an, ich werde mich mal informieren, was es für Möglichkeiten in meiner Nähe gibt!
Danke nochmals und liebe Grüße
Sandstrand

Aurora
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Re: Angst vor Rückfall

Beitrag von Aurora » 04.07.2018, 16:42

Liebe Sandstrand,

du darfst selbstverständlich hier schreiben, auch wenn du (noch) in der Co-Beziehung steckst. Denn durch den Austausch kannst du viel für dich erkennen und verändern, wenn du das möchtest. Und dann vielleicht auch Schritte machen, die dich in dein selbstbestimmtes Leben führen. Und vor allem: du hast die ersten Schritte ja schon gemacht, indem du dich hier angemeldet hast. Das bedeutet ja, dass du etwas ändern möchtest, dass du merkst, da läuft alles ganz schräg und so.

Viele Grüße
Aurora

Gotti
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Re: Angst vor Rückfall

Beitrag von Gotti » 06.07.2018, 07:02

Hallo Sandstrand,
habe nur gelesen, dass du noch in der Co - Beziehung stehst, und will dir ganz viel Mut machen,hier dran zu bleiben!!! Ich habe auch noch lange gebraucht, mich aus meiner Lage zu befreien, aber das Schreiben hier hat mir sehr gut getan!
Der Austausch - auch mit den Alkoholikern - hat mir sehr viele Augen geöffnet, die verschiedensten Seiten aufgezeigt.
Und zuletzt auch gezeigt, dass nur der "EINE" Weg der richtige für mich ist.
Ich bin ihn gegangen - nach langer Zeit - und bin sehr froh darüber!
LG Gotti.

Sandstrand2
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Re: Angst vor Rückfall

Beitrag von Sandstrand2 » 16.07.2018, 14:23

Liebe Aurora, liebe Gotti,
herzlichen Dank für Eure Zeilen und Eure Ermunterung, hier zu bleiben. Ich muss gestehen, ich habe das Problem, dass ich wegen meiner Kinder einfach noch nicht aus meiner Co-Beziehung raus kann, die Kinder leiden überhaupt nicht, lieben ihren Vater, sind oft mit dem Vater glücklicher als mit mir (sie wissen ja nicht, was dahinter steckt), sie sind total ausgeglichen und gut in der Schule, für sie ist es eine heile Familie und eine heile Kindheit. Nur ich leide, weil ich ständig am Limit laufe... aber ich kann den Kindern das jetzt nicht antun, ich habe auch schon Hilfe bei Therapeuten gesucht. Ich glaube, es ist noch nicht der richtige Moment hier zu schreiben, da ich nur hören würde, dass ich eigentlich aus meiner Beziehung raus müsste, was ja auch richtig ist, nur... es würde mich wahrscheinlich nur noch mehr belasten... manchmal sind die Dinge eben doch vielschichtiger.
Vielen Dank nochmals und liebe Grüße
Sandstrand

Gotti
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Re: Angst vor Rückfall

Beitrag von Gotti » 18.07.2018, 09:31

Ja, liebe Sandstrand - übrigens guter Name, denn dabei denke ich sofort an meinen Urlaub !!! - , wenn du nicht weg kannst, dann musst du dir ganz viele Ausgleiche suchen, die dir helfen, die Zeit zu "überleben", die du noch brauchst.
Hast du denn schon mal ein bisschen bei deinen Kindern vorgetastet? Beobachtet, wenn sie alleine sind? Wie sie sich mit und ohne ihren Vater verhalten? Ich weiß, dass das totales Co - Verhalten ist, aber ich wollte damals auch meine Kinder schützen.
Bei mir war es vielleicht doch ein Fehler.

Morgenrot
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Re: Angst vor Rückfall

Beitrag von Morgenrot » 18.07.2018, 11:22

Hallo Sandstrand,

ich bin auch nicht gegangen, wollte den Kindern etwas erhalten, was den Anschein der "heilen Welt" erwecken sollte.
Ich wollte eine unbeschwerte Kindheit für sie.
Heute weiß ich, das Kinder sehr früh alles mitbekommen, und ganz feine Antennen haben, wenn etwas nicht stimmt.
Meine Tochter, mittlerweile natürlich erwachsen, hat mich mal gefragt: "Mama warum bist du nicht gegangen"?
Wenn sie Fragen hatten, warum der Papa so ist, wie er ist, habe ich es verharmlost. Nicht bewußt, sondern aus angeblichem Schutz für sie.
Dabei habe ich etwas gemacht, was ich nie wollte, ich habe ihnen ihre Wahrnehmumgen abgesprochen. Das hatte ich selbst erlebt und den Fehler wollte ich nieeeeeeeee machen.
Ich habe es immer nur gut gemeint, aber das ist weit davon entfernt, es gut gemacht zu haben.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft.
Den Vorschlag von Gotti finde ich gut, hör und sieh hin, die bekommen soviel mehr mit, als wir Erwachsenen denken.

lg Morgenrot

Eule89
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Re: Angst vor Rückfall

Beitrag von Eule89 » 18.07.2018, 11:46

Hallo Sandstrand,

ich kann sowohl aus Partner-Sicht als auch aus Kinder-Sicht erzählen.
Deine Argumente kann ich schon nachvollziehen. Ich denke aber eher, dass deine Kinder es schon längst bemerkt haben, dass etwas nicht in Ordnung ist. Ich und meine Schwester haben das ganz schnell gemerkt, dass Mama (bei uns war die Mutter die Trinkende) anders ist. Wir konnten es nicht einordnen und nirgendwo dran festmachen. Aber irgendwas änderte sich. Mein Vater ist mit uns geblieben. Aber wir bekamen alles mit: den Streit, dass Mama anders war, die Spannungen, den Geruch usw. Wir liebten unsere Mutter trotzdem (und tun es immer noch, meine Mutter ist seit einigen Jahren trocken), wir unternahmen auch alle gemeinsam Dinge und wir Kinder waren gerne mit unserer Mutter zusammen. Dennoch haben wir beide ganz gut war abbekommen. Wir sind beide Co-abhängig geworden, haben Probleme mit uns und Anerkennung usw.
Ich persönlich hätte es -so im Nachhinein- besser gefunden, wenn mein Vater mit uns gegangen wäre. So, wie es heute ist, ist es gut. Aber für unsere Entwicklung wäre ein anderer Lösungsweg vielleicht besser gewesen.
Ich will dir da definitiv nicht reinreden, denn aus Partner-Sicht kann ich deine Gedankengänge vollkommen verstehen. Wenn du nicht gehen kannst/willst, musst du dich gut abgrenzen und ein ganz dickes Fell bekommen. Tu dir selbst was Gutes und deinen Kindern.

Liebe Grüße,
Julia

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