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2 Alkoholiker und ein Kind

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit

Moderator: Moderatoren

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Yvonne78

Re: 2 Alkoholiker und ein Kind

Beitrag von Yvonne78 » 18.10.2018, 06:39

Rattenschwanz...meine wütende Seite gibt dir Recht :-)
Aber es gibt doch da diesen 4jährigen, kleinen Menschen der sehr an seinem Papa hängt. Leider bin ich mir relativ sicher, daß er rückfällig wird...er hat fast 40 Jahre gesoffen und dies war seine erste Therapie. Er ist umringt von Alkoholikern, ist körperlich abgewrackt und hat wegen seiner Sauferei hohe Schulden. Viele Gründe, um nicht zu saufen hat er nicht...nur einen: sein Kind! Aber Liebe reicht bei einem Alkoholiker nun manchmal nicht aus. Ich will die Beziehung zwischen Vater und Sohn nicht tot reden, aber ich sehe vor meinem geistigen Auge nicht, daß unser Kind mit Papa aufwächst. Ich ziehe auch die Reißleine wenn es sein muss...aber wie kann ich herausfinden, ob er wieder säuft???

Rattenschwanz
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Re: 2 Alkoholiker und ein Kind

Beitrag von Rattenschwanz » 18.10.2018, 09:30

Yvonne78 hat geschrieben:
18.10.2018, 06:39
...aber wie kann ich herausfinden, ob er wieder säuft???
Besorg dir ein Alkoholtestgerät - gibt's schon relativ preisgünstig - und lass ihn pusten, anders kannst du das überhaupt nicht testen. Er wird immer wieder sagen, dass er nüchtern ist - vielleicht stimmt's ja auch.

Ja gut, er wird ganz schön rumzicken wenn er pusten soll - würde ich jedenfalls - aber wenn er sein Kind haben will, muss er da durch. Wenn das 2-3 mal gut gegangen ist, dann weißt du erst mal Bescheid und hörst auf damit um ihn nach ... was weiß ich ... vielleicht 3 Monaten noch mal pusten zu lassen.

Ich kenn ihn ja nicht aber vielleicht packst du ihn damit auch bissl an seiner Ehre und er freut sich, dir beweisen zu können, dass er trocken ist. So in der Art: Siehste, seit ich nicht mehr mit dir zusammen bin, muss ich auch nicht mehr saufen.

sorra
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Re: 2 Alkoholiker und ein Kind

Beitrag von sorra » 18.10.2018, 09:33

Hallo Yvonne,

ist es schlimmer mit einem schlechten Vater aufzuwachsen oder ohne?
Ich würde sagen, ersteres, (da ich das auch bekommen habe).
Wegen dem Trinken: du kannst wahrscheinlich nur, bei der Kindübergabe, schauen wie er sich verhält und dann einschätzen, ob er betrunken ist, nicht?

Alles Liebe,
sorra

sorra
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Re: 2 Alkoholiker und ein Kind

Beitrag von sorra » 18.10.2018, 09:34

Oder die Idee von Rattenschwanz

Mario B.
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Re: 2 Alkoholiker und ein Kind

Beitrag von Mario B. » 18.10.2018, 09:49

Hallo,
sorra hat geschrieben:
18.10.2018, 09:33
ist es schlimmer mit einem schlechten Vater aufzuwachsen oder ohne?
Ist er denn ein schlechter Vater? Oder implizierst du automatisch dass ein trockener Alkoholiker per se ein schlechter Vater ist?

Die Idee mit dem Alkoholtestgerät ist in meinen Augen eine gute Lösung, am besten wären natürlich 2 Alkoholtestgeräte, Mutter und Vater jeweils ihr eigenes. Doppelt hält besser. Und man würde klare Fakten schaffen anstatt Spekulationen und Verdächtigungen.

Gruss,

Mario B.

sorra
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Re: 2 Alkoholiker und ein Kind

Beitrag von sorra » 18.10.2018, 10:00

Hallo Mario,

Nein, ich meinte in dem Fall, ein nasser Alkoholiker ist ein schlechter Vater.
Und von Yvonnes Beschreibungen nach klingt es, als hätte der Mann Probleme Verantwortung für die Kinder zu übernehmen, jenseits von Alkoholismus. Deshalb habe ich das auch geschrieben.
Aber wahrscheinlich habe zu unklar formuliert.

Alles Liebe,
sorra

Mario B.
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Re: 2 Alkoholiker und ein Kind

Beitrag von Mario B. » 18.10.2018, 10:26

Hallo sorra,

danke für deine zusätzliche Erklärung, somit kann ich besser deine Aussagen einschätzen.

Schöne Grüsse,

Mario B.

Yvonne78

Re: 2 Alkoholiker und ein Kind

Beitrag von Yvonne78 » 18.10.2018, 12:26

Ihr Lieben...es ging ja rege her hier :-)
Ein Alkoholmessgerät habe ich natürlich...da hat er einmal reingepustet ( als er noch nass war ) und sich dann stets geweigert...weil es nicht Null angezeigt hat. Egal...ja er ist ein guter Papa und sicherlich eine bereicherung für unser Kind. Auch unter Alkoholeinfluss war er für unseren Sohn toll...er fing an zu albern und spielte Sachen mit ihm, auf die er in nüchternem Zustand keine Lust hatte ( wie ich übrigens auch nicht...stundenlang Bausteine und so ).
Wir haben gerade telefoniert...ich muss eine Woche ins KKH...es stand ausser Frage, daß er Sohni betreut...er kommt mich auch besuchen. Klar, für ihn ist die freundschaftliche Schiene einfach...aber wenigstens kann ich mein Kind dann auch sehen...eine Woche ist lange, gerade in meinem jetzigen Zustand.

Aber das wachsame Auge wird wohl immer auf ihm ruhen...meine Antennen sind ja bestens trainiert :-(

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