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Er ist wohl doch alkoholabhängig...

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit
Emmaleah13
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Er ist wohl doch alkoholabhängig...

Beitrag von Emmaleah13 » 05.10.2018, 20:51

Hallo ihr Lieben,

ich bin seit 14 Jahren mit meinem Mann zusammen. Wir haben zwei gemeinsame Kinder und ein Kind habe ich in Beziehung /Ehe mitgebracht. Und nun bin ich hier...

Bier getrunken hat er schon immer gerne, aber in den letzten 6,7 Jahren gab es höchstens 20 bierfreie Abende. Er trinkt nur abends. Immer dann, wenn ich genug gemeckert habe, legt er einen alkfreien Abend ein. Die Abstände, dass es hier Streit gibt, werden immer kürzer. Erst alle 6 Wochen, dann alle 3, mittlerweile eigentlich täglich. Im Moment ist seit gestern Abend absolute Funkstille. Heißt, wir reden nicht mehr miteinander. Mein Mann ist schon länger auf dem Standpunkt, dass nicht er sich ändern muss, sondern ich. Ich soll schön meinen ehelichen Pflichten nachkommen und zwar dann, wenn er will. Und das wäre tagsüber... Er sagt, er lässt sich seinen Spaß nicht von mir nehmen und das Bier ist ja sein einziges Hobby :evil:
Ich habe seit Tagen Kopfweh und schon lange schlechte Laune. Jeden besch.... Tag kommt er mit ner Tasche voll Bier nach Hause. Durchschnitt sind bei ihm 5-7 halbe Liter pro Abend. Manchmal macht er das erste erst gegen 20:30 auf, um mir dann Vorwürfe zu machen, dass ich ja nicht gesagt hätte, dass er mit zu Bett gehen soll. Es gibt auch keine Zärtlichkeit, kein Kuss oder so mehr. Nur dumme und anzügliche Sprüche. Ich fühle mich hinterher oft nur benutzt, was er überhaupt nicht kapiert.

Oft ist er verbal extrem aggressiv mir gegenüber. Auch im nüchternen Zustand. Grad wenn ich das Alkohol Problem anspreche, dann tickt er aus. Ich hätte mich ja verändert. Ich soll verschwinden und ihn in Ruhe lassen, wenn ich mich nicht "locker" machen kann. Er sagt klipp und klar, dass er sich nicht ändern wird und ich ihn erpressen würde. Das schlimmste ist für mich, dass die Kinder viel zu viel mitbekommen. Der älteste (17) sagt schon, er will nix mehr davon wissen, ich soll was tun.

Mittlerweile bin ich kurz vor dem Aufgeben....

Viele Grüße
Emmaleah

Sunny1976
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Re: Er ist wohl doch alkoholabhängig...

Beitrag von Sunny1976 » 06.10.2018, 10:13

Hallo Emmaleah,

Ich habe Dich schon im Vorstellungsbereich gelesen und muss sagen, das ich über Deine Geschichte sehr schockiert bin.

Es ist gut, das Du Dich hier angemeldet hast, denn hier kannst Du viel lernen, zuerst einmal, das Du nicht schuld daran bist, das er trinkt! Für einen Alkoholiker gibt es immer Gründe, warum er trinken muss. Gerne sind diese Gründe dann wir. Ich konnte mir das auch immer anhören, er trinkt nur, weil ich immer am meckern wäre, ich wäre so unentspannt, ich müsste mich dringend ändern. Der typische Satz von ihm war über Jahre war immer: ich trinke nur, weil Du so bist wie Du bist....

Komischerweise trinkt er immer noch, obwohl ich ja nun weg bin... was ich damit sagen will ist, das Du alles tun könntest, er ist krank und er muss weiter trinken. Wir werden eben nur gerne als Grund genommen, ist einfach und so rechtfertigen sich viele Alkoholiker selbst, warum sie immer wieder zur Flasche greifen müssen.

Ich kann Dir nur raten, nimm Deine Kinder und rettet Euch aus dieser ausweglosen Situation. So wie Du es beschreibst, wird er ja auch immer aggressiver, wer weiß was sonst noch alles passiert, wenn ihr länger bleibt. Er behandelt Dich sehr respektlos, Du schreibst selbst es gibt keine Zärtlichkeit mehr. Überlege auch mal, was das mit Euren Kindern anrichtet, die bekommen doch sicherlich mit, das Papa jeden Abend betrunken ist....

Ich weiß das das alles sehr schwer ist, aber glaube mir, am Ende ist es schwerer zu bleiben! Solange er keine Einsicht zeigt, solange wird sich nie etwas ändern.

Liebe Grüße
Sunny

Emmaleah13
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Re: Er ist wohl doch alkoholabhängig...

Beitrag von Emmaleah13 » 06.10.2018, 12:03

Hallo Sunny,

lustig, dass war in meiner Jugend mein Spitzname :lol:

Er fängt meist erst gegen 20 Uhr an zu trinken. Jetzt in den Ferien sind die Kinder länger wach und sehen natürlich, dass er jeden Abend trinkt. Mann merkt es ihm aber kaum an. Frühestens nach dem 5. Bier... Da lockert sich die Zunge und es kommen gemeine Sticheleien, auch in Gegenwart der Kinder. Ich bin unentspannt, soll mich mal locker machen und so weiter... Auch Anzüglichkeiten wie wollen wir mal schnell rüber kommen dann...Oder er brüllt mich an, wenn ich nein sage.
Grad hat seine Mutter angerufen... Ich habe ihr alles erzählt. Sie wohnt in einer anderen Stadt. Man sieht sich dreimal im Jahr. Sie ist geschockt... Das er oft trinkt, weiß sie, aber nicht die Ausmaße.

Es tat richtig gut... Sie dachte, er wäre mies drauf, weil ich die Böse bin... Und es tut gut, hier mal alles nieder zu schreiben :cry:

sorra
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Re: Er ist wohl doch alkoholabhängig...

Beitrag von sorra » 06.10.2018, 17:54

Hallo Emmaleah,

ich habe auch schon deine Beiträge im Vorstellungsbereich gelesen und ich habe viel dazu zu sagen (das heißt es wird ein langer Beitrag...)
Grundsätzlich kann ich meiner Vorgängerin Sunny in allen Punkten zustimmen, ich sehe das auch so.
Im Vora: entschuldigt bitte meine Worte, Sie sind bewusst gewählt und in dieser Situation, wie ich denke, angebracht.

Erstmal zu deinem Mann:
Er klingt wie ein S** Chauvinisten-Schwein.
(obwohl das ist ungerecht Schweinen gegenüber, die ein sehr liebenswürdiges Wesen haben.)
Das Verhalten, das er an den Tag legt, ist durch keine Sucht, Krankheit oder sonst etwas zu entschuldigen.
Wenn mein Partner sich so verhalten würde, wie du deinen Mann beschreibst, ich würde ihm plump gesagt ordentlich einpaar runterhauen (was ich dir aber nicht empfehle!)
Er ist herabwürdigend und gewalttätig, zu dir und den Kindern, denn die verletzt es gleichermaßen, zu sehen wie ihre Mutter verletzt wird.
Ein klassischer Tyrann, sowas erkenne ich sofort. Ich hasse weniges so sehr, wie wenn Frauen so behandelt werden, diese Geschichte macht mich deshalb sehr wütend.

Es ist schnelles Handeln gefragt, es geht auch um die Kinder. Bis die verbale Gewalt deines Mannes in eine S** und physische Gewalt überschwappt, ist meiner Meinung nach nur eine Frage der Zeit. Er ist krank und macht euch alle auch krank. Ich würde deine Sachen und die Kinder einpacken und dein Auto schnappen(bevor er die Reifen zerstechen kann) und abhauen.
Du kannst auch bei jemanden übergangsweise unterkommen, das wichtigste ist erstmal weg, wohin, wo du nicht seinen Ausbrüchen ausgesetzt bist. Da hast du deine Ruhe und bist in Sicherheit und kannst dich in Ruhe um einen Wohnungswechsel oder ähnlichem kümmern. Zurück kannst du dann noch immer (wenn du das dann noch möchtest). Der wird dir schon nicht davon laufen.

Momentan ist dieser Mann eine Gefahr für dich und deine Kinder und zeigt keine Einsicht. So ist sein Charakter zurzeit und er sagt selbst, er wird sich nicht ändern, also musst du es akzeptieren. Wieso sollte er sich auch ändern es gibt keinen Grund. Er zieht keinerlei Konsequenzen, kann dich unterdrücken und du lässt es passieren und bleibst bei ihm, obwohl er euch allen Schmerzen zufügt. Euer Zuhause klingt wie kein Zuhause, sondern wie ein Ort der Angst und Gewalt, von dem man sich so weit es geht fernhalten sollte. Würde ein dir wichtiger Mensch zB deine Tochter als Erwachsene, dir diese Situation beschreiben, du würdest ihr das Gleiche sagen. Du würdest ihr sagen: “Geh weg von ihm, lass dich nicht so behandeln!” Es gibt genug gute und anständige Männer. Wieso solltest du das aushalten müssen? Du hast genauso Respekt, Liebe und Sicherheit verdient.
Du willst zudem bestimmt nicht, dass deine Kinder denken, ein Mann darf mit (s)einer Frau so umgehen. Es bringt auch nichts, dir deshalb Vorwürfe zu machen und in Selbstmitleid zu versinken.Es ist jetzt wichtig Verantwortung für dein Wohl und das der Kinder zu übernehmen. Und mit der Forenanmeldung hast du auch schon damit begonnen! Ich finde es auch gut, dass du mit seiner Mutter gesprochen hast. Ich weiß, es ist schwer und du hast Angst vor der Veränderung, aber vieles spricht dafür, dass es wert ist, das zu riskieren.


Ich war als Kind in einer ähnlichen Situation wie deine Tochter jetzt ist. Mein Vater war zwar kein Alkoholiker, aber er war genauso gewalttätig (und noch ärger) wie dein Mann, auch den Kinder gegenüber. Er hat uns alle tyrannisiert. Es ist schrecklich als hilfloses Kind mitanzusehen, wie dein Vater deiner Mutter gegenüber gewalttätig ist. Diese Erlebnisse prägen mich heute noch. Ich und meine Geschwister haben meine Mutter zur Scheidung gedrängt, da war ich 13. Ihr Zögern hat mich verletzt, ich habe nicht verstanden, warum sie uns nicht beschützt und auch sich selbst. Jetzt als Erwachsene verstehe ich, dass die Situation bei weitem nicht so einfach war. Ich weiß, dass es sehr belastend ist und eine schwierige Entscheidung.
Aber zurückblickend, hat das Warten und Hoffen auf Besserung nichts gebracht.
Und sie hat das Gleiche gesagt wie du heute: Sie schwört, er war früher nicht so, er war sehr liebevoll; sie hat versucht ihn zur Therapie zu drängen, er hat sich nie ein Problem eingestanden; er meinte, sie sei verrückt nicht er; sie solle zur Therapie; sie ist Schuld, weil sie das und das falsch macht bla bla bla (schon die Sprüche aufschreiben ist anstrengend)
Es ist fast amüsant, wie die unverantwortlichsten Leute die Ersten sind, die über die “Pflichten” der anderen sprechen, sei es als Ehefrau, Mutter, Kinder. Mein Vater hat alles mögliche gesagt, nur um die Schuld von sich zu schieben, damit er nicht Verantwortung für seine Verhalten übernehmen musste, als Ehemann und Vater. Und mein Vater war, wie dein Mann krank, und das ist nicht ihre Schuld, aber es ist wohl ihre Schuld, wenn sie versuchen wirklich etwas dagegen zu tun.
Im übrigen, hätte meine Mutter auch niemals gedacht, in ihrem Leben in so eine Situation zu gelangen.
Und auch wenn es gedauert hat, ich bin meiner Mutter dankbar, dass sie ihn verlassen hat.

Es tut mir Leid, wenn meine Worte hart wirken, ich finde es wichtig deutlich zu sein, ohne dich angreifen oder entmutigen zu wollen.

Ich bin mir sicher, dass du die Kraft dazu hast, die nötigen Schritte zu gehen, auch wenn du nicht an dich glauben magst.
Da du dir täglich den Schwachsinn deines Mannes anhörst, kann ich mir vorstellen, dass du dich schäbig und schwach fühlst. Aber ich denke das Gegenteil.
Du bist eine erwachsene Frau die drei Kinder geboren (!) und aufgezogen hat. Das ist bewundernswert, ich denke du kannst alles schaffen.
Und du hast dieses Forum aufgesucht, weil du spürst im Innersten, dass es nicht richtig ist, wie es zugeht und es mal endlich rauslassen musst. Das heißt deine Instinkte sind stark und signalisieren dir das Richtige. Viele Leute spüren nicht mal das. Du bist stark und du weißt, dass die Situation dir nicht gut tut. Du weißt eigentlich auch, was du brauchst, deshalb bist du hier, das ist ein gutes und gesundes Anzeichen, dass du auf dem richtigen Weg bist. Vertraue auf deine Gefühle und lass dir von ihm nichts anderes einreden, denn er ist wahrscheinlich sowieso schon sehr gefühlstaub vom Alkohol. (Er soll seinen "Spaß" behalten, solange es ihm "Spaß" macht)
Angst zu haben ist normal, ihr seid lange zusammen und habt eine Familie. Sich zu lösen ist schwer, aber momentan das Richtige für das Wohl der Familie. Ich sehe keine andere Option für dich. Wenn du jegliche weitere Schwierigkeiten hast (finanziell, organisatorisch... was auch immer), würde ich dir sehr ein Frauenhaus empfehlen. Die Leute dort sind professionell, helfen bei der Trennung und bieten Schutz und Hilfe zu einem selbstständigen, unabhängigen Leben. Ich lebe nicht in Deutschland, aber ich bin mir sicher es gibt eine Stelle in erreichbarer Nähe.

Ich hoffe, das hilft dir etwas.
Ich wünsche alles Liebe,
sorra

sorra
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Re: Er ist wohl doch alkoholabhängig...

Beitrag von sorra » 06.10.2018, 18:08

Ich bin neu hier und weiß leider noch nicht, wie man die eigenen Beiträge editieren kann, deshalb versuche ich es so.


Ich finde es etwas befremdlich, zensiert zu werden (ich denke, das Forum ist für über 18-jährige Erwachsene?)
und möchte schreiben, was ich schreiben wollte, da es keine anzüglichen Wörter sind.
sorra hat geschrieben:
06.10.2018, 17:54
Erstmal zu deinem Mann:
Er klingt wie ein S** Chauvinisten-Schwein.
(obwohl das ist ungerecht Schweinen gegenüber, die ein sehr liebenswürdiges Wesen haben.)
hier: s e x i s t i s c h e s Chauvinisten-Schwein
sorra hat geschrieben:
06.10.2018, 17:54
Es ist schnelles Handeln gefragt, es geht auch um die Kinder. Bis die verbale Gewalt deines Mannes in eine S** und physische Gewalt überschwappt, ist meiner Meinung nach nur eine Frage der Zeit.
hier: s e x u e l l e Gewalt

Das wollte ich noch hinzufügen.
S

sorra
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Re: Er ist wohl doch alkoholabhängig...

Beitrag von sorra » 06.10.2018, 19:23

sorra hat geschrieben:
06.10.2018, 17:54
Und mein Vater war, wie dein Mann krank, und das ist nicht ihre Schuld, aber es ist wohl ihre Schuld, wenn sie versuchen wirklich etwas dagegen zu tun.
Korrigiere: Es ist wohl ihre Schuld, wenn sie NICHT versuchen, wirklich etwas dagegen zu tun.

Emmaleah13
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Re: Er ist wohl doch alkoholabhängig...

Beitrag von Emmaleah13 » 06.10.2018, 19:42

Hallo Sorra,

danke für deine ehrliche und ausführliche Antwort. Mich muss auch niemand schonen. Mir ist durch eure Kommentare schon mehr als ein Lichtlein aufgegangen :!: Ich bin schon so abgestumpft, dass mich seine Beleidigungen komplett kalt lassen. Früher habe ich noch oft geweint, dass kann ich grad nicht mehr. Er fragte gestern abend tatsächlich noch in einem absolut gehässigen Ton, ob ich brav mit unter die Dusche komme. Das einzige was von mir kommt ist ein "Nein!" Ich bin so extrem verletzt und gekränkt, dass ich mir Nähe gar nicht vorstellen kann! Ist das normal? Er hält es auch überhaupt nicht für nötig, sich für irgendeinen seiner Sprüche zu entschuldigen. Hat er noch nie gemacht... Er sagt, ich bring ihn dazu, so auszurasten. Ich würde ihn provozieren...

Er hat mir innerhalb von einem dreiviertel Jahr dreimal versprochen, weniger zu trinken. Beim ersten Mal hieß es, wenn du mein Konto ausgeglichen hast... Hab ich dumme Kuh getan... Nix passiert. Zwei Monate später, wenn ich den restlichen Kredit ablöse. Habe ich getan, nix passiert. Muss dazu sagen, dass ich ein bisschen Geld geerbt habe. Im Juli war er soweit, dass er gehen wollte, weil ich nicht so war, wie er wollte. Ich habe mich nach seinem Willen hingebogen, weil er sich auch ändern wollte. Wochenlang war nix zu merken davon. Dann hieß es, wenn die Sommerferien vorbei sind. Weil die Kinder ja lange wach sind, kann man eh nicht gemeinsam ins Bett gehen, dann könne er ja erstmal weiter sein Bier trinken. Na ja, nach den Ferien passierte... Nix! Nun steh ich hier und fühle mich komplett verarscht :evil: und nun sind Herbstferien :lol:

Ich bin tatsächlich auf der Suche nach einer Wohnung. Ist echt schwer hier in der Nähe was zu finden. Die Kleinste (1.Klasse) müsste die Schule wechseln, wenn wir aus dem Schulbezirk ziehen sollten. Sie ist grad eh sensibel und das mag ich ihr nicht antun,da ihre beste Freundin (seit 3 Jahren) in ihrer Klasse ist. Natürlich wäre es mir am liebsten, er würde gehen, aber weigert sich.


Es tat so gut, seiner Mutter reinen Wein einzuschenken. Sie glaubte immer, dass ich alleine Schuld bin, dass er mies drauf ist. Das war eine große Befreiung, als ob mir ein riesiger Fels vom Herzen gepurzelt ist...

Sunny1976
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Re: Er ist wohl doch alkoholabhängig...

Beitrag von Sunny1976 » 06.10.2018, 21:13

Liebe Emmaleah,

Wenn ich so behandelt werden würde könnte ich mir auch keine Nähe mehr vorstellen. Es ist völlig normal, das Du das nicht mehr möchtest. Ich mache mir wirklich Sorgen wenn ich höre, wie Du mit Dir umgehen lässt und wie er sich auch gegenüber den Kindern verhält. Ich kann mich da Sorra nur anschließen, versuche ganz schnell Dich und die Kinder zu retten!

Meinst Du wirklich, ein Schulwechsel wäre für Deine Kleinste schlimmer als weiter mitanzusehen, wie die eigene Mutter nieder gemacht wird und der Vater aggressiv ist? Und auch wenn er erst anfängt zu trinken wenn die Kinder im Bett sind, dann kriegen sie doch trotzdem die Stimmung zwischen Euch mit.

Du schreibst ganz viel von Schuld... ich glaube, Du hast Dir über Jahre das selbst mittlerweile so angenommen. Und wenn Du schreibst, das seine Mutter glaubte, das Du alleine Schuld bist, das er mies drauf ist, da stellen sich mir die Nackenhaare auf! Was sind das denn für Verhältnisse? Und wie hast Du das die ganzen Jahre ausgehalten?

Veränderungen sind immer schwer, da kann ich selbst ein Lied von singen. Aber wenn ich heute zurück denke geht es mir jetzt viel besser. Habe wieder Mut und versuche, Deine Selbstachtung zurück zu bekommen. Werde aktiv was die Wohnungssuche angeht, hole Dir bitte auch juristische Hilfe, vielleicht gibt es ja doch eine Möglichkeit das er auszieht?

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