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Er ist wohl doch alkoholabhängig...

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit

Moderator: Moderatoren

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Emma2010
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Re: Er ist wohl doch alkoholabhängig...

Beitrag von Emma2010 » 05.01.2019, 07:15

Hi liebe emmaleah,

nur mal angenommen, dein Partner hätte mit allem, was er dir vorwirft recht? Also du erpresst ihn, willst ständig, dass er sich ändert, bist nur
so nachgiebig, um nicht alleine sein zu müssen, u.u.u.?

Was könntest denn nun du als Konsequenz aus diesen Verhalten, vielleicht jetzt anders machen?
Was brauchst du, damit es dir und den Kindern besser gehen kann?

LG Emma

Emmaleah13
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Re: Er ist wohl doch alkoholabhängig...

Beitrag von Emmaleah13 » 05.01.2019, 10:56

Ich weiß nicht, ob ich mich für viel gesünder halte... Ich denke, ich habe anscheinend eine selbstzerstörerische Art. Ich habe mir über die Jahre so einiges gefallen lassen, so dass ich mir ein dickes Fell zugelegt habe und das alles nicht so an mich ran lassen will. Die Angst vor dem Alleinsein kommt auch noch dazu. Dabei bin ich nicht allein. Ich habe drei tolle Kinder!

Ich will ihn nicht erpressen, aber das er jeden Abend trinkt, damit komm ich nicht zurecht. Ich wollte so gern eine ganz normale Beziehung führen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass bis an mein Lebensende mit zu machen. Wenn es nicht so läuft, wie er es gerne hätte, wird er wirklich gemein und fies. Wenn ich so bin, wie er es will, ist er zufrieden. Aber ein Leben ohne Umarmungen, ohne Kuscheln, nur mit S** am Tag, kein gemeinsames zu Bett gehen kann ich nicht führen. Ich denke, durch die vielen Demütigungen und Beleidigungen ist die Liebe auch irgendwie gestorben. Wenn ich ihn wirklich noch richtig lieben würde, würde ich vielleicht akzeptieren, dass er trinkt, oder nicht? Er sagt, ich treibe ihn dazu, zu trinken.

Ich verstehe halt nicht, wie er dazu kommt, die Familie aufs Spiel zu setzen, um sich nicht ändern zu müssen. Ich habe es damals ja auch für ihn getan... Es müssen immer beide Seiten an einer Ehe arbeiten, aber er will das anscheinend nicht.

Ich brauche einen Mann, der mir Liebe gibt, Zärtlichkeit, Interesse zeigt, mich mal in den Arm nimmt ... Ich fühle mich komplett auf das S** reduziert.

Sunshine_33
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Re: Er ist wohl doch alkoholabhängig...

Beitrag von Sunshine_33 » 05.01.2019, 12:27

Hallo Emmaleah,

möchtest Du was an Deiner Situation ändern oder nicht?
Wenn ja, wirst Du hier Hilfe bekommen können, wenn nicht, gehts halt weiter wie gehabt.
Diese Erfahrung hast Du aber bereits ausgiebig gemacht oder?
Also sei nicht überrascht, wenn sich nichts ändert, wenn DU nichts änderst, es ist wie es ist...
Ich weiß nicht, ob ich mich für viel gesünder halte... Ich denke, ich habe anscheinend eine selbstzerstörerische Art
Aus zwei kranken Menschen ist noch wie was "gesundes" hervorgegangen, oder wie sagt man?
"Zwei Kranke machen keinen Gesunden"
Allein von daher kann ja nix wirklich Gutes bei Euch rauskommen.
Da müßte jeder erstmal für sich selbst gesunden, nicht wahr?
Anders funzt die Sache einfach nicht.
Ich wollte so gern eine ganz normale Beziehung führen.
Das ist ganz eindeutig mit einem nassen Alkoholiker nicht möglich!
Diesen Traum solltest Du mal platzen lassen, auch wenn Dir das nicht gefällt... bzw. ist er das doch längst, nicht wahr?
Du weißt das bereits aus Deinen eigenen gemachten Erfahrungen, oder?
Aber ein Leben ohne Umarmungen, ohne Kuscheln, nur mit S** am Tag, kein gemeinsames zu Bett gehen kann ich nicht führen.
Das musst Du auch nicht !!
Es liegt ja allein an Dir, was Du aus Deinem Leben machst.
Mir wäre das auch zu wenig, nur auf S** reduziert zu werden.
Ich denke, durch die vielen Demütigungen und Beleidigungen ist die Liebe auch irgendwie gestorben
Tja, so ist das wohl. Wenn zu viel negatives passiert ist, dann stirbt auch die Liebe zu diesem Menschen immer ein Stück mehr.
Bis nichts mehr da ist.
Aber wir könnten einen anderen Menschen wieder lieben... und denke sogar, genau so stark wie jemand anderen zuvor.
Liebe nutzt sich nicht ab. Und auch hier ist niemand "unersetzlich". :wink:
Eine neue Liebe wird vielleicht anders sein, ungewohnter, und hoffentlich schöner als die "alte" in solchen Fällen wie Deinem... was auch immer. aber sie ist möglich, daran glaube ich ganz fest.
Wenn ich ihn wirklich noch richtig lieben würde, würde ich vielleicht akzeptieren, dass er trinkt, oder nicht?
Emmaleah, Liebe und Alkoholmissbrauch passen einfach nicht zusammen.
Warum solltest Du ein Verhalten akzeptieren, was schädlich für Dich ist?
Der Begriff "Liebe" hat hier meiner Meinung nach gar nix zu suchen.
Mal ganz davon abgesehen, das ein alkoholkranker Mensch höchstens nur noch eingeschränkt liebesfähig ist, wenn überhaupt.
Wir haben als nasse Alkoholiker doch längst eine Liebesbeziehung, und zwar mit unserer Pulle.
Neben der Sucht ist nur wenig Platz für anderes. Und für Liebe eher gar keiner. Vielleicht mal für ne schnelle Nummer, aber dann wendet
man sich wieder seiner eigentlichen Liebe zu, dem Alkohol.
So siehts doch leider mal aus... :(
Und daran könntest Du mit all Deiner Liebe GAR NICHTS ändern, keine Liebe ist stärker wie die Sucht nach Drogen !
Ich verstehe halt nicht, wie er dazu kommt, die Familie aufs Spiel zu setzen, um sich nicht ändern zu müssen. Ich habe es damals ja auch für ihn getan... Es müssen immer beide Seiten an einer Ehe arbeiten, aber er will das anscheinend nicht.
Es ist im Grunde egal, ob Du das verstehst oder nicht.
Es ändert nichts an dem Sachverhalt.
Der Alkohol ist stärker als Liebe, der Alkohol ist wichtiger als die Familie.
Er ist LEBENSINHALT für einen aklkoholkranken Menschen.
Da IST einfach kein Platz mehr für anderes.
Ein Arbeiten an der Ehe?? Das ist für nasse Alkoholiker ungefähr so wichtig, als ob in China n Sack Reis umfällt, sorry, aber es ist leider so.
Hauptsache der CO funzt einigermaßen, alles andere ist eher egal.
Es geht hier auch gar nicht um ein Arbeiten an der Ehe, darum kann es gar nicht gehen, solange Dein XY säuft.
Denn dann fehlt sozusagen die Basis, man kann nicht auf einen nassen Alkie bauen, in keinerlei Hinsicht.

Und nochwas, man sollte auch nicht sein Verhalten ändern, um sich jemand anderen besser anpassen zu können.
Was Du an Dir für Deinen XY geändert hast, ist Deine Sache, aber erwarte nicht, das es umgedreht genau sein wird.
Jeder darf so sein, wie er nun mal ist. Und wird auch so geliebt, auch DU !
Man passt nun mal nicht mit allen Menschen zusammen, aber es gibt genug Menschen auf der Welt, mit denen es passen könnte !
Aber mit Alkohol im Spiel ist leider jede Beziehung zum Scheitern verurteilt. :(
Da nützt auch die größte Liebe nichts. Leider ist das so, Emmaleah.

Ändere was an Deinem Leben ! Du hast es in der Hand !
Schieb das nicht auf das Verhalten von anderen ab, auch nicht auf einen Alkoholiker.
Du bist für Dich selbst verantwortlich, mach was draus !

LG Sunshine

Emmaleah13
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Re: Er ist wohl doch alkoholabhängig...

Beitrag von Emmaleah13 » 05.01.2019, 13:01

Danke, Sunshine! Genau dieses Kopfwaschen habe ich grad gebraucht :D
Ich sitze hier und weine um etwas, was schon längst hätte zu Ende sein müssen. Ich muss einsehen, dass ich nix bewirken konnte und auch unsere Kinder ihn nicht halten können bzw. zur Vernunft bringen.

Ich brauche jetzt erstmal einfach Ruhe... Ob ich überhaupt noch einmal jemanden in mein Leben und Herz lassen kann, darüber mag ich gar nicht nachdenken...

Sunshine_33
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Re: Er ist wohl doch alkoholabhängig...

Beitrag von Sunshine_33 » 05.01.2019, 13:38

Ich sitze hier und weine um etwas, was schon längst hätte zu Ende sein müssen. Ich muss einsehen, dass ich nix bewirken konnte und auch unsere Kinder ihn nicht halten können bzw. zur Vernunft bringen.
Emmaleah, wenn Du das wirklich begriffen hast und es auch wirklich innerlich angekommen ist, dann hast Du schon einen großen Schritt bewältigt!
Denn viele hoffen immer weiter, obwohl es gar keinen Anlass gibt, zu denken, das "von allein" was passiert.
Und das tut es auch meist nicht.
Der nasse Alkie kann erst dann etwas ändern an seinem Leben, wenn es von ihm selbst kommt.
Wenn es so nicht mehr weiter geht, und wenn er bereit ist, Hilfe anzunehmen.
Eher nicht !
Und solange ein CO bleibt, hofft und still hält, begünstigt er das kranke Verhalten des Süchtigen auch zusätzlich mit.
Das soll keinerlei Schuldzuweisung sein ! Also bitte nicht falsch verstehen, das ist ne rein sachliche Feststellung.
Mehr nicht.
Ich brauche jetzt erstmal einfach Ruhe... Ob ich überhaupt noch einmal jemanden in mein Leben und Herz lassen kann, darüber mag ich gar nicht nachdenken...
Ja, Ruhe ist immer gut, auch zum nachdenken, wie es weiter gehen kann.

Ich wollte auch nicht sagen, das man nun sofort den alten Partner durch einen neuen austauschen sollte, denn solche überstützt
eingegangenen neuen Beziehungen steht nachweislich unter einem schlechten Stern.
Erstmal sollte man besser mit einer Sache auch innerlich so weit wie möglich abschließen, ehe man was Neues beginnt.
Alles andere wäre ja auch einem neuen Partner gegenüber unfair.
Ich will damit sagen, das das eigene Leben nicht vorbei ist und es auch nicht den Untergang der Welt bedeutet, wenn eine Beziehung/Ehe
scheitert.
Das kann nun mal passieren und wenn Drogenmissbrauch noch dazu kommt, gibt es eh wenig Chancen.
Dann kannst Du nur noch Deine eigene Haut retten und die der Kinder, bitte setze auch sie nicht weiterhin diesem Drama aus.
Sie werden darunter Schaden nehmen und haben es vielleicht auch schon.
Ich habe leider persönlich gerade mit so einer Situation zu tun, die zwar nichts speziell mit Alkoholabhängigkeit zu tun hat, aber nicht minder belastend ist.
Ich weiß von daher, wie es Kindern in so einer oder ähnlichen Situation geht und wie schwer das alles für sie ist.
Da sind ganz empfindliche Seelen, die Schutz benötigen und vielleicht auch psychologische Hilfe.
Jedes weitere Aussetzen dieser Situation wird schlimme Folgen für sie nach sich ziehen, bitte glaube mir das und nimm das bitte sehr ernst.
Die Kinder können sich noch nicht selbst wehren, Du hast also die Verantwortung für sie.
Denn Dein kranker XY kann sie nicht mehr übernehmen.
Das mag frustrierend sein und auch wütend machen, aber so sind leider die Tatsachen.

Und irgendwann... wenn alles vorbei ist und überstanden, dann ist vielleicht auch wieder Platz für einen neuen Partner in Deinem Leben?
SO meinte ich das eher :wink:
Das Leben ist nicht vorbei, wenn eine Beziehung scheitert ! Ansonsten wäre meines schon längst ein paar Mal vorbei gewesen. :wink:
Es fühlt sich aber erstmal so an, ich weiß.
Aber diese Gefühlen gehen auch wieder... und zwar am besten, wenn man es anpackt und weitergeht. Auf einem besseren Weg...

LG Sunshine

Emmaleah13
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Re: Er ist wohl doch alkoholabhängig...

Beitrag von Emmaleah13 » 05.01.2019, 16:53

Du hast recht, das Leben geht weiter. Im Moment bin ich natürlich komplett runter mit den Nerven. Ich breche aus heiterem Himmel einfach in Tränen aus so wie jetzt gerade. Die Kinder verstehen das auch alles nicht... Er tut gerade ganz normal, ob nix wäre. Versucht mit mir ganz normal zu reden. Ich kann das gerade überhaupt nicht!!! Ich bin genervt davon und weiß nicht, wie ich mich verhalten soll. Ihm geht es anscheinend gut mit und in dieser Situation.
Es fühlt sich wirklich so an, als ob mein Leben einfach stehen bleibt. Der Schmerz ist grausam, obwohl er mich so oft verletzt hat.

Wenigstens hatten die Kinder noch ein schönes Weihnachtsfest mit der ganzen Familie. Ich habe jetzt gerade große Angst vor der Zukunft... Ich habe so oft gedacht, dass ich das alles nicht mehr will, so wie es ist, aber jetzt wo das Ende da ist, krieg ich Panik... Ich habe bisher eigentlich immer den Alltag soweit alleine bewältigt, weil er oft 10 Stunden täglich weg war, wir haben in den letzten Monaten nie viel gesprochen, meist gestritten, aber das er dann irgendwann ganz weg ist... Das ist schon merkwürdig gerade... Ich weiß, dass ist echt alles Wirrwarr, aber die Gedanken schwirren so durcheinander, das ist unglaublich im Moment...

Emma2010
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Re: Er ist wohl doch alkoholabhängig...

Beitrag von Emma2010 » 05.01.2019, 20:03

Ich habe jetzt gerade große Angst vor der Zukunft... Ich habe so oft gedacht, dass ich das alles nicht mehr will, so wie es ist, aber jetzt wo das Ende da ist, krieg ich Panik...
Es ist glaube eine Tatsache, weiß nicht ob das bei dir auch der Fall ist, dass wir Co-Abhängige uns im Laufe einer Partnerschaft zu sehr verbiegen, wir machen und tun alles, nur um "geliebt" zu werden. Dieses Verhalten kann mit der Zeit eine Beziehung sehr belasten. Denn geht man gar zu symbiotisch miteinander um, gefährdet das unsere Leidenschaft. Eine Paarbeziehung wird irgendwann daran zerbrechen. Versucht man notgedrungen als Ausgleich es mit Abgrenzung und die Differenz wird zu groß, kann man auch schlecht damit leben.
Wer schon länger in Partnerschaft lebt, kennt oft seine bessere Hälfte recht gut, denke mal, dass man sich ganz gut "lesen" kann.
Wenn jemand Alkoholiker ist, dennoch ist der/die ja deswegen nicht doof, haben nach wie vor genug Gefühl, um zu wissen, was das Gegenüber
im Sinn hat.

Ich finde es sehr bemerkenswert, wie oft etwas eintrifft, was wir von unsern Ängsten meistens schon kennen. Es ist, als würde sich die Angst, die man sich um etwas macht, die Gedanken, die man hat, sich manifestieren.
> Ich habe oft gedacht, dass ich das alles nicht mehr will,...
Du bist gerade total fertig, weil deine Ehe möglicherweise in die Brüche geht?
Warum muss eine Differenzierung in einer Partnerschaft immer gleich so radikal sein? Kann es, wenn es nicht so läuft, wie in unserer Vorstellung, immer nur die Trennung geben?
Vielleicht kann es ja ein erster Schritt sein, aus dem gemeinsamen Schlafzimmer auszuziehen, den anderen sein zu lassen, wir er/sie ist, alle möglichen Verstrickungen ( gemeinsame Konten, Gefälligkeiten, Verbindlichkeiten,...) aufzulösen, also aus einem Wir-Gefühl wieder zum
Du und Ich zurück zu kehren. Soll heißen, man kann das eigene Erleben wieder neu ausrichten, es wie eine Reise betrachten.
Wer bin ich und wie will ich sein, was erwarte ich mir vom Leben?

Wirst sehen, wenn du möglichst authentisch und standfest bist in deinen Entscheidungen, klar bist in deinen Forderungen und kannst deine
Gefühle mitteilen, nicht für ihn sondern für dich, dann macht das was mit dem Partner. Zumindest wird er wahrnehmen, woran er bei dir ist, er wird dich ernst nehmen müssen.
Ich denke mal, das wäre doch schon mal ein Anfang? Daduch bist wieder im Spiel als der Gestalter deines eigenen Lebens.
Wo die Reise letztlich hingeht, wer weiß?

Zu guter Letzt: Das Leben ist mehr als Beziehung. Du hast drei tolle Kinder. Bei genauerer Betrachtung bin mir sicher, dass es da einiges gibt,
dass du liebst, die dich lieben, was dich ausmacht, was es Schönes im Leben gibt?

Ich wünsche dir einen guten Neuanfang!
Emma

Emmaleah13
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Re: Er ist wohl doch alkoholabhängig...

Beitrag von Emmaleah13 » 05.01.2019, 23:11

Er schläft schon seit Ewigkeiten nicht mehr im Ehebett. Getrennte Konten haben wir von Anfang an behalten. Er will jetzt einfach weg und seine Ruhe haben. .. Es kracht ja schon seit mehreren Jahren in regelmäßigen Abständen zwischen uns. Ich gestalte mein Leben schon länger für mich allein. Eben, weil, wenn er zuhause ist, seine Ruhe haben will.

Verbogen habe ich mich die ganze Zeit. S** überall und zu jeder Zeit, wenn er es wollte. Obwohl die Kinder zuhause waren. Im Sommer waren wir schon kurz vor der Trennung. Ich versprach, mich zu entspannen und zu ändern, gerade was das Intime angeht. Er versprach mir, dass wenn die Sommerferien zu Ende sind, dass er dann weniger trinkt. Ich habe meinen Teil über Wochen eingehalten... Er nicht! Ich habe ihm mehrmals gesagt, dass ich die Rolle rückwärts mache und irgendwann auch getan... Mehrmals hat er mir sowas versprochen und nie eingehalten. Ich habe mich sogar operieren lassen, weil er meinte, dass mein Furunkel an der Oberschenkelinnenseite (ca. 6 cm lang) Schuld ist an dem wenigen S** tagsüber... Das waren Schmerzen, sag ich dir :shock:! Ich habe es aber für uns getan, jetzt ärgere ich mich irgendwie, andererseits Badehose ade! Vielleicht bin ich etwas prüde und altmodisch, aber unter einer normalen Ehe stelle ich mir auch vor, dass man ab und zu gemeinsam ins Bett geht abends...

Ich habe meine drei Kinder, die mich lieben und mich unterstützen... Die jüngste (6Jahre) kam heute mindestens 10 mal und sagte mir, dass sie mich lieb hat. Heute war ja der Tag, wo er sagte, dass er geht.

So, für heute ist es auch genug mit Jammern... Ich danke euch allen fürs zuhören und die vielen Ratschläge... Dankedankedanke! Es gibt mir wirklich sehr viel Kraft hier zu sein bei euch

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