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Ich helfe nicht mehr

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit
Morgenrot
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Re: Ich helfe nicht mehr

Beitrag von Morgenrot » 02.01.2019, 00:00

Hallo Coup,
Das höre ich in letzter Zeit öfter
ich arbeite auch in diesem Bereich, und kann es bestätigen, das es angeboten wird.
Ich halte es für "Geldmacherei", so erhält man sich die Patienten.
Ein Alkoholiker kann nicht kontrolliert trinken, genauso wie ich als ehemalige Raucherin auch nicht lange brauchen würde, um wieder auf die Menge meiner Zigaretten zu kommen, die ich vor 9 Jahren geraucht habe.

lg Morgenrot

Linde66
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Re: Ich helfe nicht mehr

Beitrag von Linde66 » 02.01.2019, 13:54

Wenn man nicht sofort ganz aufhören kann, soll man es mit dem kontrollierten Trinken versuchen.
Hallo coup,

in einem anderen Zusammenhang könnte es Sinn ergeben.

Wenn man aufhören möchte und einen Termin zur Entgiftung hat, dann soll man auf gar keinen Fall alleine daheim im stillen Kämmerlein ohne ärztliche Begleitung einen Kalten Entzug machen. Das könnte zu schlimmsten Entzugserscheinungen führen, z. B. zu Krampfanfällen.

Daher raten wir immer, daß die Leute bis zum stationären Entgiftungstermin bzw. bis zur ärztlich begleiteten ambulanten Entgiftung ihr übliches Level weitertrinken.

Also nicht runtertrinken, nicht ausschleichen, nicht urplötzlich aufhören - sondern wie üblich bis zum Termin weitertrinken! Ein Kalter Entzug kann nämlich tödlich verlaufen.

Nur in diesem Zusammenhang macht der obige Satz Sinn. Aber unabhängig davon ist für einen Alkoholiker "kontrolliertes Trinken" unmöglich. Der Kontrollverlust ist ja eines der Zeichen für Alkoholismus.

Lieber Gruß, Linde

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