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Wie mache ich es richtig?

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit

Moderator: Moderatoren

Nadless
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Re: Wie mache ich es richtig?

Beitrag von Nadless » 21.05.2019, 12:48

Hallo ihr lieben.
Wieder einmal stelle ich fest wie stark ich doch emotional verbandelt bin mit meinem XY. Gibt es jemals einen Weg daraus? Ist es Liebe oder Abhängigkeit?

Für mich steht nach wie vor fest dass die Richtung die ich vor zwei Monaten eingeschlagen habe richtig ist. Der Weg ist holprig und steinig und ich bin doch das ein oder andere mal gestolpert. Bin in ein Gefühls Loch gefallen und wieder rausgekrochen. Trotzdem ist es sehr sehr aufwühlend, anstrengend und kräftezehrend.
Der Tipp von der Drogenberatung war in jeder Hinsicht ein Reinfall. Das hat uns beide ziemlich runtergezogen. Letztendlich soll es doch nicht noch weiter destabilisieren. Das hat es aber getan. Für beide Seiten. Natürlich hätte ich auf mein Recht pochen können und die Polizei rufen und zum Amtsgericht gehen und so weiter und so weiter. Aber was bringt das? Nur noch mehr destabilisation, Stress und Aufregung. Man kann es sich auch wirklich schwer machen wenn man es auch im guten klären kann.
Ich habe hier viele Geschichten und Konstellationen mit Alkoholikern gelesen. Viel Aggressionen, Schuldzuweisung und Gewalt.
Das gibt es bei uns nicht. Noch nie hat er mir für irgendetwas die Schuld gegeben. Er hat mir noch nie gesagt dass er wegen mir trinkt. Er hat mir nie gesagt dass ich für sein Elend verantwortlich bin. Ich selbst bin es immer gewesen die sich verantwortlich gefühlt hat, die irgendetwas gerade biegen muss. Nur ich selbst. Das habe ich ganz alleine geschafft.

Dieser Vorfall letzte Woche mit der Abmachung war wie ich schon sagte der totale Reinfall. Mich selbst hat das völlig runtergezogen und mitgenommen. Diese Stimmung und negativen Gefühle die sich in mir breit gemacht haben waren wirklich nicht konstruktiv. Okay was also tun?
Ich habe gestern das Gespräch gesucht. Ich habe ihm offen gesagt woher ich diesen Vorschlag hatte. Habe ihm gesagt dass ich es im Nachhinein als Fehler sehe. Das ist mir leid tut dass ich ihn sehr bedrängt habe. Dass ich einfach Probleme habe damit umzugehen. Er mir sehr wichtig ist und ich ihn auch im Grunde genommen nicht verlieren möchte. Diese Abmachung an sich Blödsinn gewesen ist. Ich mich selbst darüber ärgere über die Folgen. Nun gut ich habe ihm meine Gefühlswelt erklärt und meine Überforderung mit der Gesamtsituation dass ich damit halt noch nie umgehen konnte. Meine Bedingungen die ich ihm vor ein paar Wochen gegeben habe stehen nach wie vor im Vordergrund. Wir lösen diese Wohnung auf und schauen dass wir beide Abstand bekommen. Auf friedlichen Weg. Alkohol und diese destruktiven konfliktbehandlung kommen für mich definitiv nicht mehr infrage. Das habe ich noch mal ganz deutlich gesagt. Zu gegebener Zeit können wir uns um Beziehungsprobleme kümmern wenn er sein Alkoholproblem in den Griff bekommt. Aber bis dahin Abstand.
Solange wir noch zusammen wohnen hält er sich nur in seinem Zimmer auf wenn er trinken muss. Das ist dann für mich auch in Ordnung. Wenn wir uns gegenseitig respektieren ist das mehr als in Ordnung für mich. Und für ihn auch. Habe auch noch mal auf den Punkt gebracht warum mir eine räumliche Trennung so wichtig ist.
Danach haben wir uns lange umarmt. Sind jeder in sein Zimmer gegangen und gut.

Bezüglich der Tagesklinik habe ich noch mal gefragt warum er da eigentlich hingeht. Weil ich es wirklich nicht verstanden habe. Er muss es nicht wegen mir tun. Wirklich nicht. Das macht ja gar keinen Sinn.
Nun ja, da die Diakonie die Tagesklinik angeleiert hat und er eine ambulante Suchttherapie beantragt hat macht es für ihn Sinn dort weiterhin zu gehen damit die Therapie genehmigt wird. Bei einem Abbruch wird das natürlich negativ gewertet.
Das klingt für mich ziemlich plausibel. Ich glaube ihm wirklich das was er mir über die Tagesklinik erzählt hat. Aber ist ja nicht mehr lange.
Es hörte sich wirklich plausibel an.

Er hatte gestern ein Vorstellungsgespräch. Ich drücke ihm die Daumen dass das klappt.

Cadda
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Re: Wie mache ich es richtig?

Beitrag von Cadda » 22.05.2019, 10:21

Hallo Nadless,

ich möchte Dir nicht zu nahe treten, aber Du bist gerade dabei, Dir die Situation schön zu reden, um besser mit Deinen Gefühlen zurecht zu kommen. In Deinem Kopf ist der Plan, dass er sein Alkoholproblem in den Griff bekommt und ihr dann Eure Beziehungsprobleme lösen könnt. Solange Du daran festhältst, wirst Du für Dich nicht voran kommen. Du fängst an, Abstriche zu machen. Nur weil er nicht „so blöd zu Dir ist“, wie andere Alkoholiker zu ihren Partnern, macht es das nicht besser. Es gibt immer schlimmere Schicksale. Nach dem Motto: Ist ja nicht so schlimm, dass mein Arm gebrochen ist, mein Bettnachbar hat beide Arme gebrochen, deshalb hab ich mit einem gebrochenen Arm doch wunderbar leben. Besser als mein Bettnachbar.
Aber so funktioniert das doch nicht. Am besten lebt es sich nämlich komplett ohne gebrochenen Arm!!

Warum bist Du auf einmal soweit, Dir selbst die Probleme klein zu reden? Klar, man hält es dann besser aus. Für Deine Gefühlswelt ist es jetzt wieder besser, weil ihr wieder im Reinen seid für Dich. Das mag für den Moment auch funktionieren. Du hast einen Plan, es geht Dir besser.
Langfristig gesehen verlängert es aber Dein Leiden. Diese Einsicht folgt oft sehr schnell nach solchen scheinbar geordneten Plänen. Und das ist keinesfalls böse gemeint. Ich hab es auch lange so gemacht. Bis dann irgendwann man Schluss war damit, weil ich begriffen hatte, dass es so auf lange Sicht nicht funktioniert und mich nur für den kurzen Moment des „Juhu, so machen wir jetzt“ glücklich gemacht hat. Die Realität holt einen leider ein.

Nadless
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Re: Wie mache ich es richtig?

Beitrag von Nadless » 22.05.2019, 16:27

Hallo Cadda, Danke für Deine Antwort.

Ich nehme Dir das nicht böse, ganz im Gegenteil. Ich habe ehrlich gesagt mit solch einer Reaktion gerechnet. :wink: es ist schwer die Gefühlslage korrekt auszudrücken. Für mich ist es wichtig hier friedlich rauszukommen. Mord und Totschlag bedeutet für mich Stress pur, mit dem ich nur schwer umgehen kann. Wenn ich das so umgehen kann, dann mach ich das so und es fühlt sich auch wirklich besser an.
Ich glaube nicht das mein XY trocken wird. Nicht dieses Jahr und auch nicht nächstes Jahr. Egal was er mir über seine Pläne der Therapie erzählt. Ich glaube ihm aber das er es glaubt. In dem Moment.
Das einzige was ich mir noch wünsche, und dazu kann ich einen teil beitragen das wir im guten auseinander gehen. Ich will hier so schnell wie möglich raus und die Sache sauber zu ende bringen. Was danach passiert weiß ich nicht. Natürlich wäre es mir am liebsten wenn er der wird den ich mir wünsche. Aber das wird nicht passieren. Das ist mir absolut klar.
Ich rede mir die Probleme nicht klein auch wenn es sich so angehört haben muss. Es ist hier eine blöde Situation für mich die ich so gut wie möglich für mich bewältigen muss. Er trinkt jeden Tag und macht gleichzeitig Therapie. In die SHG geht er auch nicht soweit ich das mitbekomme. Mittlerweile wird er aggressiv wenn er sich in die Ecke gedrängt fühlt. Der Mann ist durch.

Ich hoffe das klinkt jetzt nicht so nach Rechtfertigung was ich bis jetzt geschrieben habe.

Auch wenn er ein Alki ist, ist mir wichtig ihm meinen Standpunkt zu erklären. Er ist für mich immernoch der Mensch den ich mal sehr geliebt habe. Er bedeutet mir immer noch sehr sehr viel aber eben nicht mehr auf der Ebene auf der ich mich jetzt befinde.
Wir leben seit 2 Jahren wie in einer WG zusammen. Nichts erinnert an eine Liebesbeziehung. Das ist alles nur Gewohnheit und eine Vertrautheit die man auch nicht bei dem nächstbesten findet. Das ist schwer zurückzulassen.
Und ich werde garantiert nicht mit einem nassen Alkoholiker zusammenleben wollen. Bestimmt nicht.

Trotzdem bin ich traurig darüber

Danny-Dog
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Re: Wie mache ich es richtig?

Beitrag von Danny-Dog » 22.05.2019, 16:59

Mensch Nadless.....du sprichst mir aus der Seele, aber sowas von!

Klar, wir wissen selbst, was zu tun ist. Aber es ist trotzdem keine einfache Entscheidung, da auch körperliche Gewalt kein Thema ist.

Bei körperlicher Gewalt würde ich keine Minute überlegen oder zögern.

Ich muss auch gestehen, dass ich Angst vor der Zukunft habe, Angst, wieder allein zu sein, alles allein bewältigen zu müssen, wobei er mir eine Menge abnimmt und auch viel Input gibt. In diesem Fall bin ich egoistisch.
Die andere Seite ist: ohne mich sieht es für ihn ziemlich zappenduster aus, da kommt dann meine Sorge um ihn und ich weiß jetzt schon, dass ich ein schlechtes Gewissen haben werde.

Weitere Gründe gehören nicht in den öffentlichen Bereich.

Liebe Grüße,
Danny

Nadless
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Re: Wie mache ich es richtig?

Beitrag von Nadless » 22.05.2019, 17:29

Danke Dany, ist ja auch beschi***n alles. Aber ich will auf keinen Fall weiter rumeiern. Klar eier ich jetzt auch rum, nur zähle ich das zu meinem trennungsprozess, was ich vorher nie hatte. Vorher habe ich mir immer alles schön geredet und hab meist weggekuckt oder geschluckt. Schlucken tue ich jetzt zwar auch aber nur um MEINES Frieden willen. Natürlich möchte ich ihn auch nicht belasten. Er verliert gerade alles.
Mit seinem Vorstellungsgespräch lief gut. Morgen hat er Probetag. Ich gönne es ihm, glaube aber das es die nächste Pleite werden könnte durch den Alk. Ist aber seine Sache. Da misch ich mich nicht ein. Ich freue mich für ihn wenn er sich freut.

Die Sorge und das schlechte Gewissen habe ich auch. Es kann Phasenweise echt vernichtend sein wenn man sich da zusehr hineinsteigert. Das ist schwer. Aber wir können ja nicht unser Leben davon abhängig machen. Deshalb habe ich mir Unterstützung von der Suchtberatung erhofft. Aber der gings nur um Grenzen setzen. Ich bin da voll drauf eingestiegen. Würde ich so jetzt nicht mehr machen. Getrennt ist getrennt. Wenn nicht getrennt dann ja klar. Denn so zu leben? Nein Danke.

Habe mir in den letzten Wochen oft überlegt ob und wie oft er nüchtern gewesen sein könnte. Er hat ja anscheinend ständig heimlich getrunken. Ganz ehrlich? So war es tatsächlich erträglicher mit ihm als jetzt, wo er es nicht mehr verheimlicht. Mit Rosaroter Brille ist das Leben erträglicher :lol: Mich wiedert es einfach nur noch an. Wann konnte ich mit ihm das letzte mal eine Unterhaltung führen. Ehrlich? Ich weiß es gar nicht mehr. Wenn er Abends von der Arbeit kam war er so kaputt das er im sitzen eingeschlafen is. Mir kaum folgen konnte was ich sprach. Auch wenn kein Alk im Spiel wäre, ich fing an darüber nachzudenken ob ich so den rest meines lebens verbringen will. Natürlich wußte ich das er trank, aber wieviel wusste ich nicht.

Es hat bei mir sehr lange gedauert um zu erkennen das ich für mich die Reißleine ziehen muss und auch will. Das ist nämlich ganz wichtig. Denn wenn man selbst nicht dahinter steht fällt man immer wieder zurück. Das braucht seine Zeit. Diese Gefühlslöcher sind wirklich schwer aber gehören dazu. Für mich ist das zusammenleben jetzt eine große Belastung seit wir getrennt sind. Aber das ist es für andere auch.
Mein XY nimmt mir auch sehr viel ab. Eben z.B hab ich ihm einen Einkaufszettel in die Hand gedrückt. Macht er sofort. Er macht eig alles was ich will. Ist immer sofort da wenn ich was brauche. Macht das was ich nicht kann oder will :wink: Wir ergänzen uns ganz gut was den Zweck angeht. Aber Zweck reicht mir nicht mehr. Ich habe auch Angst vor dem Alleine sein.

Ich bin auch Witwe. War sehr lange allein und keiner war für mich da. Das hab ich bald wieder. Dafür aber keinen Suff mehr. Wie oft hab ich gekotzt wenn man sich wiedermal nicht unterhalten konnte weil er Dicht war. Oder mal wieder nix machen konnte weil er Dicht war. Dicht meine ich mit verändert. Nicht sternhagelvoll sondern anders. Jedenfalls nicht nüchtern. Sooo oft. Neee.

Mein Vater war Quartalstrinker. Sehr schlimm. Ich habe ihn auch in Liebe losgelassen. Ist jetzt 20 Jahre her und es war der richtige Weg für mich. Er ist bald darauf gestorben. Unzählige kalte Entzüge zu Hause, als ich noch klein war. Schrecklich. Denn sie wissen nicht was sie tun... Theater bringt nichts, nur loslassen und sich selbst finden und lieben.

Cadda
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Re: Wie mache ich es richtig?

Beitrag von Cadda » 22.05.2019, 19:53

Hallo Nadless,

Deine Reaktion auf meinen Beitrag hört sich schon anders an, wie ich finde.

Etwas vernünftig zum Abschluss bringen, kann ich nachvollziehen. Ich bin auch erst ausgezogen und wer trotzdem noch mit meinem Partner zusammen. Naja, nicht wirklich, aber offiziell schon. Als ich mich räumlich getrennt hatte, konnte die emotionale Trennung erfolgen. Das war für mich einfacher mit dem Auszug und nicht so schmerzhaft. Aber ich hab mir zwischendurch vorgemacht, es könnte was werden und dann hab ich mir auch alles schön geredet. Aber tief im Inneren wusste ich eigentlich, dass es das gewesen ist. Ich lag ja auch richtig. Aber das will man manchmal nicht wahr haben.

Immer denkt man an das Gute. Will den Menschen nicht aufgeben. Erst als ich endgültig allein war und über den Liebeskummer hinweg war, hab ich mich gefragt, warum ich das nicht schon viel früher aufgegeben habe. Es geht mir viel besser ohne ihn. Klar bin ich ein paar gute Dinge los, aber es kommen so viel bessere Dinge dazu, wenn man endlich den ganzen Mist los ist.

Nadless
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Re: Wie mache ich es richtig?

Beitrag von Nadless » 22.05.2019, 22:54

Liebe Cadda, so eine Trennung im Co Bereich ist eine ganz harte Nummer. Ich glaube dass es immer wieder Momente gibt wo man solche Hoffnung hat. Oder so einen kleinen Keim. Ich finde das total normal.
Am Montag z.b. als ich mit ihm gesprochen habe da rief ich ihn vorher an um was zu fragen. Da habe ich diese Stimme wieder gehört. Diese gutmütige, sanfte, liebenswerte nüchternde Stimme. Die Stimme in die ich mich verliebt habe. Ein Stich ins Herz. Habe danach auch kurz geheult aber Das gehört leider dazu.
Mit der räumlichen Trennung habe ich natürlich auch erst gedacht. Aber es hat sich nicht richtig angefühlt. Natürlich ist es einfacher und wer weiß was bei mir noch kommt aber es hat sich einfach nicht richtig angefühlt. Ich habe ihm gesagt dass wir ausziehen, er sich um sein Alkoholproblem kümmert und dann sehen wir was passiert mit uns. Das war es was ich ihm auch gesagt habe am Montag. Ein Leben mit Alkohol kommt für mich einfach nicht mehr infrage und ist auch unvorstellbar. Es reicht einfach für mich. Dann mache ich auch keine Kompromisse mehr.

Beziehungs/ liebes technisch weiß ich auch nicht ob das wieder was werden kann. Ich habe mich einfach zu lange geekelt. Heute auch wieder. Er kam vom Einkaufen nach Hause und hat die Sachen in der Küche ausgepackt und ich habe immer zu diesen ekelhaften Geruch in der Nase gehabt. Es ist einfach so ekelig. Ich war so froh als er endlich in seinem Zimmer war. Ich ertrage ihn einfach nicht mehr in meiner Nähe. Das spürt er auch. Wenn er nüchtern wäre, wäre mir das wahrscheinlich nicht so unangenehm. Ist er aber nicht.

Ich habe mich entschieden ihn nicht verurteilen zu wollen. Wenn ich aber mit ihm zusammen diesen Weg weiter gehe kann ich gar nicht anders als ihn zu verurteilen. Ihn zu beschuldigen oder Vorwürfe zu machen weil er mir nicht das geben kann was ich möchte und brauche von einem Mann. In Abhängigkeit seiner Sucht und psychischen Problemen. Ich selbst sitze psychisch auch nicht auf einem goldenen Ast. Aber wie du schon sagst. Das Beispiel mit den gebrochenen Armen trifft es den Nagel auf den Kopf.

Nadless
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Re: Wie mache ich es richtig?

Beitrag von Nadless » 22.05.2019, 23:13

Es fühlt sich einfach so an als würde ich meinen besten Freund verlieren und nicht meinen Lebensgefährten. Den habe ich schon lange schleichend verloren. Aber mein besten Freund. Meine Bezugsperson. :cry:

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