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COabhängig und das "Leben für sich" ist das möglich?

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit

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Ziele
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Re: COabhängig und das "Leben für sich" ist das möglich?

Beitrag von Ziele » 31.05.2019, 11:17

Hallo Stern,

bei einem Alkoholkranken ist das in der Regel so. Wenn Sie nichts zu trinken haben sind sie genervt, desinteressiert und vor allem sehr reizbar. Das hat nichts mit dir selbst zu tun, das ist weil ihr Körper/Psyche das Zeug braucht. Wenn sich dein Ex Mann von dieser anderen Frau trennen würde, was würdest du machen? Würdest du ihn zurücknehmen? Was deine Kinder betrifft, natürlich sagen sie zu ihrem Vater er soll glücklich werden. Das ist doch normal?! Deine Kinder können nicht deine Gefühle nachempfinden es sind ja schließlich deine ;) Warum sprichst du nicht mit deinen Kindern und sagst wie es dir geht und wie du fühlst? Oder sind sie noch zu klein um es zu verstehen, aber ich habe es so verstanden, dass deine Kinder schon groß genug sind.

Morgenrot
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Re: COabhängig und das "Leben für sich" ist das möglich?

Beitrag von Morgenrot » 31.05.2019, 11:50

hallo Stern,

stell dir mal kurz vor, ob du stolz auf deine Kinder und ihre Haltung sein könntest.?
Stolz auf ihre Klarheit und ihre Wahrnehmungen.
Meine Kinder waren da auch sehr klar, mein xy hatte über längere Zeit keinen Kontakt zu seinen Enkeln, weil es meine Tochter nicht wollte.
Diese Klarheit hat mich immer sehr beeindruckt.
Es ist zwar traurig, das dein Sohn seinen Vater nicht beim Abiball dabei haben will, bei uns war es damals die Einschulung der Enkelin, aber es ist wichtig, dass du die Entscheidung mitträgst, und das sollte er spüren.

lg morgenrot

Stern 67
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Re: COabhängig und das "Leben für sich" ist das möglich?

Beitrag von Stern 67 » 31.05.2019, 15:37

hallo Morgenrot,
du hast absolut Recht, uch bin stolz auf meine Söhne, die so liebevoll und tolerant sind und jedem sein Weg und sein Glück gönnen oder wünschen...
aber wenn der lebensplan von Papa , seine Werte und Vorstellungen sich geändert haben, müssen neine sich auch zwangsmäsig ändern?
ich fand meine Werte gut und richtig, realisierte so zusagen mein "Lebensetwurf"
war ehrlich zu meinem Partner und zu den Kindern auch.
wenn gemeinsamer weg nicht meihr sein weg ist, sei es so.... aber mich macht es soooo traurig, dass sie mich nicht mehr verstehen.
Warum bist du traurig, der Mann, der getrunken hat, dich betrogen hat, etwas anderes in einer Frau zu schätzen weiss, als du es bist, ist weg... wir dachten alle du bist stark, und so sonnig wie du warst, findest du in nu einen Neuen.
jetzt haben wir weder Papa, aber den hatten wir schon lange nicht... aber auch die Mama, die wir kannten, die lachte, uns für alle möglichen dinge motivierte, mitmachte, ist weg... wie kann das sein?
Diese Sichtweise von den Kindern, das hat mich so umgehauen , ich weiss dass viele jetzt sagen, gesunde lebenseinstellung... aber für mich... ich, wir konnten unseren Kinder wohl nicht vermitteln, was Ehe, Beziehung, Loyalität, Treue, Familie ist.
Oder doch... eben so... alles endlich, austauschbar und wenn es mal schwerig wird, einfach gehen und leichtetes suchen.
ich muss sehr viel energie aufwenden um den Kindern meine Sicht nicht aufzudrengen.
aber sagen tuhe ich, wie ich es sehe und fühle.
Sie sind erwachsen.
die jungste ist gerade 16 geworden.
LG an Alle
schönen Freitag Abend
St.

ideja
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Re: COabhängig und das "Leben für sich" ist das möglich?

Beitrag von ideja » 31.05.2019, 21:35

Hallo Stern,

Was ist Ehe für dich?
Was ist Familie für dich?

Willst du überhaupt einen Mann haben der sich beschwert über dein Aussehen oder dein Gewicht? Willst du so reduziert werden?

Ich weiß, es muss unglaublich schwär sein dich von ihm zu lösen. Ihr wart so lange zusammen, in guten wie in schlechten Zeiten, ihr habt gemeinsam Kinder großgezogen...

Dennoch, du bist Stern. Und DU bist WICHTIG. Auch wenn du dich jetzt leer fühlst, wenn du gerne hättest jemanden zum anlehnen, schaue bitte zurück an die viele guten Sachen die nur du gemacht hast und noch immer tust.
Sei stolz auf dich!

lG ideja

Stern 67
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Re: COabhängig und das "Leben für sich" ist das möglich?

Beitrag von Stern 67 » 31.05.2019, 22:30

Danke Dir,
das sagen mir meine Kinder, und Freunde, das ist so... ich hab viel geschafft, auch alleine... auch sogar mit Gegenwind.
und ich mag mein Job sehr... und die Kollegen... und die Ehrenamtliche, für die ich mein Job mache,.
bin immer wieder erstaunt über die Engagement und Vielfalt der Menschen...
da werde ich weiter versuchen meine Gedanken zu lenken, und nicht auf die Leere, die er hinterlassen hat.
Und die Beiträge in diesem Forum, sind sehr gut und hilfsreicht, die Anteilnahme , Erfahrungsaustausch , bin froh, dass uch darauf gestoßen bin.
Danke euch allen.

Ziele
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Re: COabhängig und das "Leben für sich" ist das möglich?

Beitrag von Ziele » 31.05.2019, 22:51

Liebe Stern!

Ich finde es gut, dass deine Kinder eine gesunde Lebenseinstellung haben. Stell dir mal vor, deine Tochter wäre am deiner Stelle. Stell dir vor all das was Dir passiert ist, ist ihr passiert und sie kommt zu dir und fragt dich um Rat. Was würdest du ihr sagen?

Morgenrot
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Re: COabhängig und das "Leben für sich" ist das möglich?

Beitrag von Morgenrot » 31.05.2019, 23:58

Hallo Stern,
Warum bist du traurig, der Mann, der getrunken hat, dich betrogen hat, etwas anderes in einer Frau zu schätzen weiss, als du es bist, ist weg... wir dachten alle du bist stark, und so sonnig wie du warst,
In diesem Satz kommt sehr viel raus, die Sichtweise zwischen Mutter und Kindern.
Die Kinder denken vielleicht, die Mutter ist den Trinker los, jetzt kann es ihr nur noch besser gehen.
Für uns COs passiert aber viel mehr, wir stellen uns erst einmal die Schuldfrage, und fühlen uns vielleicht noch als Versager, weil wir unsere Vorstellungen von einem schönen Leben und einer "heilen Welt" nicht geschafft haben, es fühlte sich für mich an, wie eine Niederlage, als ich es zugeben mußte.
Da ist auch ganz viel Trauer, und die darf sein, auch bei dir. Da gilt es einiges aufzuarbeiten und sich vielen Dingen bewußt zu werden.
Kein Prozeß bei dem man mit sonnigem Gemüt herumtanzen könnte. Kannst du das so offen mit deinen Kindern kommunizieren?
Klar sehnen sie sich nach einer heiteren sonnigen Mutter, aber sag ihnen mal, das dies vielleicht auch öfter (d)eine Maske war um ihnen etwas vorzuspielen, was schon gar nicht mehr vorhanden war. So jedenfalls war es bei mir.
Du bist stark, auch wenn es für deine Kinder vielleicht gerade nicht so aussieht.


lg Morgenrot

Stern 67
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Re: COabhängig und das "Leben für sich" ist das möglich?

Beitrag von Stern 67 » 01.06.2019, 11:06

oh ja.... das Gefühl versagt tu haben... das ist trotz allen wunderbaren diengen in meinem Leben das stärkste und fast als einzige, was present ist.
Muas aber weiter gehen
Jetzt aufräumen, einkaufen, dann Hundeschule...es gibt viel zu tun in meinen eigenem Leben und das ist gut so.
LG und schönen Samstag an alle
Stella

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