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Gefangen im Chaos der Emotionen

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit

Moderator: Moderatoren

dionysos
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Re: Gefangen im Chaos der Emotionen

Beitrag von dionysos » 27.04.2020, 11:20

Hallo Morgenrot, auch dir DANKE für deine Einschätzung!
Morgenrot hat geschrieben:
27.04.2020, 11:00
In meinen Augen erfordert es von dir eine klare Entscheidung, du mußt wissen was du willst und das unabhängig davon ob deine Frau trocken wird oder nicht.
Ich weiß. Aber wenn es mir alles so klar wäre, wäre ich nicht in diesem Forum gelandet.
Vielleicht brauche ich einfach noch mehr Zeit? Es wird morgen erst 1 Woche, dass meine Frau in die Klinik gebracht wurde und ich ihr gesagt habe, dass sie danach nicht mehr zurück zu kommen braucht. Immerhin hat sie mir das Drama erspart, darauf zu drängen, anschließend sofort wieder nach Hause kommen zu wollen.
Unsere Freunde haben dankenswerter Weise so auf auf sie eingewirkt, dass sie einsieht, dass ich erstmal Ruhe brauche.

Ich kann ganz schlecht einschätzen, ob sie jemals trocken werden kann - behaupten tut sie das natürlich. Immerhin hat sie angeblich in der Therapiegruppe bereits zugegeben, Alkoholikerin zu sein - ob das stimmt, weiß ich nicht.
Sie ist geschockt, dass ich jetzt so konsequent bin und offen die Trennung will. Ich denke rational habe ich ihr gegenüber alles richtig gemacht, auch bezüglich des Kontaktabbruchs (wenngleich ich morgen zu diesem moderierten Paargespräch gehen werde).

Das mit meiner Freundin fühlt sich schon sehr "echt" an, aber ich stehe mir selbst im Weg, kann mich nicht 100% öffnen, weil ich noch so sehr an meiner Frau hänge. Irgendwas sträubt sich in mir, meine Frau komplett fallen zu lassen - ist das Co-Abhängigkeit?

Morgenrot
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Re: Gefangen im Chaos der Emotionen

Beitrag von Morgenrot » 27.04.2020, 12:34

Hallo dionysos,
Irgendwas sträubt sich in mir, meine Frau komplett fallen zu lassen - ist das Co-Abhängigkeit?
Ich würde sagen ja, denn ich konnte z. Bsp. auch nicht gehen, habe mit meinem xy unter einem Dach gelebt, aber nichts mehr für ihn getan.
Das fallen lassen ist sehr schwer, ich weiß es, aber im Zusammenleben mit einem nassen Alkoholiker muß das Herz weichen, und die Vernunft an erste Stelle gesetzt werden.
Was ich hier scheinbar leicht schreibe sind Ergebnisse von Jahren, die ich in mal sehr kleinen und manchmal auch größeren Schritten erreicht habe.
Es geht um dich, was wird mit dir, wenn sie trocken wird. Ein erneuter radikaler Einschnitt auch in dein leben.

Ihm ging es damals sehr schlecht, und ich habe wirklich gedacht, er lebt nicht mehr lange. Das er trocken werden könnte, daran habe ich im Traum nicht gedacht, diese Hoffnung hatte ich aufgegeben.
Noch nicht einmal der Verdacht auf eine bösartige Erkrankung ließ ihn umdenken, natürlich hatte er Angst und hat mich auch gebeten mit ihm zum Vorgespräch zu gehen, aber auch dort war ich ehrlich, als er sagte es gäbe keine weiteren Narkoserisiken bei ihm, habe ich widersprochen und den Alkohol angeführt.
Nicht weil ich gemein bin, sondern weil ich weiß was alles passieren kann, das hat ihm zwar nicht gepasst, aber verschwiegen habe ich es nicht mehr.
Ich bin mitgegangen, weil ich es für einen Menschen getan habe, der mir nicht egal war, aber Liebe war es damals definitiv nicht.

Wichtig ist, das du wirklich nur das ankündigst, was du auch einhalten kannst. Ich habe damals während der Entgiftung ein Paargespräch abgelehnt, aber ich habe einem Gespräch mit der Sozialarbeiterin zugestimmt.
Ich war doch genauso am Ende wie er, da wäre mir Paargespräch in die völlig falsche Richtung gegangen, ich arbeite in diesem Bereich, und weiß, was Therapeuten da manchmal von Angehörigen erwarten.
Frag nach, ob er Erfahrung mit Suchtpatienten und deren Angehörigen hat, sonst könnte es sein, das du aus diesem Gespräch alles andere als gestärkt raus gehst.

Stelle dir mal folgende Fragen, die ich ehrlich meine, und die bei mir immer wieder auftauchen bis heute:
1. Was möchte ich für einen Partner?
denn derjenige der trocken wird ändert sich, der will "plötzlich" mitreden, diskutieren, früher konnte /mußte ich handeln, da blieb keine Zeit um mit jemanden zu reden der an- oder betrunken war.

2. Bin ich bereit, nochmal neu anzufangen?
Wie ich nass mit ihm "umgehen" mußte, hatte ich ja gelernt. Ich habe es über Jahrzehnte erlebt, da ging auch Respekt verloren, und natürlich Vertrauen.
Will ich mich darauf einlassen, ohne zu wissen was wird, ob er/ sie trocken bleibt, denn es gibt keine Garantien.
Alkohol ist eine Rückfallerkrankung.

Du brauchst eine grundsätzliche Entscheidung für dich unabhängig von den beiden Damen.

lg Morgenrot

Carmen
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Re: Gefangen im Chaos der Emotionen

Beitrag von Carmen » 27.04.2020, 13:04

Hallo Dyonysos,

mit 28 Jahren kann man natürlich nicht in einer Woche abschließen. Ist doch verständlich.

Du schreibst:
dionysos hat geschrieben:
27.04.2020, 08:26
Mir würde die Frau von vor 3-4 Jahren reichen, da sind mir noch keine Exzesse bekannt, zumindest nicht aufgefallen - auch keine gravierende Persönlichkeitsveränderung,
Auch die Frau von vor 3-4 Jahren wird sie nie wieder werden. Es gibt hier keinen Reset - Knopf, der deine Frau wieder in den alten Zustand zurückbringt . In den letzten Jahren ist viel passiert und eine Suchterkrankung hinterlässt starke Schäden, die nicht mal so einfach zu beseitigen sind.

Natürlich wünsche ich Deiner Frau, dass sie jetzt eingesehen hat, dass sie krank ist und es schafft, den langen Weg in ein trockenes Leben zu gehen.

LG
Carmen

dionysos
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Re: Gefangen im Chaos der Emotionen

Beitrag von dionysos » 27.04.2020, 13:17

Morgenrot hat geschrieben:
27.04.2020, 12:34
Das fallen lassen ist sehr schwer, ich weiß es, aber im Zusammenleben mit einem nassen Alkoholiker muß das Herz weichen, und die Vernunft an erste Stelle gesetzt werden.
Sie hatte ja immer längere Phasen, wo ich auch im Nachhinein betrachtet sicher bin, dass sie nicht getrunken hat, da war alles schön in unserer Beziehung. Saufen tut sie in erster Linie, wenn sie alleine oder "nur" mit mir ist, im Urlaub (wenn wir mit Freunden im Urlaub waren, tat sie es z. B. NIE!) oder an Wochenenden, an denen nichts besonderes ansteht - sprich kein Kontakt mit anderen zu erwarten ist.
Morgenrot hat geschrieben:
27.04.2020, 12:34
Das er trocken werden könnte, daran habe ich im Traum nicht gedacht, diese Hoffnung hatte ich aufgegeben.
Bei mir lebt die Hoffnung noch..
Morgenrot hat geschrieben:
27.04.2020, 12:34
Wichtig ist, das du wirklich nur das ankündigst, was du auch einhalten kannst. Ich habe damals während der Entgiftung ein Paargespräch abgelehnt
Naja, "Entgiftet" ist sie ja bereits bei der Einlieferung in die Klinik gewesen, sie bräuchte eine psychologische Suchttherapie. Was meinst du damit, nur ankündigen, was ich einhalten kan? Ich würde mir für das Paargespräch gerne ein paar Punkte notieren, damit ich in der Aufregung auch nichts vergesse.
Meine Punkte bis jetzt wären:
1. Klar stellen, dass die Trennung nicht "auf Probe" angelegt ist, sondern ich mir nicht vorstellen kann, eine solche Beziehung weiter zu führen (auch wenn ich insgeheim noch Hoffnungen hege, will/muss ich diese harte Linie fahren)
2. Ich will, dass sie den engsten Familienkreis (v. a. meinem) und Freundeskreis offen mitteilt, dass sie eine Alkoholsucht entwickelt hat und wir in Trennung leben
3. Ich möchte auch weiterhin, dass sie mich nicht anruft oder Nachrichten schickt.

Was könnte /sollte ich noch aufnehmen?
Wie gesagt, sie hat unserer Freundin mitgeteilt, dass sie es mir schriftlich gibt, dass ich mich im Falle, dass sie auch nur einen Tropfen trinkt, sofort scheiden lassen kann. Weiterhin will sie zu einer Suchtberatung und den AA gehen, im August evtl. zu einer mehrwöchigen Therapie, zudem täglich einen Alkoholtest - eigtl. Anzeichen, dass sie es ernst meinen könnte. Sollte ich bezüglich Therapie irgendwas verlangen / vorschlagen oder geht mich das gar nichts mehr an?
Morgenrot hat geschrieben:
27.04.2020, 12:34
Ich war doch genauso am Ende wie er, da wäre mir Paargespräch in die völlig falsche Richtung gegangen, ich arbeite in diesem Bereich, und weiß, was Therapeuten da manchmal von Angehörigen erwarten.
Was erwarten die von mir? Ich fahre ja eine harte Linie, werde versuchen, eher zurückhaltend aufzutreten und mich an meinen o. g. Punkten fest zu halten. Ich gehe Stand jetzt davon aus, dass ich einigermaßen gefasst bin, dass hängt natürlich auch von den Reaktionen meiner Frau ab. Ich schäme mich aber auch nicht für Tränen, sollte es soweit kommen.
Morgenrot hat geschrieben:
27.04.2020, 12:34
Stelle dir mal folgende Fragen, die ich ehrlich meine, und die bei mir immer wieder auftauchen bis heute:
1. Was möchte ich für einen Partner?
denn derjenige der trocken wird ändert sich, der will "plötzlich" mitreden, diskutieren, früher konnte /mußte ich handeln, da blieb keine Zeit um mit jemanden zu reden der an- oder betrunken war.
Sie war ja nicht ständig betrunken, also weiß ich ja, wie sie "normal" tickt. Ihren Job hat sie ja auch - mit Ausnahme der letzten Monate - ganz gut gemeistert. Was ich NICHT will, ist ein Partner, der sich nicht mehr für mich interessiert, unzuverlässig ist, der Dinge / Termine vergisst, der seine Tage auf der Couch verbringt, meist schlafend, ständig die selben Sachen erzählt oder die selben Fragen stellt.
Morgenrot hat geschrieben:
27.04.2020, 12:34
2. Bin ich bereit, nochmal neu anzufangen?
Wie ich nass mit ihm "umgehen" mußte, hatte ich ja gelernt. Ich habe es über Jahrzehnte erlebt, da ging auch Respekt verloren, und natürlich Vertrauen.
Will ich mich darauf einlassen, ohne zu wissen was wird, ob er/ sie trocken bleibt, denn es gibt keine Garantien.
Alkohol ist eine Rückfallerkrankung.
Diese Frage macht mir am meisten zu schaffen. Ich kann es nicht abschätzen, wie ihre Prognose aussehen könnte. Ich habe denke ich (noch) die Kraft, neu anzufangen - ein neuerliches Scheitern wäre aber für mich nicht wirklich gut, ich bin mir auch nicht sicher, wie viel Einfluss das mangelnde Vertrauen auf die Beziehung haben könnte. Zudem würde ich für den Neustart mit IHR den Neustart mit meiner Freundin aufgeben. Auch dafür gibt es natürlich keine Erfolgsgarantie, aber ich würde dieser vertanen Chance stak hinterher trauern, sollte das Experiment mit meiner Frau schief gehen.
Morgenrot hat geschrieben:
27.04.2020, 12:34
Du brauchst eine grundsätzliche Entscheidung für dich unabhängig von den beiden Damen.
Davon bin ich im Moment meilenweit entfernt, ich lerne aber gerade, dass sich die Ereignisse überschlagen und manche Dinge sich von selbst fügen. Ich plane, nichts zu überstürzen und mir noch etwas Zeit einzuräumen, darum habe ich auch meine Freundin gebeten, die mich mit ihrer Liebe fast schon erdrückt. Allerdings rechnet sie schon mit mir für die Zukunft.

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Re: Gefangen im Chaos der Emotionen

Beitrag von Linde66 » 27.04.2020, 13:49

Hallo dionysos
Der verlorengegangene Respekt und vor allem das verlorene Vertrauen wäre vermutlich ein Beziehungskiller
Stimmt. Ich würde keine Beziehung mit m/einem Mann weiterführen wollen, der fremdgegangen ist. Die Chance, daß er mich weiterhin oder immer wieder mal belügt, ist ziemlich groß. Einmal fremdgehen = Vertrauen weg = Beziehung Ende.
Ich habe das schon durch. Völlig unabhängig von Sucht usw., usw.. Ich könnte einem Fremdgeher nie wieder Vertrauen.

Kann das sein, daß deine neue Freundin sich dir gegenüber co verhält, dich retten, betüddeln und erlösen will?

Viele Grüße, Linde

dionysos
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Re: Gefangen im Chaos der Emotionen

Beitrag von dionysos » 27.04.2020, 14:11

Der verlorengegangene Respekt und vor allem das verlorene Vertrauen wäre vermutlich ein Beziehungskiller
Stimmt. Ich würde keine Beziehung mit m/einem Mann weiterführen wollen, der fremdgegangen ist. Die Chance, daß er mich weiterhin oder immer wieder mal belügt, ist ziemlich groß. Einmal fremdgehen = Vertrauen weg = Beziehung Ende.
Ich habe das schon durch. Völlig unabhängig von Sucht usw., usw.. Ich könnte einem Fremdgeher nie wieder Vertrauen.[/quote]Hallo Linde,
meine Frau weiß ja nichts von der Freundin. Sollte ich es öffentlich machen, dann zeitlich versetzt, also nach der Trennung (die ja offiziell, unter Zeugen, letzte Woche ausgesprochen wurde).
So unterschiedlich wird das im Forum wahr genommen, die meisten hatten ja Verständnis für meine Situation. Aber ich gebe dir recht, Fremdgehen ist ein extremer Vertrauens-Mißbrauch, der allerdings nie passiert wäre, wenn meine Frau nicht der Alkoholsucht verfallen wäre. Vergiss nicht: ich war über 27 Jahre treu, das ich durchaus selten heutzutage, wenn ich mich so umschaue! Im Übrigen wäre es für mich leichter zu verkraften, meine Frau wäre fremd gegangen, als dem Alkohol unserer Ehe den Vorzug zu geben.
Linde66 hat geschrieben:
27.04.2020, 13:49
Kann das sein, daß deine neue Freundin sich dir gegenüber co verhält, dich retten, betüddeln und erlösen will?
Hmmm, schwierig... interessanter Ansatz... sie kommt aus einer ähnlich komplizierten Beziehung wie ich - ihr Noch-Mann (sie hat die Trennung von ihm nach 20 Jahren erst vor ein paar Wochen offiziell gemacht, auch weil sie mich kennen gelernt hat) nimmt Psychopharmaka und trinkt relativ viel, k. A. ob er klassischer Alkoholiker ist - jedenfalls hat sie mir gesagt, dass sie jahrelang co-abhängig von ihm war und sich erst dank mir von ihm lösen könnte... er konnte offenbar ihre Liebe / Liebesbedürfnis nie richtig erwidern, bei mir (ich bin ja liebessuchend gewesen und von Haus aus eher ein sensibler Kerl) findet sie angeblich dass, was sie immer vermisst hat.
Sie scheint unheimlich verknallt in mich zu sein, was mir natürlich schmeichelt, aber mich auch phasenweise überfordert, da mein Kopf nicht frei ist - ich kommuniziere ihr das aber auch so, weil ich sonst verrückt werde. Sie hat aber für alles Verständnis, weil sie in einer ähnlichen Beziehungssituation steckt (außer, dass sie keine Liebe mehr für ihren Noch-Mann spürt).
Sie sagt, sie hat an mir noch keinen Fehler entdecken können und würde mir jeden verzeihe... fast wie im Märchen eben. Sollte ich mich für meine Noch-Frau entscheiden, würde für sie die Welt zusammen brechen.

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Re: Gefangen im Chaos der Emotionen

Beitrag von ideja » 27.04.2020, 14:27

hallo dionysos,

ich finde Lindes Ansatz wirklich gut. Jetzt hast du ja Zeit um nachzudenken während deine Frau nicht da ist.

Sollte ich mich für meine Noch-Frau entscheiden, würde für sie die Welt zusammen brechen.

Das wäre mir an deiner Stelle, ein sehr großes Problem. ich verstehe ja deine Liebesbedürftigkeit, aber mir persönlich, geht es ganz schnell.

lG ideja

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Re: Gefangen im Chaos der Emotionen

Beitrag von dionysos » 27.04.2020, 14:45

ideja hat geschrieben:
27.04.2020, 14:27
Sollte ich mich für meine Noch-Frau entscheiden, würde für sie die Welt zusammen brechen.

Das wäre mir an deiner Stelle, ein sehr großes Problem. ich verstehe ja deine Liebesbedürftigkeit, aber mir persönlich, geht es ganz schnell.
Hallo ideja, danke für deine Rückmeldung!
Wie sollte ich mich deiner Meinung nach verhalten? Ich habe ihr ja bereits gesagt, dass ich Angst vor der gemeinsamen Zukunft habe, da mir alles zu schnell geht. Sie meint, nach 4 Monaten weiß man doch, ob man sich eine Zukunft mit jemandem vorstellen kann.
Ich kann mir eine Beziehung mit ihr definitiv vorstellen, allerdings ginge damit auch ein Umzug in eine andere Stadt (1h Autofahrt von jetzt), Jobwechsel, neues Umfeld einher. Es sträubt sich etwas in mir, was das alles auf einmal betrifft. Ich mag meinen Job, meine Heimat und mein Umfeld eigentlich sehr. Ich rede mir halt immer ein, dass es nur 1h Autofahrt sind.

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