Startseite - PortalHilfsangebote der SuchthilfeSelbsthilfeforumInformationen zur Suchthilfe

Zurück, vor den Anfang!

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit

Moderator: Moderatoren

Carl Friedrich
sehr aktiver Teilnehmer
Beiträge: 1518
Registriert: 06.07.2015, 22:47

Re: Zurück, vor den Anfang!

Beitrag von Carl Friedrich » 06.08.2019, 15:52

John Umkehrer hat geschrieben:
06.08.2019, 12:05

Es wird einem beim Alkohol also scheinbar mehr aktives Handeln abverlangt als beim Rauchen.
Aber auch da Punkt 3 und die Freiheit zu erreichen, nicht mehr trinken zu müssen ist ja schon ein Ziel für das es lohnt sich ins Zeug zu legen.
1.) Ja, es war für mich deutlich schwerer mit dem Saufen aufzuhören als mit der Qualmerei.

2.) Ja, es ist schon ein Stück weit harte Arbeit an sich selbst und an der Krankheit und ihren Facetten, die mir abverlangt wurde.

Das dritte Stadium zu erreichen, das dauerte jedoch. Bei mir mehr locker 3 - 4 Jahre.

Daher setzte dir keine zu engen zeitlichen Ziele. Der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt und dann folgen viele, viele kleine Schritte. Und irgendwann bist Du am Ziel. Vorausgesetzt, Du stehst rückhaltlos zu deiner Abstinenz und bist bereit, ihr wirklich alles unterzuordnen.

Gruß
Carl Friedrich

Cadda
sehr aktiver Teilnehmer
Beiträge: 1095
Registriert: 04.09.2017, 20:53

Re: Zurück, vor den Anfang!

Beitrag von Cadda » 06.08.2019, 19:41

„Als ob ich ab morgen keine Milch mehr trinken wollte“ :mrgreen: Sehr gut beschrieben :lol:

Aber ich find es klasse, dass sie da so mitzieht. Ist ja auch nicht immer der Fall.

Es ist zwar so, dass viele Menschen sich nicht vorstellen können, wie es einem geht. Aber Du wirst sehen, wenn Du offen mit dem Thema umgehst, wird es auch Leute geben, die Dich loben.

Zumindest bei mir war das so. Und ist es auch heute noch. Ich war zum Beispiel heute Nachmittag bei einem Freund. Wir waren vor einiger Zeit sehr lange zusammen und haben noch einen guten Draht zusammen, weil meine Kinder und ich vier Jahre zusammen gelebt haben. Er hat damals ja schon gesehen, dass ich gern und viel trinke. Nicht so, wie die letzten Jahre, aber auch diese Jahre hat er mich ja als guter Freund miterlebt.

Gerade vorhin ergab es sich, dass er mir sagte, wie toll er es findet, dass ich diesen Weg gegangen bin und meinte, er hätte großen Respekt. Fühlte sich gut an, das zu hören.
Ich kann Lob inzwischen gut annehmen. Früher war mir das immer peinlich, wenn ich mal gelobt wurde für etwas anderes. Weil ich mich immer schlecht fühlte, da ich gesoffen habe. Heute kann ich Komplimente besser annehmen, weil ich selbst auf mich wieder stolz sein kann. Das war so unendlich viele Jahre nicht mehr der Fall. Ich weiß gar nicht, ob es überhaupt mal so war. Schließlich hab ich ja schon in der Jugend oftmals zu viel getrunken, dass ich Filmriss hatte und das ging auf die Psyche.

Heute find ich mich endlich mal selbst gut. Allein dafür hat es sich gelohnt.

Antworten