Notfallkoffer...etc.

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit
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Martin

Beitrag von Martin » 15.08.2010, 12:07

Hallo Flor,
Ich kann nicht glauben, das Du in den 8 Monaten noch keinen Druck hattest...
dann glaubst du wohl auch nicht dass ich in 7 Jahren keinen hatte :?:


LG Martin

Flor
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Beitrag von Flor » 18.08.2010, 03:10

Hallo!
Ich habe da mal eine vielleicht komische Frage - der Notfallkoffer, wie sieht der eigentlich aus? Ist der virtuell oder ein Gegenstand? Bei mir ist er bis jetzt nur im Kopf gepackt. Aber so wie ich es verstehe, sollte man einen richtigen Koffer haben, den man hervor holt. Darin koennen sich ja auch z. B. Bilder befinden, die man sich dann ansieht oder Texte, die man sich dann durchliest. Richtig? Und wie sieht Euer Schatzkistchen aus? Ist es eine Schachtel, ein Koerbchen, vielleicht sogar eine Truhe?

Na, ab heute gehoert gute Musik hoeren mit hinein. Ich hatte heute keine ernsten Probleme, nur fuehlte ich mich depressiv ohne eigentlich den Grund zu kennen und ich wollte damit gut umgehen, da habe ich mich mit Hilfe von meiner Lieblings-Musik wieder in die richtige Richtung gekickt...

LG
Flor

Flor
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Beitrag von Flor » 18.08.2010, 03:14

Ach, hallo Martin,
Deine Antwort lese ich erst jetzt, nach meinem Eintrag. Es faellt mir tatsaechlich schwer, das zu glauben. Erklaerst Du es mir, ich kann nur davon lernen!

Nochmals Gruesse
Flor

silberkralle
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Beitrag von silberkralle » 18.08.2010, 06:47

glück auf flor
Flor hat geschrieben:der Notfallkoffer, wie sieht der eigentlich aus? Ist der virtuell oder ein Gegenstand?
ich mein das kannst du machen wie du denkst - ich hab mir im kopp eingetrichtert: bei "anfeindungen" zu jemand aus der gruppe fahren zum reden + kaffeetrinken < hab ich paarmal gemacht - später hats gereicht das ich wusste wo ich jemand erreichen kann
ne flasche wasser hab ich immer in reichweite - n bild kann man im geldbeutel haben - n richtiges behältnis (köfferchen) mit allerlei sachen geht auch

trockene zeit

:D
matthias

liv
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Beitrag von liv » 18.08.2010, 12:08

Huhu Flor,

mein Notfallköfferchen trage ich, wie Matthias, in meinem Kopf mit mir herum. Bei mir sind da in erster Linie meine Erinnerungen an meine letzte nasse Zeit und meinen Rückfall vor 16 Monaten drin, ganz massive Schuldgefühle (aber auch die Liebe) meinen Kindern gegenüber, an die Zukunftslosigkeit, die Sinnlosigkeit meines Daseins und der ständige Druck. Mein Köfferchen ist also vollgepackt mit Erinnerungen an ganz schlechte Gefühle, die mit meiner Sauferei zusammenhängen/hingen. Drin steckt auch das Wissen, dass ich meinen Job sehr schnell verlieren würde, wenn ich wieder trinke oder Drogen konsumiere. Und meine Desillusionierung mal normal trinken zu können und die Erfahrungen diesbezüglich.

Das steckt da bei mir in erster Linie drin. Hätte ich was "Festes", das mir helfen könnte, würde ich das bestimmt auch in meiner Tasche mit mir mittragen.

Gruss liv

Martin

Beitrag von Martin » 18.08.2010, 18:29

Hallo Flor,

mein "Notfallkoffer" besteht aus einem Ring.

Den habe ich mir zum 5-Jährigen geleistet und er erinnert mich daran wo ich nie wieder hin will.
Ach, hallo Martin,
Deine Antwort lese ich erst jetzt, nach meinem Eintrag. Es faellt mir tatsaechlich schwer, das zu glauben. Erklaerst Du es mir, ich kann nur davon lernen!
Um das Thema nicht zu verwässern habe ich die Antwort in deinem Thread gepostet.

LG Martin

liv
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Beitrag von liv » 18.08.2010, 23:28

Was ich noch vergessen habe: ich trage praktisch immer ein (natürlich alkoholfreies) Getränk mit mir herum. Wenn ich Suchtdruck habe/hatte, hilft es mir eigentlich immer sehr gut, viiiiiiiel Mineralwasser zu trinken.

gruss liv

EinNeuer
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Notfallkoffer

Beitrag von EinNeuer » 20.08.2010, 12:39

Hallo zusammen,

Ein Thema, das mich auch immer wieder beschäftigt. Jemand hat mir hier im Forum mal geraten, neben Wasser immer einen Müsliriegel dabeizuhaben.
Das hilft mir. Lässt den Zuckerhaushalt nach oben steigen und nimmt den Druck weg. Mir ist das erst spät eingefallen: Meistens, wenn ich Suchtdruck hatte, hatte ich auch Hunger. Oder zumindest Lust auf etwas Süßes.
Daher gibt es in unserer Wohnung immer ausreichend Schokolade, Kekse und sowas .. :D
Und Tee: meistens trinke ich Schwarztee (länger ziehen lassen, dann wirkt er nicht anregend) mit Milch und Honig. Warme Getränke wirken da Wunder ...

Unterwegs zb im Auto habe ich immer einen Müsli- und/oder Obstriegel und eine Flasche Wasser bei mir.

Gedanklich tut es sicher gut, mit dem Alkohol in den Dialog zu gehen. Ihn als Feind zu sehen. Nicht als vermeintlichen Freund. Sich an die schlechten Seiten und Zeiten zu erinnern.

LG, EinNeuer

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