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Warum Rückfall?

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit

Moderator: Moderatoren

toby
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Warum Rückfall?

Beitrag von toby » 18.07.2010, 21:46

Es war alles so toll! Am 3.September wären es vier Jahre "ohne Alk" gewesen.
Mein ganzes Leben hatte sich schon vom ersten Tag an verbessert.

Ich war voller Zuversicht und ich wollte nie wieder trinken.
Warum mache ich das jetzt?

Keiner hat mich diskriminiert und keiner hat mich unter Druck gesetzt.
Ich habe einfach aus freien Stücken wieder damit angefangen.

o.k. - meine Partnerschaft ging in die Brüche aber das kann doch keine Ausrede sein!
Ich bin einfach nur enttäuscht von mir und ich wünsche allen, weiterhin durchzuhalten.
Bitte erspart euch so etwas!
Toby

Karsten
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Beitrag von Karsten » 18.07.2010, 21:56

Hallo Toby,

warum ein Rückfall kommt, da habe ich mir immer selbst viele Ausreden eingeredet.
Heute weiß ich, ich wollte immer wieder trinken und habe es auch bewußt getan.

Ich habe gerade mal geschaut, dass du hier seit Januar nichts mehr geschrieben hast.
Ob du einen anderen Erfahrungsaustausch hattest, weiß ich nicht, aber der Erfahrungsaustausch ist eben immer sehr wichtig, egal wie lange man trocken ist.

Viele vergessen das und du glaubst gar nicht, was ich von vielen als Antwort auf meine gestrigen Grüße per PN an die Forenteilnehmer erhalten habe.
Gerade das, was du jetzt beschreibst.
Viele schreiben hier nicht mehr, weil es ihnen augenblicklich gut geht und sie sich sicher fühlen. Das haben sie mir auch unverblümt so geantwortet.
Ich habe natürlich kaum darauf zurückgeschrieben, weil ich keinen Sinn darin sehe.

Seit wann trinkst du denn wieder und trinkst du noch?
Warum hast du dich nicht früher gemeldet?

Jetzt ist es passiert und du kannst wieder von vorn beginnen.

Ich hoffe, du wolltest jetzt kein Mitleid?

Gruß
Karsten

toby
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Beitrag von toby » 18.07.2010, 22:11

Hallo Karsten,
du kannst dir gar nicht vorstellen, wie viel ich dir und dem Forum zu verdanken habe.
Es sind über 3 Jahre Lebensfreude, auch wenn ich hier nicht viel geschrieben habe.
Ich trinke wieder seit 3 Wochen und ich werde ab morgen damit aufhören. Leider ist es heute schon zu spät dafür.
Früher gemeldet habe ich mich nicht aus "hochnäsigkeit" und außerdem dachte ich Blödmann auch noch ich könnte "es" kontroillieren.
"es" kotzt mich an!
Danke dass du mir so schnell geantwortet hast.
Toby

Karsten
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Beitrag von Karsten » 18.07.2010, 22:17

Hallo Toby,

du weißt ja was wir hier von kalten Entzügen halten.
Wende dich morgen an deinen Arzt und fang wieder den geraden Weg an.
Alles Andere ist ein Weg auf Kompromissen aufgebaut, die nie dauerhaft gut gehen.

Wir begleiten dich gern, aber dann auch richtig.

Gruß
Karsten

Weißbär
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Beitrag von Weißbär » 19.07.2010, 08:23

Hallo Toby,

nach drei Jahren wieder anfangen mit Saufen ist schon hart. Ich verstehe allerdings nicht, dass die meinst, es kontrollieren zu können. Nichts gelernt, nichts verstanden?
In deinem letzten Thread schriebst du im August 2008 du hättest den Alkohol etwas aus den Augen (Gedanken) verloren, wohl ganz zu den Akten gelegt. Du hast nicht wirklich gut auf dich achtgegeben. Bei mir kreist der Alk auch nicht täglich durch meine Gedanken aber er ist immer auf ‚wieder Vorlage’.

Wie Karsten schon geschrieben hat, geh zum Arzt und versuch nicht allein mit einem kalten Entzug die Sucht in den Griff zu bekommen. Auch das weißt du, kann gefährlich werden.

Ich wünsche dir, dass du die Kurve wieder kriegst. Denke an die schönen letzten drei Jahre.

Gruß

Weißbär

Karsten
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Beitrag von Karsten » 20.07.2010, 11:29

Hallo Toby,

wie ist es denn bei dir im Moment?
Warst du schon bei einem Arzt?

Gruß
Karsten

Petter
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Beitrag von Petter » 20.07.2010, 13:31

hallo toby,


ein rückfall ist geschehen - das kann passieren.

nun steh´wieder auf und geh´zum arzt.

mach´dir nun keine vorwürfe in der art "was wäre wenn und überhaupt".

guck nach vorne, du weisst ja, daß es sich lohnt!

bitte lass´uns teilhaben, wie es dir geht und wie du es packst.


alles gute für dich sagt peter

ellifips
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Beitrag von ellifips » 21.07.2010, 09:24

Hallo Toby,

ich kann mich den anderen nur anschließen.

Auch ich meinte mein Problem unter Kontrolle zu bekommen. Ich besuchte meine SHG nicht mehr, redete mit keinem mehr darüber. Legte es also wirklich ab, aber ganz und gar. Und? Genau dann kam der Rückfall. Und der war einfach nur sch.....!
Heute gehe ich ganz anders damit um. Meine Familie, Freunde, Bekannte und auch ein paar Arbeitskollegen wissen über meine Alk-Zeit bescheid. Ich kann jederzeit offen und ehrlich reden. Auch wenn es mir schlecht geht. Meine SHG besuche ich sehr regelmäßig. Und ich merke immer wieder wie gut mir das tut.
Hin und wieder fahre ich sogar zu der Klinik wo ich zweimal zum Entzug war. Und ich muss sagen, auch wenn das blöde anhört, es tut mir jedesmal gut. Es bestätigt mich nur darin, hier möchtest du nicht mehr hin.

Reden, reden, reden......

Ich wünsche dir noch einen schönen Tag.

Gruß
Elli :?

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