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traurige heulsuse oder selbstmitleid

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit
rose1412

Re. traurige Heulsuse......

Beitrag von rose1412 » 07.05.2006, 19:12

Hallo romaja,

ich habe mich wohl zu sehr in meine eigene Situation zurückversetzt gefühlt, als ich die ersten Tage ohne Alkohol war.

Ich konnte in den ersten Tagen ohne Alkohol, kein Autofahren, geschweige denn Arbeiten. Das haben meine Unruhe, Angstzustände, depressive Schübe, garnicht zugelassen.

Aber jeder Mensch ist anders.

L. Gr.
rose1412

romaja1958
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Beitrag von romaja1958 » 07.05.2006, 19:30

liebe rose

kann das gut verstehen , geht mir manchmal auch so , das ich mich schnell in meiner eignen situation wiederfinde

wie gut das jeder mensch anderes ist

bin froh das ich nüchtern bin und den tag gut geschafft habe , habe auf den weg sogar noch sperrmüll gefunden was ich gut für meinen garten gebrauchen kann , paar kleine regale , und nen tisch , so hat sich der weg richtig gelohnt

gt24h romy

Lilly12

Beitrag von Lilly12 » 07.05.2006, 20:05

Hallo romaja,
also ich habe Dich nicht als unehrlich empfunden !
Nur etwas wirr momentan, was ja nicht weiter verwunderlich ist. Ich kann das auch verstehen, das Du doch an den See gefahren bist, wolltest sicher nicht allein sein,aber wie gesagt, ich hätts nicht gemacht, hätt irgendwas anderes gemacht...
Warum solltest Du auch hier unehrlich sein? Was sollte Dir das bringen ? Egal jetzt, Du hast auch diesen Tag fast durchgestanden.
Mein Rat wäre noch, versuch irgendwie, so weit es möglich ist, zur Ruhe zu kommen, ich weiß, ist jetzt leichter gesagt als getan...
Ich denke nur, das ist schlecht möglich, wenn man hier und dort rumfährt und den Chauffeur macht, putzt, wäscht und was nicht alles, aber vielleicht hilft das bei Dir...jeder Mensch ist anders !
Mir würden dann abends einfach zu viele wirre Gedanken durch den Kopf gehen und ich könnt nicht einschlafen. Ich versuche immer, meinen Abend eher ruhig zu gestalten, wenn ich merke, das ich noch zu aufgerdreht bin, lauf ich ne Runde.

Ich glaube, Du versuchst auch, Dich von Deinen eigenen Gedanken etwas abzulenken, kann das sein? Nicht allein sein wollen mit den eigenen Gedanken....
Das ist ja nichts schlechtes an sich. Ich hab auch anfangs versucht, nicht allein zu sein. Nun hab ich allerdings das Glück,einen Mann an meiner Seite zu haben (na ja, das reine Glück ist das auch nicht immer, grins...) dem ich auf den Keks gehen konnte. Zum Glück ist der relativ geduldig...
Hast Du Freundinnen, zu denen Du mal gehen kannst? Mit denen Du reden könntest? Bei meiner Freundin kann ich Tag und Nacht aufschlagen, die ist auch ein geduldiges Lamm, was ich nicht bös meine, nur lieb. Das war immer meine Anlaufstelle, wir haben auch oft nur über irgendwas geredet, nicht nur über mein Alk-Problem.
Wenn Du keine Freundin hast, es ist nie zu spät, sich eine zu suchen....
Hast Du vielleicht Lust, in einer Gruppe was zu machen? Es gibt doch auch überall Sportgruppen, die was zusammen machen, da lernt man immer nette Leute kennen. Ein neuer Bekanntenkreis kann nie schaden, das ist meine Erfahrung, denn ich neige auch zur Geselligkeit.

Die Lilly

romaja1958
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Beitrag von romaja1958 » 08.05.2006, 04:44

liebe lilly

ja da hast du recht , ich versuche mich echt abzulenken , und es fällt mir total schwerr auf andere gedanken zu kommen , oder zur ruhe zu kommen

teilweise läuft mein verkrokstes leben wie ein film in mir ab , es ist als wäre ich mein leben lang immer alleine gewesen , es ist schon komisch , man hat menschen um sich die einen alles bedeuten , und doch fühlt man sich total alleine

sicher hab ich eine freundin , doch die hat momentan mehr mit sich zu tun , mit ihrer ehe usw , lange geschichte

überlege manchmal echt ob ich nicht mal anfange ein buch zu schreiben , mir alles von der seele zu schreiben was mich so belastet

vor einiger zeit habe ich gedichte geschrieben , eigendlich schon seit jahren , immer wenn es mir schlecht ging , das hat oft geholfen

mach es aber seit ich soviel getrunken habe nicht mehr , liegt wohl daran das nix gescheites bei raus kommt, also lass ich es sein

je mehr ich nüchtern werde , deso mehr fühle ich das ich für michalleine die verantwortung tragen muß , ich gebe auch niemanden die schuld , jedoch ist es nicht einfach wenn man zum reden keinen hat der einen wirklich mal zuhört und versteht

sicher gibt es da diesen kreislauf von ursache und wrikung , aber man kann auch nicht immer alles damit entschuldigen

achja , egal lassen wir das es wird schon werden

gt24h romy

chiara
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Beitrag von chiara » 08.05.2006, 10:52

Hallo Romy,

das mit dem Buch ist -finde ich- gar keine schlechte Idee. Auch wenn es "nur" ein Tagebuch ist. Täglich seine Gedanken aufschreiben hilft, das kann ich nur bestätigen.
Es ordnet die eigenen Gedanken und vertreibt die Einsamkeit.

Ich fühle mich in Deinen Beiträgen sehr vom bei Dir immer wiederkehrenden Thema ANGST angesprochen.

Bei mir ist das auch nach dem zweiten Monat immer noch das Thema Nummer 2. (Also gleich nach dem Alkohol an sich.)

Ich selbst habe den Alkohol fast ausschliesslich dazu benutzt um mit meiner Angst umzugehen. Es war zwar nicht, wie hier zuvor beschrieben, beim ersten Glas schon die Angst weg, naja aber beim Vierten oder Fünften.
Dafür war sie dann am nächsten Tag mit doppelter Stärke zurück.

Ohne zu Trinken mit der Angst zu leben ist für mich sehr schwer und an manchen Tagen glaube ich fast, sozusagen "verrückt zu werden vor Angst". Meine Ärztin sagt mir dann, dass ich Geduld haben muss.

Geduld Geduld Geduld. Ist nicht unbedingt meine Stärke.

Aber mir hilft das Schreiben und Tagebuchführen zB dabei mich nicht völlig in der Angst zu verlieren. Normalerweise hilft mir auch Bewegung, frische Luft oder überhaupt Aktivität.
Ob für mich eines Tages ein angstfreies Leben möglich sein wird? Ich hab keine Ahnung. Dadurch dass ich nie ein anderes Umgehen mit Angst gelernt habe, als dagegen "anzutrinken", "anzuhungern" oder ähnliche selbstzerstörerische Muster auszuüben, wird es bestimmt nicht leicht sein, neue Verhaltensmuster zu erlernen.

Aber ich lebe in Hoffnung. Oder, wie du es ausdrückst "es wird schon werden!"

In diesem Sinne bin ich gedanklich sehr bei Dir und wünsche Dir auch heute wieder viel Kraft.
Gute 24
chiara

schorni67

Beitrag von schorni67 » 08.05.2006, 11:13

hallo romy,

du mußt auch die verantwortung für dich übernehmen, fang damit an dich und dein ganzes leben nicht in frage zu stellen. es ist so gelaufen, ändern kannst du es nicht mehr, sieh nach vorne und vergesse das hinter dir gelassene nicht.

einsam ist ein gefühl, wenn ich nicht einsam oder alleine sein will, mach ich etwas dagegen.

ich sitze jetzt auch alleine auf der terrasse und genieße es, ich will im moment meine ruhe haben, wenn ich das nicht wollte, würde ich etwas dagegen tun.

es gibt immer irgend etwas das einem nicht gefällt, mal ist es die ruhe, mal der stress, lerne wieder mit den gegebenheiten des lebens umzugehen.
nimm auch negative gefühle war und lerne damit umzugehen, da fängt die verantwortung einem selbst gegenüber an.

wer sagt dir das dich keiner versteht, an deinem post (zeit), sehe ich das die nacht wieder nicht lang war. du grübelst zu viel, ändere etwas in deinem leben.

liebe grüße

schorni

sophia

Beitrag von sophia » 08.05.2006, 15:28

Hallo Romy,

Schorni hat Gedanken geäußert, die ich auch habe.

Aber noch eines Romy, wie wäre es hier unter "Gedichte und Sinnliches" mal etwas von Dir vorzustellen???

Sophia

romaja1958
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Beitrag von romaja1958 » 08.05.2006, 18:32

liebe sophia

kann ich ja mal machen in gedichte ;) , mal was anderes hattet ihr auch soviel durst als ihr aufgehört habt zu trinken ???

bor ich trinke echt literweise wasser , und hab ständig durst

ist das normal ???

liebe grüße romy

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