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Rückfall suburbia

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit

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suburbia
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Beitrag von suburbia » 07.07.2011, 09:08

Und danke @ perla54. - edit, Linde - Ich will nicht meine Geschichte neu erzählen müssen. Hoffe der Hinweis ist okay @ Karsten :) Termin ist jetzt fix bei meiner Psychiaterin für morgen um halb Neun - dann den nächsten Anlauf - das wird doch wohl zu schaffen sein ...

- edit, bitte hier keine Links o.ä. einstellen, danke, Linde -

clara nocte
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Beitrag von clara nocte » 07.07.2011, 10:22

hallo suburbia,

erstmal herzliches beleid wegen deiner eltern.
den zustand, dass in neuen lebenssituationen (nüchternheit, neue wohnung, beides...) vieles unverarbeitetes hochkommt, kenne ich nur zu gut.
suburbia hat geschrieben: dann den nächsten Anlauf - das wird doch wohl zu schaffen sein ...
dass du einen rückfall hattest, hat gründe, die du nicht "mal eben" bearbeiten kannst. "der nächste anlauf" klingt, als ob es danach noch raum für weitere anläufe gäbe. du versuchst, dir selbst mut zu machen, indem du sagt, dass es doch wohl zu schaffen sein sollte. dich nicht selbst fertig zu machen und nach vorne zu schauen ist wichtig und gut, trotzdem solltest du geduldig mit dir selber sein und deinen blick darauf richten, was wirklich zählt: dass es nach diesem entzug auch bei der nüchternheit bleibt, und welchen weg du für dich wählen kannst, um das zu schaffen.

liebe grüße
carla

suburbia
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Beitrag von suburbia » 07.07.2011, 10:53

Das klingt nur so, es war nur ein so extrem weiter und schwieriger Weg ( den haben alle auf ihre Weise hinter sich, oder vor sich wie ich glaube ) und ich glaube dieses mal, der Anker ist geworfen, das zu schaffen - aber es wird Niemals vorbei sein - der Kampf ist Immer. Sämtliche Therapiewege greifen ja jetzt, eben Hilfe schnell zu suchen und finden zu können - auch ist ein Rückfall ja kein Problem ( kann ich nicht anders ausdrücken grad ), erst dann - wenn man keine Anlaufstellen weiss, wo genau! explizit geholfen werden kann. So, bin immer noch nicht raus, Termin steht - und ... liebe Grüße und Danke an das Forum, hilft wirklich in so manchen Nervenchaos...

clara nocte
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Beitrag von clara nocte » 07.07.2011, 11:25

Hallo suburbia,

ja, da verstehe ich dich schon besser, bzw es klingt besser.
gebe dir da vollkommen recht, dass es ein immerwährender kampf ist, und empfinde das momentan auch exakt so. aber wer weiß, bzw. die chancen stehen gut, dass der kampf irgendwann nicht mehr ganz so hart ist.

ich bin jetzt bei drei monaten trockenheit (siehe mein thread) und habe aber auch schon mal weitaus länger geschafft. ich kann mich noch gut an die ganzen abstufungen von erkenntnissen und bearbeitungen erinnern, auch noch einem jahr ging es immer weiter, einem werden sachen klar, und man muss dann eben auch damit klarkommen. leider bleibe ich manchmal auf der erkenntnisebene stecken und arbeite zu wenig konkret. sich hilfe holen zu können ist sehr wichtig, bei meinen ganzen gescheiterten versuchen habe ich immer gedacht, ich schaffe es schon alleine. gott sei dank weiß ich jetzt, dass das ein irrglauben war.

lg
clara

Spedi

Beitrag von Spedi » 07.07.2011, 12:27

Servus suburbia,

nun, ich sehe das Thema dann doch deutlich differenzierter als Du.

Ein Rückfall ist ja nichts, was Dich überfällt. Ein Rückfall kündigt sich ja schon lange, lange vorher an, und der Vorgang des tatsächlichen Trinkens ist ja immer erst der letzte "Akt" in einem langen Drama.

Bei den meisten Alkoholikern, die ich kenne, gab es eine Vorgeschichte zum Rückfall, und damit meine ich jetzt keine Schicksalschläge, sondern die eigene Überheblichkeit der eigenen Abhängigkeite gegenüber und die mangelnde Vorsorge für sich selbst, die zum Rückfall geführt haben.

Jetzt zu sagen "es ist passiert" und "ich kümmere mich ja" halte ich für verfehlte Ansätze.

Wichtig sehe ich die eigene Verantwortlichkeit: warum habe ich zugelassen, dass ich mich wieder zum Saufen animiert habe? Warum habe ich keine ausreichende Vorsorge getroffen? Warum habe ich nicht lange vorher Hilfe in Anspruch genommen?

Etwa, weil ich saufen wollte? Dann kann ich für mich hinterfragen, ob ich überhaupt trocken leben will, oder hier nur einen Abschnitt einer Trinkpause hinter mir habe. Und ich kann für mich prüfen, wie es weiter gehen kann und soll: ich kann beim Wunsch nach einem trockenen Leben meine Strategie überprüfen, ob ich mir Hintertürchen einbaue, oder diese konsequent verschließe. Ich kann prüfen, ob ich meinen "Notfallkoffer" aktuell bestückt habe und auch anwenden kann, was da als Hilfestellung "drin ist". Ich kann durch andere Vorsogemassnahmen -wie etwa einen regelmässigen Austausch- mit ein rechtzeitiges Feedback abholen, bevor ich den übermächtigen Wunsch zu trinken habe. Ich kann so vieles, wenn ich will.

Mein Motto lautet: wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe. Mir ist eine Wegbeschreibung immer lieber, als eine Litanei an Gründen.

Mach Dich mal auf Deinen Weg.

LG
Spedi

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Beitrag von Karsten » 07.07.2011, 12:40

Hallo,

wie ich ja hier ja hier geschrieben habe ( Was mache ich bei einem Rückfall? ) , baut sich ein Rückfall ja vor dem eigentlichen trinken auf.

Daher nutz doch dieses Angebot hier im Forum ( gerade auch, wenn es euch scheinbar gut geht ) oder eben eine andere Erfahrungsaustauschmöglichkeit. Nur wer sich bekannt macht, bei dem kann man eventuelle Irrwege erkennen.

Wer nur heile Welt beschreibt oder gar nicht schreibt ( oder sich eben woanders austauscht - mus ja nicht hier im Forum sein ) , bei dem kann man auch keine Veränderungen erkennen.

Viele schreiben hier jeden Tag über sich und haben auch schon viele Menschen gefunden, die ihren Weg begleiten. Nur wenn man nicht schreibt, kann man auch keine Wegbegleiter kennen lernen.

Mehr als das hier anbieten, kann man ja nicht. Wird eben in den offenen Bereichen leider so gut wie gar nicht genutzt.

Gruß
Karsten

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Beitrag von perla54 » 08.07.2011, 08:23

guten morgen
ich hoffe die nacht war trocken.......erst mal egal wie es dir geht.....
haptsache ohne alkehol
und nun viel kraft auf dem weg zur psychiaterin.....
petra

Karsten
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Beitrag von Karsten » 13.07.2011, 19:54

Hallo Suburbia,

wie geht es dir denn?

Gruß
Karsten
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