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Ein neues Leben?

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit

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Carpenter
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Beitrag von Carpenter » 30.05.2013, 06:35

Moin Maik,

Du hast wieder mal nicht richtig reingelesen :-)

Ich kann in Deiner Situation (zu viele vergebliche Versuche) durchaus nachvollziehen, daß Du Dich jetzt fast akribisch an die Regeln der Risikominimierung hältst...das ist eben Dein Weg und Du bist der festen Überzeugung, daß Du nur so ein alkoholfreies Leben führen kannst...dann mach das doch genauso...ich find das in Ordnung und würde den Teufel tun und Dir was anderes raten.

Eines muß ich anscheinend nochmal ganz klar herausstreichen:

Weder mein langjährig trockener Freund noch ich "nehmen jede Party mit, die geht". Ich denke, ich hatte das in diversen Posts auch schon deutlich gemacht. Das absolute Gegenteil ist der Fall. Wir waren vor unserem Break ordentlich unterwegs, seit wir keinen Alkohol mehr konsumieren , sind wir unglaublich wählerisch, was Feste angeht, weil diese Feste, bei denen viel Alkohol getrunken wird, einfach nicht mehr unseren Interessen entsprechen. Wir haben ganz andere Schwerpunkte...wir gehen lieber Laufen, besuchen sportliche Veranstaltungen, gehen Kaffeetrinken, wandern viel...jetzt erklär mir mal, ob das was mit "Risiko suchen" zu tun hat...das einzige Risiko, das wir eingehen, ist, daß wir ab und zu overpacen...das ist schon alles.
Im Übrigen war unser Kontakt jahrelang relativ oberflächlich...logisch, mein Kumpel war schon Jahre trocken, während ich gesoffen hab...da gab es kaum gemeinsame Interessen.

So, das muß jetzt mal als Klarstellung reichen...das war mir allerdings wichtig, denn ich habe manchmal den Eindruck, Du redest über eine völlig andere Person..."Durchschlängeln" war vor der Abstinenz...

Wünsch Dir ein schönes Wochenende und alles Gute auf Deinem Weg

LG Andreas

Contemplation
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Beitrag von Contemplation » 30.05.2013, 10:33

Guten Morgen lieber Andreas,
ich hatte innerhalb kürzester Zeit zwei totale Kontrollverluste, und dies im Beisein meiner 16-jährigen Tochter. Dies verkraftet sie nicht und wurde notfallmäßig in eine psychiatrische Klinik eingeliefert

Bin natürlich kein Fantast, ohne zu wissen, dass noch einige Klippen auf meinem Weg ohne Alkohol zu umschiffen sein werden.
Dies ist eine der wichtigsten Gründe, warum ich mich hier angemeldet habe, um mich auszutauschen und auch zu überprüfen, ob der Weg, den ich eingeschlagen habe, so weit in Ordnung ist.
Es gibt nicht das "Risiko", das ist bei jedem anders und das muss jeder für sich selbst verantworten. du gehst z.B. nicht auf das Fest, weil du auf das ganze Gesaufe drumrum keine Lust hast, vollkommen ok.
Ich geh halt (wahrscheinlich) hin, weil ich trotz dem vielen Alkohol noch meinen Spaß haben werde und möchte. So einfach ist das.
ich lass das von Dir unkommentiert so stehen, muss jeder selbst seine Schlüsse darausziehen.
Möchte nur wiederholen, dass das Risiko sich für jeden anders darstellt und entsprechend jeder für sich selbst entscheiden muss, wie er mit den Risiken der Krankheit umgeht.
auch Deinen Kommentar lass ich unkommentiert stehen.
Ich hatte schon vor längerem geschrieben mich an solchen "Diskussionen" nicht mehr zu beteiligen und dabei bleibt es auch. Bringt mich nicht weiter.
vergiss bitte nicht dass es hier immer noch um Volkmars Aussagen geht und ich meine Posts auch hauptsächlich auf ihn bezogen habe. Leider habe ich noch nicht soviel bei Dir gelesen Andreas um mir ein Bild von Dir machen zu können, werde das wenn ich nicht mehr so mit mir selber zu kämpfen habe bestimmt nachholen. Das was Du in Deinem letzten Beitrag geschrieben hast hört sich gut für mich an, hab ich nichts dran zu meckern :)

Mit durchschlängeln meinte ich viele Sachen von Volkmar, z.B.: freiwillig an einem Glas Rotwein riechen, eine Absprache treffen dass eine Verwandte ein Glas Rotwein trinken darf (Wieso?) Ich bin trockener Alkoholiker, hab zwanzig Jahre lang gesoffen, das Leben meiner Tochter fast zerstört (und das eigene) und die Verwandte brauch ein Glas Rotwein zum Mittag wo ich mal eben meine Nase reinhalte und inhaliere um wem, vor allem was zu beweisen? (What The F...?), und eben die obere Aussage mit dem Fest.

Andreas Toleranz ist schön und gut, aber ich glaube Volkmar geht die Sache etwas falsch an. Das ist meine Meinung. Nicht weil ich die Grundbausteine auswendig gelernt habe, sondern das sagt mir einfach mein gesunder Menschenverstand.


lg Maik

Carpenter
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Beitrag von Carpenter » 30.05.2013, 11:37

Contemplation hat geschrieben:
Nicht weil ich die Grundbausteine auswendig gelernt habe, sondern das sagt mir einfach mein gesunder Menschenverstand.

lg Maik
Hi Maik,

wir sind immer noch nicht ganz auf derselben Gesprächsebene :-)

Klar ging es um Volkmars Aussagen, aber in dem Moment, indem Du die langjährige Trockenheit meines Kumpels in Deine Argumentation mit einbeziehst, geh ich davon aus, daß Deine Aussagen auch auf mich bezogen waren.
Ich hab übrigens auch nicht von auswendig gelernten Grundbausteinen gesprochen, sondern von akribischer Anwendung derselben. Akribie ist für mich überhaupt nichts Negatives, eher im Gegenteil, während auswendig lernen für mich durchaus negativ behaftet ist in der Form, daß man etwas einpaukt, ohne den Sinn des Ganzen zu erkennen bzw. zu begreifen. Das seh ich bei Dir nicht, eher schon eine gewisse Konsequenz in der Anwendung. Wie gesagt, da war überhaupt kein ironischer Unterton dabei.

Wünsch Dir noch einen schönen Feiertag und ein hoffentlich entspanntes WE

LG Andreas

Contemplation
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Beitrag von Contemplation » 30.05.2013, 15:36

Hi Andreas,

naja aber fast, oder? :) Wenn Du Dir den Schuh anziehen magst... Aber eigentlich wollte ich damit etwas anderes zum Ausdruck bringen. Ich wollte Dich damit wegbringen davon Volkmar zu verteidigen zu wollen.

Andreas wenn Du und Dein Freund Euch gegeseitig unterstützt ist das auch schon wieder etwas anderes. Dein Freund hat mit Sicherheit einen harten Weg hinter sich, wenn er schon zehn Jahre trocken ist. Von seinen Erfahrungen profitierst Du sicher und das ist gut so.

Ich glaube Dein Freund hat bestimmt auch lange gebraucht bis er eine gewisse Sicherheit aufgebaut hatte im Umgang mit Situationen, denen sich ein frischer Abstinenzler lieber nicht aussetzen sollte. Ist jetzt bloß eine Vermutung meinerseits Andreas. Frag ihn doch einmal, würde mich auch mal interessieren.

Das ist mein erster ernsthafter Versuch trocken zu bleiben, abstinent zu leben und ich könnte vielleicht auch schon etwas weiter sein in meiner Trockenarbeit, wenn da nicht meine Sozialphobie und das andauernde Grübeln wären, aber das will ich ja mit den Tabletten in den Griff bekommen.

Aber ich glaube in dem einen Jahr was jetzt läuft eines schon erkannt zu haben, kann mich natürlich auch irren...
Die Wege der Menschen um glücklich trocken leben zu können mögen sich vielleicht marginal unterscheiden, aber ich glaube im Grunde geht es bloß so dem Alkohol ein Leben lang aus dem Weg zu gehen.

Damit meine ich jetzt nicht aus dem Restaurant rennen wenn am Nebentisch ein Sektkorken knallt, aber doch bewußt den Weg der Risikominimierung zu gehen. Ich bin ehrlich ein Alkoholiker müsste eigentlich wissen was eine gefährliche Situation darstellt und was nicht. An einem Glas Wein schnuppern dürfte wohl dazu gehören, da sind wir uns jetzt aber einig, oder? Mit den ganzen anderen Aussagen von ihm vermittelt er mir ein Bild dass ich einem trockenen Alkoholiker nicht zuordnen würde.

Bei dem was ich über Dich und Deinen Freund gelesen habe hört sich das schon ganz anders an Andreas und deshalb wollte ich das unterstreichen in dem ich schrieb: Dein Freund nimmt bestimmt nicht jede Party mit... ;) Ich denke schon dass ihr darauf achtet in welcher Umgebung Ihr Euch bewegt, bei Volkmar ist das alles irgendwie schwammig.

So wünsch Dir auch nen schönen Feiertag, was denn überhaupt für einen??? :lol: Im Osten haben wir keinen, hier wird gearbeitet!!! Alle außer mir jedenfalls :oops:


lg Maik

Zotti
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Beitrag von Zotti » 31.05.2013, 10:58

Hallo Maik,

wir haben alle Fronleichnam "gefeiert", um allerdings zu sagen, was das für Feiertag ist, müsste ich auch erst selber goo*ln ;-)

Viele Grüsse
Zotti

Contemplation
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Beitrag von Contemplation » 05.06.2013, 11:22

Hallo Zotti, hallo Forum,


Fronleichnam kenn ich 8) Hört sich irgendwie nach Friedhof an. Naja sowas feiern wir hier nicht 8) Aber danke für die Info :wink:


Mir gehts mittlerweile etwas besser. Bin nicht mehr ganz so müde, aber kann mich immer noch nicht überwinden was zu machen. Aber die Zeit bis der Spiegel des Medikaments erreicht ist wird immer kleiner. Manchmal bilde ich mir auch schon ein etwas positiver eingestellt zu sein, was dann aber meistens auch mit Müdigkeit einhergeht :evil:

Aber ich glaub langsam gehts wieder Bergauf, um den Beitrag mal positiv zu beenden (na was sagst Du jetzt Andreas ;) )


LG Maik

rote Bete
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Beitrag von rote Bete » 08.06.2013, 08:19

Hallo Maik!

Wie geht es Dir? Schlagen die Medikamente an?

LG
Sabine

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Beitrag von Contemplation » 10.06.2013, 09:53

Hallo Sabine,


zur Zeit bin ich wieder sehr, sehr müde. Krieg noch Plaq von den Tabletten. Werde sie Heute mal Abends nehmen. Ich hatte letzten Donnerstag mal einen sehr guten Tag an dem ich Morgens vor Energie bloß so gesprudelt hatte und eine richtig gute Laune gehabt. Hab mich dann sofort aufs Fahrrad geschwungen und bin meine 25 km gefahren. Ging und tat sehr gut. War dann aber danach so fertig dass ich fast drei Stunden geschlafen habe..

Seitdem bin ich wieder dauermüde. Mal sehen was heute Mittag passiert wenn die Tabletten weg sind. Bin gespannt und hoffe dass es nun bald mal besser wird. Ist jetzt die vierte Woche mit der vollen Dosis und ich hab langsam etwas Angst dass die ganze Zeit umsonst war...

Naja ruhig bleiben und abwarten. Fällt mir nicht schwer zur Zeit.


LG Maik

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