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Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit

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atze-5
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Beitrag von atze-5 » 23.07.2016, 14:45

Hi Calida,
das wichtigste ist für mich eine komplette Risikominimierung.Das bedeutet für mich Menschen und Orte zu meiden wo ich früher selbst getrunken habe.Die Offenheit zu bestimmten Personen in Bezug zu meiner Abhängigkeit ist für mich ein weiterer wichtiger Punkt.Darüber beschäftige ich mich fast täglich mit lesen hier im Forum,entsprechender Literatur oder auch mit realen Gesprächen mit anderen Betroffenen mit meiner Sucht.Ein alkoholfreies Umfeld ist natürlich ebendso wichtig.
atze

Calida78
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Beitrag von Calida78 » 23.07.2016, 17:08

Hallo Atze!
Wem sagst Du, dass Du abhängig bist?
Das nämlich war für mich lang ein heißes Eisen. Bei mir wissen alle, dass ich nix trinke und dass es bei mir keinen Alkohol gibt. Aber dass ich abhängig getrunken habe, dass wissen längst nicht alle.
LG Calida

atze-5
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Beitrag von atze-5 » 23.07.2016, 17:26

Hi,
das ich abhängig bin,war,wissen nur mein Arzt und meine Kids.reicht für den Anfang.Ich denk aber viele Denken sich ihr Teil nachdem ich keinen Alk mehr Trinke.Sollten da Fragen auftreten,beantworte ich die auch wahrheitsgemäss.
atze

Carl Friedrich
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Beitrag von Carl Friedrich » 23.07.2016, 19:18

Hallo atze!

Der Kreis der Eingeweihten bei dir ist ja ähnlich überschaubar, wie bei mir.

Und wahrheitsgemäß antworten werde ich auch, nur hat noch keiner gefragt, nur ein Bekannter, der selbst an der Flasche hängt. Und dem habe ich mitgeteilt: "Nein, ich trinke nicht mehr." Er wollte auch nicht mehr wissen, da das Thema selbst ihn berührte, da er in seinem Innersten genau weiß, dass er Alkoholiker ist. Das wollte er nicht von mir noch aufs Butterbrot geschmiert bekommen.

Ansonsten schulde ich niemandem irgendeine Erklärung, insbesondere muss ich nicht jedem Frager auf die Nase binden, was wirklich los ist.

Das dieses Thema von anderen hier im Forum deutlich großzügiger gehandhabt wird, ist mir bekannt. Das muss ein jeder für sich selbst entscheiden. Jedenfalls bin ich mit meinem bisherigen Kurs gut gefahren.

Gruß Carl Friedrich

Calida78
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Beitrag von Calida78 » 23.07.2016, 22:19

Hallo!
Stimmt, muss jeder selbst entscheiden. Ich geb nur eines zu bedenken. Mir persönlich ist wichtig, dass sich niemand neben mich mit einer Bierflasche setzt. Wenn derjenige denkt, ich trinke nicht z.B.aus einer Modeerscheinung, könnte er erwarten, dass es mich nicht stört, wenn er neben mir trinkt. Wenn er aber weiß, was los ist, dann kann ich wiederum erwarten, dass er nicht neben mir trinkt. Das war mir bei zwei engen Freunden wichtig, dass sie wissen, dass Alk eben eine Gefahr für mich sein könnte.
Viele Grüße
Calida

atze-5
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Beitrag von atze-5 » 24.07.2016, 15:35

Hi,
Danke Calida78 und Carl-Friedrich für eure Antworten.Ich habe ja immer noch die Möglichkeit zu gehen wenn es mich irgendwie antriggert wenn andere in meinen Besein Trinken.Abhalten davon kann ich niemanden.
atze

Karsten
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Beitrag von Karsten » 24.07.2016, 15:40

Hallo Atze,

ich halte das für Sprüche, die man irgendwo mal gehört hat und jetzt für sich in Anspruch nimmt.

Wenn es triggert kann man oft nicht mit einer rationalen Denke herangehen.
Wenn es so einfach wäre, könnte man ja einfach aufhören zu saufen, weil man ja nicht mehr will und dann ist gut.

Das die meisten Alkoholiker/innen wieder rückfällig werden, zeigt doch, dass es eben nicht so ist.

Aber wenn du noch davon überzeugt bist, dann gehe deinen Weg.

Gruß
Karsten

Calida78
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Beitrag von Calida78 » 24.07.2016, 22:14

Hallo!
...und manchmal triggert einen das erst hinterher.
Ich persönlich fühle mich unwohl, wenn ich bei Leuten bin, in deren Küche Weinflaschen stehen. Auch wenn sie zu sind.
Will sagen, wenns mir dann später am Tag plötzlich schlecht geht, kanns sein, dass ich mich an diese ganzen Flaschen erinnere.
LG Calida

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