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Moin

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit
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Carl Friedrich
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Re: Moin

Beitrag von Carl Friedrich » 17.07.2018, 22:32

Hallo Karsten!

Das ist deine persönliche Meinung, die ich in diesem Fall nicht teile. Wer alles getan, um sich aus der Sucht zu befreien, hat m.E. eine Chance verdient. Bei Wiederholungstätern muss man schon zu härteren Maßnahmen greifen.

Aber das ist Aufgabe des Gesetzgebers.

Und zu den Anwälten: Berufsverbot §70 StGB. 1-5 Jahre, in schweren Fällen lebenslang.

Gruß
Carl Friedrich

Karsten
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Re: Moin

Beitrag von Karsten » 17.07.2018, 22:40

Hallo Carl Friedrich,

es ist so wie es ist.
Dennoch könnte man ja von den Tätern etwas Demut erwarten oder?

Mehr möchte ich dazu auch nicht mehr schreiben.

Gruß
Karsten

Rattenschwanz
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Re: Moin

Beitrag von Rattenschwanz » 18.07.2018, 10:16

Der Führerschein/Fahrerlaubnis steht mir auch dann nicht zu, wenn ich den Verkehrspsychologen bei der MPU von irgendwas überzeugt habe.

Kein Mensch muss eine MPU machen.

Und ja, ich bin froh darüber, dass ich im Straßenverkehr keinem Menschen irgendeinen Schaden zugefügt habe - weder besoffen noch nüchtern.

Hull

Re: Moin

Beitrag von Hull » 18.07.2018, 19:24

Dass Trunkenheitsfahrten mit lebenslangem Fahrverbot geahndet werden sollten, ist für mich eine legitime Sichtweise und zu befürworten.

Stark zu bezweifeln ist aber, dass diese Konsequenz auch bei allen anderen (grob) fahrlässigen Handlungen, die auf den Alkoholmissbrauch zurückzuführen sind, an den Tag gelegt wird.

Rattenschwanz
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Re: Moin

Beitrag von Rattenschwanz » 06.09.2018, 06:24

Moin, das Folgende hab ich gerade gelesen:
Horizont hat geschrieben:
05.09.2018, 22:00

An Menschen wie dir sieht man, dass man seine Sucht hinter sich lassen kann.
Kann man/ich das, die Sucht hinter sich/mir lassen?

Ich glaube nicht. Die ist doch ständig präsent, ob ich will oder nicht und auch nach all den trockenen Jahren, ist die doch immer im Unterbewusstsein da - irgendwie.

Wenn nicht, würde ich doch die Aufmerksamkeit verlieren. Oder nicht?

Mario B.
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Re: Moin

Beitrag von Mario B. » 06.09.2018, 09:27

Hallo Rattenschwanz,

man kann die Aufmerksamkeit verlieren, muss man aber nicht.

Die Sucht ist ja noch präsent, aber eben halt bildlich hinter einem. Sprachlich gesehen finde ich daher den Ausdruck "die Sucht hinter sich lassen" zu jetzigem Zeitpunkt eine sehr gute und treffende Forumulierung.

Gruss,

Mario B.

Rattenschwanz
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Re: Moin

Beitrag von Rattenschwanz » 18.09.2018, 11:23

Na ja, hinter mir ist die Sucht ja auch nicht, ich bin ja mittendrin und das wahrscheinlich immer ...

Ist von mir wohl eher Wortklauberei.

Sunshine_33
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Re: Moin

Beitrag von Sunshine_33 » 18.09.2018, 11:38

Hallo Rattenschwanz,
wie meinst Du das, das Du "ja mittendrin" bist in der Sucht und das wahrscheinlich für immer ?
Du bist ja trocken, von daher verstehe ich dieses "mittendrin" nicht so ganz.
Meinst Du es so, das unsere Krankheit für immer bleibt und wir von daher immer "mittendrin" sind?

Bei mir ist es so, das meine/unsere Krankheit im Alltag eigentlich gar nicht präsent ist.
Es ist nicht so, das ich jeden Tag an meine Krankheit denke, oftmals sogar wochenlang gar nicht.
Es ist für mich eigentlich wie ein abgeschlossenes Kapitel, das ich nicht mehr groß öffnen muss.
Das meine Krankheit aber für immer in mir ist und dort auch bleibt, das weiß ich ganz genau und
daran gab es auch nie Zweifel meinerseits.

Aber ich wüßte nicht, wie sie sich in meinem Alltag groß bemerkbar macht.
Ich lebe ein ganz normales Leben ohne Alkohol, wie das sehr viele andere Menschen ja auch tun.
Das ich auf Inhaltsstoffe bei Nahrungsmitteln achte, ist seit Anfang meiner Trockenheit selbstverständlich,
aber da ich kaum Fertigprodukte verwende, ist das kein Aufwand für mich.
EIn Blick auf eine Packung finde ich jedenfalls auch sonst nicht aufwändig, das dauert ja nicht mal ne Minute.
Und auch das muss so manch anderer ebenfalls tun, Allergiker beispielsweise.
Und in Restaurants frage ich bei Unklarheiten nache.

So ist halt meine Frage an Dich, wie äußert sich das bei Dir, das Du Dich als "mittendrin" empfindest?
Interessiert mich jetzt einfach mal so... :)

LG Sunshine

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