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Für Alk prostituiert -.-

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit

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Lynielle
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Beitrag von Lynielle » 01.03.2014, 00:00

Doro,

da gebe ich Dir Recht. Glücklich sein soll jeder dürfen.
Eine Psychotherapie wäre sicher nicht das Schlechteste. Aber ich habe mir überlegt: Opfern sind und sehen anders aus. Für Opfer sollte man Therapieplätze frei halten. Nicht für so was wie mich.
Wenn Doc meint, ich sollte unbedingt, dann mal gucken.

Kaleu
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Beitrag von Kaleu » 01.03.2014, 00:01

Mein letzter Satz bedeutet, daß die Aufrechterhaltung der Verdrängung, immer mehr Energie erfordert und längst dauerhaft alle Reserven angezapft werden.

Nun ist es aber so, daß auch Synapsen, Hormone, Rezeptoren und das gesamte Nervensystem immer wieder zur Ruhe kommen muss. Sonst kollabierts irgendwann.

Und dann ist eben Tilt. Bewusstlosigkeit ist da noch harmlos. Das ist ja nur eine Notabschaltung damit wenigstens mal kurz Ruhe ist.

Lynielle
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Beitrag von Lynielle » 01.03.2014, 00:05

Bewusstlosigkeit ist Kontrolle abgeben.
Wie beim Saufen, wenn man so richtig stramm wird.
Möchte die Kontrolle nicht mehr abgeben. Zumindest nicht so offensichtlich.

Kaleu
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Beitrag von Kaleu » 01.03.2014, 00:06

Nicht für so was wie mich.
Selbst für einen Therpaieplatz eben zu wertlos. Und das merkst Du wirklich nicht, wie Du Dich selbst wie ein Stück Abfall behandelst?

Ich würde nichtmal auf die idee kommen einen anderen menschen so zu behandeln wie Du Dich. Weder Dich noch mich, noch irgendwen sonst.

Und das sind die Momente wo mir jedes Mal die Spucke wegbleibt. Weil Du diese Selbstentwertung mit einer solchen Normalität ausdrückst. Für mich ist das regelrecht etwas Gruseliges.

Lynielle
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Beitrag von Lynielle » 01.03.2014, 00:11

Ja, eben drum lass ich ja geschehen mit mir. Tauge ich wenigstens zu was. Und es wird immer mehr. Bin ich also nicht ganz so unnütz.
Menschlich dadurch einen Hauch wertvoll.

Kaleu
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Beitrag von Kaleu » 01.03.2014, 00:11

Möchte die Kontrolle nicht mehr abgeben.
Das ist mir schon klar, daß Du das nicht willst, die Verdrängung würde ja zusammenbrechen. Kontrolle ist ja der heilige Gral für Dich.

Einerseits natürlich von Vorteil, Kontrollverlust ist Dir immerhin so zu wieder, dass Du dafür sogar das Saufen lässt.

Andererseits wäre das Aufegeben der Kontrolle, weil man sie nicht mehr braucht, letzten Endes das einzige was hilft. Aber das sind noch ein paar Meter Weg. ;)

Kaleu
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Beitrag von Kaleu » 01.03.2014, 00:15

Ja, eben drum lass ich ja geschehen mit mir. Tauge ich wenigstens zu was. Und es wird immer mehr. Bin ich also nicht ganz so unnütz.
Menschlich dadurch einen Hauch wertvoll.
Ehrlich, bei so Zeilen, bin ich dann halt sprachlos. Das ist so selbstverleugnend, so lebensfeindlich, da...huh...ich bekomm Gänsehaut. So als wäre Deine Existenz gerde mal so ein Stück Schlachtvieh. Und wenn Jemand ein Schnitzel davon hatte, dann hat sich's ja doch noch gelohnt.

Lynielle
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Beitrag von Lynielle » 01.03.2014, 00:15

Ein neu kennengelernter Kumpel meint auch, dass ich dann eben halt die Sorte Mensch bin, die im Leben devot ist. Er meint, es wäre keine Schwäche, sondern Stärke. Und dass ich nimmer trink findet er voll gut.

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