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Fange neu an

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit

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Dhyana
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Re: Fange neu an

Beitrag von Dhyana » 27.12.2018, 20:13

Ich möchte euch ein herzliches Hallo hinterlassen und kurz berichten, dass ich noch einen Rückfall hatte, :oops: in den Ferien.
Im FH waren Weinflaschen gelagert, die ich entdeckte und .... trank.... Gefahr lauert überall.

Seit August bin ich trocken, nüchtern und es geht mir sehr gut. Ich hoffe und glaube, dass ich es endlich kapiert habe. Soweit mein Gefühl.
Ich schreibe noch in einem anderen Forum mit und bin dabei weiter an mich zu "arbeiten".

Mein erstes Xmas, Geburtstage (ohne grosse Feier), nochmals Ferien im Herbst, und viele Probleme mit meinen Jugendlichen habe ich ohne Alkohol gemeistert.

Nun folgt mein erstes Silvester und ich möchte mich bei euch herzlich bedanken und

euch allen ein gutes, gesundes, leichtes, heiteres und trockenes Jahr 2019 wünschen

Carl Friedrich
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Re: Fange neu an

Beitrag von Carl Friedrich » 20.05.2019, 19:57

Hallo!

An anderer Stelle las ich, dass hier aus welchen Gründen auch immer, keine Resonanz zu vermelden war.

Daher lasse ich mal schnell einen Gruß hier.

Du lebst seit August'18 wieder abstinent. Klasse. Insbesondere hast Du die für mich gefährlichste Zeit im Dezember unbeschadet überstanden. Darauf kannst Du aufbauen.


Weiterhin alles Gute wünscht
Carl Friedrich

Dhyana
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Re: Fange neu an

Beitrag von Dhyana » 21.05.2019, 17:08

Danke dir Carl Friedrich! Ja, ich habe so einiges diese Monate trocken erlebt, alle Geburtstage, diverse private "Katastrophen", Ferien, Einladungen ...

Ich habe eine Frage in die Runde:

Wie seht ihr das mit dem Besuch einer realen Gruppe um die Abstinenz zu unterstützen und zu erhalten? Geht ihr in Gruppen oder seid ihr da gewesen eine Weile lang?

Karsten
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Re: Fange neu an

Beitrag von Karsten » 21.05.2019, 17:28

Hallo,

was hälst du denn von unseren Grundbausteinen?
grundbausteine-der-nuechternheit
Wenn ich das richtig gelesen habe, hattest du ja schon mindestens einen Rückfall und dein Titel hier sagt ja das Gleiche aus.
Warum setzt du dich dann diesem Risiko aus mit dem "Geburtstage, diverse private "Katastrophen", Ferien, Einladungen ... "?

Wo man sich austauscht, spielt für mich nicht so die Rolle, nur sollte man es regelmäßig tun.
Ob nun real oder online, das liegt an einem selbst, was einem besser liegt.

Ich habe allerdings schlechte Erfahrungen gemacht, wenn man sich eine Gruppe nach dem wohlbefinden aussucht, wo einem vielleicht noch nach dem Mund geredet wird.
Wenn man nur Gleichgesinnte sucht, um seine Gedanken zu bestätigen, bringt es ja nicht viel, denn du (siehe Rückfall ) bist ja wohl mit deinen eigenen Gedanken gescheitert.

Ich habe eine kleine reale SHG, wo wir uns öfter treffen. In den letzten zwei Jahren sogar mindestens einmal pro Monat und wir telefonieren alle drei, vier Tage.
Sie kennen mich seit 22 Jahren, also 20 Jahre trocken und auch während meiner nassen Zeit.
Den kann ich nichts vormachen oder was vom Pferd erzählen.
Das ist aber genau das, was ich unter eine Gruppe und Freundschaft verstehe.

Gruß
Karsten

Carl Friedrich
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Re: Fange neu an

Beitrag von Carl Friedrich » 21.05.2019, 17:36

Dhyana hat geschrieben:
21.05.2019, 17:08
Wie seht ihr das mit dem Besuch einer realen Gruppe um die Abstinenz zu unterstützen und zu erhalten? Geht ihr in Gruppen oder seid ihr da gewesen eine Weile lang?
Hallo!

ich habe nach meiner ambulanten Therapie für 1 1/2 Jahre mal eine SHG besucht. Aus ihr habe ich mich dann verabschiedet, weil sie mir nichts brachte.

Grundsätzlich rate ich jedem, mal die eine oder andere Gruppe auszuprobieren und sich ein eigenes Bild zu machen, ob diese Form des Austauschs für den Betroffenen sinnvoll ist.

Seit dem bin ich nur noch im Netz unterwegs. Mir reicht das.

Gruß
Carl FRiedrich

Dhyana
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Re: Fange neu an

Beitrag von Dhyana » 21.05.2019, 23:15

Hallo und Danke für eure Meinungen !
Karsten hat geschrieben:
21.05.2019, 17:28
was hälst du denn von unseren Grundbausteinen?
grundbausteine-der-nuechternheit
Ich halte mich daran, an alle. Habe mich sicher zu kurz und knapp ausgedrückt. Ich hatte Geburtstag, meine ganze Familie, Mann, Kinder, Ende letztes Jahres .. da kann ich schwer nicht dabei sein... und sie waren alle ohne Alkohol, im kleinen Kreise gefeiert. Ebenso die Ferien. Nun es handelt sich um die letzten 9 Monate die ich oben beschreibe .. ich war sehr konsequent. Meine erste Einladung wo es Alkohol gab war im April'19. Davor bin ich allen aus dem Weg gegangen. Was auf mich zugekommen ist (die Katastrophen) innerhalb der Familie konnte ich nicht wegzaubern, habe aber kein Suchtdruck gehabt und sie trocken durchlebt, gleich am Anfang meiner Abstinenz.

Ich hatte in der Zeit seit August eine einzige Situation in der Fremde, also nicht bei mir zuhause, wo ich gefühlsmässig in die Enge getrieben wurde (hilflos, mich verbal nicht wehren können, mich ausgeliefert fühlen) wo Trinkgedanken aufkamen und ich an Alkohol gekommen wäre. Ich bin dann gegangen .. trocken. habe auch untersucht und verstanden, woher und warum der Suchtdruck entstanden ist.
Wenn ich das richtig gelesen habe, hattest du ja schon mindestens einen Rückfall und dein Titel hier sagt ja das Gleiche aus.
Warum setzt du dich dann diesem Risiko aus mit dem "Geburtstage, diverse private "Katastrophen", Ferien, Einladungen ... "?
Was ich früher hatte würde ich nicht Rückfall nennen... ich war überhaupt nicht trocken im Kopf zu dem Zeitpunkt als ich hier angefangen zu schreiben und die Jahre danach, da hatte ich Trinkpausen ... trocken war ich noch lange nicht.
Ich habe allerdings schlechte Erfahrungen gemacht, wenn man sich eine Gruppe nach dem wohlbefinden aussucht, wo einem vielleicht noch nach dem Mund geredet wird.
Wenn man nur Gleichgesinnte sucht, um seine Gedanken zu bestätigen, bringt es ja nicht viel, denn du (siehe Rückfall ) bist ja wohl mit deinen eigenen Gedanken gescheitert.
Hmm, wie meinst du das? Habe doch geschrieben, dass ich nie mehr trinken möchte und dass genau solche Meinungen wie der Glaube wieder normal trinken zu können, mich in einer Gruppe stören. Ich hatte erwartet, dass dort alle schon trocken denken. Ich will nicht mehr trinken und werde es auch nicht tun. Ich gebe mein jetziges Wohlbefinden nicht mehr her! Fühle mich auch nicht gefährdet und weiss doch das ich weiterhin einiges tun muss. Darum schaue ich mich um, inzwischen auch in life Gruppen. Nur waren die Erfahrungen bisher eben auch nicht so toll, wegen dem Gehörten. Darum auch meine Frage...
Ich habe eine kleine reale SHG, wo wir uns öfter treffen. In den letzten zwei Jahren sogar mindestens einmal pro Monat und wir telefonieren alle drei, vier Tage.
Sie kennen mich seit 22 Jahren, also 20 Jahre trocken und auch während meiner nassen Zeit.
Den kann ich nichts vormachen oder was vom Pferd erzählen.
Das ist aber genau das, was ich unter eine Gruppe und Freundschaft verstehe.
Sowas wünsche ich mir auch, nur braucht es Zeit ... da kann ich nicht mithalten mit meinen 9 Monaten. Drum auch die realen Gruppen, um neue trockene Leute zu treffen. Im alten Freundeskreis kenne ich niemand trockenen. Mit den meisten habe ich keinen Kontakt mehr.
Habe mich recht zurückgezogen und vermisse auch nichts was mit Party und Alkohol zu tun hat.

Vielleicht ist es jetzt ein bisschen klarer?
Grüsse .. Dhyana

Karsten
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Re: Fange neu an

Beitrag von Karsten » 22.05.2019, 05:45

Hallo Dhyana,

dann habe ich das falsch verstanden.

Das trockene Leben braucht ja seine Zeit und das kennenlernen von neuen Freunden ist nicht immer leicht.
Ich habe da auch gute, wie auch schlechte Erfahrungen gemacht.
Meist sucht man sich ja Menschen aus, die ähnlich lange nüchtern sind, was aber bei mir ein großer Fehler war.
Ich hatte jemanden in der realen Gruppe kennen gelernt und wir beide waren ca. 3 Monate nüchtern.
Am Ende haben wir eine Woche später beide wieder gesoffen.

Lass dir Zeit und gehe es risikolos an.

Gruß
Karsten

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