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Diesmal wird es klappen

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit
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Hartmut
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Re: Diesmal wird es klappen

Beitrag von Hartmut » 08.08.2018, 18:27

Hallo

mich würde mal interessieren inwieweit eine „Klassifikation“ und „Typologie“ etwas für mich bringt ? Außer dem Wissen darüber ändert sich ja nicht meiner Krankheit. Oder ?

Gruß Hartmut

Carl Friedrich
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Re: Diesmal wird es klappen

Beitrag von Carl Friedrich » 08.08.2018, 19:38

Hartmut hat geschrieben:
08.08.2018, 18:27

mich würde mal interessieren inwieweit eine „Klassifikation“ und „Typologie“ etwas für mich bringt ? Außer dem Wissen darüber ändert sich ja nicht meiner Krankheit. Oder ?
Hallo Hartmut!

Es war mir völlig klar, dass Du mit genau dieser Frage kommst. :wink:

Ob sie was bringt?

Jeder ist verschieden. Es gibt Leute, die sich intensiver mit ihrer Suchtgeschichte auseinandersetzen und solche, die primär auf die Gegenwart und die Zukunft achten. Ich persönlich finde die Klassifizierung interessant, aber sie wird mich nicht abstinent halten. Vor diesem Hintergrund ist sie für mich rein theoretischer Natur. Jedoch passt sie in den Kontext der von mir gelesenen Fachliteratur aus Therapeutensicht und meiner absolvierten amulanten Therapie.

Dir Hartmut, wird sie wahrscheinlich nichts bringen, da ich dich als reinen "Macher" einschätze, den theoretische Ansätze und Begründungen eher etwas weniger interessieren. Du hast deinen eigenen Weg gefunden und verfolgst ihn mit Disziplin und Konsequenz. Das ist für dich genau richtig. Andere haben gerne noch hier und da ein kleines "Schmankerl" aus der Wissenschaft/Theorie dabei.

Gruß
Carl Friedrich

viola
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Re: Diesmal wird es klappen

Beitrag von viola » 08.08.2018, 19:44

Hallo ihr beiden,

Bitte mehr davon, ich lese eure Schlagabtäusche sooo gerne und brauche davon bitte öfter mal wieder eine kleine Dosis, Dankeschön. Hält mich bei Laune und gedanklich wach.
Inhaltlich bin ich eher bei Carl Friedrich, aber das wird wiederum ja euch beide nicht wundern. 8)

LG Viola

Hull

Re: Diesmal wird es klappen

Beitrag von Hull » 09.08.2018, 12:33

Hartmut hat geschrieben:
08.08.2018, 18:27
Hallo

mich würde mal interessieren inwieweit eine „Klassifikation“ und „Typologie“ etwas für mich bringt ? Außer dem Wissen darüber ändert sich ja nicht meiner Krankheit. Oder ?

Gruß Hartmut
Hallo Hartmut,

ich musste etwas über Carls Friedrichs Präzision schmunzeln, die augenscheinlich schon genau dich als den typischen Kandidaten für gewisse Verhaltensmuster ermittelte. Man könnte dies als Daseinsberechtigung einer Diskussion über Klassifizierungen werten, so allerdings argumentiere ich nicht.

Dass es dir persönlich ausreicht, nicht alles auf absolute Gültigkeit - die Sprache ist ein Garant für Missverständnisse - zu prüfen, ist legitim, aber natürlich mit dem Risiko verbunden, belächelt zu werden. (Dies geschieht bei dir ebenso, mit Sicherheit sogar vor meinem Urteil über dich; denn im Grunde ist deine Frage nichts anderes als die Abwertung dieser Diskussionen.) Ich kann damit leben, da ich sehr genau weiß, was ich mache. Ob es positiv bzw. negativ ist oder irgendeinen Nutzen für die Allgemeinheit hat, steht auf einem anderen Blatt geschrieben.

Grüße

Hartmut
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Re: Diesmal wird es klappen

Beitrag von Hartmut » 09.08.2018, 13:03

Hallo

ich finde es bemerkenswert wie es immer wieder zu Interpretationen einer Post kommt. Da werde ich gleich mit analysiert oder klassifiziert :lol: Danke dafür, jedoch verkehrt :-) Dieses „Schubladendenken" oder jemand in Eine zu setzen ist nicht Meins.
aber natürlich mit dem Risiko verbunden, belächelt zu werden.
Diese Eigenschaft ist mir nicht fremd und zeigt mir genau worauf dann dieser Mensch seinen Fokus legt. (zur Interpretation freigegeben)
Ob es positiv bzw. negativ ist oder irgendeinen Nutzen für die Allgemeinheit hat, steht auf einem anderen Blatt geschrieben.
Mir ging es um dieses Blatt. Deswegen zielte meine Frage auch nicht drauf ab ob jemand sich mit den wissenschaftlichen Studien beschäftigt. Vielmehr wollte ich nur wissen inwieweit es mir bei meiner Krankheit hilft. Ich habe sie durch pragmatischen Mitteln gestoppt und sie steht nun mal still.

Danke für Eure Antworten

Gruß Hartmut

Carl Friedrich
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Re: Diesmal wird es klappen

Beitrag von Carl Friedrich » 28.10.2018, 13:13

Fortsetzung:

Es gibt nichts Mitteilenswertes zu berichten. Bei mir verläuft alles in geordneten Bahnen.

Auch unser Herbsturlaub verlief ohne besondere Vorkommnisse bezüglich Alkohol. Nur 2 Male blitzte kurz beim Anblick eines Bieres der Gedanke auf: "Das sieht aber lecker aus." Die bewährten Gegenstrategien wie sofortige Beschäftigung mit was anderem genügte, um mich sogleich auf andere Gedanken zu bringen. Druck hatte ich jedoch keinen.

Fazit: Mir geht's gut. Es darf gerne so bleiben.

Gruß
Carl Friedrich

Cadda
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Re: Diesmal wird es klappen

Beitrag von Cadda » 30.10.2018, 06:40

Guten Morgen Carl Friedrich,

ich glaube, diese Gedanken, die Du beschrieben hast, werden wohl ein Leben lang bleiben. Es ist halt nur ein kurzer Gedanke, den man direkt wieder zurückschieben kann. Ich glaube, das wird auch Nichtrauchern so gehen, die einmal geraucht haben, dass sie auch nach etlichen Jahren beim Anblick einer Zigarette mal kurz drüber nachdenken. Das gehört denke ich einfach dazu. Aber so wie Du es geschrieben hast, weißt Du das ja auch selbst :)

Schön, dass Du uns mal auf dem Laufenden hältst, wie es Dir so geht!

Carl Friedrich
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Re: Diesmal wird es klappen

Beitrag von Carl Friedrich » 30.10.2018, 15:38

Danke Cadda!

Ja die Gedanken sind halt frei wie es so schön heißt. Wichtig ist, sich ein Repertoire an Handlungsalternativen zurecht zu legen und anzutrainieren.

Pferde sind ja bekanntlich Fluchttiere. Kommt Saufdruck auf, bin ich gerne ein Zosse, der reißaus nimmt. Der sofortige Ortswechsel mit dem einhergehenden, veränderten unmittelbaren Umfeld, haben bei mir bislang stets gewirkt.

Den Rat erteile ich jedem Neuanfänger im Geschäft der Abstinenz. Dazu noch der Hinweis, Situationen, in denen man früher getrunken hat, so gut es eben geht, aus dem Weg zu gehen. Zumindest so lange, bis eine gewisse Festigung eingetreten ist, was häufig erst nach 6+ Monaten der Fall sein dürfte. Daher bin ich verwundert, wie häufig, frisch Abstinente meinen, unbedingt zu irgendwelchen Feiern rennen zu müssen, auf denen sie sich früher zugeschüttet haben. Die Herrschaften haben noch sehr viel zu lernen.

Gruß
Carl Friedrich

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