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geistesgestört?!

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit

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Correns
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Beitrag von Correns » 11.02.2016, 07:20

michi80 hat geschrieben:...ich habe heute meinen (wiedermal) ersten tag...
Das kenne ich noch sehr, sehr gut, Michi,

bei mir hat erst dieses Forum die Wende gebracht.
Ich habe mich angemeldet und seitdem nichts mehr getrunken.
Davor gab es zahllose Versuche aufzuhören.
Reduzieren. Verbrauch in Tabellen erfassen. Trinkpausen.
Alles mögliche habe ich probiert.

Am Anfang war für mich alles neu.
Ein Schlüsselerlebnis war der Besuch beim Arzt.
Das hat meinem Start geholfen.
Und dann der Austausch hier im Forum.
Vieles war mir fremd.
Die erfahreneren Forumsteilnehmer haben mir massiv geholfen.
Nicht jeder ihrer Beiträge hat mir geschmeckt.
Aber jeder Beitrag hat mich zum Nachdenken gebracht.

Ich wünsche Dir viel Glück und einen langen Atem.

Viele Grüße
Correns

michi80
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Beitrag von michi80 » 11.02.2016, 07:43

Guten Morgen!

@Rattenschwanz und Correns: Danke für die aufbauenden Worte!!
Das tut mir jetzt gut, denn meine Nervosität steigt jetzt schon wieder.
Ich darf nicht wieder alles schlecht denken.
Wegen Entgiftung mach ich mir eh keine Sorgen, denn ich hab vor den zwei Tagen (wiedermal) eine zeitlang nichts getrunken.
Trotzdem steigere ich mich da rein: sieht es wer?

Also: heute Vormittag dahin und für nachher hab ich auch vorgesorgt: Ich muss mich in Sicherheit begeben, ich kann noch nicht alleine sein.
Hole meine Nichte vom Kindergarten ab und halte im Haus meiner Schwester die Stellung bis sie nach Hause kommt.
Ihr ist damit auch geholfen.
Danach zur Psychologin.
Wichtig ist dabei nur eins: ALLES durchziehen!!

Meine Nacht war solala. War ewig munter, musste viel nachdenken. Aber das ist in Ordnung so.

Liebe Grüße, michi

silberkralle
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Beitrag von silberkralle » 11.02.2016, 08:54

glück auf michi

schön, dass du hier bist
michi80 hat geschrieben: Diesmal geh ichs anders an.
das erste war dich hier anzumelden - gut
was willst du noch anders machen?
wem hast du gesagt, dass du alkoholikerin bist?
wem hast du gesagt, dass du trocken werden/bleiben willst?

schöne zeit

:D
matthias

michi80
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Beitrag von michi80 » 11.02.2016, 22:51

Liebes Forum!

Ich habe den Tag trinkfrei überstanden.
War in der zukünftigen Arbeit, ab Montag geht es los.
Danach auf die Nichte geschaut und auch den Termin bei der Psychologin habe ich eingehalten.
Der Tag war richtig schön.
Ich schreibe morgen ausführlicher- ich bin bin sehr müde bzw.
k.o.

Gute Nacht, michi

Martin

Beitrag von Martin » 11.02.2016, 23:31

Hallo Michi,

herzlichen Glückwunsch zur neuen Arbeit.

Das war wohl ein ausgefüllter Tag, hast du toll gemacht.

Schlaf schön.

LG Martin

michi80
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Beitrag von michi80 » 12.02.2016, 11:52

Liebes Forum!

Tag drei und ich sitze heute wieder im Büro meines Mannes.
Alleine zu sein ist noch zu gefährlich. Leider.

Gestern musste ich ja meine restlichen Unterlagen in der neuen Arbeit abgeben.
Auf einmal begann mein Gehirn wieder zu rattern:
"Wenn alles gut geht, geh trinken. Und, wenn es nicht gut geht, dann geh erst Recht trinken!"

Ich sagte mir, dass das nicht ICH bin die da spricht. Das bin nicht ich und das will ich nicht sein.

Also beschloss ich meine Schwester anzurufen und gleich einen Autotausch vorzunehmen.
Sie arbeitet in der gleichen Stadt, in der ich wohne.
Ich fuhr hin, gab ihr das Auto samt Wohnungsschlüssel, und bekam ihre.
Das ist auch nicht so unpraktisch, da ich keinen Kindersitz im Auto hab. Die Dinger gehen gar nicht soo leicht rein und raus montieren.
Wir hatten ja einen Tag vorher ausgemacht, dass ich ihre Tochter vom Kindergarten abhole. Zur Sicherheit für das nichts Trinken.
Nun brauchte ich zur Sicherheit noch eine Sicherheit.

Ich fuhr mit ihrem Auto zur Arbeit und alles lief gut.
Hab den ganzen Tag gut gemeistert.

Aber es ist schrecklich, dass ich immer wo sein muss.
Dass die Dinge die ich mit mir alleine ausgemache habe, noch nicht funktionieren.

Ich will das in den Griff bekommen.
Mein Mann hat es gerne, wenn ich bei ihm im Büro bin. Er teilt mich auch diverse Aufgaben.

Auch meine Schwester hat mich gestern als Babysitter voll ausgenützt: sie war viel länger in der Arbeit als geplant. Konnte viel aufarbeiten.

Es wirkt fast so, als ob alle nur darauf gewartet hätten, dass ich sie um Hilfe bitte.
Das ist ein komisches Gefühl.

Es tut mir gut, dass ich das aufschreibe.

Einen lieben Gruß, michi

Martin

Beitrag von Martin » 12.02.2016, 13:15

Hallo Michi,

pass bloß auf dass du dich nicht übernimmst.

Dein Tag hat auch nur 24 Stunden und wenn du zu viel machst

kann das in's Gegenteil umschlagen.

Auch Überforderung kann zu Saufdruck führen :!:

LG Martin

michi80
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Beitrag von michi80 » 12.02.2016, 14:04

Hallo Martin!

Du hast das wirklich richtig erkannt, denn da ist die große Gefahr bei mir.

Heutiger Tag: neue Couch ist geliefert worden.
Das heißt vorher (7 Uhr) alles weggeräumt, gesaugt usw.
Danach mit Lieferant und Mann Couch zusammengebaut.
Dann schnell duschen, Werkzeug verräumt, mit in die Arbeit gefahren.
Büro zusammengeräumt und andere Sachen erledigt.
Jetzt muss ich zur Apotheke Medikamente für ihn besorgen.

Gegen 16:30 ab nach Hause und wir fahren nach Graz.
Da sind wir heute zu einer Geburtstagsfeier eingeladen.
Ich komm aber nur einen Sprung mit in die Wohnung des Geburtstagskindes, weil das Fortgehen danach überfordert mich noch total.
Eigentlich hab ich jetzt schon ein komisches Gefühl, wenn ich daran denke, dass ich da heute so viele Leute treffen werde,
(Freunde meines Mannes) die ich schon ewig nicht mehr sah.

Morgen dann großes Geburtstagsessen bei der gesamten (Groß)schwiegerfamilie.

Den Sonntag dafür werde ich gar nichts planen.
Nur wohnen und die neue Couch genießen.

Ich denk mir halt: das ist das normale Leben.
Normale Menschen machen das so.
Und ich will endlich normal sein.

LG michi

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