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called for freedom

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit

Moderator: Moderatoren

Pancho
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Beitrag von Pancho » 16.02.2016, 07:18

Hallo Brass,

herzlich willkommen auch von mir hier.

Du scheinst fest entschlossen, das zeigt die Liste deiner Aktivitäten bisher.
Gut so!
Als ich vor gar nicht so langer Zeit das Forum für mich entdeckte, empfahl ich mir: Mach es einfach wie die alten, trockenen Hasen.
Lern von ihnen, beherzige ihre Tipps, studiere, was sie getan haben, um erfolgreich trocken zu werden/bleiben.

Du scheinst das auch zu beherzigen.
Oder gibt es noch Dinge, mit denen du haderst?

Gruß Robert

Kussi73
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Beitrag von Kussi73 » 16.02.2016, 07:37

Gute Morsche Brass ,

wünsche Dir einen schönen Tag 7 ohne Alkohol :D

Ich glaube mich ein wenig missverstanden , in meiner Aussage :
Weißt du was ich mir immer vor Augen halte ?
Ich seh mich als Kind . Was habe ich da alles zu Stande gebracht , alles ohne Alkohol . Ich habe laufen und sprechen gelernt , bin hingefallen und wieder aufgestanden , habe Freunde gefunden und wieder verloren , habe habe in der Schule Höhen und Tiefen ausgestanden , habe sehr viele schöne Tage erlebt und genau so viele schreckliche .... alles ohne Alkohol ... und so werde ich jetzt auch den Rest meines Lebens gehen ( das ist mein Wille )..... und das ganz bewusst ohne Nebel !!
Dein Kommentar dazu :
Und wie du, Kussi, schön sagst: trocken sein ist schon noch etwas ganz anderes, als die ersten Schrittchen zu gehen.
Genauso wie du dir dein Segenslied für Kinder singst hole ich mir diese Erinnerungen zurück.
Mein Bild ,was ich dann immer vor Augen habe , ist der Gang zum Freibad durch unser Neubau-Ghetto ( DDR-Betonklötze) und die Freude darüber wenn ich schneller als der Bus war .- also auch mir macht es gute Laune.

Ich denke jeder von uns hat da so seine Rituale oder auch Bildchen im Kopf , völlig egal was es ist ---> Hauptsache sie bringen uns weiter auf dem Weg !

LG de Dani

silberkralle
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Beitrag von silberkralle » 16.02.2016, 08:44

glück auf alle

ich freu mich für jeden der hier her gefunden hat (und für jeden der lange hier bleibt)
Pancho hat geschrieben: Als ich vor gar nicht so langer Zeit das Forum für mich entdeckte, empfahl ich mir: Mach es einfach wie die alten, trockenen Hasen.
Lern von ihnen, beherzige ihre Tipps, studiere, was sie getan haben, um erfolgreich trocken zu werden/bleiben.
dafür gibt’s n apfel (vom baum der erkenntnis) - der beste tip für alle frischlinge.

schöne zeit

:D
matthias

Motek
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Beitrag von Motek » 16.02.2016, 13:22

Glück auf, um mit Matthias' Worten zu sprechen :)

@Kussi Ja, da hatte ich dich tatsächlich anders verstanden--

@Karsten:
- nicht trinken
- alkoholfreie Wohnung und alkoholfreies Umfeld

Geistig, also gedanklich ist schon schwieriger, wenn man nur mal die Stichworte nimmt:

- Verzicht
- Kompromisslosigkeit
- Ansprüche an die Nüchternheit ( ich will ja, aber...... )
In Bezug auf abstinent/trocken: das ist keine Hintertür. Der Unterschied zu früheren Trinkpausen ist für mich wichtig, es gibt kein Ab-dann-und-dann-gehts-weiter. Ich will damit einfach das Grundthema würdigen, dass zum trocken sein mehr als Abstinenz gehört.

Beim letzten Anstrich (Nüchternheit) weiß ich nicht genau, wie du das meinst- beziehst du dich auf Rumeiern?

Beim Umfeld bin ich -glaube ich- schon weit, da im alten Alltag eine Menge Aktivitäten stehen, die schon in trockenem Umfeld sind. Allerdings habe ich auch da schon 2 Abende geknickt, weil sich die Gruppen ausnahmsweise in einer Kneipe trafen bzw. ich damit rechnen musste, dass einer Bier mitbringt.

Verzicht und Kompromisslosigkeit sind für mich momentan der Acker.
Einen Nebenjob muss ich aufgeben, nasse Umgebung (hab da momentan aber sowieso keine Termine). Das ist Verzicht auf das zusätzliche Taschengeld...Verzicht auf Stolz ist immer Thema, wenn man wieder jemand neues einbezieht. Verzicht in Bezug auf Feiern und Gelöstheit durch Alk möchte ich -wie manchmal im Forum auch zu lesen ist- lieber als Freiheit sehen. Seit Freitag geht mir ein Vers durch den Kopf, den ich mir dann auch über den Bildschirm geklebt hab: Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auferlegen! (Gal.5;13) Daher auch mein Thementitel, berufen zur Freiheit. Ich bin halt auch Christ, wenn ich damit mal nerven sollte, sagt bescheid :lol:

@Pancho:
Mach es einfach wie die alten, trockenen Hasen.
Lern von ihnen, beherzige ihre Tipps, studiere, was sie getan haben, um erfolgreich trocken zu werden/bleiben.
sehe ich genauso. Soweit es irgend geht, nach Regelbuch handeln, schon weil ich auf meine Logik und besonders Bauchgefühl eben nicht vertrauen darf, hat ja die letzten Jahre auch nicht funktioniert.
Hadern... ich reibe mich an Karstens absoluter Kompromisslosigkeit, wie vermutlich jeder zweite Neue. Im Magen liegen mir Fragen nach langfristiger Lebensumstellung, vor allem, weil es nicht DEN Grund gibt. Und das Selbstverständnis als Abhängiger Alkoholiker und das Krankheitsverständnis muss emotional sacken, auch wenn es kopfmäßig angekommen ist.

@Matthias Über den Apfel und mögliche unterschwellige Konnotationen auf theologischer Seite muss ich mir mal noch Gedanken machen :lol:

Grüße
Brass

Karsten
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Beitrag von Karsten » 16.02.2016, 17:23

Hallo Brass,

ich hatte meine Antwort nicht unbedingt an dich geschrieben, sondern versucht meine Gedanken zu den Begriffen Nüchternheit und TRockenheit aufzuschreiben :)

Mit "Ansprüche an die Nüchternheit" meine ich, dass man ja am Anfang vielleicht die Gedanken hat, dass man sich gewisse Dinge noch aussuchen kann, die für die eigene Nüchternheit wichtig sind.

Ich möchte hier aber darauf nicht näher eingehen, denn es liegt ja auch am Stand des persönlichen Tiefpunktes und da bin ich nicht immer unvoreingenommen :)

Gruß
Karsten

silberkralle
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Beitrag von silberkralle » 17.02.2016, 08:55

glück auf brass

ich merk jetzt schon, s wird interessant, spannend und bissl lustig mit dir.

mein apfel is ganz eindeutig als annerkennung gemeint (und als hinweis auf den gedanken, für den ich ihn gebe).
irgenwelche theologischen zusammenhänge sind durchaus ungewollt.


ich denk, du bist auf m guten weg. und ich freu mich drauf. mehr von dir zu lesen.


schöne zeit

:D
matthias

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Beitrag von Motek » 17.02.2016, 11:56

Guten Morgen, Gemeinde :D

Heute war der erste Tag, an dem ich morgens nicht darüber nachgedacht habe, ob ich mit meiner Entscheidung übertreibe. Allerdings hatte ich auch ein paar andere Sachen im Kopf: spät dran, und springt das Motorrad an, obwohl es recht kalt ist? Tat es nicht, also zu Fuß ins Büro. Das ist kein großes Problem, allerdings kann ich heute abend meinen gewohnten Mittwochstermin nicht wahrnehmen. Was wiederum ermöglicht, zur lokalen Mittwochs-SHG zu gehen. Auch gut.

silberkralle hat geschrieben: mein apfel is ganz eindeutig als annerkennung gemeint (und als hinweis auf den gedanken, für den ich ihn gebe).
:-) so hab ich es verstanden, wollte dich nur ein wenig hopsnehmen... jetzt hab ich sogar nochmal nachgelesen, der Apfel zur Unterscheidung von Gut und Böse, passt auf uns ja recht gut.


Viele Grüe
brass

Hans im Glück

Beitrag von Hans im Glück » 17.02.2016, 13:01

Hallo Brass,

Ich Wünsche dir einen fröhlichen trockenen Tag und begrüße dich herzlich hier im Forum.

Das große Thema: Verzicht.

Was hab ich mir in die Hose gemacht, bei dem Gedanken nie wieder Alkohol.
Das geht doch gar nicht, hab ich gedacht, bzw. mein Suchtteufel hat das gedacht und gezittert.

Dieser Verzicht ist keiner, sondern eine Chance.
Nämlich die Chance auf Freiheit und 'nebenbei' die Chance auf Gesundheit und kein vorzeitiges Ende infolge einer Leberzirrhose.

Das nicht mehr trinken darf nur keinen leeren Raum erzeugen, der den Gedanken an Verzicht nahelegt, sondern ausgefüllt werden mit Dingen, die dir Spaß machen und deine Gedanken weiterbringen.

Und es gibt Phasen in der Abstinenz und das erste Jahr ist das gefährlichste.
Hier passieren die meisten Rückfälle.

Pass also auf die auf, ich freu mich, von dir zu lesen.

Liebe Grüße
Hans

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