Startseite - PortalHilfsangebote der SuchthilfeSelbsthilfeforumInformationen zur Suchthilfe

Es ist ein langer Weg

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit

Moderator: Moderatoren

Antworten
Correns

Beitrag von Correns » 24.02.2017, 06:29

Guten Morgen lalu,

ein toller Beitrag!

Seit Jahren schon bin ich regelmäßiges Mitglied im erweiterten Bereich.
Vieles dort gefällt mir recht gut.
Dennoch bleibe ich beim Schreiben lieber im offenen Bereich.
Als ich vor über sieben Jahren hier ankam,
sah ich ja nur den offenen Bereich.
Außerdem hatte ich damals genau EINE Priorität,
nämlich trocken zu werden.

In der ersten Zeit habe ich praktisch
nur Ratschläge konsumiert.
Habe mir die Tipps der Erfahrenen angehört.
Habe gemeint, ich wisse einiges besser
und bei mir wäre das alles sowieso ganz anders.
Neulinge sind so!!! Ich war so...

Dann wurde bei mir alles stabiler und stabiler.
Ich habe dann auch bei anderen geschrieben.
Habe dem Forum etwas gespendet.
Und irgendwann war ich dann Voll-Mitglied.
Vieles habe ich mittlerweile total verinnerlicht.
Meine Säuferkarriere war überhaupt nicht anders.
Diese Erkenntnis hat bei mir gedauert.
Ein, zwei Jahre vielleicht. Auf jeden Fall lang.

Immer wieder melden sich Neulinge hier an.
Und anstatt sie freundlich und behutsam aufzunehmen,
kommen die "Sprachgelehrten" unter uns aus ihren Ecken
und machen die Neuen oftmals gleich
in den ersten Beiträgen ziemlich nieder.

Wenn jemand noch nicht mal zwei Wochen hier ist,
interessiert sich diese Person nicht in erster Linie,
dass sie immer alkoholkrank bleiben wird.
Ein Neuling ist stolz auf jeden Tag ohne Alkohol.
Ein Neuling braucht Zuspruch.
Ein Neuling braucht Zeit.

Bei mir war es genau so.

Viele Grüße
Correns

lalu14
aktiver Teilnehmer
Beiträge: 514
Registriert: 30.05.2016, 18:42

Beitrag von lalu14 » 02.04.2017, 22:12

Es geht mir gut. Lebe weiter abstinent und freu mich, dass nun Frühling einkehrt ins Land.

Ich arbeite weiter an meiner Trockenheit. Manches wird nach zehn Monaten einfacher. Anderes , neues kommt hinzu. Es ist und bleibt eine Herausforderung, diese nüchte Leben. Aber es macht unheimlich Spaß, Dinge zu tun, die vorher nicht möglich waren.

Besonders freue ich mich und genieße es, zu jeder Tageszeit alles tun zu können, was ich gerade möchte. Weil ich nicht schauen muss, ob ich dazu nüchtern genug bin.
Einfach loslaufen, wenn mir danach ist... Hat was!

Lg lalu

lalu14
aktiver Teilnehmer
Beiträge: 514
Registriert: 30.05.2016, 18:42

Beitrag von lalu14 » 23.06.2017, 00:30

Zeit vergeht, und ja, im Moment bewegt sich ganz viel in die richtige Richtung.
Berufliche Veränderung steht an, und das ist nur möglich, weil ich seit Monaten, ja eigentlich einem Jahr abstinent lebe.

Fühlt sich toll an, ist toll. Es lohnt sich also... Ja ich kann es bestätigen.

Wenn bis zum Herbst alles über die Bühne ist, garten und draußen tun wieder weniger wird, dann findet mein Weg wieder öfter hier her. Denk ich.

Im Moment ist gut, wie es ist, ich genieße das nüchtern Sein, den klaren Gedanken, die Freiheit.

Lalu

PS 10.000m 1:02,59

aboa
neuer Teilnehmer
Beiträge: 94
Registriert: 11.07.2009, 09:55

Beitrag von aboa » 08.01.2018, 17:35

Hallo Correns und Lalu 14
Ist zwar der Chat von Lalu14 ,würde auch gerne wissen wie es geht.Aber eigentlich bin ich über Correns seinen Artikel gestolpert.Besser hätte man das nicht formulieren könnenden Superartikel fühle mich das erste mal richtig angesprochen.Schön das mal nicht jeder Artikel zerpflückt wird oder Oberlehrerhaft sein Senf dazugegeben wird.Ich denke mal auch das hier Leute unterwegs sind die auf Kosten der Neuzugänge Ihre Trockenheit zelebrieren,und wenn man dann liest wie Sie hier her kamen denkt man Sie an Sie an.
Danke Correns für Deine Worte
LG Sven

lalu14
aktiver Teilnehmer
Beiträge: 514
Registriert: 30.05.2016, 18:42

Beitrag von lalu14 » 11.02.2018, 17:31

Karsten hat mich die Tage angeschrieben, und gefragt, wie es geht...

Mir geht es gut, ja, auch wenn sich der neue Job als Fehler erwiesen hat.

Nun kann ich mich hier aber nicht mehr einbringen, da ich nicht nach den Forenregeln lebe. Und das schon seit 6 Monaten.

Mit eurer Hilfe, meiner SHG und der Psychologin bin ich meiner Sucht auf der Spur gekommen und arbeite weiter daran.

Es gefällt mir nicht, dass sich für mich herausgestellt hat, das nicht der Alkohol, sondern Medikamente und meine Angsterkrankung das eigentliche Problem sind. Die Wahl zwischen Pest und Cholera... Nur hilft mir dieses Forum leider nicht weiter.

Ich bin Euch allen sehr dankbar, dass ihr mich ein Stück des Weges begleitet habt.
Euch allen ganz viel Kraft und Geduld .

Liebe Grüße
lalu

Correns

Beitrag von Correns » 11.02.2018, 18:20

Liebe lalu,

es war schön, dass Du uns eine Weile begleitet hast.
Dass das Forum für Deinen Fall keine Hilfe ist, kann ich nachvollziehen.
Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass Du einen guten Weg findest.
Hol Dir die passende Hilfe (aber da bist Du ja gut unterwegs)

Viele Grüße
Correns

Carl Friedrich
sehr aktiver Teilnehmer
Beiträge: 1679
Registriert: 06.07.2015, 22:47

Beitrag von Carl Friedrich » 11.02.2018, 18:24

Hallo lalu!

Danke für deinen Beitrag. Ist heute nicht mehr selbstverständlich, dass man sich verabschiedet, wenn man geht.

Alles Gute für die Zukunft

wünscht Carl Friedrich

Thalia1913
sehr aktiver Teilnehmer
Beiträge: 3619
Registriert: 27.06.2014, 10:50

Beitrag von Thalia1913 » 11.02.2018, 19:15

Liebe Lalu,

auch ich wünsch dir ganz herzlich alles Gute auf Deinem Weg!

Lieben Gruß
Thalia

Antworten