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Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit
silberkralle
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Beitrag von silberkralle » 09.08.2016, 15:42

glück auf amanda
Amanda! hat geschrieben: Warum ich grad heute weiter schreibe ist, dass ich heute vermehrt mich Suchtdruck zu kämpfen habe und ich das trinken einfach vemisse (darf man das hier schreiben)?
du darfst - und in so augenblicken solltest du auch
Amanda! hat geschrieben: ... meine Kinder möchten jetzt mit mir einen Kuchen backen. :-)
is gut gegen saufdruck - was tust du auserdem? - viel wasser trinken gegen den durst :wink:
was noch?

schöne zeit

:D

matthias

silberkralle
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Beitrag von silberkralle » 09.08.2016, 15:43

ahhhja - und n kraftpäckl

Karsten
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Beitrag von Karsten » 09.08.2016, 17:09

Hallo Amanda,

mh, warum hast du dich denn nicht vor dem trinken gemeldet?
Vieleicht hätte das Austauschen hier ja den Rückfall verhindern können.

Gruß
Karsten

Thalia1913
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Beitrag von Thalia1913 » 09.08.2016, 18:34

Huhu Karsten, ich les nichts von Rückfall.

Hallo Amanda,

das Heimlichtrinken habe ich auch praktiziert, und auch zu anderem von dem, was du schreibst, gibt es bei mir Parallelen (ich schreib aber mehr im Geschlossenen Bereich.)

Entspannt dich das Backen m deinen Kindern, oder löst es Stress und vermehrten (Sauf)Druck aus?

Gut, dass du hier geschrieben hast!
Was genau ist es, das du am Trinken vermisst?

Hast du auch darüber nachgedacht, eine Entwöhnungstherapie zu machen?

Viele Grüße
Thalia

Karsten
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Beitrag von Karsten » 09.08.2016, 18:40

Hallo Amanda,

entschuldige bitte, dass ich das falsch gelesen habe :oops:
Du hast ja aus der Vergangenheit geschrieben.

Gruß
Karsten

Calida78
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Beitrag von Calida78 » 09.08.2016, 19:15

Hallo Amanda!
In Momenten, in denen ich das Trinken vermisst habe, habe ich mich hingesetzt, um herauszufinden, was jetzt der Grund ist.
Oft war ich überfordert und reizüberflutet und wollte einfach nur für mich sein. Und mit dem Trinken (ich auch heimlich) hab ich mir eine Mauer um mich aufgebaut. Es war wie ein Filter, durch den ich alles besser aushalten konnte. Nüchtern habe ich mir andere Strategien überlegt. Z.B. mich einfach mal ne Weile aus allem rausziehen. Oft sag ich den Kindern, sie sollen mich mal eine Viertelstunde in Ruhe lassen. Dann les ich hier oder in meinem Buch. Und kann danach alles viel gelassener sehen - und der Suchtdruck war dann weg.
Sicher hilft es Dir auch, wenn Du mal analysierst, welche wahren Bedürfnisse sich hinter dem Gedanken an Alkohol verbergen.
Womöglich hilft es Dir auch, öfter hier zu schreiben. Du kannst ja auch schreiben, wenn es Dir gut geht. Das ist doch auch ein Grund, sich mitzuteilen:-)
Viele Grüße
Calida

Amanda!
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Beitrag von Amanda! » 10.08.2016, 00:01

Sunshine_33 hat geschrieben:Hallo Amanda,
Herzlich Willkommen im Forum, schön das Du hergefunden hast.

Du bist dann ja bald 2 Monate ohne Alkohol, Glückwunsch erstmal dazu !
Weißt Du schon, was Du sonst noch in Deinem Leben ändern musst, um ein trockenes Leben führen zu können ?
Denn wie wir hier so oft schreiben:
Nur nicht mehr trinkt reicht nicht

In Deiner Geschichte erkenne ich mich teilweise gut wieder.
Das Trinken in der Clique, diese aufregende Zeit kenne ich auch.
Wir haben uns nichts weiter dabei gedacht.
Die Eltern machten es uns ja auch vor.
Muss allerdings dazu sagen, das meine Eltern nie übermäßig tranken, es gab allerdings zu Feierlichkeiten Alkohol in Form von Bier und Sekt.
Das war irgendwie "normal".
Ansonsten tranken meine Eltern nicht.

Ich bin in die Sauferei ziemlich reingerutscht und irgendwann war ich abhängig.
Ich erinnere auch noch Zeiten, wo die Sauferei lustig war, Spaß machte und wir die unmöglichsten Sachen im Suff anstellten.
Aber das war laaange bevor ich abhängig soff.
Ab dann war gar nix mehr lustig.
Im Gegenteil, es war eine Qual, saufen zu müssen, das nicht mehr unter Kontrolle zu haben, am Ende wollte ich nicht mal mehr leben.

Heute bin ich sehr froh, das dieses ganze Drama vorbei ist.

Ich wünsche Dir einen regen Austausch hier im Forum.
Für intensiveren und auch privateren Austausch würde ich allerdings den Erweiterten Bereich empfehlen.
Dort können nur die dort angemeldeten Forenmitglieder mitlesen und nicht das gesamte www.
Bedenke bitte, das hier im offenen Bereich wirklich jeder mitlesen kann.
Und das internet vergißt auch nichts.
Darum achte bitte in Deinem eigenen Interesse darauf, nicht zu viel persönliches über Dich oder gar Dritte preiszugeben.
Das nur so als kleinen Tipp :wink:

LG Sunshine
Hallo Sunshine,

vielen Dank für Deinen Beitrag.

Auf Deine Frage, was ich sonst in meinem Leben ändern muss, weiß ich leider keine Antwort.
Es muss mir in jedem Fall psychisch besser gehen, wie ich das erreiche, weiß ich allerdings nicht.
Ich fühle mich immer sehr unstet in meinen Gefühlen und das macht mir das Abstinent bleiben noch schwerer.
Viell. fehlt mir ein zuverlässiger Halt.

Ich beglückwünsche Dich, dass Dir ein Leben ohne Alkohol gelingt. :-)
Was waren denn Deine Gründe in die Sucht und vor allem, welche Gründe haben Dich dazu gebracht, waren stark genung, nicht mehr trinken zu müssen?

Viele Grüße.

Amanda!
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Beitrag von Amanda! » 10.08.2016, 00:09

Barthell hat geschrieben:Hallo Amada,

Glückwunsch zu den ersten 2 Monaten ;)

Ein kleiner Tipp von mir: lies' dir auch noch mal die Grundbausteine durch und überlege dir was du davon schon umgesetzt hast (oder bewusst beschlossen hast nicht um zu setzen und warum) bzw. dabei um zu setzen.

Deine Geschichte deckt sich so überhaupt nicht mit meiner, aber ein paar kleine Paralellen (z.B. Das identifizieren über den Körper/Körperliche Leistung oder Studienabbruch) finden sich doch.

Ich bin jetzt bei etwas über 3 Monaten nüchtern, was mir in den letzten Wochen enorm geholfen hat war es hier im Forum die Geschichten der Langzeit-Trockenen (wie auch immer man das defiert) zu lesen und zu sehen wie sie mit verschiedenen Problemen ungegangen sind.

Grüße

Barthell
Hallo Barthell,

vielen Dank für Deine Tipps und Erfahrungen.
Mit den "Grundbausteinen" habe ich mich noch gar nicht auseinandergesetzt und muss Dich leider ganz naiv und unbelesen fragen, wo ich diese denn finden kann. :oops:

Ich habe jetzt, und vor allem aber auch als ich noch getrunken habe, diverse Bücher (Biografien und Romane) zum Thema Alkoholsucht gelesen, eigl. wirklich alles, was der Markt z.Z. hergibt. Sachbücher allerdings weniger. Mich interessieren eher die Lebenswege-/geschichten anderer Süchtiger.

Während ich noch trank, haben mir solche Bücher verdeutlicht was sich andere, ich mir selber aber genauso mit dem Alkohol antue. Es war ein bisschen wie sich loslösen.

Seit dem ich nicht mehr trinke, ist es ein bisschen wie sich selbst testen, solche Bücher zu lesen. Wenn ich merke es fördert den Suchduck, dann lege ich sie weg, wenn ich einen starken Tag habe, quäle ich mich mit den Bücher um zu gucken wie stark ich bin. :evil:

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