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Man stolpert nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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Hartmut
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Re: Man stolpert nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

Beitrag von Hartmut » 16.10.2018, 14:48

Hallo Karamasow,
Ich denke aber, ich bin mittlerweile stabil genug bzw. kann mit der (Risiko)Situation umgehen.


Mich hatte es deswegen angesprungen, weil ich in einem ähnlichen Denken/Situation wie du war. Meine geklaubte Stabilität schmolz aber dahin. Sicherheit und Stabilität ist im Biergarten eben nicht gegeben. Das unabhängig von dem was in den nassen Jahren gesoffen wurde. Die Eindrücke, der Geruch und eine Handbreit am Glas kann da sehr schnell zu Saufdruck führen.

Bei dir lag der Fall jedoch anders, du hättest ja als Schutz noch deine Familie dabei.

Gruß Hartmut

kamarasow
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Re: Man stolpert nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

Beitrag von kamarasow » 17.12.2018, 08:24

Guten Morgen,
bevor der Faden ganz nach unten rutscht, möchte ich mich noch einmal kurz melden. Geht es mir gut? Die Frage stelle ich mir häufig. Wenn die Antwort darauf lautet: Semi. Dann sollte man sich die Frage auch nicht zu oft stellen. Manchmal ist man von den äußeren Umständen (wie bspw. aktuell Termindruck im Beruf) gezwungen, sich durch bestimmte Zeiten durchzuquälen. Ich versuche, auch wenns es nicht immer leicht fällt, nicht zu viel zu jammern. Das positive hervorheben half mir schon immer weiter. Außerdem kommt Erfolg nicht durch Glück, sondern durch Arbeit. Jeden kleinen cm muss man selbst gehen. Das nimmt einem keiner ab. Umso größer ist dann die Freude auf den baldigen 14-tägigen Urlaub mit der Familie.

Zu den Weihnachtsmärkten: Auch nach 2 Jahren Abstinenz ist der Weihnachtsmarkt Hochrisikogebiet. Das doofe ist, ich wohne quasi direkt am Weihnachtsmarkt. Mir hilft Scheunklappen aufsetzen und z.T. Luftanhalten. Sollen sie sich alle das Zeug reinschütten. Ich will und kann das nicht mehr.

Gestern gefiel mir der Film Marsianer. Da gehen bei mir im Kopf alle kleine Lämpchen an. Manchmal fühlte ich mich wie Matt Damon. Es gibt ein Problem, dann überlegt man, wie man Schritt für Schritt die Dinge löst. So sehe ich auch den Alkoholismus und das Leben bzw. die Arbeit insgesamt. Man hangelt sich von Problem zu Problem undnd löst stetig eins nach dem anderen. Zufriedenheit und Freude holt man sich aus dem Lösen der Probleme sowie aus gemeinsamer Zeit mit der Familie. Manchmal sage ich mir: Hätte ich keine Probleme oder Aufgaben, dann wäre es langweilig.

In diesem Sinne. Bleibt gesund.
Karamasow

Sunshine_33
sehr aktiver Teilnehmer
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Re: Man stolpert nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

Beitrag von Sunshine_33 » 17.12.2018, 11:38

Hallo kamarasow
Du schriebst:
Geht es mir gut? Die Frage stelle ich mir häufig. Wenn die Antwort darauf lautet: Semi. Dann sollte man sich die Frage auch nicht zu oft stellen.
Manchmal ist man von den äußeren Umständen (wie bspw. aktuell Termindruck im Beruf) gezwungen, sich durch bestimmte Zeiten durchzuquälen.
Ich versuche, auch wenns es nicht immer leicht fällt, nicht zu viel zu jammern.
Das sehe ich ganz genau so.
Dauer-Rumjammerei kann ich ganz schlecht ertragen, erstmal bei mir selbst und ebenso auch bei anderen.
Maaaal Jammern oder sich über einen bestimmten Zustand beklagenn ist ja noch ganz akzeptabel, aber ich sehe dann immer zu, das
ich da auch möglichst schnell wieder raus komme.
Denn Jammern bringt einen so gar nicht praktisch weiter und da ich ein lösungsorientierter Mensch bin, ist bei mir gedanklich auch immer
schon der zweite Schritt "in Arbeit", nämlich, wie ich eine Situation trotz Widrigkeiten in den Griff bekommen könnte.
Ich bin auch der festen Meinung, das es bei fast allem immer einen Weg gibt!
Nur ist der oftmals auch beschwerlich und man wird evtl. auch Federn lassen.
Und es ist fast immer auch mit Arbeit verbunden, und sei es "nur" an der Arbeit an sich selbst (und das ist vielleichtg sogar die schwerste Arbeit?)

Und richtig, ich sehe es auch so, das man einfach auch mal Zwängen unterliegt, die von außen kommen und nicht abänderbar sind.
Wenn ich auf der Arbeit einen Termin habe, dann habe ich den nun mal und kann dann nicht achtsamkeitsmäßig den halben Tag Tee
trinken und mit ner Wolldecke auf dem Sofa liegen und dem Schnee beim Fallen zusehen.
Dann habe ich den Termin zu halten, also muss ich mich dann auch mal zusammenreißen können,
denn an Terminen hängen meist andere noch mit dran und im Endeffekt auch Menschen, die darauf angewiesen sind,
das ich meinen Termin auch einhalte.
Und Ja, von nix kommt nun mal auch nix... ich habe mir auch alles in meinem Leben erarbeiteten müssen.
Auf Glück hätte ich mich da auch nicht verlassen wollen, das ist zu unbeständig.
Also half eh nur arbeiten :wink:
Das positive hervorheben half mir schon immer weiter.
Außerdem kommt Erfolg nicht durch Glück, sondern durch Arbeit. Jeden kleinen cm muss man selbst gehen. Das nimmt einem keiner ab.
So ist auch meine Erfahrung.
Nicht immer auf das schauen, was andere haben oder können, sondern ich schaue auch immer da hin, was ich selbst habe und kann.
Wir leben in einem reichen Land, gemessen an der Restbevölkerung dieses Planeten Erde, das ist nun mal so, und trotzdem kommt
es mir so vor, als hätten wir nichts besseres zu tun als über alles mögliche zu jammern.
Das wir in Deutschland alle ein Dach übern Kopf haben, zu essen und zu trinken und ein einigermaßen funktionierendes Sozialsystem, das sehen
viele wohl gar nicht mehr.
Dabei ist das etwas sehr positives, und es ist etwas, was viele andere Menschen nicht haben !
Und unter Berücksichtigung dieser Tatsachen kann ich wirklich nur mit dem Kopf schütteln, wenn dann noch über jeden Mist rumgejammert wird.
Dann denke ich, ob wir alle schon derart degeneriert sind, das wir selbst dem leichtesten Druck schon nicht mehr standhalten können?
Sorry, aber ich denke wirklich so "hart" darüber und habe aufgrunddessen für so manche Jammerei auch wirklich kein Veständnis.
Und das noch umso mehr, wenn derjenige aus eigenen Mitteln sich selbst helfen könnte, es aber nicht tut, weil jammern viel bequemer ist,
als mal sein Wohlfühleckchen zu verlassen und was zu TUN.

Und ja, man muss Wege selbst gehen, (und zwar tatsächlich jeden cm) das nimmt einen im Endeffekt keiner ab, das kann auch keiner.
Aber... ist es nicht auch ein tolles Erfolgserlebnis, schwierige Wege gegangen zu sein und sie trotz Widrigkeiten bewältigt zu haben?
Also für mich ist es das.
Ich kann also selbst darin noch das Positive sehen... wenn auch nicht immer gleich :lol:
Zufriedenheit und Freude holt man sich aus dem Lösen der Probleme sowie aus gemeinsamer Zeit mit der Familie.
Empfinde ich zu 100% ganz genau so. Aus beidem kann man viel Kraft und Freude ziehen. Und damit dann auch wieder neue Probleme angehen bzw.
schwierige Situationen durchstehen.

LG und ich wünsche Dir ein Frohes Weihnachtsfest im Kreise Deiner Familie
Sunshine

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